Posts by hard2handle

    So wie ich das bisher gesehen habe ist das Peltonen quasi der Wegbereiter für diese Kategorie "aktualisierte Puukkos", in der sich auch Mora mit seinen Messern seinen Platz gesucht hat. Die Terävä versprühen tatsächlich den Ostcharme eines Ladas, rustikal und günstig während die Moras eher feingliedrig und günstig sind.


    Das Rokka Korpisoturi sehe ich da eher als konsequente Weiterentwicklung, das diese Entwicklungsrichtung aufgegriffen hat und viele Detailverbesserungen hat:

    • rhombische Klinge wird hier eingesetzt (gab es bei Puukkos natürlich schon)
    • differentielle Härtung (gab es auch schon vorher)
    • klasse Materialien für Griff und Scheide
    • die Form des Griffes

    Die Optik zumindest der Klinge ist deutlich weniger "Terävä", wahrscheinlich scheust Du Dich deswegen es mal härter ranzunehmen. Aber in der Praxis kann es das absolut leisten!


    Ich freue mich auf weitere Berichte, wie gesagt, ich bin damit auf Wolke 7 aber es gibt immer Punkte die andere mehr oder weniger stark gewichten, aus der subjektiven Nutzungsabsicht und Erfahrung heraus...

    Da ich bereits in einem anderen Forum ein Review geschrieben habe....


    Wäre trotzdem schön, das auch hier einzufügen. ;)

    Was mich persönlich brennend interessieren würde: Ein Vergleich zum Peltonen m07 - auch finnischen Ursprungs, annähernd gleiche Grösse, Masse und Konstruktion sowie gleicher Klingenstahl.

    Review ist nun im ersten Post verlinkt.


    Zum Peltonen M07 kann ich so nichts sagen, ich hatte vor Jahren das 95er (?), als das im Messer Magazin mal bekannt gemacht wurde. Aber mit dem wurde ich nicht warm, die Klinge war mit bis an die Schneidphase zu dick, für Alltagsaufgaben für mich ungeeignet. Wie die mittlerweile aussehen weiß sich nicht…


    Meine Prios sind Alltagstauglichkeit (d.h. Nutzbarkeit in Küche, als EDC usw), Holzbearbeitung (Schnitzen und leichtes Batoning, für mehr gibts ein Beil) sowie Usability (Handlage in verschiedenen Griffhaltungen, auch bei nassem Griff, Klingenform usw).


    Und da bietet mir das Korpisoturi einfach die beste Gesamtperformance von allen Messern die ich bisher benutzen durfte…

    Die originale Scheide ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, nicht nur optisch. Beim Wegstecken des Korpisoturi muss man darauf achten dass es einrastet.


    Das Ziehen ist sehr schwer, da es mechanisch festgeklemmt wird. Aber wenn man den Daumen auf die Scheide legt und beim Ziehen die Hand mit dem Griff quasi an der Scheide abstößt geht es ganz gut…

    Nachdem hier nun schon ein paar Mitglieder auch das Rokka Korpisoturi haben ist es vielleicht Zeit hier einmal ein separates Thema zu eröffnen um die Erfahrungen damit zu bündeln.



    Da ich bereits in einem anderen Forum ein Review geschrieben habe möchte ich hier nicht alles wiederholen, sondern nur kurz ein paar Gründe zusammentragen warum ich mich dafür begeistere:


    Nachdem ich das Korpisoturi nun ein Dreivierteljahr im Einsatz habe - vom Batoning, Kücheneinsatz bis mittlerweile als EDC - habe ich quasi alle anderen Messer verkauft, da ich damit alles machen kann für was ich ein Schneidwerkzeug benötige.


    Auch wenn der Carbonstahl pflegeaufwendiger als rostfreier bzw rostträger Stahl ist funktioniert das für mich sehr gut. Mittlerweile gibt es jedoch auch eine Variante aus N690-Stahl. Der Griff ist ideal, liegt bei mir perfekt in der Hand und lässt das Messer perfekt führen, ob grobe oder feine Schnitte gefragt sind, in welcher Griffvariante auch immer.


    Die Originalscheide ist auch gut, ich habe mir jedoch von Vegvisir Creations zwei klasse Scheiden besorgt, eine direkt bei der Messerbestellung, die andere dann direkt nachgeordert. Die Kydex-Scheiden sind erstaunlich klein und tragen weniger auf als die originale, und sind mir einfach lieber.


    Die Klinge mit ihrer rhombischen Form ist klasse: so werden die Vorteile vom Scandi- und Flachschliff vereint, und die mit 5mm doch wuchtige Klingendicke fällt nicht so ins Gewicht. In der Küche kann man es gut einsetzen, Zwiebeln, Speck, alles lässt sich sehr fein schneiden. Nur bei manchen, härteren und dickeren Dingen wie Karotten merkt man die 5mm Klingendicke, das lässt sich nicht leugnen. Dennoch ist das Arbeiten damit möglich und kein Problem.


    Zur Pflege: ein wenig Ballistol H1-Öl, und die Klinge ist nach dem Säubern wieder geschützt. Schleifen ist nicht notwendig, da die Klinge auf Null geschliffen ist. Seit einem halben Jahr ziehe ich das Korpisoturi nur mit Chrompaste auf dem Leder ab, es rasiert dann problemlos wieder.


    Das Korpisoturi deckt bei mir eine Nutzungsbreite ab die ich bisher nicht mit einem Messer erreichen konnte, so dass ich es mittlerweile als EDC täglich im Einsatz habe, da es das Öffnen von Paketen oder Abschneiden von Fäden natürlich ebenso beherrscht wie alles andere…

    Eine Frage an die Korpusoturi-Käufer: hat jemand von Euch die Stainless-Variante gekauft? Die bisher gezeigten sind alle die Carbonstahl-Version, wenn ich das richtig gesehen habe…


    Und beabsichtigt jemand die Scheide von Vegvisir Creations zu kaufen? Dazu kann ich gerne ein paar Fragen beantworten :thumbup:


    Ich selbst war und bin immer ein Fixed-Freund bei der ganzen Diskussion, habe aber über die Jahre die Erfahrung gemacht, daß auch Folder sehr nützlich und zuverlässig ihren Zweck erfüllen....

    Also verwerfe ich so einen Folder eben nicht einfach als "sowieso ungeeignet", sondern überlege, wie er dann etwas Robustes bekommen kann, mit dem man eben möglichst viel machen kann.

    So sehe ich das auch: für mich war ein Fixed outdoors immer Pflicht, beim Pohl Force Mike Five hatte sich das schon fast geändert.


    Letztlich gab die §42a-Konformität den Ausschlag wieder auf ein Fixed zurückzugehen, ansonsten hätte mich das fast gehabt - stabil, top Klinge, Backlock und geschmeidige Handlage. Aber ein Einhandmesser mit Verriegelung ist sehr praktisch, aber eben eine OWI nach Waffenrecht… :rolleyes:


    Und daher eben nur noch Fixed, damit bin ich aus allem raus solange es nicht die Machete sein muss.


    Aber ehrlich gesagt reicht mir eine 10-11cm-Klibge und ein gutes Beil für die allermeisten Anwendungen aus, insbesondere in Kombination mit einer Säge - und da kann das Messer an sich grundsätzlich auch ein Klapper sein…