Wenn du prinzipiell gegen CR123A bist, dann entgeht dir definitv eine ganze Reihe interessanter Lampen - um nicht zu sagen: alle interessanten Lampen! Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus liefern einfach höhere Ströme als Alkali-Zellen, was letztlich eine höhere Lichtausbeute ermöglicht. Ich selbst habe bspw. keine einzige Lampe, die nicht mit CR123As betrieben werden kann. Die einzige, die ich mal hatte, habe ich verschenkt, nachdem ich in den Genuss höherer dreistelliger Lumen-Zahlen gekommen war
Ein kurzes Update: Ich konnte mit dem Twisty nichts anfangen, also hab ich den (unter Verlust der Gummi-Kappe) aus seiner Tailcap rausgehämmert und stattdessen den McClicky eingesetzt. So steht da nicht fälschlicherweise "Max. 2A" drauf wie auf der anderen Tailcap
Mit im Paket liegt eine Twisty-/Momentary-Tailcap mit schwarzer Schalter-Kappe. Standardmäßig verbaut ist jedoch die Tailcap mit orangefarbener Schalter-Kappe. Dabei handelt es sich um einen klassischen Forward Clicky, der laut Aufschrift auf der Kappe mit bis zu 2 A belastet werden darf. Das reicht für die meisten Dropins ganz locker aus. 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Schalter-Kappen.jpg
Fazit Das spannende an der Seraph SP-6 ist weder das zwar gefällige, aber nicht über die Maßen innovative Design noch eine spezielle Funktionalität, sondern der für einen so geringen Preis überdimensional große Lieferumfang. Ein vollständig (!) Surefire-kompatibler P60-Host samt Ersatzteilen für 10 USD ist natürlich nur in China möglich. Das merkt man dann wiederum doch an der Verarbeitung: Die Anodisierung ist außen sauber, aber nicht innen; die Gewinde sind größtenteils sauber geschnitten, aber nicht überall perfekt entgratet; etc. Aber das Gesamtpaket ist entscheidend: Und das ist großartig. Ich bin mit der Seraph SP-6 so zufrieden, dass ich mir der "Vollständigkeit" halber auch die SP-9 bestellt habe; die kostet nur 2 USD mehr und hat auf dem Papier den gleichen Lieferumfang. Ich werde berichten.
Ein wenig Eigenwerbung: das gleiche Review in meinem Blog.
Es gibt einige Hersteller, die in den Fußstapfen von Surefire P60-kompatible Hosts herstellen, aber abseits von Solarforce hatte ich da bisher noch keine Erfahrungen gemacht. Nach einem Hinweis hier im Forum habe ich mir eine Lumens Factory Seraph SP-6 bestellt - nochmals vielen Dank an Idox! Sorry, dass ich jetzt als erster mit einem Review rauskomme
Die Seraph SP-6 entspricht in ihrer Größe der Surefire 6P, wird dementsprechend also mit zwei CR123A-Batterien oder alternativ einem 18650-Akku betrieben. Ebenfalls erhältlich ist noch das Modell SP-9, das der Surefire 9P entspricht. Hier sieht man links das Solarforce-Äquivalent L2P und rechts eine Surefire 6P Classic / Round Body mit Z44-Kopf. Optisch entspricht die Seraph SP-9 aber eher der aktuellen Surefire P2X. 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Surefire 6P, Solarforce L2P.jpg
Der Kopf weist umlaufend acht Ausfräsungen auf, die als Wegrollschutz dienen sollen. Leider funktioniert das nur leidlich gut, macht aber wenigstens optisch was her. Oben sitzt am Ende des Bezel-Ring-Gewindes ein Dichtungsring, auf den die Linse aufgelegt wird. Diese wird dann mit einem der beiden Bezel-Ringe befestigt. Ich bevorzuge hier den glatten Ring - der gezackte war jedoch vorinstalliert. 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Kopf, O-Ring.jpg2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Kopf, Bezel-Ringe.jpg
