Da sind wir uns einig
Sicher ist sicher ![]()
Beiträge von AJAX
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Nochmal - ist immer meine Sicht und ich erläutere nur wie ich es sehe. Rede mir da bezüglich der Nachteile auch nichts schön und nenne die Vorteile die für mich bestehen. Meine Antwort sollte nicht suggerieren, dass ich denke, dass du etwas schlecht machen willst - so versteh ich mich da auch mit Tony. Das Angebot steht. Mit meinem kannst du Gas geben

Das ganze hier schreit nach einem Passaround
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Das GEK liegt sehr komfortabel in der Hand. Das rauhe Paracord ist da belastender für zarteres Handfleisch. Es ist ähnlich wie beim SMF oder dem MT Choil und recht schwer zu beschreiben, warum es nicht runder und anatomischer aussehen muss. Bei Feinarbeiten stört mich das obere Parierelementnicht, da ich hier keinen großartigen Halt bringe oder Kraft einleite. Beim skinnen muss ich das Messer so weit vorne halten, dass ich beim einstechen mit dem Zeigefinger die scharfe oberseite von Innereien und Decke fernhalte. Ein Nachteil der Klinge gegenüber dem GEK, aber das Messer lässt sich trotz der massiven Bauart klasse führen
Darf ich fragen ob du schon ein MT in Händen hattest? Könnte meines anbieten 
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Im Feld wurde dieser Vergleich auch nochmal möglich: ATS 34, wie Böhler K110 rasierten nach vielem Hacken, Schneiden und Schaben in Holz, Seil und Fleisch noch zupfend. Abgezogen wurde mit Korundsteinen und es war ein 2 min. Aufwand.
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@ Chris
Das Strider MT ist sicher ein sehr gutes Gebrauchsmesser aber…………
weder ein Fleischer oder ein Koch noch eine Jäger – u. Sammlerkultur,
also Menschen welche täglich und dauerhaft mit Messern arbeiten,
tolerieren vor dem Griffstück eine Fehlschärfe od. eine „Fingermulde“ wie beim
Strider MT und man kann halt die Ergonomie ebenso neu definieren wie das Rad.
Wenn ich unmittelbar vor dem Griffstück zum druckvollen Schnitt ansetze, bringe
ich wesentlich mehr Kraft auf das Werkstück als wenn ich wegen der Fehlschärfe
od. Fingermulde um einige cm nach vorne
rücken muß, dadurch verliert man also.
Die Fingermulde sehe ich auch in Puncto Sicherheit sehr kontrovers.
Man bedenke die Dauer – Diskussion bezüglich Puukko bzw. Parierschutz ja
od. nein. Wäre die Schneide ohne Fingermulde vor dem Parierstück,
ließe sie sich m.E. besser ausnutzen und der
Zeigefinger bliebe da wo er hingehört, nämlich am geschützten Griffstück.
Die rückseitige Schärfe ist mir zu lang, sie nimmt zuviel vom Messerrücken
in Beschlag. Wie die Seminarteilnehmer erfuhren u. erlernten, setze ich häufig
ein Schlagholz ein, um dieses mit dem Messer als Werkzeug zu kombinieren,
z.B. um schenkelstarke Bäume in Sekunden zu fällen. Das kann ich aber nur
wenn ich einen breiten, Messerrücken von mindestens 8 cm Länge zur Verfügung
habe, was beim Strider MT leider nicht zutrifft. Mein GEK verfügt über solch
einen Klingenrücken, kombiniert mit einem kürzeren Rückenschliff als beim MT,
