Beiträge von StefanR

    Zitat

    Irgendwie habe ich bei der Sache hier den Eindruck daß sie gut gemeint angefangen hat, aber irgendwie immer Leute versuchen Messer die sie sich nicht leisten können schlecht zu reden. Und dann kommen natürlich die Moras oder Opinels oder wie sie alle heißen ins Spiel, nicht zu vergessen das Glock Feldmesser, das die Schneide nicht länger hält als ein angeschärfter Pfannkuchen.


    Amen!



    Aha :rolleyes: Wir kompensieren also etwas, indem wir unser sauer verdientes Geld ausgeben und damit unnötige Messer kaufen?
    Poste bitte mal in einem Rolex-Forum, das eine Casio auch taugt.


    Ein Messer ist draußen einfach das Werkzeug Nummer eins! Da habe ich einfach keine Lust mich auf irgendeinen billigen Schmarrn einzulassen. teurer bedeutet in der Regel nämlich auch besseres Design und dadurch auch bessere Funktion. Dann kommt der in der Regel auch der bessere Stahl und die bessere Scheide dazu, die als Gesamtsystem die Basis für das Werkzeug Messer stellen.


    Ein Mora breche ich dir im Wald innerhalb von einer Minute ab. Wenn nicht die Klinge, dann den Griff. Kein Fulltang, damit kein Reinschlagen über das Ende, dünne Klinge die die Schärfe nicht hält, poplige Scheide. Taugt für mich also nicht.


    EIn Glock Feldmesser wird vom Anschauen stumpf. Taugt somit ebenfalls nicht.


    Ein gutes Messer ist einfach eine Versicherung und ein Punkt weniger um den ich mir sorgen machen muss. Das selbe gilt für Stiefel, Bekleidung und den Rucksack den man trägt.



    Danke für den Beitrag, ich hätte es nicht besser sagen können. Ein Beil mag gerechtfertigt sein, aber darum geht es hier nicht. Hast du treffend zum Ausdruck gebracht.


    ich hoffe auf Verständnis wenn ich feststelle, dass mir die Lust vergangen ist. Da kommt ein Dreimalkluger daher und unterstellt mir, zwar in der Verallgemeinerung, aber deutlich genug, dass ich hier etwas kompensiere. Das ist eine Unverschämtheit und ich verbitte mir solcherlei unqualifizierten Unterstellungen aber in der Anonymität kann ja der schrägtste Vogel leicht den Adler vortäuschen.


    Das finde ich mehr als schade. Ich habe bisher interessiert mitgelesen um vielleicht für mich selbst einen Nutzen ziehen zu können.


    Manche Leute sollten mal etwas an ihrem Umgangston feilen, insbesondere dann, wenn man sich mit jemandem auseinandersetzt, der nachweislich über genug Fachwissen verfügt um eine wirklich qualifizierte Aussage zu tätigen.



    Auch wieder ein Beitrag den ich zu 100% Unterschreibe. Danke Micha! :clap:


    Um nun noch etwas zum Thema beizutragen: Ich bin kein Jäger und damit nicht befugt im Wald Tiere zu töten, somit fallen alle damit zusammenhängende Tätigkeiten weg. Ich beschränke mich also auch den Bau von Unterständen und die Zubereitung von im Rucksack transportierter Nahrung. Für mich hat sich daher das Konzept zweier Messer bewährt, ein großes, grobes Messer für alle Arbeiten mit Holz und ein zweites kleines Messer zur Nahrungszubereitung. Dieses ist meistens relativ dünn und daher nicht für missbräuchliche Tätigkeiten geeignet. Als Hauptmesser verwende ich ein Extrema Ratio Fulcrum S. Dieses ist wie Tony schon angesprochen hat aber nicht für alles zu gebrauchen, schlägt sich in meinem Tätigkeitsbereich aber wirklich gut. Momentan bin ich in der Planungsphase für ein Custom Messer von Markus Reichart, und es wird definitiv eines mit einer Droppoint-Spitze. Diesesmal bewusst kein Tanto, da ich dieses Messer dann tatsächlich für alle anfallenden Tätigkeiten verwenden kann. Mein Outdoormesser muss einfach stabil sein. Ein Mora würde dieses Kriterium nicht erfüllen. Bei der Stahlwahl wähle ich hauptsächlich hochlegierte Stähle, da ich meistens nur 3-4 Tage im Wald unterwegs bin. Ein Nachschärfen unterwegs entfällt daher in der Regel, außerdem führe ich wie erwähnt ein zweites, kleines Messer mit. Zuhause kann dann professionell nachgeschliffen werden. Durch den guten Stahl habe ich im Normalfall genug Reserve um 4 Tage lang alle anfallenden Aufgaben zu erledigen. Mal ehrlich, niemand wird im Wald mehrere Bäume nur mit einem Messer fällen. Wenn ich einen Unterstand baue, benötige ich nur einige wenige dicke Äste und viele dünne. Insgesamt also keine übermäßige Beanspruchung. Wild aufbrechen fällt wie schon erwähnt für mich weg, die stark verschleißende Tätigkeit sorgt somit auch nicht dafür, das ich nachschärfen muss. Unabhängig davon trägt man an 100g eines Diamantschärfers auch nicht sooo0 schwer, und selbst bei Hochleistungsstählen ist so im Feld eine gute Schärfe zu erreichen. Wenn man dann noch ein Abziehleder und etwas Zeit im Gepäck hat, bleibt das Messer auch scharf, wenn man es nutzt.