In den Body wird oben das Dropin eingesetzt - im Bild ein Solarforce LC-XML2 U2 samt Feder. Hier ist die Anodisierung innen nicht ganz sauber gemacht: Der Rand ist etwas wellig und sie reicht zu weit in den Body hinein - das stört im zusammengebauten Zustand aber weder die Funktion noch die Optik. Hier sieht man am Beginn des Batterierohrs auch einen Ring, der verhindert, dass Akkus nach vorne durchrutschen können, wenn sich kein Dropin in der Lampe befindet - ein Feature, das ich so noch nicht einmal von Surefire kenne, sondern nur von Customs oder professionell aufgebohrten Surefires... 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Anodisierung.jpg2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Dropin, Solarforce LC-XML2.jpg
Darunter weist der Body vier Kühlrippen bzw. -rillen auf. Diese kaschieren auch ein wenig den Übergang vom Kopf zum Body, was das Design etwas mehr als "ganzes Stück" erscheinen lässt. Hier im Bild sieht man auch ein paar Beschriftungen, die alle sauber gemacht sind. 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Kühlrippen.jpg
Der Body selbst weist zwei Rillen auf, in die im Auslieferungszustand die schwarzen Griff-Ringe eingesetzt waren. Diese lassen sich mit etwas Widerstand abziehen und durch die mitgelieferten grün nachleuchtenden (im Bild) oder orangefarbenen ersetzen. 2015-08-15 - Lumens Factory Seraph SP-6 - Lanyard.jpg
Das wird mich auf meiner kommenden Pfälzerwald-Tour täglich begleiten. Zugegebenermaßen trage ich nicht alles davon selbst - manches wie das Zelt wird meine Freundin schleppen müssen 2015-08-14 - Loadout.jpg
Ja, sowas von! Nochmal vielen Dank. Der Lieferumfang ist großartig, die Qualität für den Preis völlig in Ordnung und die Handhabung angenehm. Der Switch ist wirklich etwas schwergängig - aber das find ich gar nichtmal dramatisch. Ich hab übrigens auch ein Dropin von Solarforce drin: XM-L2 U2 mit 4 Modi
Bei mir kam heute danke des Hinweises von Idox eine Lumens Factory Seraph SP-6. Das beste an dem tollen Gesamtpaket ist fast noch, dass sogar der Bezel-Ring Surefire-kompatibel ist - das kann bspw. Solarforce bis heute nicht. Hier auf einem Cryos Cooling Bezel.
Die lässt sich mittels eines mitgelieferten Rohrs verlängern (4x CR123A /2x 18650) oder auch ohne Verlängerung betreiben (2x CR123A / 1x 18650). Die Bestellung in China ist regelmäßig unproblematisch, evtl. wird EUSt fällig. Die Lampe gibt es mit XP-L V3 LED (angegeben sind 1030 Lumen - real sind es eher 700), zur Auswahl stehen verschiedene Modus-Konfigurationen.
Ja, tun sie tatächlich. Natürlich nicht besonders gut, aber es reicht, dass sie nicht runterfallen, wenn die "Bilder" an der Wand hängen. Mit einer Bürste könnte man den Filz noch aufrauen und den Halt etwas verbessern, denke ich, aber das will ich nicht: So kann ich schnell und unkompliziert Patches von der Wand nehmen, ohne den Rahmen an sich von der Wand zu reißen
Ich empfehle Filz der Stärke 3-4 mm. Der wird von ggf. verwendetem Flüssigklebstoff nicht gar so stark durchdrungen wie dünner 0,8 mm Filz. Andererseits lässt sich so dicker Filz nicht auf die Rückseite umknicken und festtackern - das muss man also wirklich gut kleben
Ich finds auf jeden Fall stark. Irgendwann ergibt sich sicher mal die Gelegenheit
Ich habe heute bei Aldi Süd ein paar Bilderrahmen gekauft*; den mittelgroßen Rahmen hab ich mit verdreckter, aber hier ja unbenötigter Scheibe vom Sperrmüll abgezogen. In der Bastelstube wurde dann noch Filz akquiriert