welcher aber für beste Penetrationseigenschaften sorgt und andererseits auch gestattet,
dass ich mein Messer beidhändig als Schaber einsetzen kann, z.B. um einen
frischen Schaft zu glätten etc.
Den rückseitigen Parierschutz des Strider MT sehe ich als überflüssig – störend an.
Der untere Parierschutz genügt um ein abrutschen der Hand zu verhindern.
An Stelle des rückseitigen Bügels liegt beim kraftvollen Schnitt i.d.R. der Daumen.
Klar, die Daumenauflage ist weiter vorne eingebracht aber warum denn?
Ich erkenne keinen wirklich vernünftigen Grund, ansonsten hätte ich mir das
bereits vor 20 Jahren realisiert. Bei länger andauernden Hiebarbeiten erlahmt
bekanntlich die Messerhand u. der Zugriff lockert unbemerkt, die Gefahr des
Entgleitens durch die Zentrifugalkraft besteht. Das Strider MT könnte man präventiv
durch die Handschlaufe sichern (wer macht das denn?), Das GEK verfügt über eine
„Machetennase“ am Griffende und sichert damit vor diesem Fiasko. Gleiches haben
die Väter des deutschen Bajonetts 70/71, 14/18 u. 39/45 gedacht und wenn man ihre
Griff - Silhouetten mit der meines GEK vergleicht,
erkennt man leicht dessen Ursprung, also hat sich das doch millionenfach
bewährt. Gibt es eine bessere Referenz?
Verd……. ich möchte hier weder etwas verreißen noch etwas in den Himmel heben
aber Du hast mich gefragt u. ich will mich auch nicht verbiegen oder salomonisch
herumeiern. Das ist eben meine Meinung. Arbeite mal drei Monate täglich damit an
Tierkörpern, Fallen, Fellen, Buschwerk, Bäumen und allem was da draußen so anfällt,
dann wirst Du sehr wahrscheinlich meine Meinung teilen.Ich arbeite halt mit einem völlig anderen Ansatz. Ich gebe nun wie Toni meine absolut persönliche Meinung preis. Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass Messer individuelle Kompromisse sind und in einem gewissen Rahmen verschiedenen Handlungsweisen, Techniken, etc. unterliegen. Und meine Meinung ist keine allgemeingültige Äusserung und sollte niemandem Hilfestellung bei einer Kaufentscheidung o.ä. sein.
Da der Charakter dieses interessanten Vergleichs die Züge Strider MT vs. Eikhorn GEK angenommen hat gehe ich ähnlich wie Toni darauf ein:
Ich habe mir in den letzten 12 Jahren einige Messer zugelegt. Im diskutierten Größenbereich auch zwei ohne Fehlschärfe und einen ganzen Haufen ohne falsed Edge. Zurecht gekommen bin ich damit nicht. Für mich sind verschiedene Griffmöglichkeiten vor allem an "großen" Messern unerlässlich. Dazu gehört es vor allem das Messer kompakt und kurz fassen zu können (für diese Griffposition ist auch die "Daumenrampe" am MT gedacht). Das GEK ist auf eine einzelne Griffposition beschränkt und bei der Größe erfordert die Führung der Spitze eine geübte Hand, die Tony beim Treffen sehr oft und schön demonstrierte. Ich persönlich komme so nicht zurecht. In der kurzen Griffposition führe ich zudem meist feine Arbeiten aus, bei denen wenig Kraftaufwand entsteht oder nur die Spitze geführt wird, so dass kaum die Gefahr besteht mit dem Zeigefinger in die Klinge zu rutschen. Zudem sind es von Klinge bis in die Fingernotch 9mm hoch und 23 mm breit. Das Parierelement von Paracord bis Oberkante ist dagegen nur 7 mm. Man muss also einen Fingerspagat machen, da der Mittelfinger noch am Parierelement am Griff hängt und eine 9mm hohe und 6 mm breite Hürde überwinden. Die Gefahr ist also meiner Meinung nach bei diesem Modell nicht mit der bei Parierelementlosen Traditionsmessern nicht vergleichbar.
