Beiträge von creamneuron

    Mit freundlicher Genehmigung und Inspiration von Martin, (und einigen Anregungen von anderen Foren-Usern zum Thema Leder Färben) hier meine erste Lederscheide mit Kydex Inlay.


    Fürs Innenteil hab ich dunkelbraunes Kydex benutzt, und zwar das dünnere. Das ist mein allererstes Kydex-Sheath, und dafür ist das ganz gut geworden. Das messer sitzt Bombenfest drinn und rastet richtig schön ein.
    Die obere Schraube im Leder sorgt dafür. Je fester ich die ziehe, desto fester rastet das Messer ein. Das war so garnicht geplant, aber da nicht geklebt war, musste da oben irgendwas passieren, weil ich nciht mit den Ösen so hoch konnte. =)


    Ich hab mich optisch seeeehr an den Technical Sheaths von Martinsheaths orientiert, die gefallen mir einfach unglaublich gut.Qualitativ dürfte das kein vergleich sein, hier ist einiges schiefgelaufen.


    Z.B. die Schraube, die das Kydex im Leder hält, die wird, wenn man eine Lasche an unterster Position anbringt, halb verdeckt, hab ich erst hinterher bemerkt...


    ich hab das Leder nicht verklebt, es wird nur durch die Nieten udn Schrauben gehalten.


    Gefärbt ist das Leder mit Schuhcreme. Die Schlaufen in schwarz, der Rest in Dunkelbraun. (komischerweise gibt dunkelbraune Schuhcreme ein helleres braun als die hellbraune Schuhcreme. ?( )


    Die Schuhcreme wurde mit dem Heisluftföhn erwärmt und dann eingebürstet,danach kam auf die Schlaufen pures Bienenwachs, flüssig/heiss, eingeföhnt, eingebürstet und dann abgebürstet. Die Scheide selber wurde mehrfach mit Bienenwachs-Jojobaöl-gemisch eingebürstet und dann erhitzt, so dass es sich schön eingesaugt hat.


    Eigentlich hätte ich gerne bisschen mehr orange gewollt, aber man kann ja nicht alles haben. =)


    Die Gürtelschlaufe ist auch hier mit einem Kydex-Adapter angebracht und lässt sich auf 2 höhen verstellen.


    Die obere Schlaufe ist irgendwie ein bisschen zu hoch gerutscht, abe rich konnte nicht wirklich noch tiefer mit den Ösen anfangen. So musste ich die obere Schlaufe um den Wulst,(Messergriff) nassformen und das Kydex auch in passende Form bringen.


    Die Ösen MessingFARBEN - kein echtes Messing glaub ich) haben komischerweise im nassen Leder "ausgeblutet", bei einigen hat es sich um die öse herum schwarz verfärbt. Sieht man jetzt nicht mehr so dolle, aber auf den Fotos kann man das schon erkennen.


    Also, dafür dass es der erste Versuch war, bin ich ganz glücklich damit. ist zwar alles ein bisschen krumm und schief (einiges davon werd wohl auch nur ich sehen), die Farbe ist an manchen Stellen streifig geworden, aber insgesamt kann ich das so lassen. :D


    Werd wohl noch ein anderes Tragesystem bauen, ganz aus Leder, einfach zwischen den beiden Schlaufen, dann sitzt das Messer aber für meinen Geschmack einen Tick zu hoch.


    So, und jetzt wirds spazieren geführt. 8)


    (Nur um Verwirrung vorzubeugen: Ich hab von Martin das Ok bekommen, es ist also keine dreiste Kopie. Naja, eine Kopie ist es immer noch irgendwo....Es ist eben die Aldi-Version.=)


    Es war für mich auf jedenfall sehr hilfreich mit Vorlagen arbeiten zu können. Ich hatte verschiedene, bei denen ich hier das eine und dort das andere übernommen habe.
    Bei der nächsten werd ich dann ein bisschen mehr versuchen einen individuellen Touch reinzubringen.


    Bilder:


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    ***LOL!
    Die Gürtelschlaufe ist in hoher Position - mein Favorit - genau 1mm zu schmal um meinen Gürtel durch zu kriegen. =D
    Das ist so typisch.....

