So heute war ich nochmal ein wenig Draußen und habe auch wieder beide Messer mitgenommen.
Grund ist das ich selber finde das mein Review nicht besonders viel aussagt. Deswegen ergänze ich es noch ein wenig.
Als erstes habe ich mal verglichen wie dich Gewichtsverteilung bei den beiden Messer ist.
Meine Vermutung war nämlich das das höhere Gewicht bei dem Busse vom Griff kommt. Und meine Vermutung hat sich bestätigt.


Als nächstes wollte ich nochmal testen wie die Griffe bei der Arbeit so sind. Diesmal ohne Handschuhe. Also wieder einen umgestürzten Baum suchen um zu hacken. Allerdings habe ich dabei versucht nicht an den Handguard aus Paracord zu kommen. Also wirklich nur den Griff festhalten und so hacken. Dabei habe ich festgestellt dass ich mit dem Griff vom TFDE besser klar komme.
Der Griff von dem Busse hat zwar mehr Volumen, aber die Ausbuchtung im Griff des ER gibt einem ein sehr sicheres Griffgefühl
Ich kann den Zeigefinger an die untere Kante der Ausbuchtung legen und kann damit fast nur mit dem einen Finger das Messer halten. Ich hatte nie das Gefühl das es mir wegrutscht, noch ist meine Hand richtig an das Paracord gekommen.
Beim Busse hatte ich dieses Gefühl nicht. Wen ich es nicht kraftvoll mit der ganzen Hand gehalten habe ist das Messer jedes Mal so weit nach vorne gerutscht das es nur vom Paracord am abrutschen gehindert wurde.
Durch das kräftigere festhalten des Messers ist mir das Hacken nicht so wirklich gelungen. Jedenfalls denke ich dass es davon kommt. Ohne die Handschuhe ist es mir mit dem TFDE besser gelungen ein Stück vom Baum ab zu hacken.
Ich denke auf den Bildern kann man den Unterschied erkennen.
TFDE

Busse

Ich habe mal versucht mit ein paar Bildern festzuhalten wie ich das mit dem greifen meine.


Beim Busse ist das Messer bis zum Ende von Griff gerutscht.



Bisher ist mir das noch nicht wirklich aufgefallen, da ich sonst immer Handschuhe trage.
Zur Ergonomie.
Im ersten Moment liegt das Busse durch den Griff, welcher etwas größer ist und mehr Volumen hat, besser in der Hand. Besonders das kurz fassen für die Feineren Arbeiten fühlt sich sehr gut an.
Bei den feineren Arbeiten bleibt auch das gute Griffgefühl auch ohne Handschuhe. Beim Hacken allerdings war das gute Gefühl nicht mehr da. Ohne Handschuhe ist der Griff, nicht ganz so griffig. Das Messer rutscht nach vorne wen man es zu locker hält. Dadurch lässt sich, aus meiner Sicht, nicht entspannt arbeiten da ich mich zu sehr darauf konzentrieren muss das Messer nicht "los zu lassen".
Bei dem ER Griff war ich immer ein wenig Skeptisch wie er sich so greifen lässt. Diese etwas eckige Ausbuchtung sah irgendwie komisch aus.
Als ich das TFDE bekommen habe und befingert habe war die Skepsis wie verflogen. Im vergleich zum Jackhammer ist der Griff kleiner und schmaler. Aber durch die Ausbuchtung kann ich das Messer locker halten ohne das ich das Gefühl habe das es mir gleich wegfliegt.
Wen ich feinere Arbeiten mache kann ich es natürlich nicht so kurz fassen wie das Busse oder mit Handschuhen. Mit Handschuhe lege ich meinen Finger beim Schnitzen auf den Fingerschutz. Und zwar so das er ein wenig mehr zum Griff hin liegt. Ohne Handschuhe ist das ein wenig unbequem. Und der Choil (so heißt die Mulde doch oder) ist halt nicht groß genug um den Finger dort rein zu legen. Aber dennoch lässt sich gut damit arbeiten.
Von Griff gewinnt daher bei den feinen Arbeiten das Busse Jackhammer, bei den groben der ER Griff.
Mit den beiden Holzstücken wurde jetzt das Immer wieder beliebte Batoning ausprobiert.

