Beiträge von Eule

    Das wirst Du weder durch Schmeichelei, noch durch Provokation erreichen.


    Wie ich erklärt habe, ist es ein Sicherheitsrisiko. Es geht hier um einen Halte- bzw. Auffanggurt, an dem ein Mensch dranhängt. So etwas sollte nur ein Fachbetrieb herstellen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Es ist gefährlich, als Laie für sich selbst oder Andere einen solchen Gurt zu bauen, da man ihn im Notfall auch benutzen wird und die Haltbarkeit fraglich ist.


    Ich finde es unverantwortlich, einen solchen Gurt als Nicht-Fachmann zu verkaufen!

    Ich habe, und das möchte ich nochmal betonen, keinerlei profesionelle Ambitionen! Ich werde keine Gürtel für andere fertigen. Nur für mich.

    Ja, aber ich will auch nicht, daß Du abschmierst... :nailbite:


    Nun hast Du aber die beiden Gurtteile so verbacken, da wird so schnell nichts anbrennen, Bull.


    Es geht mir bei der Beschreibung und Abratung dieser Nähte um die Leute, die sich in der Öffentlichkeit vielleicht von diesem Thread beraten lassen. Diese Nähte sind einfach zu anfällig, wenn sie nicht von geeigneten Maschinen und Fachpersonal ausgeführt wurden.


    Zum vorigen Post:
    Es geht mir in diesem Fall nicht um 'ausreichend', sondern ich entscheide mich bei Sachen, die halten müssen für die beste Lösung. Da ich den Beruf gelernt habe, hab ich durch meine fast 20jährige Erfahrung ein Repertoire an Lösungen, auf das ich zurückgreifen kann. Ein Zickzack-Stich ist in diesem Fall die schlechteste Lösung. Man muß ja auch von einem mehrjährigem, täglichem Gebrauch ausgehen. Mit einer Haushaltsnähmaschine kann man zwar so einen Riegelstich optisch nachahmen, aber weder die Technik (wie Stefan Roth beschrieb ist seiner auch von der Technik her kein Riegel.), noch die Verarbeitung kommt mit einer Industriemaschine mit.


    Auch den Zugtest finde ich interessant. Der Gurt wird nur auf Länge belastet. Zuerst löste sich der Klett. Das Flauschband löste sich danach komplett vom Gurt. Wenn Du am V-Ring hängst merkst Du erst, ob Deine Nähte etwas halten...


    Du wirst Deinen Gurt im Notfall für Alles einsetzen und dann muß er halten!

    Vom Bügeln rate ich auch bei Alterfil ab, sofern Du kein hitzebeständiges Trägermaterial verwendest. Riggerbelt-Gurt ist vorwiegend Polyamid und eine Hitzefestigkeit ist nur bedingt gegeben. So schwächst Du das Trägermaterial. Das Tera würd ich nicht bügeln, weil es nicht dafür ausgelegt ist und auch geschwächt werden kann.


    Wie man einen Riegel näht, kann ich leider nicht an Laien bekannt geben, da viele Feinheiten, abgesehen von der Technik und dem Material eine Rolle spielen. Da diese Nähte im Extrembereich verwendet werden besteht durch eine Unachtsamkeit, Unwissenheit, Nachlässigkeit die Gefahr einer mangelnden Haltbarkeit. Um einen haltbaren Riegel zu nähen, spielen zu viele Begleitfaktoren (u. A. Einstellung und Pflege der Maschine, Versorgung des Garns, Lagerung des Materials, usw.) eine Rolle und jeder ist unerläßlich! Dafür muß man sich auskennen, sonst schafft man Schwachstellen. Eine Zickzack-Naht gaukelt dem Laien einen Riegel vor und das ist bei Gebrauch im praktischem Bereich sehr gefährlich! Riegel werden im Sport-, Berufsbereich genäht, um maximales Vertrauen in die Haltbarkeit zu gewährleisten, sowas kann man nicht 'mal eben' mit jeder Maschine als Laie nachmachen.


