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NicoColt1911

Erleuchteter

  • »NicoColt1911« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Niedersachsen

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1

Donnerstag, 28. November 2019, 19:09

Älteres, aber unbenutztes Messer mit "Krater" in der M390-Klinge. Woher kann der kommen? (Anschliff?)

Hi,

ich habe ein TRC (fixed) mit M390-Klinge. Das Messer ist schon ein paar Jahre alt, aber ich habe es nur gekauft, einmal angeguckt und dann wieder in den Karton gepackt und ins Regal gestellt, weil ich die Lederscheide irgendwie doof fand. :rolleyes:

Neulich habe ich es mal wieder rausgeholt und festgestellt, dass ein winziger (<0,5mm) schwarzer Punkt auf der rechten Seite der Klinge ist. Als er sich nicht ohne weiteres wegwischen / polieren ließ habe ich mir das ganze mal unter 50facher Vergrößerung angesehen. In der Vergrößerung erkennt man, dass das ganze keine Verfärbung sondern ein winziger "Krater" / eine Vertiefung ist.

Mir ist schon klar, dass man ohne Foto keine so tolle Ferndiagnose stellen kann. Aber meine Versuche ein Foto durch das Mikroskop zu machen scheiterten und auf einem normalen Foto erkennt man höchstens einen winzigen schwarzen Punkt.

Was denkt ihr was das sein könnte?

Korrosion? Dafür gibt es keine anderen Anzeichen und das Messer steckte zwar in seiner Lederscheide aber war ja die ganze Zeit trocken und lag auch in einem beheizten Teil der Wohnung.

Vielleicht eine kleine Verarbeitungsspur vom Anschliff?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »NicoColt1911« (28. November 2019, 19:25)


2

Donnerstag, 28. November 2019, 19:29

Vielleicht vom Dorn bei der Härteprüfung ? ?(

NicoColt1911

Erleuchteter

  • »NicoColt1911« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Niedersachsen

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3

Donnerstag, 28. November 2019, 19:33

Das kann ich eigentlich ausschließen. Die Stelle ist untypisch (im vorderen drittel der Klinge im oberen Bereich) und es ist viel, viel kleiner als die Testpunkte die ich so kenne.

4

Donnerstag, 28. November 2019, 20:49

Das dürfte ein kleiner nichtmetallischer Einschluss sein.
Wäre bei M390 aufgrund des Herstellungsprozesses zwar sehr ungewöhnlich, auszuschließen ist es leider nicht.
Ich lasse in meinem Job nicht ohne Grund verdammt viele Teile aus ähnlich teuren Stählen sehr aufwendig mit verschiedenen Methoden zerstörungsfrei prüfen. Da gibt es auch immer wieder mal Ausfälle die man niemals erwartet hätte.
Es ist aber wirklich ungewöhnlich dass man den Fehler bei dem Stahl mit bloßen Auge sehen kann...

saerdnA

Freistilmetaller

Wohnort: Rheiderland

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5

Donnerstag, 28. November 2019, 20:53

...

Korrosion? Dafür gibt es keine anderen Anzeichen und das Messer steckte zwar in seiner Lederscheide aber war ja die ganze Zeit trocken und lag auch in einem beheizten Teil der Wohnung.

Pitting würde trotz trockener Lagerung zur Korrosion passen... Kann ein einzelner, winziger Metallpartikel in der Lederscheide gewesen sein, sofern das Grübchen nicht vorher schon unentdeckt vorhanden war. Luftfeuchtigkeit kann auf Dauer manchmal heftiger wirken, als man glaubt.

Mir ist trotz gefühlt trockener Lagerung (im Heizungsraum !!) mal ein Messer in der Lederscheide festgerostet - war allerdings ein rostender Werkzeugstahl... Selbst "rostfrei" wie z.B. 1.4034 kann in Kunststoffscheide rosten, bzw. Pitting ansetzen...

Gruß Andreas
Warst Du gerade auf einem Erbsenzählerseminar? Nein, dafür bin ich nicht zutändig, ich spalte ihre Haare!

teachdair

ist nicht weiter wichtig

Wohnort: Wuppertal

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6

Donnerstag, 28. November 2019, 21:39

evtl Cross Contamination? ein Stueck Abrieb von nem Schleifstein oder ein ueberbleibsel aus der Scheide?

7

Freitag, 29. November 2019, 12:57

Guten Tag,

faktisch tut man sich doch schwer bei diesem Stahl an Korrosion zu denken, 20% Chrom, wenn der nicht beständig ist, was dann?
Kratzer in der Klinge, 1,9 % Kohlenstoff und 4 % Vanadium, damit macht man Kratzer in andere Sachen.
Sichtbare Fehler bei PM-Stahl, da frage ich mich wieso man sich den Aufwand der Pulvermetallurgie antut, wenn man Löcher im Material hat? Und Böhler Stahl ist schon sehr lange im Geschäft, das wären die nicht wenn sie löchrige Ware liefern würden.

Subjektiv, ganz subjektiv tippe ich auf ein Andenken vom Härten. Diesen Stahl muss man ziemlich hoch erwärmen, da ist schnell was passiert.

Viele Grüße

Roman

8

Samstag, 30. November 2019, 08:45

PM Stahl hat in erster Linie den Zweck die Carbidgröße zu reduzieren und die Kornverteilung zu verbessern.
Will man nur die Gefügereinheit verbessern sollte man eine ESU (oder eng verwabte) Behandlung am Stahl durchführen.

Aber kein Verfahren ist perfekt, ich erlebe immer wieder Ausfälle in der ZFP, selbst bei höchstwertigsten Güten.

Ich hatte diesbezüglich schon sehr interessante Gespräche mit einem Ingenieur von Böhler.

Wobei nach meiner Erfahrung Böhler aber die beste Stahlqualität aller meiner Stahllieferanten bietet.

John-117

Freund des freien Willens

Wohnort: nahe Wien

Beruf: Sesselfurzer

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9

Montag, 2. Dezember 2019, 09:24



Mir ist schon klar, dass man ohne Foto keine so tolle Ferndiagnose stellen kann. Aber meine Versuche ein Foto durch das Mikroskop zu machen scheiterten und auf einem normalen Foto erkennt man höchstens einen winzigen schwarzen Punkt.


Lupe bzw Lupenadapter fürs Handy verwenden oder mit sehr hoher Auflösung ablichten, dann kann man da schon recht gut reinzoomen wenn man das mit ausreichend Licht und verwacklungsfrei ablichtet :) und btw...die meisten günstigen USB Mikroskope machen auch kein besseres Bild, da bin auch schon mal eher ernüchtert vorn PC gesessen :) Denke mit Option 2 wird's am ehesten was.

ICEMAN

Manhunter

Wohnort: Graz/Austria

Beruf: LEO

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10

Montag, 2. Dezember 2019, 20:30

Warte nochmal ein paar Jahre bis man den "Krater" vielleicht mit den dann technischen Mitteln einer Handykamera dokumentieren kann und mach dir dann Sorgen.... Dieser Thread läuft bei mir unter "echt jetzt?? :bangdesk: "
-Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken -

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