Hier hat das TFDE 2 Vorteile gegenüber dem Jackhammer.
1. Durch die größere Klingenstärke spaltet das Messer besser
2. Der gerade Klingenrücken schont das Schlagholz.
Das Batonen klappt natürlich mit beiden Messern. Allerdings spielt das TFDE hier ganz klar die beiden Vorteile aus. Zum Vergleich nochmal Bilder der beiden Schlaghölzer.
TFDE

Busse

Durch die Fehlschärfe am Jackhammer wird man das Schlagholz nicht lange benutzen können.
Die Struktur der Klinge lässt es zwar mit weniger Wiederstand ins Holz eindringen, dennoch spaltet das TFDE das Holz wesentlich früher und einfacher.
Zu guter Letzt muss man ja noch was gegen seinen Hunger machen. Und wen man nur ein Messer mitnehmen will muss dieses auch für die Nahrung herhalten.
In diesem Fall mussten die beiden jeweils nur eine Mini Salami klein schneiden.
Und ich muss euch sagen dass ich die Welt nicht mehr verstehe.
Trotz dem dickeren Klinge lässt sich mit dem TFDE minimal besser Schneiden als mit dem Busse.
TFDE

Busse

Zuhause wurden die Messer natürlich gleich wieder geschärft bzw. abgezogen. Und irgendwie bekomme ich bei dem TFDE eine bessere Schärfe hin. Ich kenne mich jetzt besonders gut mit den vielen verschiedenen Stählen aus, aber für mich lässt sich das ER besser nachschärfen als das Busse.
Zur Reinigung kann ich auch noch etwas sagen.
In dem TFDE sind in der Beschichtung Kratzer von der Kydex. Mich stört das nicht da es ja ein User ist.
Die Spuren vom Hacken und Batonen die man auf den Bildern stellenweise sieht lassen sich einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei hartnäckigen Stellen braucht man ein wenig Druck aber es geht.
Bei dem Busse wurde von einem der Vorbesitzer die Beschichtung entfernt. Durch die Struktur der Klinge besteht an der Seite kaum eine Kontaktfläche. Und auch Dreck oder halt Spuren vom Hacken und Batonen bleiben nicht wirklich haften.
Dadurch dass die Griffschalen verklebt sind brauche ich auch nicht befürchten dass sich irgendwas unter den Schalen sammelt. Das TFDE hat diesen Vorteil nicht. Da werde ich demnächst mal das Paracord abschneiden müssen um den Griff runter zu bekommen. Ansonsten befürchte ich einfach dass sich da doch noch Rost bilden kann.
Hat sich mein Fazit geändert?
Naja nicht wirklich. Ich bevorzuge weiterhin das TFDE. Was sich unsere Chefs da haben einfallen lassen, bzw. was sie da auf die Beine gestellt haben ist wirklich klasse.
Ich kann mich gar nicht genug dafür bedanken das wir dank euch die Chance auf ein so gutes Messer bekommen haben. Und umso mehr bin ich inzwischen froh das ich ein solches Messer auch habe.
Das Busse ist keinesfalls ein schlechtes Messer. Es hat alle Arbeiten die ich gemacht habe sehr gut erledigt. Allerdings hat das TFDE die meisten einfach einen Tick besser gemacht.
Was ich jetzt immer noch nicht getestet habe ist das was Micha M. angesprochen hat. Wie die Griffe sind wen es rutschig bzw. feucht wird. Irgendwie kann ich meine Schraubzwingen nicht mehr finden, daher bin ich euch das noch schuldig.
Und um nochmal auf die Rillen in dem Busse zu kommen.
Meine Vermutung ist das diese eine Gewichtsreduzierung bringen sollen. Blutrinnen machen aus meiner Sicht keinen Sinn. Den wen das Blut nicht raus läuft, läuft als halt rein.
Und beim Arbeiten stören diese auch nicht. Man merkt sie zwar z.B. beim schnitzen, aber hindern einen nicht bei der Arbeit. Bei Küchenmessern (ich glaube bei den Santoku Messern) sieht man so etwas ähnliches auch öfters. Dadurch das weniger Fläche an dem Schnittgut anliegt, lässt sich leichter Schneiden.
Ich vermute bei dem Schneidtest hat das TFDE einfach so gut abgeschnitten weil ich es schärfer als das Busse bekomme. Bei gleicher Schärfe wird das Busse besser schneiden als das TFDE.
Ich würde mich übrigens über ein wenig Feedback, auch Kritik, über mein Review freuen.
Demnächst möchte ich so etwas öfter mal machen und bin daher über Hilfe und Tipps dankbar.