Beiträge von derLichtschalter

    Konfiguration - Innen
    Im Hauptfach gibt es eigentlich nicht viel zu konfigurieren. Wie in meinem separaten Review des CP1 bereits gezeigt lässt sich ein Mindestmaß an Organisation durch nach individuellen Bedürfnissen angepasste Konfiguration des CP1 erreichen. Ich habe lange Zeit mein Notebook (ein ziemlich dickes, kantiges ThinkPad X201) einfach hinter das CP1 geschoben. Das hatte aber den Nachteil, dass sich die Ecken des Notebooks beim Hineinschieben nur schwer an den Klett-Befestigungsriemen des CP1 vorbei bugsieren ließen. Abhilfe schuf hier eine maßgeschneiderte Filz-Notebook-Hülle (relativ simpel mit wenigen Stichen selbst zusammengefriemelt). Ein MacBook dürfte da aufgrund der abgerundeten Ecken weniger Probleme machen.
    Seit ich den Rucksack täglich auf dem Weg zur Arbeit und im Dienst nutze, wo mir Geräte zur Verfügung stehen, habe ich mein Notebook kaum noch dabei. Dementsprechend nutze ich das Control Panel nun so, wie es gedacht ist: Als Träger für MOLLE-Taschen aller Art. Eine Tasmanian Tiger Tac Pouch 7, Tac Pouch 5, ein Lampen- und ein Messer-Holster - das lässt sich da alles relativ problemlos befestigen. Der große Vorteil des ganzen ist einfach, dass sich alle Pouches und damit die enthaltenen Ausrüstungsgegenstände immer am gleichen Ort befinden. Unabhängig von Gangart, in-den-Kofferraum-werfen, auf-den-Rücken-schleudern etc.


    Zudem lässt sich das CP1 problemlos herauslösen, um den Rucksack einer anderen Verwendung zuzuführen. Zuletzt hatte ich ihn mal wieder auf einer Tagestour dabei, wo ich meinen dienstlichen Kram nicht brauchen konnte. Also morgens raus damit, den Rucksack mit Proviant gefüllt und am Abend das Control Panel wieder rein für den kommenden Tagdienst. So könnte man bspw. auch mehrere unterschiedlich konfigurierte Control Panels vorhalten, die man je nach Lage untereinander austauscht - oder sogar parallel verwendet.



    Fazit
    Der TAD FAST Pack Litespeed v2 hat sich für mich bisher in allen Lebenslagen wieder und wieder als Ausrüstungsgegenstand mit extrem hohem Einsatzwert erwiesen. Gerade die Vielseitigkeit und schnelle Anpassbarkeit an verschiedenste Aufgaben hat mich am meisten überzeut. Egal ob Hochschule, Training, täglicher Dienst, Trekking, allgemein Beruf oder Freizeit - mit diesem Rucksack alles ist möglich. Manchmal würde ich mir ein paar Liter mehr Platz wünschen und manchmal ist er mir zu klein - insgesamt hat er einfach die perfekte Größe. Für Anwender mit höherem Platzbedarf gäbe es ja noch das Modell FAST Pack EDC. Und wenn auch das nicht reicht, kommt man vielleicht mit viel Geld irgendwo noch an einen FAST Pack Patrol Size heran. Wenn die Gerüchte stimmen, wird es in der nahen Zukunft wieder eine Neuauflage dieser größten FP-Variante geben. Es bleibt spannend.

    Ich hab heute auch Patches von Prometheus Design Werx bekommen. Ärgerliche Geschichte eigentlich: Eine etwas später aufgegebene Bestellung kam schon vor fast zwei Wochen hier an - diese hier hat sich offensichtlich verflogen und verschwand dann auch noch "vom Radar" (Tracking). Insgesamt kompliziert, jedenfalls konnte ich die Sendung heute beim örtlichen Zollamt abholen: vom Zoll aufgeschnitten und neu zugeklebt, später nochmal aufgerissen und offen gelassen - glücklicherweise war noch alles da; Ende gut, alles gut.


