Beiträge von S.J.

    Danke Roman, ich lerne immer wieder gerne von deinen Ausführungen.
    Du hast sicher recht, wenn wir über die Eigenheiten der Schwertherstellung diskutieren sollten wir erst mal bei den Begrifflichkeiten anfangen.
    Da ich, bis auf ein wenig Literatur die ich in Jugendjahren als Japan Fan mir aneignen konnte, da eher ein Laie bin überlasse ich das aber lieber den etwas bewanderten in dieser Materie.
    Für mich gab es eigentlich immer Damast mit der weiteren Unterteilung des San Mai, der für mich kein klassischer Damast ist, dann den Wootz von dem ich bisher nur gelesen habe und dem Rafinierstahl.

    Natürlich sind San Mai/Suminagashi keine Damaste, wie wir sie verwenden, aber es sind für mich auch trotzdem Damaste :)



    VG, S.

    Ich glaube ich muss hier eines klarstellen: ich zweifele nicht die Funktionstüchtigkeit einer Damaszierung an, Stähle mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander zu kombinieren und damit die Eigenschaften in einem Stück Stahl zu vereinen. Es sind für mich aber zwei unterschiedliche Dinge, ob ich die Entwiclungsgeschichte der Schwerter des euopäischen Mittelalters betrachte oder moderne Verfahren zur Herstellung möglicher Damastarten, die es damals, nach bisherigen Funden, nicht gegeben hat.



    DAS möchte ich zumindest für den Bereich Japan und historische Klingen anzweifeln, für Europa trifft das sicherlich zu 100% zu :)


    Wurden die historischen, hochwertigen Katans (und anderen Schwerter) nicht z.T. aus Damast gemacht, bei dessen Herstellung teilweise insgesamt mehrere tausend mal gefaltet wurde?



    VG, S.

    Nochmal kurz zum Damast...ich möchte hier einmal den DSC rostfrei von Markus Balbach anführen (DSC=Damascener super clean)...es sind u.a. Niolox/SB1 (mit Niobanteilen) und soweit ich mich erinnere 440A miteinander verbunden...der dritte Stahl will mir jetzt nicht einfallen ;)


    440A hat ein feines Gefüge, kann allerdings als Monostahl nicht allzu hoch gehärtet werden (so bis ca. 56 HRC ist die normale Grebrauchshärte).
    Nun kann allerdings der DSC rostfrei (eigentlich rostträge) bis 62/63 HRC gehärtet werden, weil Du den Verbund hast...nehmen wir einmal eine normale Gebrauchshärte von 60 HRC an.
    Trotz der Härte bleibt die Klinge elastisch aufgrund des Damastes, Du hast aufgrund des 440A ein feines, homogenes und richtig rostzähes Gefüge, und Du hast zusätzlich die Vorteile von Niob (feinere Körnung, längere Schnitthaltigkeit, etc.) mit im Damast...wo ist denn jetzt da ein Nachteil bzw. wieso ist das überflüssig?
    Zudem hast Du noch was optisch sehr ansprechendes dazu...



    VG, S.

    4. Die Verwendung von z.B. Wurmbundklingen im frühen Mittelalter lässt sich darauf zurückführen, das die Herstellung von guten Stählen extrem teuer und aufwendig war und die notwendigen Temperaturen nur mit größter Mühe erreicht werden konnten. Um den Einsatz solch hochwertigen Stahls möglichst gering zu halten (und das Schwert bezahlbar zu halten), wurde dieser dann mit minderwertigerem verbunden um den "Kern" einer Schwertklinge herzustellen. Gleichzeitig schaffen es die unterschiedlichen Materialeigenschaften der Klinge Zähigkeit und Härte zu verleihen. Die Schneiden selber wurden anschließend "angeschweißt". Eine Schneide aus einem homogenen Material war schon notwendig. Es gibt jedoch auch aus dieser Zeit (frühes Mittelalter: ca. 500 bis 1066) ein paar wenige, noch erhaltene homogene Klingen. Damast erscheint in diesem Licht einfach die schlechtere, aber bezahlbarere Wahl gewesen zu sein. Unsere heutigen Hochleistungsstähle machen eine Damastklinge, rein funktional, überflüssig. Sieht aber schön aus. :)
    5. Wer schonmal eine Replik eines frühmittelalterlichen Schwertes in der Hand gehalten hat, hergestellt mit der o.g. Technik wird feststellen, das man damit keine Köpfe einschlägt (höchstens vielleicht mit dem Gefäß), sondern dies eine perfekte Hiebwaffe ist, die einem japanischen Schwert in nichts nachsteht. Zum Köpfe einschlagen finden sich nicht umsonst solch brachiale Waffen wie Rabenschnabel und Streitkolben.