    Da sind ja echt ein paar interessante Sachen dabei. Vor allem das mit Bullrichsalz und Natron muss ich mal versuchen.


    Roman, du hast Terpentinersatz in der Mischung? Zu welchem Zweck? Zieht es dann besser ins Leder oder ist das eher um die Mischung besser zu mischen? Die Mischung ist dann warm?
    Oder trägst du die kalt auf? Weil meine Mischung aus Bienenwachs und Jojobaöl (1:5) bleibt auch kalt dann sehr "flüssig", also wie sehr "weiche" Creme. Aber es wird dann aufgetragen auch nie so, wie pures heisses Wachs, sondern macht das Leder eher geschmeidig.


    Ich werd das alles mal ausprobieren, auch wenn ich da Stück für Stück von meiner guten Lederhaut für Versuche raushaue. ;(


    Wenn ihr Bilder habt, wäre schön wenn man das mal zu den einzelnen Tips sehen könnte


    Ich hab da nochmal eine andere Frage, passt bedingt hier rein.Wenn ich grössere Stücken leder in Wasser einlege, dann hab ich immer wieder mal Stellen, die sich anscheinend nicht ganz so vollsaugen wie der Rest, man sieht das dann daran, dass es an den Stellen nicht so dunkel wird. Das sind dann auch Stellen, die die Farbe meist nicht so gut aufnehmen und man erhält beim Färben helle Flecken. Das nasse Leder ist in den Bereichen auch eher steifer aber ich meine auch schon beim trockenen Leder gewühlsmässig solche Stellen zu entdecken. Woran liegt sowas? Ist das einfach eine schwankende Qualität des Leders? Das war nämlich keine 2. Wahl oder so. Evtl. Fettige Oberfläche?
    Entfettet ihr euer Leder vorm Färben oder vorm Einweichen immer?

    Ich wollte nächste Woche nochmal zu dem Ledergrosshandel gehen, die produzieren auch wenn ich nicht irre.


    Wegen dem Bullrichsalz wollte ich auch grad frage, wenn es dem Leder das Fett entzieht, wird das Leder dadurch irgendwie in Mitleidenschaft gezogen?


    Ich hab jetzt für meine aktuelle Bastelei Schuhcreme genommen, erwärmt und flüssig auf das warme Leder gepinselt und dann ordentlich eingebürstet. Ist ganz schick geworden, Wenn ich fertig bin gibts Bilder. =)

    Schuhcreme hab ich vorhin gekauft.=D
    Alle möglichen Kombinationen ausprobiert (bin noch dabei) mit Fett, Wachs, vorher oder nacher oder beides gemischt.
    Die Creme selber einfach warm zu machen hatte ich noch nicht. Ich finde die zieht nicht so schön tief ein, merkt man wenn man ein Stück leder damit eincremt und es dann biegt, dann gibt es so ganz feine helle "Risse". Mit warmer Schuhcreme könnte das die Lösung dafür sein.


    Bullrichsalz klingt auch interessant. Hab leider keins da, also wird das erst morgen was. In welche Richtung geht denn das braun?
    Und weiss du genauer wie das zustande kommt? was passiert da chemisch? Das Salz ist doch eigentlich weiss/farblosoder?

    Neenee, die Kosten sind nicht das Problem.
    Eher meine Ungeduld, wenn ich mal was mache und dann das Projekt auf Pause legen muss, weil ich 2-3 Tage auf eine Bestellung warten muss, sowas macht mich wahnsinnig. =)


    Das und dass ich gerne bei solchen Projekten mit den Sachen arbeite, die ich auch zur Hand habe - also nicht extra etwas dafür kaufen. Kreative Resteverwertung sozusagen.Wenn ich schon mit nem rostigen Sägeblatt vom Nachbarn anfange, dann möchte ich da den gesamten Prozess auf einer Linie behalten, also alles irgendwo improvisieren.