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    Oberhalb der OP1 befindet sich eine Tasmanian Tiger Dump Pouch Light.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Tasmanian Tiger Dump Pouch Light.jpg


    So gestattet mir der Transporter Tail zwei Optionen: Ich kann ihn einerseits dazu benutzen, einen Helm oder andere sperrige Gegenstände unterzubringen...
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Helmet.jpg


    ... andererseits kann ich aber auch kurzfristig kleine Gegenstände wie bspw. eingekaufte Nahrungsmittel in der Dump Pouch Light sicher hinter dem Transporter Tail nach Hause bringen. Hier nur mal ein Beispiel mit den Lebensmitteln: große Mengen Käse, Schinken und eine Chili-Sauce.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Tasmanian Tiger Dump Pouch Light unfold.jpg 2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - TT Dump Pouch Light, Groceries.jpg


    Das ist eine Option, die ich wirklich selten nutzen muss, da ich in der ganz oben auf der Front liegenden Tasche immer eine faltbare Einkaufstasche vom schwedischen Möbelhaus mitführe. Außerdem habe ich in der Tasche weitere Stifte, USB-Sticks, anderen Kleinkram und ein Battle Systems MPIL (Marker Panel Individual Lightweight).
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Battle Systems MPIL & IKEA Shopping Bag.jpg


    Dieses Panel kann ich mithilfe der unter den seitlichen Pouches und den beiden an den Schulterriemen angebrachten Grimlocs relativ unkompliziert anbringen und damit großflächig über den Rucksack "spannen". In der Mitte bietet das Panel sogar noch eine farblich passende Klettfläche bspw. für Infrarot-Patches.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Grimlocs.jpg 2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Battle Systems MPIL.jpg


    Im Übrigen nutze ich gelegentlich das Paracord auf der Oberseite, um eine Jacke zu verstauen. Das fand ich anfangs ziemlich umständlich und habe meine Jacke dann immer hinter den Transporter Tail gestopft, aber mittlerweile habe ich mich gut damit anfreunden können.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Rogue RS Jacket.jpg

    Der Rücken ist bis auf das Label an sich blank, jedoch befinden sich zu den Seiten, oben und unten die sogenannten Anchor Points, an denen sich spezielles Zubehör unterbringen lässt - im "Auslieferungszustand" ließe sich bspw. der Transporter Tail nach innen verlagern.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Anchor Points.jpg


    Oben befindet sich mittig außerdem eine Schlaufe für eine Trinkblase. Das kann dann bspw. so aussehen.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Main Compartment Bottom.jpg 2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Bladder.jpg


    Konfiguration - Außen
    Bei der Vorstellung meiner persönlichen Konfiguration möchte ich wieder mit dem Äußeren beginnen. Wie man sieht, habe ich links sowie rechts zusätzliche Taschen montiert. Außerdem befindet sich natürlich die Patchfläche in regem Gebrauch.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Config.jpg


    Auf der einen Seite befindet sich ein Mil-Spec-Monkey Bottle Corset, das in Schwarz praktisch nicht mehr zu kriegen ist - ein Glücksgriff vor ein paar Wochen. Perfekt passt hier eine 800 ml Klean Kanteen. Größere Flaschen würde ich hier jedenfalls ungern anbringen, da der Rucksack dann wegen des Gewichts zu stark Schlagseite bekommt.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - MSM Bottle Corset.jpg 2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - MSM Bottle Corset Klean Kanteen.jpg


    Gegenüber hatte ich zunächst eine Hazard4 Mil-Pod montiert, habe diese nun aber gegen eine größere, aber dafür mit zwei MOLLE-Streifen anzubringende Tasmanian Tiger Goggle Safe Pouch ersetzt (für die Sonnenbrille natürlich). Auf beiden Seiten, aber nur auf dem Foto unten zu sehen: Unterhalb der Pouches (im Bild rechts) habe ich je einen Grimloc eingeschlauft - mehr dazu später.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - TT Goggle Safe.jpg


    Unter dem Transporter Tail befindet sich auf der Rucksackfront eine TAD OP1 Admin Pouch, in der ich diverse täglich gebrauchte Gegenstände unterbringe wie ein Multitool, einen Cutter mit Abbrechklingen und Stifte, aber auch eine Backup-Lampe, Batterien, einen Spork etc.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - OP1.jpg 2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - OP1 Config.jpg


    Im Transporter Tail selbst habe ich einen gefalteten TAD Mean T-Skull Shemagh untergebracht.
    2016-06-29 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Mean T-Skull Shemagh.jpg