    MfG, Merc

    Um mal eines zu verdeutlichen...Damast ist auch in unseren Zeiten nicht unnötig bzw. überflüssig...will man die Eigenschaften verschiedener Stähle (inclusive deren Bestandteile, die ja durchaus stark variieren) miteinander kombinieren, bleibt nur Damast übrig...den allen überlegenen "Superstahl" gibt es nicht ;)



    VG, S.

    Allgemein gesprochen (nicht auf Hersteller Fox, sondern auf fernöstliche Fertigung bezogen) kann mal der Lock nicht richtig funktionieren, Griffschalen defekt, Stahl nicht richtig gehärtet, etc.


    Das kannst Du dann problemlos gegen ein neues umtauschen :)



    VG, S.

    Ich hatte schon einige kleine Modelle von Red Fox und Black Fox in der Hand...machten alle einen guten, soliden Eindruck...FKMD ist halt ne Klasse besser in der Verarbeitung, aber schlecht waren die anderen FOX-Modelle nicht :)


    Was Du recherchieren solltest ist, ob das von Dir gewünschte Messer in Fernost gefertigt wurde, da kann Dich die eine oder andere Überraschung (die Du dann allerdings auch problemlos reklamieren kannst) erwarten :)



    VG, S.

    Ah alles klar. :D
    Schwerter, egal woher und welche Zeit sind eine kleine Wissenschaft für sich.


    Gruß, Merc

    Ja, sind sie...ebenso wie Messer ;)


    Man kann ja jetzt auch nicht gerade ein traditionelles, japanisches Beimesser (Kanetsune TAKE) mit einem Dolch vergleichen ;)



    VG, S.


    Hi Camper :)


    Die Verarbeitung sollte Fox typisch gut sein...nur sehe ich das Problem im Stahl;-)


    440A wird auf ca. 55 HRC gehärtet, was ziemlich weich ist für so ein Messer (die normalen FKMD-Modelle und auch eigentlich die meisten guten Messer liegen mit 440C/N690/D2/S30V und co. bei 58-60 HRC) :)


    Das bedeutet letztendlich, dass Du das Knife oft nachschärfen musst bei normaler Benutzung, weil die Klinge schnell ihre Schärfe verliert :)



    VG, S.

    Ich glaube, wir missverstehen uns hier...


    Also, ich möchte mich einmal detallierter ausdrücken :)


    Ich habe das bewusst so geschrieben, um das Posting nicht zu lang werden zu lassen :)


    Unter "Typisches Mittelalterschwert" verstehe ich solche Waffen wie Breitschwert, Bihänder, einige "Lang- und Kurzschwerter (mit breiter Klinge)...


    Die würde ich jetzt nicht mit einem Katana vergleichen...wenn Du verstehst was ich meine ;)


    Natürlich sind dünne, schlanke Klingen dem Katana ähnlich, die waren aber auch nicht gemeint :)



    VG, S.

    S.J. wenn man Replika mag, dann bitte, ich bin Sammler, hab auch eine Militaria Sammlung und ich möchte schon etwas authentisches. Außerdem, also bei Messern, man weiß nie wofür man sie brauche kann. Manche können auch ganz gut als Werkzeug eingesetzt werden, in einem Notfall lässt sich mit so etwas viel machen, warum nicht?


    Ich sammle ja nicht weil ich etwas als Wertanlage will, nein, ich sammle es weil es für mich einen Wert hat. Kann aber schon sein daß manche Sachen in 50 Jahren wertvoll werden. Replika und Original, genau das unterscheidet einen Sammler von anderen, ein richtiger Sammler wird immer nur das Original wollen, weil es für ihn einen Wert hat, wenn jemand ein Samuraischwert kauf nur weil es gut zu den Möbeln passt wenn man es aufstellt, dann ist das wieder was ganz anderes. Ist ein Riesenunterschied auch wenns nicht um teure Sachen geht. Ich denke das kann man nur verstehen wenn man selbst solche Sachen sammelt.