Neben der am häufigsten benutzten Standard Griffposition benutze ich zum Hacken das Griffende als Knauf und nutze den Fangriemen dabei nicht nur als Sicherung, sondern auch als Stütze. Man bekommt so einen sehr großen Hebel hin und braucht unterwegs nicht unbedingt ein Schlagholz um auch dickeres Geäßt zu trennen. Man hat dabei von Hand zu Messer fast einen Winkel wie bei einem Kukri und es ergibt sich eine angenehme Kraftübertragung. Hatte da mit Nic-O das vergnügen ein "Ästchen" zu trennen
Zur Nutzung des Schlagholzes hatte ich bereits erwähnt, dass es den von Tony genannten Nachteil mit sich bringt. Dennoch habe ich mir bei Zeiten den Klingenrücken von Jürgen Schanz noch weiter und schärfer schleifen lassen, als er von Strider geliefert wird. Dies bringt einen etwas steileren Winkel und damit eine leicht wirksamere Schneide. So habe ich eine grobe Schneide für entsprechend grobe Arbeiten zur Verfügung und kann die Unterseite schonen. Einer der Vorteile dieser Klingenform, der mir am wichtigsten ist: Es fällt mit dem groben Korrundstein sehr leicht die Spitze von vier Seiten wieder RICHTIG scharf und zentriert zu schleifen.
Zwischen oberem Parierelement und Beginn der falschen Schneide ist etwas mehr als eine AJAX Handbreit Platz, so dass schabende Arbeiten sowie Druckschnitt noch problemlos möglich sind (nicht so komfortabel und mit kraftvollem Hebel von der Spitze an - wie beim GEK - ganz klarer Vorteil von diesem!). Wenn man mit dem Schlagholz arbeitet leidet dieses stärker, jedoch bringt es für das Messer oder die Arbeit selber kaum einen Nachteil. Chris77 Video zur Nutzung von Schlagholz mit den noch wesentlich extremeren Spine Serrations zeigt, dass es selbst hier funktioniert.Bei meinem Schanz Custom, welches ich mir ohne oberes Parierelement fertigen ließ, stellte ich in der Praxis vor allem beim Speerbau schnell fest, dass das Anbinden am Holz wesentlich schwerer fiel. Hierbei spielt bei mir zudem auch wieder die Fingeraussparung eine große Rolle. Aber das sind Dinge die man schlecht erklären kann. Mache am Sonntag mal einen kleinen Fotomarathon.
Durch die bereits erwähnte, geringe Größe des Parierelements störte es mich hingegen im Grunde nie und ich ließ es beim Schanz Custom aus optischen Gründen weg.Die Machetennase ersetzt bei mir der automatisierte Griff in die Handschlaufe, wobei ich da eine Sache meines Customs vermisse: Ich hatte diese relativ scharf schleifen lassen und konnte sie so bequem als eine Art Körner mit dem Schlagstock nutzen. Nun muss ich das Messer halt wieder auf den Kopf drehen und auf das einladende breite Heck hauen, an welchem beim neuen GEK ein Scullcrusher lauert, der den Schlagstock sicherlich ähnlich schädigt wie meine falsche Schneide