    Der erste Teil dieses Reviews hat sich nach einem kleinen Überblick über die Marke und die Modellreihe mit dem Äußeren des Rucksacks beschäftigt. In diesem zweiten Teil will ich auf das Tragesystem und das Innere des Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 eingehen.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Carry.jpg


    Tragesystem
    Die Tragegurte des Litespeed V2 sind - und das fällt im Vergleich zu V1 wirklich ins Auge - schnurgerade und nicht mehr konturiert. Ich empfinde das als ausgesprochen bequem, insbesondere scheuern die Gurte nicht am Hals, wie das früher wohl öfter der Fall war. Die Polsterung ist auch ausgesprochen großzügig dimensioniert und meines Erachtens sehr atmungsaktiv. Da drückt wirklich nichts auf den Schultern.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Shoulder Straps.jpg


    Ein höhen- und natürlich längenverstellbarer Brustgurt verbindet die beiden Schultergurte. Was mich persönlich hier stört - und vielleicht haben mehr Anwender das gleiche Problem - ist das Band auf der linken Seite (unten im rechten Bild): Hier löst sich das eine Ende des Bandes regelmäßig aus dem metallenen Triglide und droht komplett verloren zu gehen. So weit kam es bisher noch nicht, aber ich muss dafür noch eine Lösung finden - im Zweifel bräuchte man hier ein längeres Band.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Sternum strap right.jpg 2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Sternum strap left.jpg


    Die Schultergurte sind am oberen Ende fest mit dem Rucksack vernäht, wobei ein auf dem Schultergurt angebrachtes Band zusätzlich durch einen Ankerpunkt am oberen Ende des Litespeed verläuft und dadurch dafür sorgt, dass man den Rucksack höher auf dem Rücken tragen kann. So hängt der Rucksack gerade bei schwerer Beladung nicht mehr so auf der Hüfte, sondern sehr hoch am Rücken.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Load Lifters.jpg


    Am unteren Ende - und das gefällt mir bei allen Bändern an diesem Rucksack - wird das Band, das den Schultergurt mit dem Rucksackboden verbindet, auf einem Web-Dominator aufgerollt und fixiert. So hat man kein Problem mehr mit herumflatternden losen Enden. Falls sich das Gummiband mal lösen sollte, ist der Web-Dominator jedoch verlustsicher eingeschlauft. Eine meines Erachtens ausgesprochen elegante Lösung, die mir deutlich besser gefällt als die kurzen Klettstreifen an meinem TT Ranger 60.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Web-Dominators.jpg


    Auch das Rückenpolster, das in zwei große, senkrechte Polster für den oberen und ein kleineres Polster für den unteren Rücken aufgeteilt ist, kommt mir sehr atmungsaktiv vor. Der Kanal dazwischen sorgt im Idealfall für ausreichend Belüftung. Ich persönlich hatte bereits bei vielen Rucksäcken das Problem, dass ich unter dem Rückenpolster etwas geschwitzt habe, wirklich problematisch war das für mich aber nie. Beim Litespeed ist es jedoch meines Erachtens noch deutlich geringer geworden. Auch wenn es in den vergangenen Monaten sehr warm war, werde ich wohl erst im Sommer mehr dazu sagen können.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Padding.jpg


    Unter dem unteren Polster befindet sich ein Kanal, in dem außerdem eine Hakenklett-Fläche vernäht wurde. Hier kann man einen - von TAD bisher nicht separat erhältlichen - Gürtel anbringen und ggf. auch mit Bändern an den seitlich liegenden Triglides befestigen. Neben dem Hüftgurt vom FP EDC sind wohl Battle Belts diverser anderer Hersteller kompatibel. Benötigt habe ich einen solchen Gürtel bisher aber nie und halte das Konzept hier auch für eher unnötig, da der Rucksack eigentlich so hoch auf dem Rücken sitzt, dass man das Gewicht gar nicht auf die Hüfte verteilen könnte.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Belt.jpg


    Unsichtbar, aber eigentlich essentiell für den hohen Tragekomfort des Litespeed ist die HDPE-Platte, die im Rücken eingenäht wurde. Der Rucksack ist dadurch stabil und liegt daher auch angenehm auf dem Rücken, wenn er mit Ausrüstung oder Einkäufen vollgestopft ist, da nichts herausstehen und in den Rücken drücken kann. Außerdem steht der Rucksack deutlich stabiler auf dem Boden - insbesondere fällt er in leerem Zustand nicht in sich zusammen.