    Aber wenn ich schon Farbe hier hätte, würde ich die auch benutzen.
    Jetzt grad find ich es aber auch ganz interessant mal zu experimentieren, was man so alles verwenden kann.
    Hab grad Kaffee und Tee Färbung stehen, das muss aber anscheinend gut lange drinn bleiben.


    Curry fiel mir noch ein oder Cumin, das färbt ja auch extrem und gibt vielleicht einen schönen Ton.
    Und es riecht hinterher lecker. ;)


    Die ungefärbte Scheide sieht auch toll aus. Da hast du recht, ein bisschen fetten und dann die Zeit wirken lassen macht auch eine schöne Farbe. Würde sich auch anbieten, weil ich für die Scheide, die ich grade am machen bin eine helle Farbe möchte.

    Ja photoshoppen (das Wort gibts) ist eine idee, das könnte ich mal machen.


    Das mit der Tür im Hintergrund war ein glücklicher Zufall. Sonne war schon weg, was ärgerlich war, denn ich fotografiere am liebsten mit Sonnenlicht, also musste ich auf dem Speicher eine freie Stelle finden. Da lehnte diese alte Tür, die auf den Müll soll und die sieht wirklich ratzig aus.Aber als Hintergrund hat sie sich dann doch noch ganz gut gemacht. =)


    Wobei ich aber dazu sagen muss, solche Sachen, grad abblätternde Farbe und so, kommen erst dann richtig gut zur Geltung, wenn man die Fotos hinterher nochmal bearbeitet.leichtes tonemapping kommt auf meine Fotos eigentlich immer rauf, dadurch wirken sie dann ein bisschen plastischer, kontrastreicher und manchmal leicht "körnig".


    Unterstreicht hier aber ganz gut die Stimmung.

    Ohja, Schwarztee koennte schick werden. Ich such vornehmlich dunkle bräunliche Orangetöne.
    Werd ich nachher gleich mal versuchen. Hoffentlich haben wir neben den hundert verschiedenen bio-Roibuschtees auch einen stinknormalen Schwarztee. (Frauen.... =D

    Danke danke. =D


    Zum Thema Endzeitoptik - Ich überlege schon eine Weile, ob ich an dem Messer an der Spitze auf dem Rücken so Monster-Serrations wie beim Busse Flying Tiger ranfeile. aber ich hab ein bisschen angst, es damit wie schon öfter zu versauen (weil ich nicht aufhören kann und fertige Dinge "überfertig" mache =)

    Aus Mangel an richtiger lederfarbe hab ich vorhin mal einiges ausprobiert.


    Tusche (nicht so doll), Künstleraquarellfarben (schon besser, aber imemr noch meeeeh), Ölfarben (mit Verdünner gemischt, auch nicht so der Hit und ich weiss nicht ob das dem Leder so gut tut) und noch so einiges andere, alles eher mager im ergebniss.


    Und dann kam mir die Idee. ich hab verzweifelt überlegt, welche Farben Fett/Wachs-mischbar sind, damit man sie mit warmen Wax/Fett mischen kann, da das sehr gut ins Leder dringt......Wachs....Farben....Wachsmalstifte!
    Gleich die ollen Wachsmalstifte der Kinder geklaut und ausprobiert.


    Ich hab das Leder mit dem Heisluftföhn angewärmt und dann den Wachsmalstift über das Leder - in die Föhnluft gehalten, bis es aufs Leder getropft ist. Durch die Wärme und den Luftstrom hat sich das flüssige Wachs sehr gleichmässig auf dem Leder verteilt und ist gut eingezogen.


    Ich muss sagen, aussehen tut das super. jetzt muss ich es nur noch schaffen grössere Flächen damit gleichmässig zu färben. Vielleicht den Stift schmelzen und dann aufpinseln. Wobei man da mit dem Föhn Leder und Wachs immer gut warm halten muss, sonst kühlt es ab noch bevor es eindringt.


    Hinterher ein bisscheneinfetten und das sieht echt gut aus.


    Hat das jemand schonmal ausprobiert und langzeiterfahrung bez. späteren ausblassen, verändern der Farbe, abfärben bei wärme, feuchtigkeit, etc....?


    Oder noch andere Ideen, was man ausser dafür vorgesehenen Farben zum Lederfärben nehmen kann?