Mod an:
Das ist nun absolut nicht negativ gemeint, aber die Redewendung passt: Das ganze hier grenzt an "Motzen auf höchstem Niveau". Die Messer haben meiner Meinung nach mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze und beide ihre Vor- und Nachteile, die jeder für sich persönlich abwägen sollte. Ich empfehle jedem sein Traummesser in die Hand zu nehmen, nach Möglichkeit damit zu arbeiten und erst dann zu entscheiden, ob man damit zurecht kommt oder nicht.
Das wichtigste (Und da stimmt Tony bestimmt mit mir überein): Beide Messer erfüllen die Grundvorrausetzungen völlig:
- guter Stahl;
- gute Klingengeometrie;
- Vollintegral;
- gute Größe;Persönlich tendiere ich momentan aus einer neuen Erfahrung heraus und nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Situation dazu dem Nicht-Messerfreak das GEK zu empfehlen. Beschaffung, etwaige Garantieabwicklungen, etc. sind sicherlich weitaus simpler. Meiner Meinung nach zwar keine Hilfe im Busch, aber für den Wochenendsportler sicherlich ein dickes Plus!
Bis morgen

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Habe die Messerdiskussion mal hierher verlegt:
Fortsetzung aus Survival Seminar Review - Strider MT und Eikhorn GEK
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Moin!
Das MT ist bewährt und es hat ja bei mir auch schon gegen sehr sehr viele Messer bestanden.
Tonys Messer ist von der Klinge her recht ähnlich. Unterschiede liegen in der bei mir scharfen falschen Schneide und Tony hat keine Fehlschärfe, bzw. Fingernotch vorm Griff. Ansonsten ist die Spear Point Geometrie auch bei ihm bewährt.
Der Griff ist natürlich anders, wenn auch ähnlich spartanisch. Auch er verzichtet auf Holz, Micarta, etc. Der Griff vom GEK ist minimal kürzer und liegt komfortabler in der Hand. Die Aussparungen im Griff haben natürlich ihren Zweck, aber das soll Tony selber verraten, oder bucht ein Seminar

Zudem verwendet Tony eine andere Schlingtechnik für den Fangriemen: Meine Schlaufe ist kürzer und kommt direkt ans Gelenk - Tony wickelt um den Daumen und hält im Griff).
Ein Messer speziell für diesen intensiven Arbeitsbereich ist immer ein Stück weit individuell und auch irgendwo immer ein Kompromiss. Für mich persönlich ist das MT die Eierlegende Wollmilch Sau. Das GEK hatte ich nun einige male bei verschiedenen Arbeiten in der Hand und es ist ein kompromissloses Tool, welches wie das MT von einem User designed wurde. Die unterschiedlichen Specs zwischen MT und GEK haben jeweils Vor- und Nachteile, jedoch überwiegen (vielleicht auch aufgrund der gewohnten Handhabung) bei mir persönlich die Vorteile meines Messers.
So hat das GEK den Bonus, dass man den Handballen fast bis zur Spitze auflegen kann und ein Hammerstock nicht so schnell kaputt geht. Auf meiner scharfen Oberseite muss man mit der Hand viel vorsichtiger sein und einen Stock haut man darauf schneller kaputt. Andererseits habe ich so eine zweite Schneide, die ich für sehr grobe Arbeiten nehmen kann um gleichzeitig die andere Seite zu schonen. Die Penetrationsleistung ist natürlich ebenfalls höher. Nun muss man wissen was man will, denn beides geht schlecht. Ebenso wie beim Thema längere Schneide oder Fingernotch. Beides hat seine klaren Vor- und damit dem anderen Gegenüber Nachteile.
Der Griff ist da noch individueller. Aber das ist jetzt wirklich was, wo Tony vielleicht am besten selber mal seine Beweggründe nennt

Ich habe das GEK bereits einem Freund empfohlen und räume diesem Messer, dass aufgrund dummer Argumentation in vielen "Fachkreisen" ähnlich wie die Striders verrissen wird einen äusserst hohen Stellenwert ein. Das zeigt schon die Ähnlichkeit zu meinem

Nic-O hatte beide Messer probiert und kann da vielleicht auch noch seine Meinung zu äussern!
Für den Anwender sind es beide kompromisslose tools und verlässliche Begleiter.
Hier noch zwei witzige Bilder vom letzten WE:
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Hi Jörg,
Ajax hatte ca. 10 od. 11 Messer der Teilnehmer für ein Foto aufgereiht. Neben den von Dir benannten-entdeckten Messern waren auch ein Fixed von Böker und einige Folder, da ich primär mit anderen Dingen beschäftigt war, habe ich nicht viel davon mitbekommen. Nachher stellte sich heraus, dass die Aufnahme nicht vorhanden ist, da die Kamera ihren Geist aufgab.
(...)Ach ja - diese Bilder sind da. Alles seit dem Batteriewechseln beim Klettern war weg, konnte jedoch vom Mac geborgen werden. Ich arbeite dran

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Oh ha
Ich bin und bleib ein Computergenie

Danke!
Schmeiss morgen früh den Rechner nochmal an

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Weitere Bilder folgen!
Ich konnte leider nur 30 Bilder hochladen. Haben ein "Gruppenfoto" gemacht. Da war vom Opinel bis zum GEK echt alles vertreten.
Wir arbeiten am Bilderupload

