Beiträge von Inferno

    Ein (oder vielleicht sogar zwei) Depots zu haben ist sicher nicht schlecht. Ich würde die wichtigste Ausrüstung in Form eines Bug Out Bag immer am Mann tragen, wenn ich den primären Wohnsitz verlasse. Übrige Ausrüstung könnte man z. B. dort deponieren, wo man gedenkt, hinzugehen (Elternhaus, Zweitwohnsitz, Verwandte/Bekannte, Lebenspartner, sofern dieser woanders wohnt...)


    Im Wald verbuddeln würd ich jedoch nichts. Lebensmittel, Wasser und Medikamente müssen zu oft ausgetauscht werden, jemand könnte es unbeabsichtigt fiinden und Ärger machen usw...


    Ideal wäre natürlich eine Berghütte oder etwas ähnliches, die so abgeschieden wie möglich errichtet wird und die man im Notfall aufsucht. Ist allerdings sehr schwer realisierbar :D ;)

    Finger weg von dem Walther-Kram.


    Zwei Freunde von mir (beide von Messern keine Ahnung :D ) haben jeweils eine Machete und ein Tanto-Klappmesser. Dem einen ist die Machete beim Abschlagen von dünnem Gestrüpp sofort abgebrochen (ernsthaft), und der Folder hat Klingenspiel ohne Ende. Bei einem Spinewhack-Test würde es vermutlich explodieren :pinch:

    Wenn Dich der 1095-Stahl hauptsächlich wegen den Esee-Messern interessiert, dann brauchst Du gar nicht so tief in die Werkstoffkunde einsteigen. Lese Dir lieber Erfahrungs- und Nutzungsberichte von Esee-Messern durch, daraus kannst Du praxisrelevante Informationen gewinnen.


    Soweit ich es pauschal sagen kann, hört man von Esee nichts Schlechtes, die Wärmebehandlung scheint hervorragend zu sein und allgemein genießen die Messer einen sehr guten Ruf. Ich habe nur sehr selten von Mängeln oder Schäden mitbekommen, auch bei grenzwertig unsachgemäßem Gebrauch scheinen die Messer vielem standzuhalten. Ich kann sie jedenfalls empfehlen, vor allem angesichts des Kostenpunktes.


    Trotzdem - 1095 ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Überragende Performance wird man eher bei den von Stefan erwähnten PM-Stählen vorfinden.


    Was mir so noch einfällt: Angeblich soll 1095 auch thermische Schwankungen relativ gut ertragen, jedenfalls besser als viele chromhaltige Stähle. Auch bei Eiseskälte ist 1095 noch recht stabil. Bestätigen kann ich diese Aussage aber nicht, hab davon nur gelesen.

    Schau bezüglich des Preises mal bei unserem Partner Xpedition-Company.de nach :)
    (Ich will jetzt mal keinen Preis nennen, glaub, das ist hier nicht gern gesehen... 8| )


    Mir gefällt es jedenfalls sehr, wahrscheinlich schnappe ich mir bei Gelegenheit auch eins :)

    und ich habe, insbesondere was schneidwaren angeht, auch redundanzen dabei;)


    Wer hat das nicht ^^


    Ne, ist schon gut wenn man ein wenig Zeug jeden Tag bei sich trägt. Da gehört es ja schließlich auch hin. Und wenn man grad in einer Stadt oder so arbeitet, dann nimmt man ja eh meistens einen Rucksack oder eine Tasche mit. Aber wenn ich jetzt in einer Großstadt wohnen würde (was mir zum Glück erspart bleibt :D ), dann hätte ich einen Bag wie den von Nothing Fancy himself mit einigen Modifikationen meinerseits irgendwo in der Bude geparkt.

    Maik, Du hast natürlich recht. Ein Messer muss primär schneiden, aber gerade wenn es für den militärischen Einsatzbereich geschaffen wurde, muss es zur Not auch mal etwas unsachgemäßer Benutzung standhalten. Und ich finde die 5mm von dem 121 jetzt eh nicht so schlimm dick. Ein guter Kompromiss aus beidem eher ;)


    Trotzdem kann ich nicht verstehen, warum es so schwer ist. Das ist der größte Kritikpunkt an dem Messer.

    mit viel packen oder so hat das garnicht viel zu tun. das was ich aufgelistet habe bekommt mensch in nem daypack (20-25l) oder nem gearslinger oder ner mittleren umhängetasche locker unter, das sind vielleicht 3 kilo oder so.