    Tony's Messerkonzept finde ich wirklich gut, auch wenn mir persönlich der Hersteller ein Dorn im Auge ist. Aber das ist nun mal Geschmackssacke. Ich finde es von Tony jedenfalls wirklich toll, das er uneigennützig seine Erfahrungen in diesem Forum weitergibt. Es wäre schade, die wenigen Spezialisten die wir unter uns haben durch Provokation und falsche unsachliche Kritik aus dem Forum zu ekeln. Einige Poster in diesem Thread sollten das mal etwas reflektieren.


    In diesem Sinne: Tony, mach bitte weiter so!


    Leider musste ich ein paar Sätze aus den Zitaten entfernen, um die 10000-Zeichen nicht zu sprengen.

    Nö, es wurde aber eigentlich schon der beste Vorschlag gemacht :) Für schnell die Taco's von HSGI oder für ein M4 die Fast Mags von Nexus.


    Für den dreckigen Bereich eine normale geschlossene Magazintasche mit Fastexschnalle, von Klett halte ich in diesem Bereich nicht viel. Stratagem oder HSGI bieten sowas an, ich habs auch schon gemacht, lohnt sich aber für mich eigentlich nicht. Ich hab noch ne olivene von Stratagem übrig...

    Man könnte auch einfach die Naht auftrennen, den Gurt 3cm kürzen und mit einer Riegelnaht wieder festnähen. Den anderen dann analog am losen Ende 3cm abschneiden und wieder vernähen, damit die Gurte gleich lang bleiben.

    Doch!


    Nur musst du danach eben noch abziehen. Wenn du richtig geschliffen hast, kann man selbst mit einem 1000er Stein die Haare fliegen lassen, wenn man den Grat nach dem Schleifen schonend entfernt. Am schnellsten geht das mit einer Tormek, am präzisesten mit dem Wicked Edge oder Edge Pro. Selbst nach dem Abziehen an der Tormek-Lederscheibe gehe ich nochmal freihand mit dem Abziehleder dran.

    Prinzipiell bekommt man mit den richtigen Mitteln so ziemlich alles richtig scharf. Am wichtigsten ist hierbei die Geometrie des Messers. Ich habe zum Beispiel ein Strider ED, schön dünn und dann noch mit Hohlschliff.


    Der Spyderco Sharpmaker ist eher zum scharf halten von Messern gedacht. Wenn die damit zu erreichende Schärfe nicht ausreicht, würde ich in ein Abziehleder investieren, damit kann man noch etwas rauskitzeln.


    Was verstehst du unter scharf? Normale Gebrauchsschärfe direkt nach dem Schleifen bedeutet für mich, das es problemlos möglich sein muss Armhaare zu rasieren.


    Edit: Immer diese Zwischenposter....

    Ja, die Gen.7 machen einen deutlich besseren Eindruck, wenn sich das Klingenspiel wieder einstellt ( Ich habe es jetzt mit Nachjustieren der Achse mittels selbst gebautem Spanner und Locktite wegjustiert) schicke ich es zu SKI, dann können die ein Upgrade machen. Hoffen wir das das SMF so wie es ist erst mal eine Weile tut.

    Leider steht im Datenblatt von ELMAX nicht drin, wie er sich im Vergleich zu anderen bekannten Messerstählen verhält. Beim Datenblatt von CPM-S90V ist dies der Fall, der 1.2379 aka D2 ist auch dabei: http://www.4steel.nl/img/CPM420V.pdf


    Wenn man sich jetzt die Daten des S90V anschaut und diese mit dem 1.2379 vergleicht, gibt es keinen Grund mehr den 1.2379 zu verwenden. Der S90V leistet in allen Kategorien mehr als der 1.2379 zu leisten vermag.


    Das macht den 1.2379 nicht schlechter, nur gibt es mittlerweile einfach deutlich bessere Stähle.


    Kibo: Bei der differenziellen Härtung hast du wie du schon geschrieben hast den Vorteil des weichen Rückens, mit einem perlitisch-ferritischen Gefüge. Dort ist die Kerbschlagfestigkeit sehr hoch, das Messer biegt sich bevor es bricht, das ist der Faktor der interessant wird wenn das Messer missbraucht wird. An der Schneide ist das Gefüge trotzdem martensitisch und somit entsprechend spröde. Einem Schneidenausbruch birgt das differentielle Härten daher nicht vor. In diesem Fall wäre CPM-M4 nicht schlecht, dieser hat eine deutlich höhere Kerbschlagfestigkeit bei etwa gleicher Schnitthaltigkeit. ( Im Vergleich zu S90V) Allerdings zu Lasten der Korrosionsbeständigkeit, die bei D2 ebenfalls nicht gegeben ist. Hier das Datenblatt vom M4:


    http://www.4steel.nl/img/CPMRexM4.pdf


    Dieser Stahl hat bei höherer Härte als 1.2379 eine deutlich höhere Kerbschlagfestigkeit! Das bedeutet de Facto: Ein Messer aus CPM-M4 ist bei gleicher oder höherer Härte zäher als ein Messer aus D2. Auch an der Schneide, wo es besonders kritisch und wichtig ist bei Missbrauch ein zähes Material zu haben. Eine differentielle Härtung wäre hier garnicht erforderlich bzw. sinnvoll.