Bis später!
Raoul -
Da fällt mir ein: Ein Teilnehmer war auch Forums Mitglied
Vielleicht kann er ja auch mal kurz kommentieren 
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Und dabei waren noch gar keine Bilder online als du den Bericht gelesen hast

Es folgen weitere Bilder!
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Am nächsten morgen gab es zunächst eine Runde Tee und der Rest des Brotteigs wurde als Stockbrot am Feuer zubereitet. Die Reste der Hirschkuh wurden an Spießen zu einer Art Beef - Jerky zubereitet und damit für den weiteren Tag haltbar gemacht.
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Nun wurde das Lager ordnungsgemäß verlassen: Die Ausrüstung wurde verpackt, das Feuer gelöscht und Abfälle wurden beseitigt.
Dann stand die Orientierung mit dem Kompass auf dem Programm. Zunächst wurden Kompasstypen und Karten besprochen und erklärt. Sowohl Tonys, als auch die Erfahrungen einzelner Teilnehmer, waren hier sehr hilfreich für spätere Kaufentscheidungen.
An jeden Teilnehmer wurde eine Karte ausgehändigt. Standort und Ziel wurden bestimmt und die Kompasszahl von jedem Teilnehmer ermittelt. Nun ging es auf eine Querfeldeinwanderung in Richtung des Ziels. Dabei wurde abwechselnd von Allen gepeilt und nach 3 Stunden wurde das Ziel mit nur ca. 50 m Abweichung erreicht. Während dieser Wanderung in hügeliger, bewaldeter Landschaft musste ein Tannendickicht umlaufen werden und das Schrittzählen wurde sachgemäß durchgeführt.
Des Weiteren wurden während der Wanderung ein paar Stopps eingelegt, bei denen Tierfährten, Zunder und als Seil verwendbare Wurzeln von Tony gezeigt wurden.Auf dem Rückweg machten wir dann halt an einer Felswand. Hier erklärte Toni wie man aus Seil einen Klettergurt improvisiert. Zudem sollte der Dülfersitz – eine Abseiltechnik für den Notfall zu welcher nur ein Seil benötigt wird – geübt werden.
Zunächst übten die Teilnehmer in einem schrägen Hang diese Technik um vor allem der Seiltechnik zu vertrauen und die richtige Anwendung stressfrei zu erlernen. Anschließend ging es mit Klettergurt und Zusatzseil gesichert, die ca. 8 m hohe Wand hinab.[gallery]1197[/gallery]
Als letzter Programmpunkt stand das Fleischbeschaffung in Notsituationen auf dem Programm. Hier merkte man besonderst deutlich, dass Tony aus Erfahrung sprach. Er erklärte ausführlich die Vorbereitung und Jagdtechnik anhand eines Harpunenspeers. Anschließend wurde noch ein Fallenauslöser erklärt und aufgebaut. Auf die Gesetze zum Thema Fallenbau ging Tony ebenfalls deutlich ein und machte wie beim Thema Jagd, auf die rechtlichen Ausnahmen einer extremen Notsituation aufmerksam.
Nachdem der Rückweg bewältigt war und die erschöpften Teilnehmer am späten Nachmittag wieder in der Blockhütte saßen, gab es zur Überraschung noch Kaffee und hausgemachten Apfelkuchen, während die Teilnehmer Resümee zogen.
Mein persönliches Resümee:
Ich habe bereits mehrere Trainings bei verschiedenen Anbietern absolviert und bin oft mit Minimalausrüstung (wie auch an diesem Wochenende: Poncho und Messer) in heimischen Gefilden und auch im Ausland unterwegs.
Meine Erwartungen an Tony waren entsprechend sehr hoch.
Diese Erwartungen wurden durch das Seminar übertroffen.Zur Didaktik: Es gibt spitzenmäßige Gitarristen, die nicht in der Lage sind Gitarrenunterricht zu geben und Leute die keine Profis sind, den Lernstoff jedoch klasse übermitteln. Findet man einen sehr guten und erfahrenen Gitarrist, der auch noch ein guter Lehrer ist, so hat man einen Glücksgriff gelandet. Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Survival/-Kurs/-Training/-Seminar. Dass Tony ein Profi ist zeigen bereits sein Lebenslauf und die reichhaltige Bebilderung seiner Blockhütte.