    I think mcnabs comment on that was only an unfortunate choice of words. it's easy to forget, when you compare two things against each other, that with the one thing you lift up there is the other thing that automaticly is lowered down.


    you dont close the kydex. that is interesting. and it seems, that it is not necessary to press as hard, as it would needed to make a pure kydex sheath, because the contours of the knife are not supposed to show on the outside anyway. that is very convenient for me, because i dont have a good press, or lack of good foam for a press. =)
    that was my only point why i not start with a kydex-experiment. so with this knowledge, there is nothing in the way anymore. *look on the watch....22.28...hm, quite some time left of the day.....* :D


    I am sure i have some more questions, i will come to that later for sure.


    Anyone has suggestions what "household-colors" i could use for coloring the leather?
    I would like to go with a dark-reddish brown or "orange" and dont have the original leather-dye on hand.

    Thanks Martin.


    As i said in the first post, this was some leather-waste from a big leather manufacture. Not the best sorts of leather, but i was able to get a big box of my choosings for free. I have a hide of halftanned leather, app. 3mm thick lying here, but i took the not-so-good leather because i was not sure how the result would look like.
    I will probably redo the sheath with the halftanned leather, but i have to get some dye first.


    I am a bit unsure how to go with a kydex-liner in a tactical leathersheath, the edges on your sheaths (where the eyelets sit) look like you use very thick kydex? Or do you build in a middle layer from leather only where the kydex touches? (in german its "Keder", a third leather layer where you do the sewing, so the blade does not cut the thread).


    I have some experience with leatherwork, but unfortunatly no experience with kydex. It is a nice material, but with my first tests with kydex, the kydex was very stubborn. i think the trick is, to go in ONE shot without doing corrections afterwards, because if i heat partially to correct some corners, the good parts tend to get affected too.


    I have enough kydex left over for a small sheath, i think i will do it for my blade systems knife.


    I hope i will find some time for this soon. =)



    P.s.
    I think you should interprete mcnabs comment not as critic to your sheaths, but as a friendly exagerated compliment to my sheath. ;)


    P.p.s.
    Here is what i mean:
    http://4.bp.blogspot.com/_zS2G…+tech+sheath+black+01.jpg



    The orange Kydex Inlay does not look as the form of the blade went through the kydex. is the blade loosly in the kydex, only fixed by retention of the upper part? or is there a third inner layer of kydex or leather at the left + down edge?
    ...if that question falls under business-secret, please ignore. ;)

    Zahncreme kannte ich ja, soll ja auch für Glass bei minimalen Kratzern gehen (Uhren, Photoapparat-Linsen, etc) aber auf Ceranfeldreiniger bin ich noch nicht gekommen. Genial, muss ich gleich mal versuchen.


    Ich hab einen alten, ausgedienten japanischen Wasserstein, weiss die Körnung nicht mehr, aber die feine Seite macht Spiegel. Kleine Stücke davon abgebrochen und im Steinmörser zerpulvert gibt auch eine super Schleifpaste - mit Wasser angemischt auf einen Lederriemen.

    Thanks all!


    Martin, i had very much inspiration from your work, i hope it is not too blatant. ;)
    I dont know any finer looking sheaths than your technical sheats, and it is on the list of things i must have. One day...


    By the way, what is your view on sheaths, that look (very) similar to your technical sheaths?
    Because my next plan was a smaller one for another knife of me and i like the modular/technical design so much.
    Besides of that it will not be nearly in the overall quality than your sheaths i would like to orient on the look (for example the partial angular edges). This would be for private use only - if that makes any matter.


    Micha, ja, der Mund oben ist wirklich ein wenig dünn. Hatte erst an einem kleinen Stück Leder getestet, wie hart das wird, aber das wurde härter, als es dann am ganzen Stück wurde. Ich denke, dadurch, dass ich eine grössere Fläche habe, wirken stärkere Kräfte aus der Umgebung, und als Ergebniss wirkt das ganze nicht mehr so steif wie bei einem kleinen Stück Leder. Das hab ich leider erst bemerkt, als es schon genäht war, sonst hätte ich vielleicht im oberen Bereich eine doppelte Schicht Leder gemacht.