    Das Innere
    Das Innere des Rucksacks bietet weniger als erhofft, aber eigentlich genau das, was man braucht - theoretisch. Das Hauptfach lässt sich fast komplett öffnen, aber eben nicht ganz - ein richtiges Clamshell-Design ist der Litespeed also nicht.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Main compartment.jpg


    Im Inneren der Front befinden sich zwei Meshtaschen für Kleinkram - die untere ist größer als die darüberliegende; beide sind mit Reißverschlüssen versehen.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Mesh Pockets.jpg

    In den kommenden Wochen möchte ich den Rucksack vorstellen, der seit ein paar Monaten ausnahmslos mit mir unterwegs ist. Kein anderer Rucksack hat mich so sehr in seinen Bann gezogen - für mich persönlich kann ich also bereits vorab festhalten, dass die Suche nach dem perfekten EDC-Rucksack abgeschlossen ist.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2.jpg


    Im ersten Teil möchte ich nach einem kurzen Überblick das Äußere des Rucksacks besprechen - in einem zweiten Teil das Tragesystem und das Innere. In einem abschließenden dritten Teil liefere ich dann mein Fazit, möchte aber auch meine persönliche (derzeitige) Konfiguration präsentieren.



    Überblick
    Der FAST Pack Litespeed des amerikanischen Herstellers Triple Aught Design ist als kleinere Version aus dem FAST Pack EDC hervorgegangen und teilte insofern viele der Features dieses Daypacks - es gibt übrigens ein tolles Review von LowEndD. Mit Version 2 macht der Litespeed meines Erachtens nun einen großen Schritt hin zu mehr Eigenständigkeit - insbesondere wenn man sich ansieht, in welche Richtung der FP EDC sich mit der aktuellsten Version bewegt hat.
    Der FP EDC ist meines Erachtens trotz des Namens kein EDC-Rucksack im geläufigen Sprachgebrauch, sondern hat sich vielmehr als Daypack bspw. für Touren oder im Falle der ursprünglichen Zielgruppe auch Einsätze etabliert. Der FP Litespeed ist dagegen eher die Antwort auf die Bedürfnisse unzähliger ziviler Anwender, deren Platzbedarf im Alltag deutlich geringer ist. Nicht zuletzt findet er aber wohl auch Anwendung bei Rettungskräften (bspw. First Responder, Search and Rescue etc.) oder - wohl zumindest vereinzelt - Gesetzeshütern.


    Da ich Version 1 nicht besitze und auch nie in der Hand hatte, möchte ich in diesem Review keinen Vergleich dazu anstrengen, sondern einen "frischen" Blick auf den Litespeed V2 werfen.


    Zunächst ein paar harte Zahlen, Daten, Fakten.


    Material
    - 1000 Denier and 500 Denier Invista™ Cordura® Fabric
    - Evazote® Closed Cell Cross-Linked Ethylene Copolymer Foam
    - DRI-LEX® Aerospacer Moisture Management Mesh
    - Hypalon Synthetic Rubber Reinforcements
    - HDPE Frame Sheet
    - Velcro® Front Panel for Morale Patches
    - Elastic Retainer Straps


    Dimensions
    - Volume: 1350.00 cu in (22.00 liters)
    - 10.00" (25.40 cm) W x 20.00" (50.80 cm) H x 6.75" (17.15 cm) D


    Weight
    - 60.80 oz (1.72 kg)


    Pocket Configuration
    - Top Front Zippered Admin Pocket with Accessory Slots
    - Two Internal Zippered Mesh Pockets


    Zippers & Hardware
    - YKK® #8 and #10 Nylon Coil Reverse Zippers with Paracord Zipper Pulls
    - ITW GhillieTEX™ Web Dominators to Secure Webbing
    - ITW GhillieTEX™ Looploc anchor points
    - ITW GhillieTEX™ SR Ladderloc buckles
    - ITW GhillieTEX™ Cordlocs, Ladderlocs, Tri-Glides, and other hardware.


