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1

Dienstag, 14. Mai 2019, 23:44

Detailfrage: Falsche Schneide vs. Scharf geschliffen

Hallo Leute!

Das mag eine totale Detailfrage sein.... Aber ihr kennt das ja, dass man sich um solche Sachen Gedanken macht.

Worin liegen eurer Meinung nach die Pros und Contras von einer Falschen Schneide die logischerweise nicht scharf geschliffen ist, gegenüber der Variante das man diesen Bereich wirklich schärfen würde?

An ziemlich vielen "Tactical", "Survival" und Outdoormessern findet man Falsche Schneiden, aber nur ganz, ganz selten findet man welche bei denen dieser Teil des Messers wirklich scharf geschliffen ist.

Eigentlich wäre es doch ganz praktisch noch einen Klingenteil auf "Reserve" zu haben, den man sonst ja wenig nutzt. Was für ein Anschliff würde sich da eignen? Macht sowas einen wesentlichen Unterschied was die Penetrationsfähigkeit eines Messers angeht? Hat jemand Erfahrungen damit gemacht wie schnell sich solche Anschliffe abnutzen?

Wie gesagt.... ziemliche Detailfrage.... aber würde mich interessieren was ihr dazu vielleicht für Meinungen habt.

Gruß,

Red Bull

2

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:15

Was du auch betrachten solltest - ein dickes Contra - ist dass die scharfe zweite Schneide - wie bei einem Dolch - schnell unter das Führungsverbot fallen könnte oder würde, eine falsche Schneide noch nicht (mit Blick auf die aktuellen Diskussionen).
Ob eine zweite Schneide automatisch eine Hieb- und Stoßwaffe ergibt, weiß ich nicht sicher (Stichwort (Wortspiel :)) Zweckbestimmung), aber auf die Diskussion möchte ich mich bei einer Kontrolle nicht einlassen.

Wohnort: München

Beruf: Lernt noch

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3

Freitag, 17. Mai 2019, 13:26

Beim Batonen macht es meiner Erfahrung nach einen wesentlichen Unterschied ob fehlschärfe oder richtig scharf.
Richtig scharf zerstört ein Schlagstück nach dem anderen, angedeutet nicht ansatzweise so extrem.
Als kampfmesser bestimmt sinnvoll, als utilitymesser unpraktisch, auch weil man den daumen nicht auflegen kann.
Zur Penetration kann ich dir nichts sagen

Stinkeputz

So weit - so gut....

Wohnort: Kurpfalz

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4

Freitag, 17. Mai 2019, 16:10

Beim Batonen macht es meiner Erfahrung nach einen wesentlichen Unterschied ob fehlschärfe oder richtig scharf.


Ich habe es mir in den letzten Monaten wirklich verbissen, hier immer wieder klugzuscheissen - aber nun bist du halt nochmal dran.

Die schmale Kante an der Oberseite der Klinge heißt - verdammt nochmal - nicht "Fehlschärfe"...

Falsche Schneide, False Edge oder auch gerne 'Schor', wie ein gerne von Micha verwendeter traditionellerer Begriff.

Nachlesen! :loser hier! und merken.
Danke

Beste Grüße,
Andy
Perfer et obdura!

Kosta(s)

Unverbesserlich

Beruf: Hab ich

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5

Freitag, 17. Mai 2019, 16:22

Ich denke mal das die fehlschärfe eher ein optische Geschichte ist.
Welche beim T.R.E. Meiner Meinung richtig sexy aussieht :D
Natürlich habe ich keine Ahnung :D :rolleyes:

Ich persönlich würde mit einem Dolch mir permanent die Finger schneiden. 8o

Das TRC Knives Urban Tactical Harpoon würde ich aber kaufen :love: :love: . Wenn nicht so teuer wäre

Edit: mist wollte es als P.S. einfügen
Schor Natürlich stinkeputz :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kosta(s)« (17. Mai 2019, 16:23)


6

Freitag, 17. Mai 2019, 16:46

Ohne da etwas durcheinander werfen zu wollen. Mir geht’s dabei nicht um den kompletten Klingenrücken, sondern nur um zB ein paar Zentimeter auf dem „Rücken“ der Spitze.

Wie zB beim ESEE 3 Military, ER Shrapnel, Cold Steel SRK und ähnlichen Modellen.

Also wirklich nur um den vorderen Teil, eben an der Spitze und manchmal, meinetwegen bis zur Hälfte des Klingenrückens.

Manchmal sieht man, das Leute sich diese Bereiche wirklich schärfen.

7

Freitag, 17. Mai 2019, 19:22

@Kosta(s):

Jetzt hat Stinkeputz sich so viel Mühe gemacht aufzuklären, und Du knüppelst wieder voll rein! :D :bonk:

Ot aus!

Ich finde, viele Designs profitieren sehr von einer dezenten falschen Schneide.
Eine kurze Schor im vorderen Teil erhöht halt die Penetrationseigenschaft, aber es sieht halt hier und da einfach „runder“ aus, so eine Spitze (astreines Wortspiel :D ).

An einem Messer, wo man batonen möchte, ist das klar kontraproduktiv, aber das muss man (ich) auch nicht grad ständig machen, außerdem hat man ja mehr als ein Messer zur Auswahl.

Kosta(s)

Unverbesserlich

Beruf: Hab ich

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8

Freitag, 17. Mai 2019, 19:31

:D

Hier mal meine TRE schor

Schön dezent aber nicht bei den preiswerteren G10 Modellen.

9

Freitag, 17. Mai 2019, 20:37

Genau. Und jetzt ist halt mein Gedanke, ob es irgendeinen nennenswerten Vorteil (abgesehen von irgendwelchen Paragraphen und anderem Zeug....) hat, wenn man diese Schor / Falsche Schneide im vorderen Bereich wirklich schärft vs. sie stumpf lässt?

Wird z.B. die genannte Penetrationsfähigkeit nennenswert erhöht, wenn man sie schärft? Macht es Sinn so eine Schneide als Reserve zu haben, evtl. sogar in einem anderen Anschliff oder so?

Wohnort: München

Beruf: Lernt noch

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10

Freitag, 17. Mai 2019, 20:42

@Stinkeputz

Danke für die Aufklärung!

Den Gedanken mit der Reserveschneide hat andy Tran mit dem Tops Tahoma Field knife verwirklicht

11

Samstag, 18. Mai 2019, 03:52

Wenn es nur um die Penetration geht, ja, wenn das False Edge ein par cm scharf ist, sollte die Penetrationsfähigkeit besser werden, diese hängt aber auch von der Form der Klinge ab. Breite Klinge mit großem "Bauch" wird nun mal nicht so gut penetrieren wie eine schmale Klinge, die zur Spitze immer schmäler wird, die Klingendicke spielt hier auch eine große Rolle. Ich habe mal ein paar Penetrationstests mit einigen von meinen Messern gemacht und war überrascht wie gut eine schmale Klinge mit 4,5 mm Dicke ohne False Edge oder geschliffenem Rücken penetrieren kann, es gab keinen oder fast keinen Nachteil gegenüber anderen Messern, die sowohl beidseitig scharf oder ein False Edge haben. Beidseitig geschliffene Messer können im Kampf einen Vorteil haben, müssen aber nicht, hier ist z. B. eine schmale Klinge mit einem guten False Edge oder einer filligraner Spitze auch von Vorteil, es lässt sich auch als Werkzeug nützen. Beidseitige Klingen muss man im Kampf technisch richtig nützen können, sonst ist der Erfolg eher mäßig.
vae victis

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kibo« (18. Mai 2019, 03:55)


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