Eine Woche noch! Ich habe zwar auf der IWA einige Fixtermine, aber falls irgendjemand von euch etwas Spezielles sehen will, könnt ihr es mir hier oder per Mail schreiben und ich werde versuchen, ein paar Fotos zu machen und Infos einzuholen!
Einen Grund für eine Verwarnung sehe ich hier in diesem Thread noch nicht, aber ich würde euch bitten, etwas Emotion aus der Diskussion rauszunehmen. Ansonsten ist hier zu und ihr habt euch selbst eines spannenden Themas beraubt.
Keiner wirbt mit "Dieses Messer können sie mit einem Schonhammer DIN Haumichblau und 8 Schlägen a drölfzig Newton bei 25°C bei 1013hPa in einem Mittelgebirgswald im Juli auf 115 müN 6cm tief und 45cm über dem Boden auf der Nordseite des Stammes horizontal in eine 30 Jahre alte Hainbuche mt 120cm Umfang kloppen und anschließend gleichmäßig innerhalb 10 Sekunden mit einer Person bis 94,6 kg und Schuhgröße 43, Marke Haix/Sohle Vibram belasten, bevor es bricht."
Priceless! Besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können!
Auch an dieser Stelle herzlichen Dank für diese Analyse! Momentan krebst eh alles im Forum so vor sich hin und dann ist es wirklich erfrischend, etwas anderes zu lesen als nur die ständige Alltagsroutine.
Danke auch an Frank, der das Messer zur verfügung gestellt hat!
Wie immer habe ich das Messer mit mir in den Wald mitgenommen und ein paar simple Arbeitsschritte damit durchgeführt, wie man im angehängten Video sehen kann. Bevor ich aber meine Beobachtungen dazu ausführe, möchte ich etwas zur generellen Führigkeit des Messers sagen.
Alles in allem ist es sehr dünn und flach und hat deshalb ein dünnes Erscheingungsbild. Ich kann mir vorstellen, dass sich dies vorteilhaft auf einer Weste auswirkt, an einem Gürtel ist es dies auf jeden Fall. Abgesehen davon ist das Messer extrem führig und schnell in der Hand. Der Balance Punkt ist genau am Parierelement zwischen Choil und Fingerrille für den Zeigefinger. Aufgrund des flachen Griffes rollt das Messer nicht in der Hand und die Struktur auf den Griffschalen gewährleistet einen sehr, seeehr sicheren Griff des Messers. Um euch einen dementsprechenden Eindruck zu vermitteln: Wie ihr im Video sehen werdet, spiele ich gerne mit meinen Messern herum. Ich weiß nicht, ob es ein schönes Wort dafür gibt, aber ein Freund hier aus dem Forum hat es “Zaubern” genannt. Wie dem auch sei, ich mache dies nur mit Messern, mit denen ich mich absolut wohl fühle - wissend, dass sie mir nicht entgleiten, auf den Boden fallen und dadurch Schaden nehmen können. Also mache ich es die meiste Zeit mit einem “Sicherheitsnetz”, nämlich etwas Weichem am Boden, das im Falle des Falles das Messer auffängt (pun intended). Lange Rede, kurzer Sinn: Das Horkos ist das allererste Messer in meinem Besitz, mit dem ich mich derart selbstbewusst spielen traue, dass ich dieses Sicherheitsnetz nicht benötige. Aufgrund des flachen Griffes, der Textur und der Griffform ist es sehr kontrollierbar, sicher in der Hand und rutscht überhaupt nicht. Wie man im Video sehen kann, mache ich die Spielereien sogar mit Handschuhen - mehr muss man dazu wohl nicht sagen!
Kommen wir also zu den Arbeitsaufgaben für das Messer. Ich würde sagen, dass das Horkos primär ein Fighter und sekundär ein Feldmesser ist. Es war fähig, die ihm aufgetragenen Arbeiten zu erledigen, aber je nach Art der Aufgabe hat es seine Zeit benötigt. Oder besser gesagt ich… das Messer war ja nur die Verlängerung meiner Wenigkeit.