    Aber die Niete (Öse) oben, die Nietet da ja nicht beide Seiten zusammen, weiss nicht ob du das richtig erkannt hast. Vorder- und Hinterseite haben jeweils eine eigene Niete, und ich ziehe das Band dann durch beide Nieten. Erst ca. 1 cm unterhalb der Niete, äh Öse sind dann die Vorder- und Rückseite verbunden, dort beginnt gleich der Keder. Ich glaube nicht, dass dort irgendwo Gefahr besteht einzuschneiden, es ist ja auch so, dass so ein großes Messer ganz anders gezogen und eingesteckt wird, als ein "kleines". Das hier ist ja richtig ein Akt, Allein die "Sogkraft", bei so großer Fläche ist ja ziemlich stark, dass das Ziehen wirklich nicht mal so nebenbei gemacht werden kann. Darum braucht es da eigentlich auch keine Sicherung glaube ich.


    Hab schon überlegt, ob ich die Scheide mal kopfüber, nur mit dem oberen teil, in sehr heisses, flüssiges Bienenwachs tunke.
    Wenn man die richtige temepratur trifft, so kurz vor Frittieren, dann verstärkt dass das Leder nochmal ungemein -dabei schrumpft es auch noch mal ordentlich, wodurch auch nochmal Spannung entstehen würde, wenn es nur partiell passiert. Hab aber ein bisschen angst, dass ich das Wachs zu heiss mache, denn dann hat man hinterher Pommes und man kann das Leder zwischen den Fingern zerbröseln. :whistling:


    Kydex innen wäre ideal gewesen, aber ich hatte leider nicht mehr genug. Will mir aber demnächst eine kleinere für mein BS basteln, da hab ich dann auch genug Kydex für ein Innenteil.


    Vielleicht hätte ich aber auch kein JOJOBAÖL nehmen sollen, in der Kosmetik ist das besonders pflegend und macht die Haut weich, da hatte ich vorher nicht wirklich drüber nachgedacht. =)
    Wir haben hier halt alles mögliche rumstehen, von Palmfett bis Kakaobutter, also was das Fetten angeht, da hab ich wirklich keinen Mangel an Auswahl. :D

    Ich bin auch richtig glücklich mit dem Ergebniss. Ärgere mich fast ein bisschen - ich hatte neulich eine halbe Haut gutes Leder gekauft, da ich aber schon länger nichts mehr mit Leder gemacht hatte, hab ich erstmal den Karton mit den Reststücken genommen, weil ich, weil ich ein Missglücken einkalkuliert hatte.
    Naja, kommt wieder ein bisschen freie Zeit, werd ich da sicher noch den rest des Sägeblattes verwerten, und das braucht ja dann auch wieder was zum Einpacken. =)

    Hab die letzten freien Tage dafür genutzt, für meine selbstgebastelte "Machete" eine Lederscheide bauen.
    Das Leder war nicht grad das Beste, stammt großzügigerweise aus der Restekiste eines Leder-Großhandels in der Region. (Was die da täglich wegschmeissen ;( )


    Das Leder ist etwas dünner als optimal, so 1-1,5mm und auch von der Art nicht grad das beste Leder für sowas. Liess sich zwar nassformen, aber wurde leidernicht ganz so fest wie ich das gewünscht hatte.


    Keder und Schlaufen sind aus dem leder eines 25 jahre alten Schulranzens.
    hab das ganze mit warmen Wasser geformt und mit Heisluftföhn die Trocknung beschleunigt, da ich grad neulich gelesen habe, dass das Leder dadurch steifer wird.Hab bisher nur die Erfahrung gemacht, dass feuchtes Leder, welches in der knallen Sonne trocknet sehr gut aushärtet, die Föhnmethode scheint mir nicht ganz da ran zu reichen.


