zu dem Tehma "Made in" ein netter Artikel
ZitatMitte des 19. Jahrhunderts beherrschten die Briten die Weltmärkte, Deutschland war ein politisch zersplitterter Agrarstaat. Über Zeitungsartikel und Berichte erfuhren deutsche Ingenieure und Forscher von neuen Maschinen und Erfindungen aus Großbritannien. Zunächst kopierte das Reich fleißig englische Waren, Messer, Maschinen und Hüte, vielfach in minderwertiger Qualität. Bis die Stahlhersteller in Sheffield aufbegehrten. Massenhaft würden deutsche Waren auf den Markt drängen, klagten sie, teils Plagiate mit Original-Markenstempeln, teils leicht abgewandelt. Forderungen nach Importzöllen wurden laut. Das Parlament lehnte die Zölle zwar ab, stellte sich aber trotzdem schützend vor seine Industrie: 1887, als Deutschland bereits Autos und Dampfloks baute, wurde der Merchandise Marks Act novelliert. Er sah vor, dass fortan alle Produkte aus fremden Ländern gekennzeichnet werden mussten. Auf deutschen Waren sollte „Made in Germany“ prangen – unser gutes altes Gütesiegel ist also eine Erfindung der Engländer. Der Warenstrom aus dem deutschen Reich riss trotzdem nicht ab. 1896 erschien sogar ein Gedicht mit dem Titel „Made in Germany“ in einer britischen Sonntagszeitung: „Um mich her mein ganzer Krempel – Weh! Mir wird, ich weiß nicht wie! Alles trägt den gleichen Stempel, alles Made in Germany“.
Witzig oder da lassen sich doch heute auch andere Länder einsetzen mit dem gleichen Resultat
ist übrigens aus dem Tagesspiegel
Tagesspiegel 2. Absatz des Artikels
Edit: in den USA ist das übrigens so geregelt
http://www.law.cornell.edu/uscode/text/19/1304
