Größtenteils stimme ich ferret zu, dass eine gewisse Vorbereitung auf eine möglichst große Bandbreite an, sagen wir "unangenehmen Szenarien" dringend notwendig ist.
Beginnen sollte man seine individuelle Preparation mit einem Plan. Was mache ich, wenn Fall X eintritt, was, wenn Fall Y eintritt? Diese möglichen Fälle muss man davor natürlich erst definieren (Naturkatastrophe, zerstörte Infrastruktur, Gewalt/Überfall/Krieg, Haus brennt ab usw usw...)
Wenn man weiß, was zu tun ist, stellt man auf dieser Grundlage die Ausrüstung zusammen, die einem das Zurechtkommen erleichtert.
Grundsätzlich - und das muss ich besonders betonen - würde ich es aber keinesfalls übertreiben mit der Vorbereitung. Sicher, ein wenig sogenanntes "Bug-out-gear" in greifbarer Nähe zu haben ist nahezu obligatorisch (Selbst das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt dies, jedoch liest man hier von Messern kein Wort, damit könnte man sich ja verletzen
egal, anderes Thema
). Lebensmittelvorräte würde ich so nicht direkt anlegen. Das ganze sollte vielleicht eher einem umfangreichen Haushalt dienen. Wenn man einen großen Keller oder einen ähnlichen Raum zur Verfügung hat und sich finanziell solche Späße erlauben kann, dann kauft man einfach ein wenig (oder auch wesentlich) mehr ein, als man direkt braucht, und lagert es einfach. Dasselbe gilt für alle anderen Gegenstände des täglichen Gebrauchs im Haushalt.
Ich würde vorschlagen, dass man, angelehnt an die legendäre Regel der Dreien, dazu im Stande ist, mit seinem Bug out gear drei Tage, und in seinem Haus drei Wochen größtenteils autonom überleben kann. Das mit den drei Wochen kann in einer Wohnung im Stadtgebiet schwierig werden, weil Platz oft knapp ist. In ländlichen Gebieten empfehle ich dies aber nachdrücklich. Aber auch ein Großstadt-Cowboy sollte sich eine Woche in seiner Wohnung verschanzen können. Für ihn ist es ja glücklicherweise leichter, zusätzliche Vorräte zu beschaffen, da Supermärkte meist nicht weit sind. Dort kann man bei intakter Zivilisation entweder einkaufen oder, im Katastrophenfall, sozusagen plündern. Bitte versteht diese Aussage nicht wieder als Anstiftung zum Gesetzesübertritt, aber wenn alles den Bach runter geht, dann wird sich daran auch keiner mehr stören. Dann zählt das Recht des Stärkeren oder dessen, der zuerst da ist.
Puh, ganz schön viel zu bedenken
Aber noch mal meine Kernaussage - vorbereiten ist wichtig, aber man soll es auch nicht übertreiben und eher im Versteckten agieren. Wenn die Zivilisation zusammenbricht sollte man auf andere Menschen am besten bettelarm wirken, dann hat man seinen Frieden.