Beiträge von AJAX

    Hab gestern nochmal gesucht und nichts gefunden. Ist aber auch erstmal egal. ich plane gerade einen neuen "Urlaub" und es steht nichtmal das Ziel fest, so dass ich zwei oder sogar drei weitere Pläne erstellen werde.
    Da in diesem Forum bislang Bashing Attacken die Ausnahme sind und mit recht großem Respekt miteinander umgegangen wird, werde ich euch Teile davon zeigen und gerne Erläutern.
    Leider muss ich euch aber erstmal vertrösten :(

    Moin!


    Das hängt dann wahrscheinlich mit dem privaten Interesse und der spannenden Geschichte - Hobby Einsatzmesser zusammen ;)


    Ich selber hab gerne die Reserve dabei, aber bisher konnte ich im privaten, urbanen Umfeld immer wieder auf andere Tools zurück greifen.
    Aber es kam auch schon vor, da musste halt das Messer am Gürtel ran ;)

    Servus ;)


    Jepp. Kenne die DIN Abläufe aus dem QM Bereich sehr gut und will das mit der Methode nichtmal vergleichen. Ich seh zu, dass ich euch Montag mal eine echte, erprobte und längerfristig erarbeitete Liste scanne. Dann dürfte klar werden warum ich speziell für Unternehmungen anders herangehe. Das ganze ist nicht jedermanns Musterlösung, und für mich das beste um in der Planung voran zu kommen. Das Ergebnis ist so individuell wie sein Planer und meiner Meinung nach somit realistischer als Schablonenhafte Checklisten ;)

    Man beachte meine Worte - plump, simpel und co ;)


    Das Restrisiko steht unterm Strich und wie scts schon meinte - das was unterm Strich übrig bleibt gibt die Würze.
    Ich habe keine Trekking- oder Extrem Reise anders geplant und es hat immer gut gepasst. Das gehört dabei natürlich in die Vorbereitung und läuft so ab, dass man teilweise Punkte findet und an denen dann arbeitet um sein Ergebnis in der Vorbereitung zu verbessern.


    Beispiel:


    Kanu tour - GEfahr des Ertinkens - wenn ich nicht schwimmen kann: Fatal! Also Schwimmen lernen und der Punkt kann fast abgehakt werden ;)

    Ein Haufen Einsatzkräfte nutzt Messer als Backup oder primär Tool für diese Aufgabe (Fahrzeug oder Hausdurchsuchung, etc.)
    Das Strider DB, bzw. DBL bekam entsprechend eine NSN und ist als universal Messer incl. Prybar Eigenschaften sehr Beliebt bei Beamten aus allen Bereichen von Feuerwehr über Polizei hin zu Militär.
    In unseren Seminaren werden verschiedene Techniken vor allem im Bereich Fallenbau gezeigt, in denen das Messer Hebekräfte abkönnen muss.
    Wer da nun ein Kochmesser aus schlecht behandeltem Papierstahl für diesen Zweck führt, was auch so pralle Schneideigenschaften hat, der sollte vorher wissen dass er was falsch macht. Alles aus halbwegs ordentlich wärmebehandelten und nicht zu filigran ausgeschliffenen Spitzen mit t= 5 -6 sollte schon ne Menge hebeln und noch ordentlich schneiden können...
    My 2 cents...

    Unterm Strich steht ja ein Ergebnis und man hat dann die Option zu sagen ja oder Nein.
    Gelernt habe ich das von jmd. der keine Option hatte, sondern einen Befehl. Dann wurde auf diese Weise ein Weg gesucht oder geschaut wie hässlich es wird...

    Chribo! 2005! Noch 2 Jahre und wir haben 10 Jähriges ;)


    Stinkmarders Tonne! :)
    Sollte hier dabei sein :)
    War ein herrliches Treffen damals bei Del Ray.


    Strider MT


    Muss das Review nach 5 Jahren mal aktualisieren...
    ...



    Ich denke hier gibt es sogar bessere Reviews als im USN. Die Jungs da sind nicht unbedingt kritisch :) Aber ich überlege mal wie wir neue Reviews zustande kriegen ;)

    Hallo Leute!


    Ich bin durch die Konversation mit einem Freund gerade nochmal auf ein Thema gestossen, dass mich eigentlich nur nebensächlich schon seit der Kindheit begleitet, jedoch immer wieder von mir genutzt wird.


    Vom Bereich der extremen Tour bis hin zu den alltäglichen Risikofaktoren in Beruf, etc. konnte ich mit dieser Sache immer gut punkten und sehr oft richtige Entscheidungen fällen.


    Das Grundschema sieht wie folgt aus. Man erstellt je nach Situation eine lange Liste auf Papier oder eine kurze Liste im Geiste. Man hat eine Tabelle mit zwei Spalten. In die linke Spalte gehört der Risikoeinfluss. In die Rechte Spalte kommt das entsprechende Mittel um diesem Risiko bei zu kommen.