    Hm, aber Frank, mehr als ein Daypack hat dieser Nutnfancy ja auch nicht... man kann bei seinem Krempel sicher noch heftig abspecken, weil er oft zu viele Redundanzen drin hat, dann wird das auch leichter. Aber ganz ehrlich, grundsätzlich find ich seine Idee nicht schlecht.


    Und außerdem - Der Übergang von Urban zu Wilderness Survival ist fließend... Deshalb hab ich persönlich jetzt weder ein dezidiertes Urban-Kit, noch ein Wilderness-Kit, sondern sozusagen eine Unified-Lösung. Ganz einfach deshalb, weil ich im Falle eines Bug-out-Szenarios durch beide Umgebungen muss. Und der meiste Krempel ist überall nützlich :)

    Ich erlaube mir mal, kurz dazwischen zu funken :D


    Hölzer aller Art sind für mich inakzeptabel. Gut zum Anzünden oder zum Möbel draus machen, aber in meiner Ausrüstung hat es nichts verloren. Auch nicht im Innenraum eines Autos. Und auch nicht an umweltexponierten Stellen eines Hauses, aber das ist ein anderes Kapitel :D

    Klar baut man nicht einfach irgendein Kit nach. Man macht sich immer Gedanken über die Zusammenstellung und nimmt individuelle Anpassungen vor. Aber einige Details aus seinem Rucksack kann man echt adaptieren. Ich zähle mal ein paar Sachen auf, die mir gefallen haben:


    • FFP-Staubschutzmasken
    • Stirnband für normale Flashlights, damit braucht man keine separate Stirnlampe, die ohnehin meistens schwach sind
    • Karabiner und etwas Seil außen, damit man den Pack schnell befestigen/abseilen kann
    • die Idealfarbe schwarz, um nicht aufzufallen
    • Diffuser für die Lampen
    • Schraubendreher mit Bits (v.a. der kleinere Stanley)
    • Stanley Wonderbar (seien wir uns ehrlich: was will ich mit einem winzigen 7cm Prybar, die hier im Forum so beliebt sind??)


    Unsinn:


    • Teppichmesser
    • Schlechter Folder
    • Mittelmäßiges Fixed
    • Kocher (das mitgebrachte Futter kann man kalt essen, und Wasser kochen braucht man wegen dem Katadyn auch nicht unbedingt)

    Aber so im großen und ganzen finde ich seine Zusammenstellung echt gut.

    Den besagten Post habe ich natürlich bemerkt. Schließlich bin ich ja nicht blind. Ich wollte nur anmerken, dass man die Löcher eventuell noch größer gestalten könnte, insbesondere am Griffende, da dort nicht mehr so viel Material nötig ist, um die Stabilität zu gewährleisten.


    @ Ben:


    Man sagt sich, pulvermetallurgische Stähle seien tendenziell spröder als herkömmliche Stähle. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eines Materialversagens bei einer dünnen Klinge höher als bei z. B. 0,25 Zoll. Ich bin kein Sachkundiger auf dem Gebiet, aber das, was ich über pulvermetallurgische Stähle mit großen Karbiden weiß, lässt diese Vermutung zu. Bei Foldern, die man allgemein nicht so hart rannimmt, ist der Stabilitäts-Aspekt eher zu vernachlässigen. Ein Fixed sollte aber schon etwas dicker sein, um sicherzustellen, dass es auch bei hartem Einsatz nicht bricht.

    Ja genau, das meinte ich ;)


    Muss ich gleich mal nachschlagen :lemmecheck:


    ___________
    So, habs gefunden :D


    Krass, die Bundesregierung empfiehlt seinen Bürgern, ein Taschenmesser zu besitzen :surprise:
    Welch grobe Fahrlässigkeit :rofl2:

    Gut, vielleicht wird der Ausruck "Makel" der Klingenform nicht gerecht. Aber wenn man die Alpha-Klinge mit der des Kilo One vergleicht, wird man feststellen, dass man mit der Kilo-Klinge ein wenig eingeschränkt ist: Es fehlt nämlich eine richtige Spitze. Ich stelle mir vor, dass z.B. das Ausnehmen von Fischen oder anderen Tieren damit schwieriger sein wird als mit "spitzen" Klingen.


    Für mich bedeutet diese Klingenform eine Einschränkung gegenüber der, wie ich finde, sehr gelungenen Klinge der Alpha-Reihe. In etwa so, als wenn man mit einem Porsche nur 130 fahren könnte, mit einem Golf aber 160. Über die Qualität des Messers kann ich nicht urteilen, da ich es nur aus Bild und Schrift kenne, aber sie ist gewiss sehr gut.