    Quelle: Hersteller. Eine deutsche Übersetzung findet sich beim TACWRK, wo ich den Rucksack an einem Aktionswochenende für 30 % Rabatt (10 % Aktion + 20 % BlackCard) erhalten konnte. Mein Exemplar hat die Farbe Schwarz.



    Das Äußere
    Der Rucksack hat eine - oft auch "Bullet" genannte - schlanke, vergleichsweise kurze Form. Eine etwas rundlichere Kontur lässt den Litespeed meines Erachtens kleiner erscheinen als er ist.
    Der untere Teil der Front wird von einem separaten Teil des Rucksacks verdeckt - dem Transporter Tail, den man auch gern als Beaver-Tail bezeichnet. Hier lassen sich bspw. Helme, zusammengefaltete Jacken oder andere sperrige Gegenstände transportieren. Oberhalb des Transporter Tails befindet sich eine nutzbare Reihe mit sechs MOLLE-kompatiblen Schlaufen und einem breiten Band; der Transporter Tail selbst bietet 5 Reihen, von denen Reihe 2 und 4 mit breiten Bändern ausgestattet sind. An diesen kann man bspw. mithilfe von TekLoks Messer-Scheiden oder Holster anbringen.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Bullet.jpg


    Im oberen Teil der Front findet sich eine großzügg bemessene Patchfläche. Hinter der Patchfläche befindet sich eine ebenfalls großzügig bemessene Tasche mit Reißverschluss. Das Innere ist mit vielen kleinen Fächern ausgestattet und bietet dadurch ausreichend Organisationsmöglichkeiten für eine Vielzahl an Tools - im Grunde ist es eine integrierte Admin-Pouch.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Admin-Pocket.jpg


    Exakt die gleiche Konfiguration wie auf dem Transporter Tail findet sich auch dahinter. Abgeklappt kann der Transporter Tail dazu dienen, eine Langwaffe, einen Bogen oder andere lange, sperrige Gegenstände am Rucksack zu verstauen, während man so immer noch die Möglichkeit hat, Pouches oder andere Gegenstände an der Rucksackfront anzubringen.
    Der Transporter Tail wird zum Abklappen von den seitlich mit längenverstellbaren Cordura-Bändern am Rucksack befestigten Fastex-Schnallen gelöst und hängt dann an den am unteren Ende der Front befestigten Triglides. Die Fastex-Schnallen können nun vorne zusammengeführt werden und sichern dadurch den entsprechenden langen Gegenstand. Wie das funktioniert, zeige ich dann in Teil 3.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Transporter Tail.jpg


    Die Schnallen sind an den Seiten befestigt, können jedoch problemlos entfernt werden. Je Seite finden sich fünf Reihen mit je drei MOLLE-kompatiblen Schlaufen, wobei die mittlere mit einem breiten Band unterlegt ist.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Side.jpg


    Die Unterseite des Litespeed ist ebenfalls mit drei Reihen MOLLE-kompatibler Schlaufen ausgestattet, bietet außerdem dank zweier längenverstellbarer Bänder an den Seiten die Möglichkeit, einen weiteren sperrigen Gegenstand außen am Rucksack zu befestigen - bspw. ein Zelt, eine Isomatte oder im Zweifel auch eine Jacke.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Bottom.jpg


    Für Jacken ist jedoch eigentlich das oben um den Handgriff herum und an den Seiten verlaufende Paracord-System gedacht. Hier wurden durch ein ausgeklügeltes System an Schleifen platzsparendetwa 2,50 m Paracord untergebracht, die mittels zweier Cordstopper an den Enden in der Länge verstellt werden können. Dadurch kann hier eine Jacke befestigt werden - im Notfall hätte man aber auch 2,50 m Paracord zur Verfügung. Eher ein nice-to-have, würde ich sagen.
    Der Handgriff ist mit Hypalon überzogen - ein Material, das wohl auch im Schlauchbootbau verwendet wird. Wie widerstandsfähig die dünne Schicht wirklich ist, muss sich noch herausstellen - insgesamt macht es den Griff jedoch angenehmer, aber auch deutlich sicherer greifbar. Einen Handle-Wrap halte ich hier derzeit für unnötig.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Handle.jpg


    Am Tragesystem - soweit greife ich schon einmal vor - befinden sich elastische Schlaufen, in denen man die Schläuche von Trinkbeuteln unterbringen kann.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Tube.jpg


    Eine Öffnung ins Innere befindet sich - mit Hypalon abgedeckt - mittig unter dem Tragegriff.
    2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Loop.jpg 2016-03-28 - Triple Aught Design FAST Pack Litespeed V2 - Exit Port.jpg

    Danke für deine Vorstellung und die tollen Bilder, Idox!