    Mal ganz plump zu einer schwierigen und langen Tour durch eine Wüste:


    Risiko - Gegenmaßnahme - Risikofaktor


    Hohe Temperatur - Entsprechende Kleidung - 2
    Gefahr der Dehydrierung - Routenwahl und ausreichende Wassermenge - 2
    Gifttiere - Know How und entsprechende Lagerwahl - 1
    Beduinen (Diebstahl, Raub) - Material/Ausrustung anpassen und nicht zu touristisch kleiden - 2
    hohe Ausdauer erforderlich - Training in der Vorbereitung anpassen und Probeläufe absolvieren - 3
    Sandsturm - Verhaltensregeln achten, z.T. nicht kalkulierbar - 1
    Sturzflut - Lagerplatz beachten; z.T. nicht kalkulierbar - 1
    Verletzung - erprobte Notausrüstung, z.T. nicht kalkulierbar - 2
    Meteoriteneinschlag - nicht kalkulierbar -1
    Blinddarm Durchbruch - nicht kalkulierbar - 1



    Hat man diese Liste erstellt, so schaut man sich an, wieviele Punkte sogar offen bleiben oder zum Teil nur schwer kalkulierbar sind. In diesem Fall sind das 5 Risiken, die nicht guten Gewissens auszuschliessen sind. Man kann dem Risiko (nicht nur den nicht abwendbaren!) nun noch einen Faktor geben und das ganze ein wenig rechnerisch abhandeln. Das Risiko des Meteoriteneinschlags ist dabei weniger hoch als in einem Wadi von einer Sturzflut erwischt zu werden (Übrigens sind in den großen Wüsten in den letzten Jahren viele Todesopfer nicht verdurstet, sondern ertrunken oder erfrohren).
    Hat man alle Risiken der Liste gewichtet und bei Interesse mit Risikofaktoren multipliziert, so erhält man eine Prozentzahl, wie hoch das persönlcih eingeschätzte PERSÖNLICHE Restrisiko ist.
    Leute vom Fach bezeichnen das, was ich als Risikofaktor bezeichne als einen ziemlich vagen Mix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß.


    Ich sehe in der Liste oben 10 Punkte, von denen 5 nicht durch Skills oder Ausrüstung kompensierbar sind. Die Einschätzung von Eintrittwahrscheinlichkeit und Schadensausmaß ist immer individuell!


    Die Gewichtung von abwendbaren und nicht kalkulierbaren Gefahren/Risiken liegt also bei 50 - 50. Nimmt man nun die Faktoren mit ins Spiel, so kommt man auf 10 : 6 => ca. 37,5 % schwer-, bzw. unkalkulierbares Risiko.


    Es geht hier nicht um eine detaillierte Lösung für einen Wüstentrip, sondern darum euch mitzuteilen, wie ich einen Teil meiner Vorbereitung treffe ;) Bei meinem solo Winter Alpcross war die Liste etwa 3 DIN A4 Seiten lang und es bestand ein Restrisiko von etwa 20 %. ich persönlich habe mir zuvor gesagt, dass ich bei mehr als 20 % nicht antrete und da liegt momentan auch immer noch mein Limit.


    Man darf sich gewisse Faktoren nicht schön rechnen oder sich selbst belügen und erhält so direkt zwei unterschiedliche Überblicke: Erstmal sieht man worauf man sich vorbereiten kann/muss/sollte und merzt so schonmal viele Risiken (teils auch mit hohem Faktor aufgrund der hohen Eintrittswahrscheinlichkeit) aus. Zudem erhält man einen Überblick was einem passieren könnte und kann sich selber definieren, wie stark man diese Punkte gewichtet.


    Plane ich eine Reise in die übelste Gegend Mexicos, dann würde ich den Faktor der unkalkulierbaren Entführung mit 20 (von 20) gewichten und unterm Strich wahrscheinlich zu dem Ergebnis kommen, diese Option nicht zu wählen ;)


    Ich hoffe ich konnte mit diesem kurzen Abriss ein paar von euch eine kleine Hilfe aufzeigen.


    Die Art der Risiko Kalkulation ist arg plump, aber für einen selber sehr schnell und effizient durchführbar - auch in der Entscheidungssituation selber. Durch die Aufstellung im Kopf kommt man in der Bredouille schnell zu einem klaren Kopf und evtl. zu einer rationalen, vernünftigen Entscheidung.


    Gruß,
    AJAX

    Ich sehe es wie mit Spickzetteln. Habe damit für meine Examen super lernen können, da man automatisch Abschriften macht und diese immer weiter komprimiert. Steht die Prüfung an, dann braucht man sie nicht mehr. Auf dem Weg dahin finde ich das eine gute Sache um mit wenig Aufwand Gedächtnisbrücken zu bauen und Dinge zu verbessern!
    Auf einer schwierigen Tour (das Examen) erhöht man so meiner Meinung nach das Risiko.


    Gruß,
    AJAX