    Entschuldigt mich, ich wollte nicht wieder eine Grundsatzdiskussion über die Vor- und Nachteile einzelner Klingenformen lostreten, aber für mich hat die Klinge des Kilo One eine begrenzte Nutzbarkeit. Warum wird eigentlich immer versucht, das Messer neu zu erfinden? Was ist denn an einer ganz normalen, spitzen und bauchigen Klinge so schlimm?


    Ok, jetzt höre ich aber wirklich auf, sorry. Aber für mich persönlich käme dieses Messer wegen der Klingenform nicht in Frage. Alles andere ist super und hochwertig, aber das stört mich einfach.

    Größtenteils stimme ich ferret zu, dass eine gewisse Vorbereitung auf eine möglichst große Bandbreite an, sagen wir "unangenehmen Szenarien" dringend notwendig ist.


    Beginnen sollte man seine individuelle Preparation mit einem Plan. Was mache ich, wenn Fall X eintritt, was, wenn Fall Y eintritt? Diese möglichen Fälle muss man davor natürlich erst definieren (Naturkatastrophe, zerstörte Infrastruktur, Gewalt/Überfall/Krieg, Haus brennt ab usw usw...)


    Wenn man weiß, was zu tun ist, stellt man auf dieser Grundlage die Ausrüstung zusammen, die einem das Zurechtkommen erleichtert.


    Grundsätzlich - und das muss ich besonders betonen - würde ich es aber keinesfalls übertreiben mit der Vorbereitung. Sicher, ein wenig sogenanntes "Bug-out-gear" in greifbarer Nähe zu haben ist nahezu obligatorisch (Selbst das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt dies, jedoch liest man hier von Messern kein Wort, damit könnte man sich ja verletzen :D egal, anderes Thema ;) ). Lebensmittelvorräte würde ich so nicht direkt anlegen. Das ganze sollte vielleicht eher einem umfangreichen Haushalt dienen. Wenn man einen großen Keller oder einen ähnlichen Raum zur Verfügung hat und sich finanziell solche Späße erlauben kann, dann kauft man einfach ein wenig (oder auch wesentlich) mehr ein, als man direkt braucht, und lagert es einfach. Dasselbe gilt für alle anderen Gegenstände des täglichen Gebrauchs im Haushalt.


    Ich würde vorschlagen, dass man, angelehnt an die legendäre Regel der Dreien, dazu im Stande ist, mit seinem Bug out gear drei Tage, und in seinem Haus drei Wochen größtenteils autonom überleben kann. Das mit den drei Wochen kann in einer Wohnung im Stadtgebiet schwierig werden, weil Platz oft knapp ist. In ländlichen Gebieten empfehle ich dies aber nachdrücklich. Aber auch ein Großstadt-Cowboy sollte sich eine Woche in seiner Wohnung verschanzen können. Für ihn ist es ja glücklicherweise leichter, zusätzliche Vorräte zu beschaffen, da Supermärkte meist nicht weit sind. Dort kann man bei intakter Zivilisation entweder einkaufen oder, im Katastrophenfall, sozusagen plündern. Bitte versteht diese Aussage nicht wieder als Anstiftung zum Gesetzesübertritt, aber wenn alles den Bach runter geht, dann wird sich daran auch keiner mehr stören. Dann zählt das Recht des Stärkeren oder dessen, der zuerst da ist.


    Puh, ganz schön viel zu bedenken :)
    Aber noch mal meine Kernaussage - vorbereiten ist wichtig, aber man soll es auch nicht übertreiben und eher im Versteckten agieren. Wenn die Zivilisation zusammenbricht sollte man auf andere Menschen am besten bettelarm wirken, dann hat man seinen Frieden.

    Also mir gefällt die Klingenform (wenig Bauch und keine Spitze) offen gestanden überhaupt nicht. Alles andere an dem Messer ist ja ganz cool, aber durch diesen Makel ist es für mich persönlich uninteressant. Auf ganzer Linie.


    Dietmar Pohl springt mit dieser Klingenform sicher auf den neuen Trend auf, den dänische Messermacher (Anso, Voxnaes) und Sniper Bladeworks ins Leben gerufen haben.. Breite, stumpfe Klingen... :S

    Hier gibt es eine interessante Darstellung eines durchdachten Urban Survival Kit von dem bekannten Youtube-Reviewer Nutnfancy. Wie immer sind seine Videos langatmig, aber sehr durchdacht. Bevor man sich abends Assi-TV oder Dieter Bohlen reinzieht, würde ich sinnvollen Youtube-Videos, zu denen ich diese Serie zähle, den Vorzug geben.


    Seht selbst! :)


    [YOUTUBE=OVkntkChnnM]