    Ich sammle selbst auch einige Sachen, ich verstehe schon, was Du meinst :)


    Ich meine mit meinen Worten nur folgendes...


    Nehmen wir an, ein älteres Katana liegt bei ca. 100000 Euro...das können sich eig. nur Personen leisten, die wirklich gute Rücklagen besitzen, zumal auch die Gefahr des Diebstahl bei diesen Wertanlagen sehr groß ist (und das Objekt entsprechend gesichert werden muss, was ebenfalls Geld kostet).
    Nun bezahlst Du für eine originalgetreue Replika nur ein zehntel des Originals (fiktive Werte)...


    10000 Euro kann man sich schon viel eher leisten, es ist praktisch kein Unterschied zum Original zu finden...würde Dir da nicht auch die Replika reichen, wenn Du das wertvolle Original nicht gerade als Wertanlage haben willst?



    VG, S.

    Trotzdem, wenn ich ein Kampfmesser will und bereit bin dafür auch Geld auszugeben, warum sollte ich mich nicht erwarten daß es authentisch ist?


    Was Zombies angeht, da kenn ich mich nicht aus und du?

    Jetzt kommt´s wieder...;)


    Also, natürlich soll ein Knife authentisch sein, da hast Du vollkommen Recht...ein Schwert sollte das ebenso.


    Aber mal im Ernst...wenn man sich einen Dolch oder auch ein Schwert wirklich nur in die Vitrine legt/hängt/stellt, MUSS es dann unbedingt den 100% identischen Damast/Stahl besitzen oder reicht nicht einfach eine Replika, die so gut gemacht aussieht wie das Original? (Wirkliche SAMMLER hier einmal ausgenommen, die diese Objekte auch als Wertanlagen besitzen...).




    ...zu dem "Jetzt komm´s wieder..."...Zombies, ja...die laufen ja auch überall herum ;)


    Wieso es ausgerechnet JETZT so einen Zombieboom gibt muss ich nicht verstehen, oder?
    Der Film "Zombie/Zombies im Kaufhaus" ist schon ca. 25-30 Jahre alt, damals wollte niemand einen "Zombie-Klatscher"...woher kommt das eigentlich?


    Klar, als "Just for Fun" mal eben so ein "Zombie Killer Sword" oder "Rambo 3-Messer aus AISI 420"...kann man einmal machen, hat man nur nicht viel Spaß mit ;)


    Das Swamp-Sword aus einem der ersten Beiträge dieses Threads...das ist schon was anständiges, das kann man wenigstens als Machete auch gut mit in den Wald nehmen ;)



    VG, S.

    Erm Leute, ihr steigt auf nen Beitrag von RTL2 ein und nehmt das ernst? Sorry, aber Katana vs. Langschwert (z.B. aus der Deutschen Schule) zu vergleichen, ist wie Äpfeln mit Birnen. Soweit ich ein wenig Wissen um japanische Schwertkunde erwerben durfte, ist das Katana, so wie wir heute mit dem Begriff umgehen, eine Entwicklung aus der langen Friedensperiode der Tokugawa Zeit. Wenn ich schon ein japanisches Schwert mit einem Langschwert aus Europa vergleichen will, sollte ich wenigstens ein Tachi nehmen.
    Der Vergleich ist dennoch m.E.n. vollkommener Schwachsinn (sorry für den rauhen Ton) da beide Arten von Schwertern vollkommen unterschiedlichen Zwecken dienten. Während japanische Schwerter als Primärbewegung für einen schneidenden Hieb ausgelegt sind, bedingt durch die Entwicklung von der Zweitwaffe zu Pferde (Primärwaffe war Bogen, daher kommt auch die japanische Aufteiung des Bogens 1/3 Griff 2/3), deren früheste bekannten Arten genauso gerade waren wie europäische Schwerter des Mittelalters, weil sie wohl über China und Korea nach Japan ihren Weg fanden, entwickelt sich das europäische Schwert vom 11. Jhd. an von einer Primär für den Hieb ausgelegten Waffe hin zur primär für Stiche konzipierten, an deren Gipfel dann Rapier und Degen stehen. Ich möchte jedem Interessierten nahelegen, sich die Klingenquerschnitte näher anzuschauen oder einfach mal einen Dolch mit einem Messer zu vergleichen.