    Ich gestehe: Ich finde schon ein Bic in der Münztasche zu viel - aber da bin ich vielleicht auch etwas eigen. Gut vorstellen könnte ich mir die Lampen aber durchaus in den Yoke-Pockets meiner TAD Intercept PDs. Derzeit trage ich da meistens eine SureFire E2DLU - fast schon zu groß, insbesondere am Kopf...
    Was ich absolut unterschreiben kann ist die Problematik mangelnden Checkerings. Meine ThruNite Ti4 ist so glatt - mittlerweile habe ich sie schon mehrfach fallenlassen. Dafür lässt sie sich aber einfach in elastische Schlaufen einstecken und zerstört auch Hosentaschen nicht so schnell. Wieder eine Frage, ob man einen Kompromiss eingehen will oder nicht ;)

    Danke dir, Patrick!


    Aber nun ja, hier sind es ja nun wirklich wenige "extra"-Löcher, nämlich nur die für Linkshänder. Und das - finde ich - ist doch das mindeste Zugeständnis, wo doch der Framelock an sich ohnehin schon nur für Rechtshänder ausgelegt ist :)


    Auch dir vielen Dank, Idox! Mir war das 0450 irgendwie zu mickrig - aber vielleicht ändert sich das, wenn es ich mal in der Hand habe :thumbup:

    Trageweise / Action
    Werksseitig ist der Clip am Griffende auf der Framelock-Seite montiert, lässt sich aber auf die andere Seite versetzen - nicht jedoch nach vorne. Der originale Clip ist aber meines Erachtens wirklich mickrig. Ich habe ihn daher durch einen Clip ersetzt, der auch beim deutlich kürzeren 0801 zum Einsatz kommt - viel besser!
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Clips.jpg


    Das Messer trägt sich - mit beiden Clips - jedenfalls ausgesprochen angenehm tief in der Hosentasche. Trotz der Länge fällt es kaum auf und stört überhaupt nicht. Das geringe Gewicht und das schlanke Profil spielen eben auch eine Rolle bezüglich des Tragekomforts.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - TAD Intercept PD.jpg


    Die Flipping-Action ist über jeden Zweifel erhaben. Der Flippertab ist angenehm, aber griffig geriffelt. Auch über die Fingerbewegung muss man hier nicht streiten: Push-Button ist einfach unmöglich - das Messer wird ganz "normal" durch eine ziehende Bewegung geflippert. Der Detent ist hart, aber nicht zu hart - genau richtig, behaupte ich.
    Das Messer knallt trotz (oder vielleicht gerade wegen?) der langen Klinge auf wie wenige andere Flipper in meinem Bestand.



    Vergleich
    Hier habe ich das Messer mal neben andere Mitglieder der ZT-Familie gelegt, aber auch mal neben den Halbbruder aus dem Hause Fantoni.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - ZT0801, 0562, 0620CF.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Fantoni C.U.T..jpg



    In-Hand-Bilder
    Beispielhaft hier ein paar In-Hand-Bilder. Meine Handschuhgröße ist 9 bzw. XL.


    Fechtgriff
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Sabre, open.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Sabre.jpg


    Reverse-Griff
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Reverse, open.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Reverse.jpg



    Fazit
    Das 0452CF ist ein in meinen Augen überraschend elegantes, fast Gentleman-mäßiges Taschenmesser. Es ist aber auch überraschend groß, fast schon "enorm". Mir gefällt es.




    Ein wenig Eigenwerbung: das gleiche Review in meinem Blog.

