Beiträge von Tony Lennartz

    Kopfgeist,
    die laufende Produktion der übrigen Produkte bleibt davon sicher mehr oder minder unbeschadet. aber egal wie viele Menschen ansonsten an solchen Abläufen beteiligt sind, beim GEK -EDC handelt es sich um ein neues Produkt und der Produktionsanlauf erfordert schon die kundige Mitarbeit und Unterweisung durch den kalkulierenden Verantwortlichen.

    Das GEK -EDC sollte in der kommenden Woche für mich verfügbar sein. Leider wurde der Produktionsleiter krank u. ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist, d.h. ich hege immer noch die Hoffnung, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

    in und an Gebäuden bewegen Steinmarder sich grundsätzlich entlang der Wände. Unsere Altvorderen streuten an solchen Stellen Mehl um um eindeutige Bewegungsspuren festzustellen, dann wurde an der meistfrequentierten Stelle eine "Schwanenhalsfalle" eine Art Tellereisen postiert und diese wurde mit einem rohen Ei beködert. Allerdings sollte das Ei vorher angeschlagen werden und so über eine nach oben zeigende, offene Stelle verfügen. Sofern aber Fremd - oder Handgerüche an der Falle oder dem Köder dominieren, geht kein Marder daran. Ansonsten kann man beinahe darauf warten dass der Marder kam, sah und abnippelte.

    Hier ist die Produktbeschreibung:


    Das GEK - EDC ist ein zuverlässiges, integrales Allzweckmesser, es wurde mit Vernunft und Sachkunde gestaltet. Es ist für anspruchsvolle,
    professionelle Verwendungen konzipiert und ist dabei für Anfänger leicht zu handhaben. Ein Messer, welches Sie nie im Stich lässt.

    Der Designer Tony Lennartz entwickelte das GEK - EDC als optimierte, kleinere Variante des klassischen GEK 2000, dessen Prinzipien wurden

    weitgehend in diesem Kompaktmodell umgesetzt.

    Der Skelettgriff entspricht allen ergonomischen Erfordernissen. Er bietet bei Schnitt, Hieb und Stich eine solide Griffsicherheit und erübrigt

    zusätzliche Pariermittel. Im Gegensatz zu den klassischen Messergriffen bleibt diese, extrem belastbare Variante, immer störungsfrei und
    unterstützt die positive Balance des Messers. Sichernde Fangschnüre oder hilfreiche Karabinerhaken sind leicht anzubringen.

    Die klassische, schnörkellose Schärfe ist seit Jahrhunderten bewährt und im Schnittverhalten leicht kalkulierbar. Die zur Spitze
    hochgebogene Schnittschärfe verleiht dem Messerhieb eine zusätzliche Schnittwirkung. Der kurze Rückenschliff gewährleistet, auch in
    härteren Materialien,einen zielgenauen Stich.Der restliche Klinkenrücken hält ohne Zweifel massive Hammerschläge aus, um z.B. Kabel
    oder Knochen zu zertrennen.
    Neben den praxis – und ergonomisch - orientierten Eigenschaften, sollte der positive hygienische Aspekt
    dieses leicht pflegbaren Messers Beachtung finden. Das GEK - EDC ist §42a - konform und auch verdeckt gut tragbar. Die gute

    Führigkeit erleichtert das Tragen in beengter Umgebung. Das GEK - EDC besteht aus dem bewährten Böhler K110 - Stahl. Die
    Oberfläche ist keramikgestrahlt. Die Messerklinge ist 4,7 mm stark. Die Klingenlänge beträgt 11,5 cm und ist wahlweise mit einem
    ca. 3 cm langen Teilwellenschliff erhältlich. Insgesamt ist das Messer 23,2 cm lang und nur ca. 190 Gramm schwer.

    Die Messergriffe sind wahlweise skelettiert oder geschlossen sowie mit schwarzen, braunen oder olivfarbenen G10 - Griffschalen erhältlich.

    Das hochwertige Messer wird mit einer schwarzen Lederköcherscheide und optionaler Kydexscheide angeboten.

    Ich halte es für angebracht, dass man Draussen nicht erst schärft wenn die Schnittleistung sich spürbar reduziert sondern vorher, d.h. nicht die Schärfe wieder herzustellen sondern sie zu erhalten, das ist wesentlich leichter und und bringt konstante Leistung. Wenn ich unterwegs bin prüfe ich die Schärfe wenn die Lichtverhältnisse relativ gut sind und ich die Draufsicht der Messerschärfe nach Spiegelungen untersuchen kann, das ist i.d.R. um die Mittagszeit. Viele schärfen ihr Messer abends am Campfeuer was ich für risikobeladen bzw. kontraproduktiv halte.

    @ Bootsmann,
    ich habe sehr viele "Waldläufer" kennengelernt und habe die Axt oder das Beil immer an Pferden entdeckt aber nur einmal am Rucksack aber da war zudem noch eine Motorsäge drin weil der gute Murrey eine Cabin bauen wollte. Habe nie da draussen jagend, prospektierend oder sonstwie motiviert Jemanden zu Fuß erlebt, der zusätzlich ein Beil schleppte. Alles was Gewicht potenziert wird tunlichst vermieden. Bushcrafting ist dort ein tägliches Erfordernis und hat mit den hier propagierten Dingen nur sehr wenig zu tun. Auch wenn Äpfel und Birnen beides Obstsorten sind, so sind sie doch verschieden egal wie sie bezeichnet werden. Das Etikett ist einfach nicht richtig.

    Etwas Grundsätzliches zu "Bushcraft" - Messern.
    Ich habe viele Monate weitab der Zivilisation bei einem Trapper auf dessen Trapline verlebt und später mit indianischen Jägern viel Zeit im Bush verbracht. Jeder Tag war von Erfordernissen geprägt welche einem reale und vielschichtige Bushcraft - Skills abverlangten. Demzufolge lernte ich dabei unvoreingenommen die tatsächlichen Erfordernisse eines praxisorientierten Messers kennen. Ein § 42a spielte dabei sicher keine Rolle sondern lediglich die wirklichen Erfordernisse. Der Busch und das was man unter Bushcraft verstehen sollte blieben bekanntlich unverändert. Mir drängt sich aber zunehmend der Eindruck auf, das der Begriff Bushcraft vielfach verbogen wird oder zumindest nicht richtig verstanden wird, denn in der Realität würden die hier vielfach präsentierten kurzen Klingen, zudem ohne stichfreudige Spitzen, den realen Anforderungen nicht gerecht.
    Vielleicht ist einigen Herstellern u. Nutzern, die Messerchen als Bushcrafttools bezeichnen der Begriff Bushcraft zu abstrakt oder eher vom Hörensagen bekannt aber hier wird wirklich der Dorfteich mit dem Ozean gleichgesetzt.

    Ragnar,
    das ist ein reines Hackmesser, als Machete im eigentlichen Sinne ist es für normal gewachsene Nutzer mindestens eine Handbreit zu kurz, die Klinge ist zu dick und erzeugt im Hiebschnitt zuviel Keilwirkung. ein Gerät mit dem man sich im pflanzlichen Dickicht sehr schnell "totarbeitet". Das Gerät scheint mir andererseits sehr gut geeignet zu sein, um bei der Schlachtung eines größeren, hängenden Tieres, dieses längsseitig zu halbieren. Daher wird bei der ursprünglichen Modellvorlage zu diesem Industrieprodukt auch der lange, ungeschärfte Bereich herrühren, nämlich um bei solcher Arbeit das Hackmesser beidhändig zu führen