    Mein Reden...Katana und andere jap. Schwerter sind nicht die typischen Hiebwaffen des Mittelalters, die dazu ausgelegt waren um dem anderen den Schädel einzuschlagen (etwas naiv-primitive Auslegung, triffts aber ganz gut) ;)


    VG, S.

    Doch aber ein wenig komisch wie das Katana nach dem letzten Schlag ausgesehen hat ! Also da würde ich mir keins machen lassen!


    Das ich mir dort kein Katana schmieden lassen würde ! Ein deutsches Langschwert ja aber eben kein Katana ! Das hab ich schon anders gesehen !
    Mir ist klar das das Katana nicht wirklich dazu ausgelegt ist/war ein Schwert direkt aufzufangen sondern das es eigentlich immer ableitet aber so darf sich die Klinge nicht verbiegen :thumbdown: da muss ja ein Fehler bei der Herstellung passiert sein (vielleicht wegen dem Kamerateam) sei dahin gestellt aber damit würde ich keine Werbung machen (ausser für das Langschwert) !!


    Also, noch einmal...


    Ich finde die Richtung, in die diese Diskussion nun führt, etwas falsch...


    Man kann mit einem Katana kein schweres Schwert abfangen...dass das Katana dabei Schaden nimmt, ist doch wohl verständlich ;)


    Wenn Du einen Schwertschlag abwehren willst...kauf Dir eine leichte Einhandwaffe und nimm einen Parierdolch dazu, mal schauen, was Deine Handgelenke dazu sagen ;)



    VG, S.

    Hab ich irgendwas in die Richtung gesagt? Ich hab nur gesagt das es dem typischen Endzeitkämpfer in der ewigen Schlacht gegen die Zombies egal sein wird ob der Schmied etwas von Schwertkampf verstanden hat, weil er wahrscheinlich auch nicht die nötige Erfahrung bzw. das Können hat um es überhaupt einschätzen zu können....

    Ich glaub, nu is ne Entschuldigung an Dich fällig...ich hab gar nicht Dein Posting gemeint, ich hab das falsche zitiert...sorry dafür, ja? :)


    Im nächsten Posting werd ich das berichtigen ;)


    VG, S.

    Ich habe das Mess schon länger.
    Sehr geiles Teil: Handlage Verarbeitung schnitthaltigkeit
    wirklich klasse.
    Zu dem Preis (unter 100Euronen) zuschlagen !!

    Würdest Du von Deinem Knife Detailfotos machen und mir zumailen? Mailaddy gibts gleich via PN :)



    VG, S.

    Da stellt sich mir eher die Frage, wieviele derjeniger die sich ein Schwert oder Kampfmesser kaufen, wirklich damit umgehen können und es überhaupt nur ansatzweise einschätzen können ob der Schmied etwas von Schwertkampf versteht...Ich verwette meine rechte Hand das in 99% der Fälle sich der Schwertträger durch diverse Unachtsamkeiten selber verletzt und das Schwert in Folge nie wieder benutzt, als dass, das Schwert, wenn auch von einem Schmied ohne Schwertkampf erfahrung geschmiedet, zu Bruch geht oder sonstiges.

    Ich finde die Richtung, in die diese Diskussion nun führt, etwas falsch...


    Man kann mit einem Katana kein schweres Schwert abfangen...dass das Katana dabei Schaden nimmt, ist doch wohl verständlich ;)


    Wenn Du einen Schwertschlag abwehren willst...kauf Dir eine leichte Einhandwaffe und nimm einen Parierdolch dazu, mal schauen, was Deine Handgelenke dazu sagen ;)



    VG, S.

    @gungho...wenn Du schon das Geld investiert hast, um einen Klon zu kaufen...wärest Du auch bereit, eine Materialanalyse von Griffschale und Klinge vornehmen zu lassen?


    Mich würde brennend interessieren, ob die jetzt wirklich S30V und Titan verbaut haben ;)



    VG, S.