Beiträge von Mephistopheles

    Genau das meinte ich. Dass es das auch für den Hausgebrauch gibt, war mir neu, danke für den Link.


    99$ für das Set sind allerdings auch ne Hausnummer, für eine 10€ Nalgene wär mir das als ungeübter Pfuscher zu heikel, auch wenn die enthaltene Transferfolie mit gut 240x60cm recht großzügig bemessen scheint, was für mehrere Versuche reichen sollte :rolleyes:

    Macht hierzulande eigentlich irgendwer diese Tauchfolienbeschichtungen, wie man sie aus Usaland kennt, meistens an Waffenanbauteilen oder Schutzblechen für Fahrzeuge um sie mit Realtree oder anderen Mustern zu überziehen? Diese Art der Beschichtung soll ja recht stoß-und kratzfest sein...

    @ Kommandeur
    Nein, da war ich noch nicht. Überhaupt ist es mir aus irgendeinem Grund bislang nicht vergönnt gewesen, je einen Fuß in die "Fünf Neuen Länder" zu setzen :D
    Aber mein Standort ist auch nicht gerade der Nabel der Welt - manch einer Spricht da von "Blutgruppe i"


    Nach einigem Überlegen ist mir mal aufgefallen, dass wenn wir schon die englischen Begriffe verwenden - schlicht weil sie bereits etabliert sind, für meinen letzten Beitrag das Wort "Awareness" angemessener sein könnte...also nicht nur vorbereiten, sondern sich auch seiner Situation/Umgebung/Fähigkeiten bewusst gewahr sein. Das kann man sich im Unterschied zur Ausrüstung bloß leider nicht kaufen.

    Hehe, im August hab ich mal die 25 Kilo Streusalz aus meinem Kofferraum geholt, aber die Fiskars-Lawinenschaufel bleibt drin, sicher ist sicher ^^


    Ich würde einen zugriffsbeschränkten Unterbereich für solche Zivilschutz-Alltagsweltuntergangüberlebenskampf-Zombieriot-Spinnereien auch begrüßen. Bei dem ein- oder anderen Tip spielen eventuell auch dienstliche Erfahrungen einiger Mitglieder eine Rolle, und die müssen ja nun nicht für jeden Homo Googelensis offenliegen...

    Nach 3 Wochen Pfalzkasino und Systemgastronomie endlich mal wieder was selbstgekochtes :)


    Und Post von DHL, dass meine lang ersehnte Lieferung von Miles Stair mit u.a. einem Stainless Embassy Elite Pen seit dem 7. September beim Zoll liegt. Losgeschickt wurde es am 6. August. Vier Wochen Lieferzeit trotz Priority-Versand finde ich zwar ein wenig zu viel, aber soll ja vorkommenm, wie man hier immer wieder liest ;) Die Restliche Abwicklung über den Shop war jedenfalls absolut problemlos und zügig.


    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das Paket auch in Ordnung ist. Und dass bald Montag ist!

    Wie gesagt, der Unterricht war heute Morgen und explizit auf AFG bezogen. Wenn nun im Camp Marmal wieder was anderes befohlen ist, mag vielleicht damit zusammenhängen, dass dort gegen die besagte Fliege entsprechende Vorkehrungen getroffen wurden wie z.B. den Boden zu verdichten und "Hürden" zu errichten, über die sie nicht oder kaum noch drüber kommt.
    Angeblich wurde der Vektorenschutz der Uniform auch noch mal verbessert. Oder der Kommandeur ist einfach nur 37/10 - Fetischist ohne Sinn fürs Praktische, aber mit Faible für Einheitlichkeit ;) Das hat aber noch keiner geschafft ^^ Als neuestes Gerücht ist sogar das tragen des Shemagh untersagt, aber das halte ich nun wirklich bloß für ein Gerücht. Ausgegeben wird er bei der Einkleidung jedenfalls noch.