Ich hab gestern schon von Xpedition / Bastian ein Böker Plus Bushcraft XL (Design von Tom Krein) bekommen. Heute habe ich außerdem bei Aldi Süd günstig mehrere Bilderrahmen gekauft (knapp 10 € für 50x70), um ein paar Patch-Wände zu bauen
recurveman: Jein - das habe ich bisher etwas anders verstanden: Das Problem ist wohl eher, dass man das Auto nicht unbedingt da parken darf, wo man gerne zelten möchte: an Straßen ist häufig Parkverbot, Auto aufs Feld fahren ist einerseits unpraktikabel und andererseits ebenso verboten. Das hat uns bisher auch weitgehend dazu überzeugt, günstige Naturcampingplätze auf dem Weg rauszusuchen. Knowhow in dem Bereich ist im Team (wenn auch nicht bei mir selbst) aber genügend vorhanden und hier im Thread weniger von Bedeutung - trotzdem danke für den Hinweis
nopanic: Mein Vertrauen in die Homöopathie hält sich leider in Grenzen. Danke jedoch für die anderen Tipps. Die Größe des Packs ist nur sekundär, da einzig der Platz im Auto begrenzend ist. Größere Touren im Gelände abseits des Fahrzeugs sind nicht geplant - wenn überhaupt mal eine Tageswanderung. Ein IFAK ist bei mir ohnehin immer am EDC-Rucksack dran
Ugorr: Ja, die 50 ml Dose ist gerade und liegt daher deutlich besser in der Hand, das stimmt definitiv! Aber das Sprühverhalten war bei beiden Varianten enttäuschend. Wir hatten von der 50er-Variante aber nur eine Dose da - ich kann über diese also nur bedingt definitive Aussagen machen. Ich weiß, dass der Vergleich zu Fox Labs wegen des Preisunterschieds etwas hinkt, aber hier trotzdem mal der Link zum Review: Fox Labs Inert Stream (Trainingsspray mit Sprühstrahl)
Auf dem Spray'n'Pray in Trier haben wir nicht nur das scharfe Ballistol KO-Jet verwendet, sondern auch wirkstofffreie Inerts von Fox Labs in der Stream-Variante. Praktisch enthält das Inert nur Wasser und Treibladung - die Anwendung ist innerhalb bestimmter Grenzen also gefahrlos (Schutzbrillen wären bspw. ratsam).
Die Inerts haben die gleichen Abmessungen wie die scharfen RSGs des gleichen Herstellers - xnkrtsx hat die hier bereits reviewed. 2015-08-09 - Fox Labs Inert Stream.jpg
Die Dosen liegen gut in der Hand - auch bei kleineren Händen. Die Sprühköpfe weisen einen Ring auf, der den Griff nach oben limitiert: So gerät der Zeigefinger nicht so leicht vor die Düse. Außerdem befinden sich seitlich Riffelungen, die dabei helfen, das Spray blind richtig zu greifen. 2015-08-09 - Fox Labs Inert Stream - Düse.jpg
Kurze Sprühstöße zum Reichweitentest ergaben ganze 5-6 Meter, wobei auch hier nach und nach die Reichweite abnahm. Das war trotzdem deutlich zufriedenstellender als beim Ballistol. Eingesetzt haben wir die Inerts aber nicht für Zielübungen. Wir haben sie zunächst bei diversen Drills nur als "Dummies" benutzt und schließlich in einem letzten Drill auch tatsächlich mal dynamisch eingesetzt - mehr dazu kann man im Bericht zu unserem Meeting lesen, das Video bette ich hier aber auch mal ein
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Fazit Die Inerts sind praktisch die perfekte Ergänzung zum Mean Green der gleichen Größe. So kann man mit der gleichen Dose, die man sonst mit sicher herumträgt, sowohl Zielübungen als auch Drills und Szenario-Training durchführen, ohne dabei die doppelt so teuren scharfen Dosen leeren zu müssen.
Wir haben beim gestrigen Spray'n'Pray in Trier unter anderem scharfes Ballistol KO-Jet in der Größe 100 ml für Zielübungen verwendet. Hier wollte ich dieses RSG noch kurz vorstellen.