Rein sachlich hat er didaktische Prinzipien eingehalten. Es werden Lernziele vermittelt, indem die Aktivität des Einzelnen in einer individuellen Fasslichkeit gefördert wird. Die Erfolgssicherung erledigt sich durch das nötige Gelingen der Aktion.
Didaktische Gesichtspunkte wie – Vom Leichten zum Schweren – oder – vom Bekannten zum Unbekannten – werden genutzt und helfen bei der Vermittlung.
So wurde die Theorie auf das Nötigste beschränkt und alles von den Teilnehmern selber durchgeführt. Dinge die nicht auf Anhieb funktionierten wurden unter direkter Anleitung vom Profi wiederholt und stellenweise vertieft. Komplexere Abläufe wurden auf Einzelaktionen unterteilt und Schritt für Schritt erklärt und durchgeführt.
Die Lernerfolge lösten immer einen AHA – Effekt aus und förderten so die weitere Motivation.Ein für mich persönlich sehr bedeutender Punkt wurde in diesem Seminar beachtet. Nämlich die Trennung zwischen den Themen Bushcraft und Survival. Diese Grenze ist teilweise fließend, wurde von Tony jedoch brillant eingehalten. Z.B. wurden keine 5 verschiedenen Hüttenbauweisen erklärt, sondern eine effiziente verinnerlicht. Es wurde keine stundenlange Feuerbohrorgie veranstaltet, sondern zwei Möglichkeiten vermittelt und vertieft. Es wurde kein Versteckspiel mit einem Fallenparcours gespielt, sondern eine simple Auslösetechnik bearbeitet und geübt.
An zwei Tagen wurden wichtige Kerninhalte vermittelt, so dass das Wort Survival - Basic - Seminar zutrifft:
- Feuer;
- Unterschlupf;
- Orientierung mit Karte und Kompass;
- Nahrungszubereitung;
- Umgang mit Seil und Dülfersitz;Die weiteren Themen des Wochenendes waren ein toller Anhaltspunkt und können von den Teilnehmern aufgegriffen und in weiteren Kursen (Jagdschein, Kletterschule, etc.) vertieft werden.
Dem „Normalbürger“ aus der Zivilisation wird nicht nur ein Outdoor - Wochenende mit vielen Eindrücken beschert, sondern in den oben genannten 5 Punkten Wissen vermittelt, das in einer Notsituation entscheidend über Leben und Tod (Survival) sein kann.Ich empfehle den Basic - Kurs jedem Einsteiger in die Materie Survival und Bushcraft ebenso wie Menschen, die sich vielleicht um Skills bereichern wollen, die ihm in einer Notsituation weiterhelfen.
Tony ist als Mensch ein feiner Kerl. Er hat während seines Kurses bis auf seine monströse Tasse :biggrin: nicht ein einziges Mal seine Ausrüstungsgegenstände hervorgehoben oder gar propagiert, obwohl er damit teilweise sein Geld verdient. Er ist kein sachlicher Ja - sager, sondern mit Herz bei der Sache, wenn Dinge gelingen und vermittelt werden sollen. Es fehlte weder an Witz, noch an Motivation.
Alles in Allem war es ein sehr schönes und lehrreiches Wochenende, von dem alle Teilnehmer begeistert waren.
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Erfahrungsbericht: Survival Basic Seminar bei Anton Lennartz
Nachdem ich mit Tony nun schon seit einer Weile einen regen Internetkontakt pflege und ein erstes Treffen stattgefunden hatte, lud mich dieser zu einem Basic Seminar ein.
Dieses fand über das Wochenende 25/26.04.09 statt.
Ein Großteil der insgesamt 8 Teilnehmer war bereits am Vortag angereist und waren z. T. von Tony am Aachener Bahnhof abgeholt worden, um in seiner Blockhütte zu übernachten. Hier standen sanitäre Anlagen zur Verfügung und für ein abendliches Grillen am Feuer war gesorgt.Am Samstagmorgen um 8.00 Uhr ging es dann los. Ich traf bei Ihm ein und stellte mich den anderen Teilnehmern vor. Die Stimmung war locker und alle warteten gespannt auf das, was an den beiden Tagen nun kommen sollte. Die Altersunterschiede in der Gruppe waren recht gering und die Leute auch von der Physis her fast gleich.
