Danke für deine Ausführungen hierzu Roman - vielleicht können wir ja mal gemeinsam ein zwei Spitzen für meinen Recurve konstruieren und ausprobieren...aber erst im neuen Jahr 
@ archer
mit "Ahnen" meinte ich eigentlich nicht jene aus der Steinzeit(so weit wollte ich nicht in die Vergangenheit gehen)
sondern die Ahnen aus dem Mittelalter und bis ins 17.Jahrhundert,als geschmiedete Spitzen verschiedenster Couleur verwendet wurden (Flintstoine wäre schon ein schlechter Vergleich gewesen
)
Die geschmiedeten Spitzen,die zur Jagd verwendet wurden waren sehr sehr teuer und selbst für den reichen Adel für Schlachten-Zwecke ab einer gewissen Stückzahl kaum mehr erschwinglich,wie historische Berichte darlegen.So wurden denn auch mal zu einer Schlacht in England im ganzen Reich die Pfeile und Spitzen "gesammelt" oder besser gesagt beschlagnahmt,um über ausreichend Munition zu verfügen.
Gebrauchte Spitzen wurden immer wieder gerichtet bis zum "Geht-nicht-mehr" und eine Handvoll Schmiedespitzen stellten für einen "Normalbürger" im MA schon ein kleines Vermögen dar,gemessen an den damaligen Verhältnissen,und das auch nur vorrausgesetzt,er fand einen Schmied ,der ihm welche anfertigte - was nicht jeder tat,da es Schmieden oft von der Herrschaft untersagt war,Klingen oder Pfeilspitzen für jedermann zu machen.
Ein Schmied jedoch lebte durchweg von seinem Ruf und MUSSTE gute Ware abliefern.
Kunden-Unzufriedenheit konnte im Mittelalter durchaus lebensgefährlich werden 
Was die gebogenen Spitzen angeht: Natürlich würde auch ich nicht mit verbogenen Spitzen auf Tierjagd gehen - sondern sie zuvor wieder gerade richten,insofern möglich.Weder verbogene,noch abgebrochene Spitzen sind gut...aber verbogene sind das kleinere Übel in der Not - so meinte ich es eigentlich
Dass man unbedingt rasierscharfe Spitzen zur Jagd benötigt halte ich für unzutreffend: Die Wucht,mit welcher die von einem starken Compound abgegebene Pfeilspitze auf ihrem Schaft auf und in ein Ziel rast,dürfte kaum von einer etwas geringeren Schärfe merklich abweichend sein.Kommt eine Jagdspitze von einem 70 Pfund-JagdCompound auf eine jagdliche Distanz von beispielsweise 25 Meter,penetriert die Spitze mit ihrer Minimalen Fläche von unter 1mm² mit zig Tonnen ihr Ziel - kein Fleisch der Welt bietet da Einhalt.
Mag sein,dass der Wundkanal dann mehr "Gerissen" als geschnitten ist - tötlich dürfte er damit aber genauso sein Eine Kugel aus einem Jagdgewehr "reißt" ja ebenfalls einen Kanal und schneidet ihn nicht - manche Munition ja mit genau dieser Absicht.
Ich möchte im Neuen Jahr gerne verschiedene Schuss-und Durchschusstests auf Video auf verschiedene Distanzen mit verschiedenen Spitzen und verschiedenen Bögen machen und dokumentieren - erstens aus eigener Wissensgier und zweitens um vielleicht auch ein paar
hartnäckige "Gerüchte" darüber auszuräumen.Mal sehn,was dabei rauskommt.
Bis dahin - gebe ich zu - ist vieles was ich dazu sage reine Spekulation...aber deswegen teste ich solches ja - jetzt und in Zukunft 