Hacken: Nachdem es ein leichter Fighter ist, war es absolut dazu in der Lage einen daumendicken Haselnussstock zu durchhacken ohne mehr als 1-2 Schläge zu benötigen. Ich hatte leider keine Wasserflaschen bei der Hand, sonst hätte ich ein wenig Bottle Cutting demonstriert, um euch die Fähigkeiten des Messers in Bezug auf schlitzende Schläge zu zeigen. Einen dickeren Ast zu durchhacken war jedoch schon viel mehr Arbeit und hat dementsprechend Zeit in Anspruch genommen. Der Ast den man im Video sieht, war ein trockenes Stück Buche, die schon länger trocken im Wald gelagert wurde - man kann sich also vorstellen, wie hart das Holz war.
Als erstes habe ich mich ohne und dann mit einem Baton durch das Holz gearbeitet. Auf beide Arten war ich in der Lage, den Ast langsam aber effektiv zu teilen.
Batoning: Selbiges war etwas leichter, aber wiederum hat hier das Hartholz ein paar Probleme bereitet. Auch hier hat das Messer die Aufgaben geduldig auf sich genommen und alles in seiner Zeit gemeistert. Bohren/Stechen: Ich habe natürlich auch wieder probiert, wieviel die Spitze aushält. Um ehrlich zu sein, war ich ein wenig skeptisch, weil ich dadurch schon Messer zerstört habe. Meine Ängste waren jedoch unbegründet - auch wenn es dünn aussieht, gibt die Kombination von S35VN und der Anschliff der Spitze einiges her und alles hat Stand gehalten.
Schnitzen: Nachdem die Schneide beängstigend scharf ist und ein feines Profil hat, erweist sich Schnitzen als einfache Arbeit. Feathersticks waren kein Problem und Stöcke waren rasch angespitzt.
Während dieser Arbeiten wurden meine Hände weder wund noch müde. Mit dem Messer kann man angenehm arbeiten, es gab keine erwähnenswerten Probleme und letzten Endes war es auch leicht zu putzen. Bis jetzt musste ich es nicht schärfen, es hält seine Schnitthaltigkeit also verdammt gut - was nicht überrascht, wenn man sich S35VN genauer ansieht. Es ist jedenfalls ein Statement, wenn nach der Buche die Schneidfreudigkeit nichts eingebüßt hat. Hier ist das Video:
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Fazit
Ich hoffe, ich war wieder dazu in der Lage euch meine Eindrücke eines schönen Messers zu vermitteln und auch warum ich so wütend auf mich bin, dass ich so lange darauf gewartet habe, um es zu kaufen. Wenn man nach einem flachen Kampfmesser sucht, das auch in der Lage ist, die üblichen Feldaufgaben zu meistern, sollte man sich das Horkos auf jeden Fall ansehen.
Es gibt viele Gründe, warum mich dieses Messer fasziniert. Das Design ist einzigartig und die Symbolik hinter dem Namen spricht mich wirklich an. “Horkos” kommt direkt aus dem Griechischen und der griechischen Mythologie und entspricht dem Eid sowie dem Schützer der Ehre. Nachdem ich sehr viel wert auf jede Art von Symbolik lege (man nehme meine Patches als Beispiel), kann man sich vorstellen, dass ich Produkte von Menschen schätze, die nicht nur ein Produkt liefern, sondern sich auch etwas dabei denken. Nachdem ich auch das Privileg genieße Mark und Curtis durch meine Besuche auf der IWA persönlich zu kennen, kann ich euch sagen, dass auch die Menschen hinter Spartan Blades etwas besonderes sind.
Es gäbe noch so viel zu erzählen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass das Messer als Geschenk für die Abschlussklassen an West Point vergeben werden oder auch einfach nur der militärische Background von Mark und Curtis; und so weiter und so fort. Diese Aspekte wurden mittlerweile von so vielen Seiten und an so vielen Stellen beleuchtet, dass ich es hier nicht wiederholen muss.
Alles in allem ist das Horkos ein No Nonsense Messer, dass sein Geld wert ist. Ich bin mir sicher, dass das gute Stück bei mir bleiben wird und definitv keine Safe Queen ist. Es wird also wieder zur Arbeit ausgeführt.
Danke an dieser Stelle für eure Zeit und Danke an Georg von G-Gear, der es mir so schnell geschickt hat.
