Ja wisst ihr,
Der Wunsch ans Chistkind zieht halt immer einen Rattenschwanz nach sich.
Umstellung auf neue Waffe: Ersatzteile, Ausbildung, Handhabung, Waffenhalterungen etc. alles neu. Dafür, dass wirklich max. 5% der Leute einen Mehrwert davon haben.
In meiner Erfahrung können 95% der Leute aus einer neuen Waffe nix machen. Glaubt irgendejemand, der nicht in seiner Tactical Filterblase gefangen ist, dass der Durchschnittssoldat oder Polizist mit einer STM-556 effektiver wäre? Mitnichten.
Dafür habe ich aber Ausgaben ohne Ende, für eine marginale Kampfwertsteigerung.
Beispiel gefällig?
Das Polizei STG77 kann man auch links schießen. Will aber keiner, macht keiner, nutzt keier, versteht keiner, interessiert keinen. Hat aber Extra gekostet.
Der Verschlussfanghebel kann das Nachladen erleichtern. Will aber keiner, macht keiner, nutzt keiner, versteht keiner, interessiert keinen. Hat aber Extra gekostet.
Der Trageriemen kann jetzt viel. Will aber keiner, macht keiner, nutzt keiner, versteht keiner, interessiert keinen. Hat aber extra gekostet.
Und dann ist da pro Termin einer dabei, der sagt, wäre ein AR nicht besser gewesen?
Hätte man jetzt einen AR Typ eingeführt, dann würde das neue Transportbehältnisse erfordern, neue Magazine, neue Ausbildung am Grundkonzept, Neuausbildung der Waffentechniker, neue Probleme, andere Probleme. Ein Vielfaches der Kosten. Bei ARs im Feld wird die Waffe nach wenigen Tausend verschossenen patronen getauscht. Das spielts nicht. Die Waffen müssen mindestens für 20 Jahre im Bestand bleiben (vermutlich).
Der Effekt bei den Anwendern draußen wäre: Will keiner, nutzt keiner, versteht keiner, interessiert keinen. Hat aber extra gekostet.
und dann ist dann pro Ausbildungstermin einer dabei, der sagt: Aber wäre ein 77er nicht kürzer und daher besser?
Herzlich willkommen in meiner Realität.