    Von unserem geschätzten Forenmitglied Pätte gibt es hier im Bereich schon lange ein Review. Ich möchte mich seiner Begeisterung vollumfänglich anschließen :)



    Dmitry Sinkevich's Designs haben es mir durchaus angetan. Das Fantoni C.U.T. Fixed zum Beispiel ist bis dato eines meiner liebsten feststehenden Messer. Einen Sinkevich-Folder hatte ich bisher noch nicht - bei einer guten Gelegenheit konnte ich aber ein unbenutztes Zero Tolerance 0452CF zu einem guten Preis ergattern.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF.jpg


    Das Design basiert auf dem ZT0454 - einem aufwändig gefertigten Sub-Frame-Lock-Flipper-Folder mit Composite-Klinge. Das 0454 basiert wiederum auf Sinkevich's Coordinal. Natürlich war das 0454 stark limitiert. Die Resonanz war jedoch so groß (immerhin "Best Overall Knife" bei der Blade-Show 2013), dass man sich bei ZT entschieden hat, eine weniger aufwändige Serienversion zu produzieren. Mittlerweile gibt es ja auch zwei kleinere Versionen: das 0450 und das 0450CF.


    Klinge
    Die Klinge des 0452CF besticht durch ihre Länge, Schlankheit und das optisch gefällige Two-Tone-Finish. Ein nur kleiner Bereich ist in einem unempfindlichen Stonewash-Finish gehalten, der große Rest der Klinge ist satiniert.
    Die Schneidleistung ist herausragend. Weder Wurst und Käse noch hartes Holz haben der Schneide etwas entgegenzusetzen. Ein wahrer Schneidteufel.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Framelock-Side.jpg


    Die falsche Schneide auf der Oberseite beginnt Sinkevich-typisch erst etwa 1,5 cm mm hinter der Spitze - bis dahin hat die Klinge also sogar noch etwa 3 mm ihrer Stärke - maximal 4 mm. Trotzdem ist die Spitze ausgesprochen filigran ausgeschliffen.
    Hinter der falschen Schneide befindet sich ein extrem angenehmes Jimping. Das gleiche Jimping findet sich aus wohl gestalterischen Erwägungen im geschlossenen Zustand an der Klingenwurzel, verschwindet jedoch in ausgeklapptem Zustand ins Innere des Messers.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Jimping.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Stoppin.jpg


    Linksseitig befindet sich das ZT-Logo, rechtsseitig findet man die übliche Beschriftung.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Logo.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Labels.jpg



    Griff
    Der Griff liegt aufgrund seiner Länge ausgesprochen gut in der Hand. Trotzdem handelt sich das Messer ausgesprochen leicht. Das liegt natürlich an der Materialwahl: der Framelock ist aus Titan, die andere Griffseite besteht aus einer selbsttragenden, also nicht unterlegten Carbon-Faser-Schale. Da das 0452CF ja kein schwerer taktischer Einsatzfolder sein soll, ist das so völlig in Ordnung. Beim 0620CF hätte ich das vielleicht als verfehlt betrachtet. Die Achsschraube bildet beidseitig einen netten Kontrast zu den Schalen. Auch hier ist mir die schöne Schraube durchaus recht, während ich beim 0620CF die dort verbaute Achsschraube mit Verdrehsicherung jederzeit wieder bevorzugen würde.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Carbon Fiber.jpg


    Der Framelock weist einen Stahleinsatz auf, der gleichzeitig vor Überdehnen beim Entriegeln schützt. Einen weiteren Schutz in der Mitte des Locks gibt es nicht.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Titan.jpg


    Am Griffende befindet sich sowohl in der Titan- als auch in der Carbonfaser-Schale zwischen den Standoffs je ein Lanyard-Loch.
    2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Lanyard-Hole, Carbon.jpg 2016-03-24 - Zero Tolerance 0452CF - Lanyard-Hole, Titan.jpg

    Gestern gab es eine Triple Aught Design Rogue RS Jacket in Deception-Grau (wirkt teils wie ein sehr sehr dunkles grün), Größe L - danke ans TACWRK! Ich bin ausgesprochen begeistert, wie bisher bei allen Sachen von TAD. Noch ist sie mir leicht zu groß - auch nach der ersten Wäsche empfinde ich die Ärmel als zu lang. Möglicherweise gehe ich da mal kurz mit dem Dampfbügeleisen drüber...


    2016-03-25 - Triple Aught Design Rogue RS Jacket Deception.jpg


    Mehr Bilder folgen :)