Ich denke der Typ im Video geht von Nachtlager und kurzer Notlage aus. Als ich das letzte mal länger unterwegs war (keine ernste Lage), gabs vier Tage Wald. Letzte Mahlzeit war morgens ein Cheeseburger von MC D. Was mir aufgefallen war, war der immense Wasserverbrauch. In dieser Zeit hab ich nichtmal ans Essen gedacht und erst am zweiten abend tierischen Hunger gehabt. Brennessel- , Spitzwegerichsuppe haben geholfen. Laufzeit an diesen vier Tagen: ca. 60 km.
Temperatur knapp über 0°C und bis auf den ersten Tag komplett regen...
Versuchte Simulation: Wegunterbrechung auf Trekkingreise (Bsp. WCT), dadurch Verlängerung der Strecke durch große Umgehung und Erschöpfung des Nahrungs- und Trinkvorrats.
Hilfsmittel Nahrung: Aluschüssel, Aquamira
Problematisch wird es dann wenn man sogar noch aus irgendeinem Grund Ausrüstungsgegenstände wie Schlafsack, o.ä. verliert. Dann denke ich ist der Ansatz des Typs im Video genau richtig.
Kälte haut bei mir tierisch rein. Was die Energie angeht kostet mich dies mehr als ein 2 TagesHunger. Das hab ich in den Bergen bei einer späten Hüttennacht ohne Schlafsack rausfinden dürfen. Ich hab mal eine Woche nichts gegessen (Heilfasten) und dabei leichtes Jogging betrieben. Das ging eigentlich ganz gut. Man sieht etwas gefalten aus danach, aber nachdem dieser ekelige brechreiz Hunger weg war, gings aufwärts! Aber was die 30 Tage angeht? Das kann man vielleicht überleben, aber ohne Intensivstation und draussen in der Wildniss gestaltet sich das ganze wahrscheinlich sehr schwierig 
Wie lange habt ihr für die 90 km gebraucht? Welches Gelände? Welche Temperaturen? 90 km sind so schon beeindruckend!
Ich hab mal gehört, dass z.B. in tropischem Klima eine Nahrungsversorgung ergiebiger ist als die Mühe Wasser aufzubereiten. Ein Bekannter der lange in Indien war sprach von dem Feuchtigkeitsgehalt in sauber gegartem Fisch und der guten Reinheit dieser im vergleich zu der unberechenbaren Brühe in der der Fisch zuvor schwamm.
Ich sag mal so: Wäre ich aus welchem Grund auch immer dazu gezwungen von morgen an ohne Ausrüstung knapp 100 km in einem hiesigen Gelände wie der Eifel zurücklegen zu müssen, dann wäre meine Taktik die folgende:
1 bis max. 2 Nächte lagern:
Vorrat schaffen:
Trinkwasser,
Feuer und Isolation,
Rationierung eines Vorrats an vegetarischer Nahrung, bei vorhandenen Mitteln zur Erleichterung evtl. auch tierisch,
Planung der Strecke in 3 bis 4 Abschnitte,
3-4 Tage bewegen:
etwa 5 bis 6 Stunden Gehzeit,
Unterwegs Möglichkeiten zur Wasser-, Nahrungs- und Feuerbeschaffung nutzen, Konzentration jedoch auf Wegbewältigung,
Nachtlager mit Feuer!
Anmerkung, damit verständlich ist wovon ich schreibe:
Von ariden oder tropischen Gebieten habe ich keine Ahnung, und Buchwissen find ich kacke! Meine Erfahrung in alpinem Gebiet sind auf unterschiedliche Dreitagestrips beschränkt. Lediglich in hiesigem Terrain denke ich gut klar zu kommen, bin aber auch kein Profi und empfehle niemandem meiner Idee zu folgen!
@Tony: Was wäre der plan bei erfolgloser Fischerei gewesen? Roher Fisch? - Hoffe ihr hattet keine Karpfen

Gruß,
Raoul