    Aber die ursprüngliche Frage war ja auch bloß, warum man die "lange Trageweise" der Hose nun so häufig sieht. Der Mückenschutz ist zumindest ein sinnvoller Grund, wenn auch nicht der Einzige.

    Heute Vormittag habe ich noch einen Unterricht bei einer BW-Stabsärztin über mich ergehen lassen dürfen. Thema: Gesundheitliche Prophylaxe im Einsatzland. Das Abschlussbild ihres Powerpoint-Vortrages zeigte Hose lang über den Stiefeln mit Hosengummi (wie bisher auch nach innen umgeschlagen) abgedichtet.


    Der Grund für diese Empfehlung ist der verbesserte Schutz vor einer Leishmaniose-Infektion, deren Erreger in AFG hauptsächlich von der dort vorkommenden, niedrig fliegenden Sandfliege übertragen wird und bei Stich sehr unschöne Beulen/Pusteln mit Narbenbildung hinterlässt. Die "klassische" Bw-Mode, die umgeschlagene Hose oberhalb des Stiefelschaftes aufliegen zu lassen, würde einen möglichen Angriffspunkt darstellen. Hierzulande ist das allerdings noch die normale Trageweise. Manch einer hat es sich aber mittlerweile anders angewöhnt.


    Außerdem tragen immer mehr (so kommt's mir zumindest vor) Soldaten selbstbeschaffte Bergstiefel (egal ob Infanterie oder Sesselpupser), deren Schaft ohnehin niedriger ist, was zu einer ähnlichen Optik führt.


    Grüße,
    Daniel

    Wow, ich hab Fans :thumbup: ;) - Hatte eigentlich nicht vor, meine wirren Gedanken jemals in gebundener Ausgabe zu veröffentlichen, ist doch peinlich...Wichtiger war mir, dass sich jeder mal überlegt, ob er denn auch all das wirklich schon kann, was er sich durch anschauen von TV-Survivalserien oder entsprechender Lektüre vermeintlich angeeignet hat. Wer (außer vielen von uns natürlich) geht denn schon danach in den Garten/Seniorenresidenz/Wald/Problembezirk und probiert diese ganzen tollen Tricks und Gimmicks mit dem Zweck der Aneignung von Handlungssicherheit aus? Ohrenbetäubende Stille.


    Mal ein trauriges Beispiel aus dem Berufsleben:


    Die für unsereins modisch maßgebende ZDv 37/10 sieht vor, dass jeder Kamerad sein Taschenmesser in der dafür vorgesehenen Innentasche der Feldhose trägt (ich dichte da gern ein "mindestens" hinzu ;) ). Gut soweit. Da gäbe es dann das alte "Bw-Stumpf" Slipjoint oder das neue Victorinox Einhandmesser. Vorausgesetzt, es hat wirklich mal jemand dabei (weil ist ja ein böses Messer und mit Waffen wollen wir ja nix zu tun haben, mimimi ;( :( Was wird damit gemacht? Munkiste klemmt? Klinge! Schraube lose? Klinge! Lackdose oder Kaffeepackung zu? Klinge! Nagel-/Hornhaut wuchert? Klinge!
    Keiner den ich danach gefragt habe, wäre auf Anhieb in der Lage, eine Konservendose mit seinem gut ausgestatteten Taschenmesser zu öffnen. Womit denn auch? Ist ja nur ne Klinge dran. Ach ja, ein Schraubenzieher wär mal nicht schlecht ab und zu (überspitzt ausgedrückt).
    Dosenöffnen wird ja auch nicht ausgebildet, außer im Rahmen des "Bergfestes" und dann heißt das Mittel der Wahl nicht Messer, sondern Asti oder Wodka-Bull. Und EPA hat ne Aufreißlasche :thumbup: Wozu sich also mit seiner Ausrüstung beschäftigen, man wird ja eh immer bekocht oder hat ne Fastfood-Filiale vorm Tor.