    Wenn man dann bedenkt, das das Messer nichtmal 12cm lang ist und eine Klingendicke von etwa 4-5mm Dicke aufweist, möchte ich denjenigen sehen, der das von Hand ohne irgendwelche Hilfsmittel abbricht.



    Wenn man sich jetzt nochmal anschaut, was die einzelnen Stähle leisten und was sie kosten, ist bei einem handgemachten Messer absolut gerechtfertigt einen Stahlpreis von etwa 50-60€ pro Messer in Kauf zu nehmen. Somit würde ich bei diesem Anforderungsprofil tatsächlich zum CPM-M4 raten. Für ein normal belastetes Messer wäre auch S90V eine Alternative, mit der so ziemlich alles abgedeckt ist.

    Man wird es mit der Stahlwahl nie allen recht machen. Ich hatte ein C1 aus der ersten Serie, hoch gehärtet ist der D2 kein schlechter Stahl.


    Zitat

    Endlich wieder weg vom D2. Ich verstehe dieses ganze gehype nicht. Ich habe kein Messer aus D2, aber ein wenig "WIssen" über Stahl. Deswegen werde ich mir auch keines aus D2 kaufen. 440 C ist mir da deutlich lieber.


    Warum? Was haben alle gegen den D2? Ich sags nochmal, ordentlich wärmebehandelt ist das Material nicht schlecht.


    440C ist nach heutigen Maßstäben ein verhältnismäßig niedrig legierter Stahl, der mittlerweile schlichtweg veraltet ist. N690 ist eine gute Alternative, der Preisunterschied ist minimal.


    Dennoch ist er dem 440C in allen Eigenschaften merklich überlegen. Alleine im Datenblatt kann man schon erkennen, dass mehr Karbidbildner im N690 sind, die Hauptgrundlage für Verschleißfestigkeit und somit eine lange Schnitthaltigkeit.


    Bei den heutigen Möglichkeiten ist es eigentlich ein Witz, dass im Preissegment über 100€ überhaupt noch konventionelle Stähle verarbeitet werden. Die Müller-Messer zeigen, das es geht ein 100€ Messer mit PM Stahl in guter Qualität zu bauen.


    Wenn es ein konventioneller Stahl sein soll -warum auch immer- würde ich nach wie vor zu N690 geifen. Dieser ist günstig und leicht verfügbar, für ein Alltagsmesser so ziemlich der beste konventionell erschmolzene Stahl.


    Ansonsten kann man auf dem Europäischen Markt auch auf Böhler Elmax oder M390 zurückgreifen. Das Argument der schweren Nachschärfbarkeit ist für mich kein Thema. Wenn ich ein Messer nicht schärfen kann, schicke ich es zu einem Messermacher, wenn ich es kann ist auch ein hochlegierter PM-Stahl mit den richtigen Mitteln sehr schnell auf eine gute Schärfe zu bekommen. Diese überragt unter Umständen durch das feinere Gefüge einen konventionellen Stahl meilenweit.


    Ich bin die Stahlfrage mittlerweile leid. 90% der Nutzer merken eh nicht, was sie da benutzen, die anderen 10% wissen warum sie Messer mit Hochleistungsstählen kaufen.


    Und: Wenn die Wärmebehandlung schlecht ist, nützt der beste Stahl nichts.

    Gute Entscheidung! Meiner Meinung nach steht ZT den meisten Semi-Custom Messern mit Framelock in nichts nach. Ich würde sogar sagen, mein ZT ist besser gemacht als mein Strider, auch wenn dieses die Ausgeburt von Robustheit ist. Mein Strider hat Klingenspiel entwickelt, dieses ohne Spanner-Tool wegzujustieren ist nicht möglich. Beim ZT bewegt sich nach wie vor garnix...

    Ich hol das Thema mal wieder hoch.


    In der näheren Auswahl sind mittlerweile das GW und das Cultellus. Jetzt gilt es nur noch, eines zu finden.

    Nee im Ernst, die TAD gear Sachen sind schon :sensation: und Ihr Geld wert.


    Der RangerHoodie :meinding: schlägt imho auch so ziemlich jede andere Fleecejacke in der Preisliga...



    :guckstdu: http://www.TACWRK.com


    Ja, vom TACWRK kam am Freitag der der Fast Pack EDC von TAD bei mir an.


    Ansonsten noch die neuen Schneidwaren der letzten Wochen, das ZT hab ich hier glaub schonmal gezeigt.


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    Bootsmann: Von Herzen alles Gute euch zwei!