Als erster Programmpunkt stand ein kurzer Ausrüstungscheck auf dem Programm. In der Einladung wurde dazu angehalten das einzupacken, was man selber zum Thema „Survival“ als nötig befindet.
Die individuelle Ausrüstung wurde nun in der Gruppe vorgelegt und besprochen. Tony ging hier fragend vor und gab Tipps und Anleitungen zum Thema Gewichtsersparnis und Simplizität. Dadurch wurden Komfortgegenstände nicht einfach aussortiert, sondern individuell behalten oder verzichtet. So wanderte ein Großteil der Campingkocher und Bestecke wieder zurück in den Kofferraum und in den Rucksäcken fand sich ausreichend Platz um Kletterseile und weitere Ausrüstung für die Übungen unterzubringen.[gallery]1167[/gallery]
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Im Folgenden ging es sofort an die Substanz: Einerseits die Substanz des Überlebens – Nahrung und damit Energie; Andererseits für so Manchen die Substanz der Psyche.
Tony erklärte fachmännisch das Abhäuten einer Damhirschkuh und dazu viele Raffinessen, die er in seiner langjährigen Zeit bei Trappern und Indianern in Kanada erlernt und entwickelt hat. Resultate bei der Gruppe waren einerseits das Erlernen neuer Skills, und darüber hinaus der Achtungsgewinn vor dem Tier als Nahrung, die man bei der Schinkenwurst in Folie wohl eher weniger gewinnt.
Die Behandlung des Fells zum Gewinn einer Decke war ein kurzes Thema und so wurde das Fleisch in einen Poncho gepackt und wir machten uns auf zum Camp, in dem nun alles weitere stattfand.[gallery]1169[/gallery]
Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir einen abgelegenen Bauernhof in den Ardennen. Neben dem Parkplatz wartete nun die erste zu bewältigende Aufgabe: Ein etwa 9 m breiter Fluss sollte trockenen Fußes überquert werden. Hierzu machte sich die Gruppe auf die Suche nach einem geeigneten hölzernen Wurfanker. An den gesammelten Exemplaren konnte Tony nun erklären was geeignet ist und was nicht. Ein optimales Exemplar wurde an einem (statischen) Seil befestigt und jeder versuchte sich daran, den Wurfanker auf der gegenüberliegenden Uferseite mit einem beherzten Wurf in eine geeignete Position zu bringen. Nach ca. 30 erfolglosen Minuten war allen in der Gruppe klar, dass dies ein gutes Auge, viel Geschicklichkeit und vor allem Übung erfordert.
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Da die Not - Situation simuliert war, wurde aus Sicherheitsgründen das Seil manuell am anderen Ufer befestigt und der Fluss von mehreren Teilnehmern überquert. Dabei ging es einmal auf dem Seil gleitend über den Fluss, aber auch per Riggerbelt oder Karabiner unter dem Seil trocken auf die andere Seite. Interessant war dabei die Befestigung des Seils am Startufer anhand eines selbstlösenden Knotens, welcher vom gegenüberliegenden Ufer gelöst werden konnte.
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Auf der anderen Seite des Ufers angekommen ging es nun an den Ort, an dem wir das Camp aufschlagen sollten.
Tony erklärte dabei, was man bei der Lagerwahl beachten muss um Schutz vor Wind und Wetter zu gewährleisten.
Nachdem mit einer Plane ein großer Feuerreflektor aufgerichtet war, wurde der Schlafplatz darin mit einer isolierenden Unterlage aus Fichtenzweigen vorbereitet. Im Anschluss wurden weitere Not - Shelter erklärt und eine Standartvariante von zwei der Teilnehmer errichtet, die darin später auch nächtigten. Bei all dem wurden weitere Tools wie Heringe, Streben und Werkzeuge und die entsprechende Holzwahl erläutert.[gallery]1179[/gallery]