Die 100 ml Dose ist groß. Man darf beim Kauf eben nicht vergessen, dass da nicht nur 100 ml "Stoff" drin sind, sondern auch eine entsprechende Menge Treibladung - dazu kommt der Sprühkopf auf der Dose. Dieser weist wie viele RSGs eine Klappe auf, die zum Abdrücken nach oben geklappt werden muss. Das geschieht automatisch dadurch, dass man den Daumen auf den Auslöser schiebt. Jedoch ist die Klappe nicht gefedert: Zieht man den Daumen zurück, dann klappt der Deckel nicht wieder zu, was sowohl in der Hosentasche als auch in der Handtasche nicht gerade praktikabel ist - im Holster wäre es egal. Stabil sieht das ganze auch nicht aus. 2015-08-09 - Ballistol KO-Jet 100 ml - Deckel.jpg2015-08-09 - Ballistol KO-Jet 100 ml - Daumen.jpg2015-08-09 - Ballistol KO-Jet 100 ml - Auslöser.jpg
Die Handhabung ist schwierig. Die Dose ist nicht nur sehr hoch, sondern auch sehr dick, weswegen sie sich insbesondere mit kürzeren Fingern tendenziell erst weiter oben intuitiv greifen lässt - nämlich so, dass der Zeigefinger sich um den unteren Teil des Kopfes schließt. Das hat zur Folge, dass man dazu neigt, die Düse abzudecken, insbesondere weil diese beim Abdrücken nochmal ein Stückchen nach unten gedrückt wird. Dadurch sudelt man sich zwangsläufig die Finger mit dem Zeug ein, was keine besonders angenehme Erfahrung ist. 2015-08-09 - Ballistol KO-Jet 100 ml - Düse.jpg
Ich habe noch kein anderes RSG dieser Größe in der Hand gehabt, aber zumindest auf Fotos scheint mir bspw. die 90 ml Dose von Fox Labs deutlich schlanker zu sein. Auch weisen Dosen von Fox Labs am Kopf einen Ring auf, der den Griff nach oben limitiert - so kommt man mit den Fingern gar nicht in Reichweite des Strahls. Nur leider kosten die eben das Sechsfache.
Das Sprühverhalten war unserer Erfahrung nach durchweg minderwertig. Wir haben fünf Dosen geleert: die Reichweite war konsistent schlecht, der Strahl selbst bei nur geringem Wind viel zu ausgefranst. Keine Dose schaffte es, weiter als drei Meter geradeaus zu sprühen - egal ob vorher geschüttelt oder nicht. Bei 3 m Entfernung zum Ziel hatte man mit ausgestrecktem Arm zumindest eine Chance, die Scheibe mit einer Art Sprühnebel zu erwischen (obwohl es definitiv die Strahl-Variante war!). Von den vom Hersteller angegebenen 5 m Reichweite war jedenfalls nicht viel zu sehen: Nur ganz kurz am Anfang erreicht der erste "Burst" vielleicht annähernd diese Marke, bricht dann aber sofort auf 3 m ein und wird dann langsam noch schwächer. Ich hatte außerdem bei zumindest einer Dose das Gefühl, dass ein guter Teil der Brühe nicht versprüht worden ist, weil die Treibladung schon vorher alle war. Im Vergleich zu den Fox Labs Inerts, die wir ebenfalls zum Testen akquiriert hatten, war das ziemlich armselig. Dazu mehr in einem gesonderten Review: Fox Labs Inert Stream (Trainingsspray mit Sprühstrahl) 2015-08-08 - Spray'n'Pray - Spray 1.jpg2015-08-08 - Spray'n'Pray - Spray 2.jpg
Hier im Video ist zwar nur das KO-Jet 50 ml zu sehen, aber das Sprühverhalten war identisch - abgesehen von der längeren Dauer.
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Fazit Der günstige Preis spricht leider Bände: Jemandem, dem Selbstschutz auch Geld wert ist, würde ich dieses Spray eindeutig nicht empfehlen - aus folgenden Gründen: - Die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Insbesondere der Deckel ist meines Erachtens viel zu klapprig. - Das Bedienkonzept ist recht intuitiv - wenn auch wenig innovativ. Gerade der ungefederte Deckel ist suboptimal. - Menschen mit kleineren Händen (tendenziell Frauen) könnten Schwierigkeiten haben, das Teil richtig zu greifen. Auch sonst greift es sich nicht unbedingt ergonomisch. - Der Strahl ist leider ein Witz.
Ok, spannend - danke für die Info. Ich hab einen Teppichboden in meiner Wohnung, der auch super dafür taugen würde. Rausreißen wollte ich den aber eigentlich erst bei der Renovierung in ein oder zwei Jahren. Muss ich wohl doch Filz kaufen gehen