@ Faust:
Klar, man kann mit dem Opinel gewöhnliche Schneidearbeiten gut erledigen, keine Frage. Stahl, Klingenform usw. sind bei den Messern ausgezeichnet. Allerdings ist der Holzgriff, ähnlich allen anderen Naturmaterialien, nicht so widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen wie z. B. G10 es ist. Dazu kommt noch, dass sie recht schwer zu reinigen sind. Mit einem Opinel erst Fische bzw. andere Tiere ausnehmen und danach damit Butter aufs Brot streichen würde ich nicht machen wollen, auch wenn es zuvor in der Wäsche war. Holz ist da einfach nicht so "gleichgültig" gegenüber Bakterien und geruchsbildenden Substanzen. Außerdem, ein Lock, den man erst manuell betätigen muss, ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Durch den runden Griff tragen sie recht dick auf und nehmen wertvollen Platz weg. Die Klingen sind sehr dünn, also würde ich beim Schneiden von härterem Gut (da genügt schon eine Schweinshaxe mit Knochen drin) schon ein wenig Sorge haben. Nimmt man z. B. das Byrd Cara Cara oder das Enlan EL01 oder EL02, so empfinde ich persönlich, dass man hierbei für das Geld (also marginal mehr als für ein Opinel) wesentlich mehr Gegenwert bekommt.
Ich entschuldige mich dafür, die ewige Pro-/Contra-Argumentation bezüglich des Opinel wieder angerissen zu haben, aber für mich sind sie einfach veraltete Messer und momentan bekommt man dank moderner Materialien und Fertigungsverfahren für unwesentlich mehr Geld ein in jeder Hinsicht besseres Messer. Diese Ansicht muss niemand teilen, aber ich werde mir kein Opinel mehr kaufen. Da investiere ich lieber 10 Euro mehr und hol mir ein Enlan EL 02-B. Tradition hin oder her, aber rein objektiv ist dieses Messer (und alle seine Artgenossen) besser als ein Opinel.