    Gute Überleitung zum nächsten Abschnitt eigentlich :D


    @ UglyKid, du willst im Ernstfall in die Heimat aufs Land flüchten, weil du dich dort besser versorgen kannst, wenn ich das richtig verstanden habe. Klar, kann man machen, wenn es die Lage zulässt und keine Hindernisse wie Falloutverseuchte Gebiete, Frontlinien, Checkpoints, zerstörte oder gesperrte Brücken/Straßen oder einfach nur eine Ausgangssperre einen aufhalten.
    Kommt halt ganz auf das gewünschte Szenario an ;) Ich persönlich wohne auch lieber in der Nähe einer Stadt als mittendrin. So bin ich aufgewachsen, so fühle ich mich wohl, und sicher wäre ich lieber dort als in der Migration. Zum Einkaufen ging es dann aber doch meist in die Stadt. Bei mir in der Heimat gibt es auf dem Land z.B. immer weniger Metzgereien, Bäckereien oder überhaupt Landwirte, die irgendwas brauchbares neben Raps und Futtermais anpflanzen. Oder Ärzte. Oder eine Postfiliale. OK, Weingüter gibt es zuhauf, damit kann ich mir die Katastrophe dann wenigstens schönsaufen. Die Dörfer in vielen Ländern wandeln sich heutzutage immer mehr zu Wohn- und Schlafsiedlungen, weil der Arbeitsplatz und die Einkaufsmöglichkeiten eben in der Stadt sind. Fragt mal ältere Mitmenschen ohne Auto, die haben da eine ganz andere Perspektive darauf.


    Ich habe trotz Jugend auf dem Land jedenfalls noch nie eine Kuh oder Ziege gemolken, ein Schwein geschlachtet oder wenigstens mal daneben gestanden. Oder eigenes Brot gebacken. Brombeeren und Kirschen pflücken, das ham wir gemacht früher, jo. Vorräte gehen irgendwann zur Neige. Der Viehbestand des einzigen Bauern im 1200 Einwohner-Dorf auch. Entweder alles geschlachtet oder verhungert, weil kein Futter mehr ankommt. Und dann? Wieder Brombeeren und Kirschen pflücken? Schade, grad ist die Saison vorbei. Die meisten Vorräte lagern nun mal in Städten oder Logistikzentren an Autobahnkreuzen, also muss ich dort früher oder später zum einkaufen oder plündern hin. Wenn man den Nachrichten glaubt, werden größere Siedlungen auch meist zuerst von Hilfskräften angesteuert oder überhaupt erreicht. Also ein Pluspunkt für die Stadt. Den Nachteil, dass dort mehr Menschen austicken können als auf dem Land, hast du ja bereits erwähnt, UglyKid.


    An dieser Stelle komme ich zurück zu den Dingen, um die man sich oft keine Gedanken macht. Gegenwärtig bin ich zum Beispiel auf einem Lehrgang. Das bedeutet für mich und alle anderen Lehrgangsteilnehmer, dass wir aus unserem normalen Dienstalltag heraus für einen bestimmten Zeitraum an einen fremden Standort kommandiert wurden. Für mich nicht ganz so fremd, weil ich hier schon mal war und längere Zeit in der Nähe stationiert war, aber das ist zunächt mal zweitrangig.

    Ich finde es einfach seltsam, wie man sich ein, zwei oder mehr Wochen an einem Standort befinden kann, ohne zu wissen wo man eigentlich ist, beziehungsweise, wie einen das nicht interessieren kann. Wohlgemerkt: Freizeit haben wir genug und an Mitfahrgelegenheiten sowie Internet zur Informationsbeschaffung würde es nicht mangeln. Was macht der stumpfe Lehrgangsteilnehmer aber? Bezieht sein Bier aus dem ansässigen Mannschaftsheim und macht ne Grillpary hinterm Kompanieblock. Nach drei Wochen dann Rückreise - schön nach Navi, damit man die Autobahnauffahrt auch wiederfindet, und tschüss. Daheim dann nur "Ach war das öde da, in dem Kaff geht ja gar nix, total tote Hose, endlich weg da, endlich wieder normale Leute."


    Klingt erst mal ein wenig militärisch, lässt sich durch das austauschen der Begriffe "zum Lehrgang kommandiert" und "Mannschaftsheim" durch "all inclusive gebucht" und "Poolbar" aber auch aufs Zivilleben übertragen ;) Der einzige Unterschied ist eigentlich, dass bei uns die Teilnahme am Animationsprogramm befohlen ist.


    Preparedness - ganz banal. Wo bin ich? Was für Leute wohnen hier? Wie leben die? Was gibt es hier gutes zu essen/trinken? Wo gibt es das? Wie komm ich da hin? Was kostet es?
    Kann man eigentlich auch jederzeit auf sein Reiseland anwenden, oder? Ich bin halt nicht so der Cluburlauber ^^


    Kurzum: man sollte doch zumindest wissen, in welchem Bundesland man sich befindet oder wie weit die nächste Großstadt ist und wie man da hin kommt, nicht nur mit Navi und Nummern von Ausfahrten. Was hab ich in BaWü schon für lange Gesichter gesehen, wenn herausgefunden wurde, dass nach 22 Uhr an der Tanke nicht mal mehr Bier verkauft werden darf. Die Party war dann gelaufen. Mit ein wenig Vorbereitung hätte man es vielleicht schon früher erfahren...


    Grüße,
    Daniel

    Heute erreichte mich ein Brief aus Österreich mit drei wunderbar detailreichen und gut verarbeiteten TFOD-Patches. Mein Dank an LowEndD!


    Etwas früher in dieser Woche kam eine böse Terroristenuhr, eine Casio F-91W an. Allerdings durch giftgrüne Farbe auf die helle Seite der Macht konvertiert :thumbup:


    Hier im direkten Vergleich mit einer GW-7900B...fast schon ein bischen zu zierlich, dafür stört die F-91W aber auch nicht bei Hemdsärmeln.


    Du hast die 3-Finger-Handschuhe vergessen ;)


    Und ja, ich habe vom olivgrünenn Modell gesprochen. Das Flecktarn-Modell habe ich persönlich noch nicht angehabt, daher wusste ich nichts von dem Unterschied. Aber interessant, was sich über die Jahre so tut...


    2001 beim Heer bekam ich noch die gefütterten, grauen Lederhandschuhe. Die waren dann halt für alles da - zum großen Dienstanzug beim Gelöbnis wie auch zum Schwimmbrückenbau. In der ABC-Tasche die 3-Finger-Untiere und irgendwo in der untersten Spindschublade die gefütterten Fäustlinge. 2006 bei Wiedereinstellung dachte ich fast, die veräppeln mich - 5 Paar Handschuhe...ich hab's unter "aja, Luftwaffe halt" abgehakt und mir trotzigerweise ein Paar von alter Machart besorgt ;) Falls es interessiert: Das Importmodell färbt bei Feuchtigkeit auf die Finger ab, aber der Oldschool-Faktor ist halt da...

    Aus dem dienstlichen Alltag heraus gesagt: Schlicht, aber nicht schlecht. Die langen Stulpen stören meist, lassen sich aber umschlagen und sind beim Kriechen durch Gestrüpp, wenn der Ärmel mal hochrutscht auch gar nicht so verkehrt. Das Material an sich macht was mit, wenn man es nicht übertreibt. Pilling des Textils hält sich in Grenzen, das Leder bleibt lange geschmeidig. Ein wenig Bienenwachs o.Ä. Pflegemittel dürfte hin und wieder nicht schaden.


    Als Handschuh gegen Nässe und Kälte ist dieses Modell allerdings wenig bis gar nicht geeignet, sondern als eine Schutzschicht gegen Kratzer und Schürfwunden anzusehen. Eventuell noch zum Schrauben an Fahrzeugen oder beim Umgang mit mehr als Handwarmen Waffenteilen. Das taktile Empfinden ist gut, mit der Zeit passt sich das Leder der Finger- und Handflächen immer besser der eigenen Anatomie an, so dass sich damit ordentlich arbeiten lässt. Ein Kamerad von mir, seines Zeichens Forward Air Controller, der ansonsten recht individuell ausgerüstet ist, hat mir auf Nachfrage versichert, dass er im Einsatz noch keinen "besseren" Handschuh vermisst hätte.

    Mit einem Schweizer kann man eigentlich nie was falsch machen...


    Doch, eine Sache schon: Alle Werkzeuge gleichzeitig zu öffnen machen die Federn nicht immer mit. Dabei entstehen Spannungen, die gern mal zum Bruch führen, wenn man nicht aufpasst. Trotzdem schöne Bilder :) Selten genug macht sich jemand bei einem Vic/Wenger noch so eine Mühe! Viel Spaß damit.

    Heute morgen kam meine heißersehnte Chambord Kaffeepresse von Bodum zusammen mit 6X250g Kaffee :thumbup: Eindeutig besser als das futzelige Gesöff, das die Maschine auf Arbeit in den Filter rotzt. Hebt somit meine Moral und wird meinerseits deshalb als taktisch wertvoll eingestuft ;)


    Gestern bereits erreichte mich ein Victorinox Tomo in "Apfelgrün", das sich in real als hübsch nah an "Giftgrün" herausstellte und als Ablöse für ein Alox Classic direkt an meinen Autoschlüssel gewandert ist. Skeptikern sei gesagt, dass die Verarbeitung gewohnt gut ist und sich der Kunststoff absolut nicht klapprig-billig anfühlt. Unter den Schalen sind soweit ich es erkennen konnte die originalen classic-Stahlliner verbaut.

    Positiv ist, dass es ein Victorinox ist und die Qualität dementsprechend hoch. Mit dem Modell macht man sicher nichts verkehrt (auch wenn ich bisher keinen Nutzen für den Haken hatte)


    Edit: negativ-comment entfernt ;)


    Andere Versionen: Hier mal meins aus dem Merchandise-Shop von Heckler&Koch


    OK, du hast ein Rad ab, das ist nun amtlich. Willkommen in unsrer Mitte :D


    Bei "Konservieren" denke ich irgendwie an Einkochen. Messer in Weck-Gläsern....bestimmt ein Hingucker im Regal (Ernsthaft: geht das?, Weiß das einer!?) Jedenfalls führt mich der Gedanke weiter, hin zu Vakuumversiegeln. Doof nur, dass Vakuumbeutel in der Vitrine nicht so ansehnlich sein würden. Was bleibt noch? Sauerstoffarme Schutzatmosphäre um Oxidation zu vermeiden? Dazu müsste deine Vitrine aber richtig dicht sein und über ein Ein-/Auslassventil verfügen.


    Weiter zu den machbaren Sachen: Aquarium mit Öl. Sicher machbar, aber das macht auch nicht jedes Griffmaterial mit. Ach apropos Griffmaterialien: Schutz vor UV-Strahlung ist bestimmt auch nicht falsch.


    Ausgehend von deiner bereits bestehenden Infrastruktur würde ich aber wohl am ehesten mal im Terrariumbedarf nachfragen, was es denn für Gerätschaften gibt, mit denen sich ein bestimmtes, trockenes Klima regulieren lässt. Da sollte auf jeden Fall was dabei sein...

    Ouuuhh...der nächste Ausnahmezustand bahnt sich an - die Fluglotsen wollen streiken... [/Zynismus]


    Nein, im Ernst. Wenn der Dung am dampfen ist, machen wir bestimmt nen neuen Thread auf, vorausgesetzt, wir haben dann noch Internetzugang ;)


    Ich finde diesen Thread hier zugegebenermaßen recht interesant. Insbesondere, weil so viele Leute sich so viele unterschiedliche Szenarien ausmalen (A/B/C - Unfall/Anschlag, Unruhen/Krieg), von unterschiedlichen Gegebenheiten ihrer Umgebung (Stadt/Land/Wald/Sumpf/Berge)...oder ihres sozialen Umfelds (Familie/Single/Zuhause/Arbeitsplatz) ausgehen müssen. Aber mit nem selbstgeklöppelten Paracord-Armband, Panzertape und nem ordentlichen Fixed unter 12 cm als kleinstem gemeinsamen Nenner schlagen wir uns schon alle durch, gell?


    Meine persönlichen Gedanken zu "preparedness"- und wenn jemand dagegen argumentiert, wäre ich keinesfalls böse:


    Ich bin mir darüber im Klaren, dass man nicht alles vorhersehen kann. Scheiße passiert eben wo, wann und wie sie nun mal passiert, und es wäre ein sinnloses Unterfangen, sich restlos alle Optionen offen halten zu wollen, indem man mehr und mehr Ausrüstung anhäuft, die man bei Eintritt des Ereignisses entweder nicht greifbar hat oder der Großteil unnützes Gewicht darstellt. Das mag man fatalistisch nennen, ich nenne es realistisch.


    Trotzdem finde ich "vorbereitet sein", also "preparedness" keineswegs falsch. Im Gegenteil. Auch finde ich die ganzen nützlichen Gimmicks, die man hier kennenlernt im großen und ganzen cool und/oder begehrenswert. Aber, um es mal auf den Punkt zu bringen: Wirklich idiotensicher ist das meiste davon nicht. Und um sich im Ernstfall nicht wie ein Idiot aufzuführen, braucht es Übung, Übung, Übung. Mit einem Victorinox in der Tasche bin ich noch lange nicht McGyver, und wenn Bear Grylls seine Zähne in die rohen Innereien eines verendeten Karibus vergräbt, heißt das nicht, dass mein Wohlstandsmagen das entsprechend genauso verträgt. Selbstüberschätzung führt zu Fehlverhalten.


    Preparedness und die Anhäufung von tragbaren Gegenständen (die Gier nach "Gear") werden gerne gleichgesetzt. Die beiden Bereiche KÖNNEN sich ergänzen, brauchen sich gegenseitig aber auch nicht unbedingt. Preparedness fängt für mich bei ganz banalen Sachen an, darunter:


    - Aktueller Impfstatus: Tetanus, FSME und dergleichen können interessant werden, will man sich durch die Wälder schlagen, wie manche schon schrieben.
    - Erste Hilfe - Kenntnisse. Immer wieder auffrischen! Da kann sich in wenigen Jahren schon viel ändern. Übrigens gibt es interessante Unterschiede zwischen zivilem Ersthelfer und militärischem "Einsatzersthelfer", aber das führt zu weit.
    - Fitness/Ausdauer/Zähigkeit: körperliche und mentale Stärke ist natürlich nie verkehrt, wenn die Welt untergeht...


    Habe ich den Kopf halbwegs frei von Sorge um die eigene Gesundheit, kann ich auch Anderen helfen, meine und deren Situation möglicherweise verbessern. Es soll ja Leute geben, die sich ohne ihr ganzes Gerödel richtig nackt fühlen. Auch ich trage meist mehr mit mir herum, als allgemein üblich, das ist halt mein Hobby. Ich mache mir aber auch Gedanken darüber, wo ich was unkompliziert herbekomme, wenn ich es nicht dabei habe. Ernst gemeinte Preparedness sollte eben mehr sein als ein Hobby, und die Schlüssel sind Wissen und Übung, nicht die Menge an Geraffel. Ich bin zwar beruflich ein wenig näher dran an dem Themenkomplex "bewaffneter Konflikt", aber im Großen und Ganzen bestimmt noch am Anfang dessen, was man sich an Wissen und Fertigkeiten aneignen könnte.


    Ich denke, ich werde mir mal eine persönliche Checkliste machen...


    Grüße,
    Daniel