    Im taktischen Bereich bewegen wir uns ja auch im Bereich des praktischen Gebrauchs, da muß man sich auch auf sein Zeugs so lange wie möglich verlassen können.

    O.k., dann sind wir wohl jetzt bei den Feinheiten der Bezeichnungen der Hersteller angelangt oder es ist ein Übersetzungsfehler in der Bedienungsanleitung. Riegel kenn ich aus Fachbetrieben anders. Deiner Beschreibung nach handelt es sich für mich eher um einen Kettelstich.


    Das Garn ist Alterfil? Kenn ich noch nicht. Wie sieht das aus nach dem Bügeln?

    und du hättest bei nem Gürtel keinen Spaß an einer Handnaht :egyptian:

    :rofl:


    In der Lehre war ein Gürtel meine erste Tat. Umlaufende Naht. Glaube, war 1 1/2 Tage dran. Ob es Spaß gemacht hat, weiß ich nicht mehr...

    aber die beiden Nadeln nebeneinander machen ganz gute Riegelnähte.

    Das sind keine Riegelnähte, das sind Zickzack-Nähte.


    Naht drüber verbessert nichts, wird nur höher und fördert damit den Abrieb. Mit dem Bügeleisen aktiviert? :bibber: Wieviel Grad?

    Sieht stabil aus, allerdings finde ich Deine Zick-Zack-Stiche zu groß im vorderen Bereich am V-Ring. Die Hinteren finde ich passend. Durch große Stiche besteht immer die Gefahr des erhöhten Abriebs und ist somit eine Schwachstelle. Das wird so schnell keine Nachteile haben, aber auf Dauer gesehen wird es eben dort als Erstes aufgehen. Nähmaschinen-Nähte entstehen durch Verschlingung und wenn ein Stich aufgeht, folgen die nächsten Stiche...


    Leute, wenn Ihr sowas baut, zieht einen zünftigen Steppstich in der richtigen Stichlänge den Zickzackstichen vor. Der Zickzack gaukelt nur einen Riegel vor, hält aber nicht annähernd sein Versprechen, da er eben nicht wie ein Riegel aufgebaut ist. Also: entweder mit der entsprechenden Maschine oder Technik riegeln, oder steppen! Alles Andere ist auf Dauer ein Sicherheitsrisiko!

    Servus hanomag!


    Bin ein paar Jahre täglich durch den Wald/Park gestrampelt und empfehle Dir, wie Du schon meintest, wegen der besseren Ausleuchtung und auch der Einstellbarkeit Fahrradlampen. Die Lampe sollte seitlich drehbar sein. Bin seinerzeit mit zwei Lampen (Katz-Eye) gefahren, weil bei meinen Strecken die Akkukapazität für eine Lampe bei täglicher Ladung nicht ausreichte. Da das aber ein paar Jährchen her ist, gibts heute wohl bessere Systeme.


    Zur Not eine Stirnlampe einpacken macht auch Sinn. Nachts flicken im Dunkeln macht keinen Spaß!

    Aber man muss auch sagen, dass in der Westernsattlerei bei weitem nicht so viel per Hand genäht wird, wie in einer Englischsattlerei;-)
    Und da ich das nicht sooo gut kann, steche ich lieber vor-dann geht das Nähen-genau wie du sagst-halt auch schön schnell von der Hand;)

    Dafür könnt Ihr Westernsattler punzen! :thumbup:

    Servus!


    Danke für Deinen interessanten Post, Comboyjunkie. War mir noch nicht bekannt, daß man in der Western-Sattlerei alle Löcher vorsticht, bevor man näht. Habe englisch gelernt und dort sticht man nur den nächsten Stich vor. Vorteil ist - wie ich denke - daß man die Ahle nicht ständig in der Hand halten und mit der Nadel wechseln muß, richtig?


    Schöne und saubere Arbeit! :thumbup: