Beiträge von Mephistopheles

    @ Hawk: Da hast du dir aber was schön brachial-elegantes machen lassen. Viel Spaß bei der Benutzung entsprechend seinen (zweifelsohne überragenden) Fähigkeiten! Auch auf Die Gefahr hin, dass es irgendwann mal geschliffen werden muss und dann vielleicht nicht mehr 666Gramm wiegt ;)


    @ Micha: "Noedgeatall"... mann, der hat nen Moment gedauert ^^ das klang zuerst irgendwie nach nem niederländisch-walisischen Taldialekt aus der Schweiz.


    Aber es ist eine schöne, wenn auch noch am Anfang stehende Tradition Romans Messern Namen zu geben, die man gerne als Pflicht ansehen dürfte...sofern nachfolgend nicht jedes 2. auf Grund der Schmiedehaut "Drecksau" heißt, natürlich ;)


    Nun habe ich mich geschickterweise selbst in Zugzwang gebracht, möchte aber lösen und kaufe ein paar Nasallaute:


    Was Roman mir letztes Jahr geschmiedet hat (in dieser "Fotoreportage" zu sehen) soll also auch nicht länger Namenlos bleiben. Nun, nachdem die Griffschalen aus Eichenholz von gebrauchten Rotwein-Fassdauben bestehen, wegen der geografischen Nähe der Schmiede unseres geschätzten Hoflieferanten zu Fronkraisch und nicht zuletzt wegen des Weins, der einen nicht genannten Teil des Preises ausmachte, taufe ich das Schätzchen hiermit offiziell:


    "Chateau Romain" ;)

    Das haste schön gesagt Dickreef. Und es trifft ja auch den Kern des Themas, "preiswert" nicht immer mit "billig" gleichzusetzen. Zero Tolerance - respektive KAI/Kershaw machen dabei nen guten Job, für jeden Geldbeutel etwas optisch und haptisch ansprechendes und zuverlässiges anzubieten.


    bitte jetzt nicht lachen - Was ist der geplante Verwendungszweck? ?


    Och...ich nehme mal an, so ziemlich genau die Aufgaben, für die man eine Messerklinge ausdrücklich nicht in erster Linie benutzen sollte, dies aber doch immer wieder vorkommt. Also das Aufhebeln von Kisten, Rahmen, Gehäusen, Möbeln oder Ähnlichem, Fugen auskratzen, zum Heftklammern lösen, zum schaben auf Metall oder Stein, als (behelfs-)Schraubendreher oder Flaschenöffner verwenden...


    Edit: zu langsam ^^

    Ich mache ja selten und ungern Werbung für die Gegend, aber der Rothaarsteig im Kreis Siegen-Wittgenstein bzw. Hochsauerlandkreis könnte einen Blick wert sein.
    Er führt durch ziemlich einsame, im Sommer angenehm kühle (meist Nadel~)Waldstücke und kreuzt nur hier und da mal eine Kreisstraße oder führt durch eine Ortschaft. In der Nähe von Bad Berleburg lassen sich zudem mit etwas Glück die ersten wieder wild lebenden Wisente in Deutschland beobachten.
    Wohnen möchte ich dort ja nur noch so lange wie nötig, aber zum wandern ist die Gegend einsame spitze.

    Zitat

    Leider leben wir nicht mehr in Zeiten wo man immer das hällt, was man verspricht bzw. verkauft ...


    Und deshalb kommen solche Tests von Privatleuten zustande. Ich finde deren Engagement an sich schon gut, verstehe aber in einigen Punkten die Kritiker nicht. Ist es deren Geld? Nein. Entsteht einem Dritten ein Schaden? Nein. Sind es limitierte Messer und/oder seltene Customs, deren Zerstörung ggf. In kauf genommen wird? Auch nicht.
    Beeinflusst so ein Test möglicherweise zukünftiges Konsumverhalten? Ja. Ist das denn fair? Gemessen an den Versprechungen der Werbung auf jeden Fall (und die ist bei Cold Steel bekannterweise nicht gerade ein Zeugnis von Bescheidenheit ;) )

    Hallo erst mal. Dein Anliegen ließe sich wesentlich einfacher beantworten, wenn du ein Paar der folgenden Grundregeln beachten würdest:


    Groß- und Kleinschreibung verwenden, Satzzeichen in ausreichender Menge und an den richtigen Stellen einsetzen und einen Satzbau/eine Grammatik verwenden, die nicht an ein expressionistisches Gedicht aus den 1920er Jahren erinnert. Ansonsten liest sich dein Beitrag nämlich wie irgendein hastiges Gebrabbel, bei dem viele Worte fallen, aber wenig Information rüberkommt, und das ist nicht der Standard, auf den wir uns hier gerne einlassen wollen ;)


    Also atme noch mal durch. Denken, tippen, posten - und dann können wir dir vielleicht helfen. Soll es ein Review oder eine Kaufberating werden? Wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es um ein neues Messer von Ontario.
    Dann fang mal an: Größe, Matarialien, Preis, vielleicht ein Link zu einem Shop, der es vorrätig hat würden interessieren oder gibt es gar eigene Bilder, die du einstellen könntest? Dankeschön.

    Die Spätzle Forces geben Woodland nicht unbedingt bloß weiter aus, weil es besser zur umgebenden Natur passen würde, sondern vielmehr zu den sie bei partnering-missions umgebenden afghanischen Sicherheitskräften, die zu einem großen Teil die ollen Klamotten der Amerikaner auftragen. 5 Leute in Multicam unter 30 Woodland-Trägern lassen sich auch auf ein paar hundert Meter ausmachen.


    Jedenfalls ein sehr schönes Review. Wenn mal bezahlbarere Klamotten in Greenzone erscheinen, werde ich mir bestimmt mal ne Garnitur davon zulegen. Badlands könnte für den Rheinhessisch- Naheländischen Sommer allerdings auch ganz gut sein...

    Man könnte auch sagen:


    Wenn ein Messer als geeignet für harten und vielseitigen Gebrauch wie Stiche in feste Materialien und kräftige Zugschnitte beworben wird (wie bei "taktischen" Messern üblich) und man rutscht vom Griff ab, dann ist entweder die Form des Griffes falsch oder die Art der Anwendung ;)

    - Alternativ sollte man das Messer dann vielleicht erst gar nicht mit glatten Griffschalen verkaufen, wenn man die Versprechungen aufrecht erhalten will. (Allgemein gesprochen, nicht allein auf Raidops gemünzt)

    Als nicht-Messermacher und nicht originären Entwickler einer dergestalten Griffoberfläche mag ich mich nur ungern über den Sinn derselben äußern, aber die Wirkung die sie optisch und haptisch auf mich oder Andere hat, kann ich vielleicht beschreiben.


    Zum einen ist es "mal was Anderes". Nach Horn, Knochen, Metall, Holz oder Leder als Griffmaterialien, die je nach Kulturkreis zum Teil seit Jahrtausenden verwendet wurden, hat der Mensch zuletzt verschiedene Kunststoffe und Laminate entwickelt, die sich grundsätzlich ebenfalls für Werkzeuganwendungen eignen.


    Nun hat man als nicht nur Anwender sondern auch als Sammler von Messern vielleicht ein paar Ansprüche, die über die reine Eignung als Werkzeug hinausgehen. So müssen mich nicht nur die technischen Daten/theoretischen Leistungen, sondern auch das Aussehen und das Griffgefühl überzeugen, damit ich ein bestimmtes Messer haben möchte.


    Mit Plastik - und auch G10 oder Micarta fasse ich mit ihrem Kunstharzanteil hier sinngemäß als "Kunst-Stoffe" unter dem Begriff zusammen - verbinden wir nun mal überwiegend kostensparende, schnelle Herstellung, ohne die "Seele" eines Handwerkers mitbekommen zu haben einfach von einer Maschine in einer Fabrik ausgespuckt.
    Der emotionale Wert den wir Plastikprodukten beimessen hält sich also Kulturbedingt in Grenzen, zumal sie meistens ohne großen Aufwand zu ersetzen sind. Stichwort Wegwerfgesellschaft.
    Jetzt arbeiten solche Industriemaschinen zu allem Überfluss auch noch sehr genau innerhalb geringer Fehlertoleranzen und produzieren makellose Oberflächen.
    In der Masse betrachtet finde ich das auf die Dauer etwas langweilig. Vermutlich ein Grund, warum ich noch kein Messer von Cold Steel oder Becker Besitze, obwohl regelmäßig von deren Qualität berichtet wird. Die sind mir einfach zu "sauber". Speziell bei Cold Steel turnt mich obendrein sogar der Name ab ;)
    Komischerweise besitze ich mehrere Victorinox und Spydercos. Dort sind es nach einiger Überlegung aber wieder andere "Werte" wie das "legendäre" des schweizer Offiziersmessers und das kontroverse "liebe es oder hasse es" der typischen Spyderco-Klingenform, die mich ansprechen.


    Was machen wir also mit dem seelenlosen Kunststoff?


    Wir bearbeiten ihn so lange, bis er nicht mehr "perfekt" aussieht, bis er die Augen durch das sichtbar werden einer händischen Bearbeitung auf sich zieht, man ihm eine "organische" Anmutung verpasst und letztlich die Finger neugierig darauf macht, wie sich der Gegenstand in allen möglichen Handlagen anfühlt.


    Hier lassen sich gerade bei Micarta durch die Auswahl der verwendeten Materialien und Farben sehr interessante Effekte erzielen:
    Der Radius der Kanten, der Wechsel zwischen Erhebungen und Vertiefungen lässt gegebenenfalls eine Maserung zu Tage treten, die abschließende Oberflächenbehandlung entscheidet mit darüber, ob das Material sich glatt oder samtig anfühlt, einen "edlen" oder eher "erdigen" Eindruck hinterlässt.
    Aus meinem Bestand fallen mir dabei zum Vergleich ein Bark River Gunny und ein RAT Cutlery RC-3 ein. Beide in etwa in der gleichen Anwendungs- und Größenklasse, beide mit sehr bequemen Micartagriffen (ohne Grooves), aber von der Anmutung her total verschieden. Das BRKT wird automatisch mehr "für Gut" mitgenommen, das RAT geht mit in den Dreck (wie auch aktuell).
    Übrigens empfinde ich auf eine ähnliche Weise bei den "klassischen" Strider-Fixed: Die Modelle mit Paracordgriff sprechen mich beispielsweise mehr an, als die mit CNC-gefrästen Griffschalen. Ja, Paracord ist "billig" und ja, es verdreckt, wird speckig, verrutscht vielleicht, könnte locker werden und verschleißt schneller - aber irgend eine arme Sau hat zum Wickeln mal seine eigene Körperkraft und Fingerfertigkeit benötigt ;)
    Das Prinzip funktioniert am Markt offenbar so gut, dass es auch immer mehr Serienmesser gibt, deren weitestgehend Maschinell hergestellte Griffe durch ihre Oberflächenbeschaffenheit diesen Bedarf an "natürlicher Unperfektheit" bedienen.


    Mein persönliches Fazit? Ich empfinde diese "neumodischen" Grooves nicht im geringsten als notwendig, aber sie können ein ansonsten vielleicht langweiliges Werkzeug mit "popligem" Kunststoffgriff zu etwas machen, das ich gerne länger mit mir herumtrage - nicht nur zum arbeiten, sondern auch zum anschauen und anfassen. Es hat dann womöglich gar einen gewissen "Faustkeil"-Charme, vielleicht ein Urinstinkt bei unsereinem, so was haben zu müssen ^^
    Einen allgemeinen Nutzen in Sachen Rutschfestigkeit mag ich solchen Vertiefungen natürlich nicht absprechen, aber ich gebrauche meine Messer seltenst auf eine Weise, wo dieser Punkt relevant würde und habe im Gegenteil auch sehr gute Erfahrungen mit "glatten" Griffen gemacht, selbst wenn es mal brenzlig hätte werden können. Die übrige Grifform spielt ja schließlich auch noch eine Rolle...


    Die Frage nach Sinn oder Unsinn stellt sich also hier für mich persönlich nicht, viel mehr spielt sich dabei wohl im Unterbewusstsein ab. Ein ganz schlichtes Puukko aus nicht rostfreiem Stahl und mit tonnenförmigem Holzgriff müsste da deutlich weniger Überzeugungsarbeit bei mir leisten, damit ich es mag ;)


    Grüße,
    Daniel

    Nabend...meine Mutter als Postbevollmächtigte meldete mir heute ebenfalls den Eingang meines Drewdashis inkl. mehr als ausreichend vorhandener Schärfe. Nur noch ein paar Wochen, dann kann ich mich endlich auch selber daran pieksen :D


    Danke dass du dich hast überreden lassen, Andreas! Eine geile Aktion die dir gut was abverlangt hat.

    Ich würde dafür gar kein Messer nehmen sondern eine Hippe, z.B. die Fiskars X3. Räumt ordentlich was weg, man kann Äste heranziehen u.s.w.! Sieht natürlich eher bieder aus, ist dafür aber genau das richtige Werkzeug und bei ca. 30 € bleibt noch was für das nächste Messer übrig.


    +1 dafür!


    Hippen haben eine lange Tradition und ihre Form ist kein Zufall. Wenn es dir also um ein brauchbares Gartenwerkzeug zum entasten geht, nimm eine Hippe / Gertel.

    Zitat

    "Sagst freundlich "servus"


    ist das jetzt dänisch, finnisch oder lettisch? ?(


    Latein. Sollte doch aber jeder können :p
    Ging mehr darum, dass deren Uniformen in Farbe und Muster unserer schon sehr ähnlich sind. Führt halt zu manchen Verwechslungen ;)

    Das "eigene Süppchen" wäre an sich ja nicht das Problem. Die Briten haben ja auch ihr eigenes Multicam-Muster. Eine entsprechende Umsetzung in formaler Anlehnung an Flecktarn ist bestimmt kein Ding der Unmöglichkeit und würde auch gar nicht schlecht aussehen, glaube ich.

    Nix gegen Multicam an sich - aber ich fürchte, ein multinationaler Einsatz, bei dem jede Streitkraft das gleiche Muster trägt, wäre ein Albtraum in Sachen Kommunikation auf Rufdistanz oder bei Dunkelheit ^^ Aus eigener Erfahrung fiel mir das schon bei den Dänen, Finnen und Letten auf. Sagst freundlich "servus" und bekommst nur einen verwirrten Blick zurück :D In gewissem Maße machen nationale Alleingänge in Sachen Uniformmuster oder Schnitt also auch das Leben einfacher.


    Wovon ich übrigens wenig halte, ist der Trend zum Velcro-"Overkill". Sinnvoll eingesetzt, wie zum Beispiel um die Feldbluse zu schließen, ist ein Klettverschluss sicher kein Fehler, da dort dann keine Knöpfe unter der Schutzweste drücken oder zu sekundärverletzungen führen können. Aber bei Taschen, an die ich öfter ran muss, finde ich das Geräusch einfach nur elend laut und nervig, vom Aspekt der "Geräuschtarnung" mal abgesehen ;)

    Da sich auf längere Sicht abzeichnet, dass es immer unwahrscheinlicher wird, dass Deutschland und seine Interessen in heimischen Wäldern und Feldern verteidigt wird, und der Schritt von der reinen Heimatverteidigungs- zur internationalen Bündnisarmee zwar anfangs holprig und ein wenig unwillig aber nun doch de facto weitgehend vollzogen ist (darüber möchte ich in diesem Thread aber keine Diskussion lostreten oder eine Meinung äußern), wäre in Hinblick auf die in den nächsten 20-30 Jahren wahrscheinlicheren Einsatzfelder ein Wechsel zu einem universellen, eher "ariden" Muster nicht unlogisch und ich habe auch schon entsprechende Äußerungen zu einer bevorstehenden Umsetzung in Richtung Multicam gehört.


    Ob der Volkswille in Person seiner gewählten Vertretung allerdings bereit ist, dieses äußerlich wohl sichtbarste Kennzeichen einer immer auf Abruf bereiten Einsatzarmee als Standard zu übernehmen, steht auf einem anderen Blatt. Vermutlich wäre die Taktik, es mit den "extremen Einsparungen" im Wehretat, die eine Umstellung nach sich ziehen würde zu erklären noch am aussichtsreichsten...