The english version of this review can be found at PineSurvey.com
Ich habe keine Ahnung wann ich das erste Mal über Spartan Blades gestolpert bin. Es war wohl irgendwann um 2009/2010, jedenfalls bin ich sofort dem Design der Messer verfallen. Unglücklicherweise war ich zu dem Zeitpunkt ein Student mit limitierten Finanzen, konfrontiert mit dem Dilemma, dass es keine Firma in der EU gab, die diese Messer importierte. Es schien als ob jedesmal irgendetwas in den Weg kam und es hat bis jetzt gedauert, dass ich mir eines der größeren Messer zulegen konnte. Ein Enyo trage ich ja schon seit einiger Zeit, wenn ich nicht gerade mit einem Flipper unterwegs bin.
Was ich im Grunde damit sagen will ist, dass ich quasi seit 5-6 Jahren um das Horkos herum geschlichen bin. Lasst mich euch sagen: Macht nicht denselben Fehler und besorgt euch das Messer, falls es auf eurer Liste steht - hier sind die Gründe:
Specs Gesamtlänge: 27,2 cm or 10 7/8 inch Klingenlänge: 14,7 cm or 5 11/16 inch Grifflänge: 12,5 cm or 5 3/16 inch Gewicht: 251g or 0,556lbs
Stahl: S35VN Griffmaterial: Canvas Micarta
Scheide: Cordura or Kydex (Je nach Geschmack)
Klinge
Wenn man sich den spitzen Teil der Klinge ansieht (ja, im engl. Review war das eine GoT Anspielung, aber im dt. geht der Witz leider verloren), findet man eine klassische Drop Point Klinge vor. Was das Messer und sein Design jedoch einzigartig macht, ist der Rest der Klinge. Der Klingenrücken verfügt zur Spitze hin über ein harpunenartiges Designelement, das auch an das berühmte (aber historisch nicht ganz korrekte) Schwert der Spartiaten aus dem Kino erinnert.
Zum Griff hin findet man noch eine Daumenrampe mit einem sehr effektiven Jimping. An der Klinge selbst befindet sich noch ein Choil für den Fall, dass man für feinere Arbeiten mit der Hand nach vorne rücken will, um mehr Kontrolle über die Klinge auszuüben.
Die Beschichtung besteht aus einem PVD Tungsten DLZ Mantel, der hochgradig gegen Abnützung resistent ist. Alles ist symmetrisch geschliffen und die Klinge ist beängstigend scharf. Abgesehen davon ist sie fast spiegelpoliert und man macht die Körnung des Bandschleifers so gut wie gar nicht aus. Das Logo von Spartan Blades sowie der Stahl Typ sind mit einem Laser in die Klinge graviert.
Griff
Das Griffmaterial besteht aus Canvas Micarta und bietet eine kachelige Struktur, die einen sehr sicheren Griff garantiert.
Es ist aber nicht nur die Textur und das Material. Der gesamte Griff schmiegt sich aufgrund seiner Form regelrecht in die Hand des Nutzers. Man greift das Messer intuitiv im Fechtgriff, den Daumen fest auf der Daumenrampe und die restlichen Finger entlang des Griffes. Dabei liegt der Zeigefinger in seiner eigenen Rille, während die restlichen Finger genügend Platz am Rest des Griffes finden. Selbiger hat die perfekte Größe für meine Hände (Größe 10 in Blakläder Arbeitshandschuhen).
Die Klinge ist ein Fulltang, der Griff ist jedoch skelettiert. Drei T15 Torx Schrauben halten beidseitig die Micarta Schalen an ihrem Platz
Hier ein Bild, um euch einen Eindruck zum flachen Griff und der Verarbeitung zu geben, die 1A ist.
Am Griffende findet man noch einen U.S.A Stempel und ein Loch für einen Lanyard für Sicherungs Zwecke.
Die Scheide wird von First Spear (Ex- Eagle Ind.) produziert, die Qualität ist dementsprechend hoch. Sie sind MOLLE kompatibel (horizontal, vertikal und diagonal) und sie tragen nicht auf.
Hier sind dennoch 1-2 detaillierter Bilder.
Bitte beachtet, dass First Spear jacquard woven Multicam Gurtbänder von Murdock Webbing verwendet! Es sind also nicht Bänder, die bedruckt sind, sondern, in die das Tarnmuster gewoben wurde!
Ich habe schon über einen Vergleich historischer Muster nachgedacht und hätte zumindest für das eine oder andere eine Quelle. Ich bin in der Hinsicht aber noch nicht sicher, wie man den Vergleich anstellt, ohne in ein gewisses politisches Eck gedrängt zu werden. Und diese Gefahr besteht leider in der Tat, auch wenn man es absolut wertfrei und objektiv darstellen möchte.
Lassen wir mal die Diskussion, was man noch machen könnte - diese macht nur einen Sinn, wenn ich das Material und ein akzeptables Konzept vorweisen kann. Nach der IWA weiß ich vielleicht mehr und dann könnt ihr euch eventuell von mir überraschen lassen.
Die Übersetzung lässt noch auf sich warten, aber für diejenigen, die sich ihre Englischkenntnisse wieder einmal ins Gedächtnis rufen wollen, gibt es hier schon mal einen Bericht über das Horkos von Spartan Blades:
Ich habe schon ein paar Mal überlegt, wie ich so einen Test in der Stadt machen könnte. Ich habe bis jetzt aber noch keinen Ort gefunden, an dem ich ungestört die Bilder machen könnte und der auch repräsentativ für urbanes Gebiet wäre.
Vor allem in der Stadt wechselt das Terrain ja noch stärker als am Land. Es stellt sich dann vor allem die Frage, wo man die Prioritäten setzt. In einem Industrie Viertel, weil es in einem Konflikt ja um selbige gehen würde? Im bewohnten Gebiet, weil es immer irgendwie zum Häuserkampf kommt? In belebten Zentren, weil man von einem Terroranschlag und dementsprechend Szenarien ausgeht? Die Möglichkeiten sind endlos.
Auf der anderen Seite wäre das Ganze am repräsentativsten, wenn man es wirklich mit Personen macht. Aber das birgt auch wieder seine Probleme in sich. Vom simplen finanziellen Aspekt, weil ich nicht die Uniformteile für einen einzigen Test kaufen will (benutzen würde ich sie ja dann in weiterer Folge nicht mehr), bis hin zu bürokratischen Problemen, die auftauchen könnten, wenn plötzlich einer in Camo rumrennt und ein anderer das Ganze filmt.
Grundsätzlich halte ich A-TACS AU für nicht schlecht, aber es ist einfach zu verwaschen. Da würde ich schon wieder auf mehrere Solidcolors setzen und wie schon angedeutet wurde, mehrere Farben kombinieren. Khaki/Coyote mit Ranger Green z.b.
Der Ukraine Konflikt (so tragisch er auch ist) birgt unheimlich spannende Camo Eindrücke in sich. Da muss ich dir absolut zustimmen!
Vielleicht kommen ja bei einem Forentreffen wieder einmal genügen Camos zusammen, dass man etwas Konkretes macht. Die Aktion vor bald zwei Jahren war leider adhoc und eine improvisierte Katastrophe. Aber selbts dafür ist es ganz spannend gewesen.
Danke, aber ich glaube, dass es kein PineCamo geben wird. Ich muss das Rad nicht neu erfinden und es tummeln sich genügend ernsthafte Muster am Markt. Bin ja der Meinung, dass die "Camo Blase" bald platzen wird.
Der Schwung an neuen Mustern wurde ja unter anderem durch den US Army Camouflage Improvement Effort mitverursacht. Nachdem sich da jetzt ein Muster durchgesetzt hat, werden viele Muster wieder verschwinden. Der Privatmarkt kann ja auch nicht alles auffangen.
Badlands ist mir zu speziell für trockene Bereiche, wobei ich noch nicht viel mit der aktualisierten Farbvariation arbeiten konnte. Ich persönlich werde da eher bei Greenzone bleiben, da es wirklich bis zum ersten Schnee wunderbar tarnt. Danach reicht ein Überzug. Hängt natürlich auch ab, ob man eher im Laub-, Nadel- oder Mischwald unterwegs ist.
Mich persönlich hat aber SloCam am meisten beeindruckt. Aufmerksame Leser werden ja wissen, dass ich vor meinem Umstieg auf PenCott verzweifelt die SloCam Sachen gesucht habe. Da werde ich mir jetzt aber sicher etwas zulegen.