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Nun war das Thema Feuer an der Reihe. Tony erklärte Zunderarten, geeignetes Holz und weitere Vorraussetzungen um ein Feuer zu machen. Die Teilnehmer besorgten das entsprechende Zubehör und trotz wechselnder Windrichtungen war das Feuer mit einem Streichholz von nun an unser Partner.
Es wurde ein Erdofen ausgehoben, für dessen Fertigung zuvor Grabstöcke gebaut werden mussten.[gallery]1182[/gallery]
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So kamen wir zur Nahrungszubereitung. Ein Brotteig wurde im Poncho zubereitet und die Hirschkuh unter Tonys Anleitung auf 2 hölzerne Spieße gebracht. Das Lagerfeuer wurde zu einem Kochfeuer niedergelegt und die knurrenden Mägen sollten nicht mehr lange warten müssen.
Mit Einbruch der Dunkelheit war das Essen fertig und wir genossen das frische Wild zu Brot aus Pfanne und Ofen, dazu einen Tee aus dem Maigrün, welches den zuvor für die Matratze gesammelten Tannenzweigen entnommen wurde.[gallery]1186[/gallery]
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Für die Nachtruhe kam noch einmal das Thema Feuer aufs Programm. Die Kernpunkt Feuerwache und alleiniges nächtigen wurden von Tony mit ein paar kurzen Erzählungen seiner Bush - Erfahrungen untermalt. Dabei kam auch das Thema Alarmanlage auf und erneut gab es neben einfachen Problemlösungen ein paar spannende Geschichten aus der Wildnis.
Da die meisten Teilnehmer Schlafsäcke unter dem Wärmereflektor nutzten, wäre ein erloschenes Feuer erst sehr spät aufgefallen und es hätte wieder recht viel Arbeit gekostet dieses neu zu entfachen. Stattdessen entschied ich mich dazu, einen guten Tip von Tony auch hier umzusetzen und direkt am Feuer zu schlafen. In einer 3 min. Poncho - Konstruktion legte ich mich, mit fast freiem Oberkörper ans Feuer. Wenn nun die Flammen kleiner wurden, war immer noch genügend Feuer vorhanden, so dass ich, mit wenig Aufwand, nur etwas Holz nachlegen musste. Da Gesicht und Hände Temperaturschwankungen regelmäßig ausgesetzt sind, reagiert man damit erst recht spät auf große Temperaturschwankungen. Die Brusthaut ist da sensibler und man wird rechtzeitig geweckt.[gallery]1194[/gallery]
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Mit dem einseitigen Schliff ist der praktische Nutzen abgesehen vom stilechten Meucheln eh fraglich

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Es gilt zu beachten, dass dieses Teil ein Dwyer Custom ist - also complett Handmade und die Beschichtung ist kein neuer Standard wie Stripes oder Digicamo! Also keine Sorge - die machen nicht plötzlich Modemesser

Würden die Customs identisch mit den Semi Productions sein, dann wärs schliesslich recht sinnfrei diese teuer zu verkaufen. In diesem Fall Geschmackssache. Für mich wärs nichts

Gruß,
Raoul -
Der einseitige Schliff ist ja schon fast Dwyer typisch. Mein Ding ists auch nicht.
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HSS ist ja schon fast antik und Laser hat den Nachteil der thermischen Beeinflussung des Werkstoffs. Von daher - weiter raten.

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Ihr überlegt welche Verfahren die Jungs nutzen? Die Maschinen kann mann doch längst im Netz sehen

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Es sollte etwa 2,54 mm haben - 0.10" !
Die weitere Angaben bei TAD:
Gesamtlänge: 173 mm
Klingenlänge: 76 mm