Der erste Eindruck war “Wow, ist das Groß”, gerade da Markus schrieb er hätte es als Neckknife konzipiert war ich überrascht. Und auch wenn ich die Daten lese erschließt sich mir nicht immer was das bedeutet, es bedeutet das genauso lang ist wie das ER Shrapnel! Dafür wirk es dann zierlich :-)?
Denke das über die Daten schon genug geschrieben wurde so das ich mir auch nicht die Mühe gemacht habe nachzumessen und meine Eindrücke schildern werde. Habe das Slicer 4 Tage als EDC benutz und alles damit geschnitten (bzw. es versucht), was mir in die quere kam.
Wenn nicht die Paracordwicklung währe würde es als ein Medizinisches Instrument durchgehen. Das war auch die Reaktion von meiner Lieblingsfrau “ist da was Zweckentfremdet worden?”.
Die Handlage ist super, noch besser währe sie wenn oben eine Riffelung für den Daumen und die Zeigefingerkuhle etwas tiefer gezogen währe. So hatte ich abundzu etwas sorge in die Klinge zu rutschen. Bin eigentlich kein Freund von Wickelgriffen (außer bei Trainingsmessern), aber hier passt es und es biete die Möglichkeit das Messer dem persönlichen Geschmack anzupassen. Der Griff ist auch groß genug Dimensioniert das man es mit Handschuhen anfassen kann.
D2 ist ein Stahl den ich mag und auch noch nie Probleme damit hatte (auch kein Pünktchen kleinermann: hast du sie wegpoliert?).
Das Messer hat eine gute Gebrauchsschärfe (Papier schnitt es ohne zu reißen, Haare rasierte es nicht besonders), ich habe mich aber auch nicht getraut es zu schärfen. Durch die fehlen Schleifkerbe und den starken Übergang zwischen dem 5mm Griff und der Schneide hatte ich sorge, das ich da was umschleifen bzw. verkratzen würde.
Die 5 mm Material geben einen verlässlichen Eindruck und ich denke das man auch damit gut hebeln kann ohne das der Slicer kaputt geht (habe es aber nicht probiert). Anderseits ist es da durch auch keine “Schneideteufel”, meine Tests in der Küche habe ich schnell sein lassen. Karotten wurden ehr gespalten als geschnitten und Tomaten habe ich gar nicht erst genommen. Fleisch parieren ging recht gut damit (habe den Griff mit Folie gepackt, damit nichts in die Wicklung kommt).
Im Garten habe ich dünnere Äste damit geschnitten und verwelkte Rosen raus geknipst (mit Handschuhen und gegen den Daumen gedrückt). Auch Kräuterernten ging sehr gut damit. Und es lies sich auch einfach reinigen.
Mir würde es besser gefallen wenn die Spitze ca. 2-3 mm nach unten gezogen währe, dann könnte man besser mit der Spitze arbeiten. Und da ich gerade am “Umschleifen” bin ;-), würde ich das Griffende dünner schleifen (ca. auf 1,0 mm) und begradigen, dann könnt man noch Dosen damit öffnen. Das Problem hatte ich an dem Wochenende das ich eine Farbdose aufmachen wollte und dann doch zu meinem Victorinox gegriffen habe.
Zur Scheide: Sauber geformtes Kydex mit einer sehr brauchbaren “Ziehhilfe” (Kydex oben etwas zurück gebogen). Das Oliv passt natürlich super zur Griffwicklung. Habe das Messer die Zeit über in der Oberschenkeltasche meiner Shorts getragen und konnte es Einhändig ziehen in dem ich die Kydexscheide nach vorne gedrückt habe und sich die “Ziehhilfe” gegen die Naht schob. Hatte mal kurz darüber nach gedacht ob ich ein Tek-Lok montieren sollte, würde es damit dann sehr weit oben tragen, was mir nicht so gefällt. Könnte es mir gut für IWB vorstellen.
Vielen Dank an Arne und Markus für die Möglichkeit es testen zu dürfen.
Bild Messervergleich von oben nach unten: Kurt Meerdink MP3, Exrema Ratio Shrapnel, Subway Slicer, Spyderco Military
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