    Erst geklebt, dann genäht.Unten, wo die drei Ösen sitzen, ist die Verklebung wieder aufgegangen, da ich dort wiebekloppt mit nem Rundeisen und Hammer das Leder dort platt zu schlagen, wo die Ösen rein sollten, weil meine Ösen einen Tick zu kurz waren.=)


    Hinterher hab ich alle Teile in einem Gemisch aus heissem Bienenwachs und Jojobaöl (1:5 in etwa) großzügig eingepinselt (Fast schon getränkt =), eingebürstet bisschen geföhnt und dann in der Sonne trocknen/einziehen lassen.


    Die Gürtelschlaufe (doppeltes Leder) ist mit 2 Schrauben an der obersten Schlaufe befestigt, hatte vor, da noch andere Tragesysteme zu überlegen, dafür bieten sich ja alle drei Schlaufen an. Evtl noch eine Tasche für nen Stein an eine der unteren Schlaufen, oder oder, mal schaun...


    Das Messer sitzt da drinn bombenfest, eine Arretierung wäre also nicht nötig gewesen, aber ich hab oben 2 Ösenangebracht, so dass ich das umwickelte Lederband bei eingestecktem Messer einfach durch die Ösen ziehen kann, "verknoten" und gesichert. Wobei ich wirklich nicht glaube, dass das Messer da irgendwie rausfallen kann. =)


    Achja, die gesamte Scheide ist ohne Schlaufe ca. 41cm lang.


    Bilder:


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    Vielen Dank Roman.
    Das klingt ja gar nicht so kompliziert, das müsste ich schaffen.
    Wobei ich zum Thema "Vorglühen" sagen muss, dass ich das jetzt nicht so dramatisch finde, den Stahl ohne ihn vorher weich zu machen zu bearbeiten. Zumindest nicht bei diesem.Sicher ist es etwas langwieriger, aber es hält sich noch in Grenzen.Aber ich werd es das nächste mal so versuchen. Hab ja noch ein bisschen was von dem Blatt und wollte daraus noch ein etwas kleineres Messer basteln.

    Gneisenau - ich möchte hier ja grade nicht einfach nur unkritisches "oooh" und "schööön", ich hör auch sehr gerne Kritik. Und bei einem Punkt geb ich dir Recht, bzw, da seh ich es genauso. Die eckige Kerbe zwischen Griff und Klinge. Da werd ich nochmal rangehen denke ich.
    Den Griff find ich aber so ganz geil mit den Zähnnen, weil er mich an einen Tierfuss, oder Drachenrücken erinnert. Und, die beiden Spitzen sind auch noch halb rostig, wie es eben im "originalzustand" war.


    Btw. sind die Spitzen so eines Blattes nochmal um EINIGES härter als der restliche Teil, aber wem sag ich das. =)
    Die Stelle an der SPitze (hab die Spitze genau in so einen Zahn gesetzt) ist demnach momentan extrem hart - der rest nicht soooo.
    denn.... zur Frage von Buchsenklopper:


    Ich hab es garnicht gehärtet. Ich hab sehr vorsichtig, langsam gedremelt und gefeilt, fürchte aber, man sollte es ruhig trotzdem nochmal härten. Es schneidet zwar gut und hackt, und da verformt sich auch nichts...=)
    aber ich denke, da wird sicher ein bisschen gelitten haben beim ausschneiden?
    *D.h. ich habs auch vorm bearbeiten nicht weichgeglüht, dementsprechend war das feilen der Klinge sehr qualvoll. ^^


    Ich muss mal schaun, ob ich irgendwo ein Tutorial finde, wie man selber auf McGyver-Art härten kann. An einen Magneten hängen, erhitzen und in ein Öllbad fallen lassen, irgendsowas hab ich mal gelesen?


    Hab jetzt den Gummigriff, der mir irgendwie nicht gefiel, umwickelt. Ich mag das Feeling nicht, und er war zu flach. Hab jetzt einfach ganz simpel Paracord drumm gewickelt, hinten am Griff dreifach, eigentlich nur, weil ich meinen Rest Paracord nicht zerschneiden wollte, und der Griff ja eh nur provisorisch ist.


    Der dicke Knauf am Ende macht sich aber sogar recht gut, das Teil liegt insgesamt so ziemlich gut in der Hand.



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