Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: www.tacticalforum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 25. April 2019, 08:17

Böker / Martin T3 - Üppige Schöne im zu üppigen Lederdress...

Intern haben schon einige von Euch angefragt, daher hier mal vorab zur Info:

Momentan nutze ich freie Zeit und Energie im Kampf gegen die drohende Messerrechts-Verschärfung, das läßt mir derzeit bei beiden Ressourcen keine Möglichkeiten, parallel eine umfangreichere Darstellung der Erfahrungen mit dem T3 zu verschriften.

Das Messer ist bei den Wanderrunden und auch ansonsten draußen sehr oft dabei und macht sich bei meinem Anforderungsprofil und meinen Messer-Vorlieben hinsichtlich Masse, Stabilität usw. AUSGEZEICHNET!
Das hat auch eine entsprechende Darstellung verdient, aber ich komme aktuell nicht dazu....

Einziger "Wermutstropfen" für mich bislang ist die Scheide, die fürs Wandern "passt", im Einsatzbereich aber nicht so recht gear-kompatibel ist.
Und wenn man das Riemen-Gedöns nicht benötigt, ärgert man sich natürlich auch über das dann überflüssige Volumen.
Das Messer könnte ich mir sonst auch SEHR gut als fixes Einsatzmesser z.B. im militärischen Bereich vorstellen, natürlich auch dort nur bezüglich Werkzeugeinsatz.
Das wäre ein ausgezeichnetes Allzweck-Tool im Sinne mancher Pilotenmesser!

Bitte gebt mir also noch Zeit für einen Bericht, die bisherigen Erfahrungen mit dem Messer sind so positiv, daß ich das nicht "mal eben" runterschreiben mag und auch nicht kann.

Vielleicht läßt sich Böker dann ja doch noch dazu bereden, eine alternative flache Scheide anzubieten oder etwas in der Art der berühmten Lederscheide für das Ontario Pilots Knife....Würde hier auch bestens passen! :)
Sonst müßte man ggf. mal schauen, ob das T3 in die Ontario-Scheide passt....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Micha M.« (30. Mai 2019, 15:33)


2

Donnerstag, 30. Mai 2019, 15:10

Mal ein kurzer "Zwischenbescheid":
Die Arbeit im "Kindergarten" und gegen die Pistorius-Initiative hat mich in der ganzen zurückliegenden Zeit so ausgelastet bis -gelaugt, daß wenig Zeit und Energie zum Erproben des T3 verblieben.

Aber immer, wenn ich es dabei hatte, habe ich das Messer sehr positiv und angenehm wahrgenommen, und es hat mich bei keiner der erledigten Alltags-Aufgaben enttäuscht, weder in Performance noch Handlage.

NEIN, man "braucht" für normale Alltags-Schneidaufgaben nicht so ein auf höchste Stabilität ausgerichtetes Messer, und es wird viele User geben, denen etwas Leichteres besser gefallen und fürs Alltags-Schnippeln einen mindestens ebenso guten Job machen würde. Nicht jeder möchte so ein "üppiges" Messer über weite Wanderstrecken tragen, manche wollen lieber etwas rückenhoch Angeschliffenes von Mora-Stärke....
Aber das ist wie immer: Noch keins der von mir geführten oder auch vorgestellten Messer hätte JEDEN glücklich gemacht. So ist das Leben :)

Aber es gibt eben auch die "Fraktion", die gern ein wenig mehr in der Hand hat und das dann eben auch zu tragen bereit ist. Und die die Frage nach der Sushi-Qualifikation eines halbhohen Säbelschliffs dann eben mit ein wenig stärkeren Speckscheiben beantworten.....
Meine Wandermesser von Roman gehen in die Richtung, auch er "kann" ja auch dünner, aber ich habe die Wahl meiner Wandermesser wie "im Extrem" des fast drittelzollstarken "M1" nie bereut.

Entsprechend bereue ich bislang auch nicht die Wahl des T3, das bestens in der Hand liegt und alles so schneidet, wie es mir zusagt - und dabei "Reserven" für Belastenderes behält, die ich einfach so beruhigend finde wie das üppige Gewicht des Messers.

Was sich allerdings auch immer weiter verstärkt, ist der Unmut über die voluminöse Scheide, mit der ich - außer dass sie so schön wander-friedlich und altmodisch ausschaut - wenig bis nichts anfangen kann. Mit abgenommenem Sicherungsbügel (man kann ihn abnehmen, das ist toll!) hält sie das Messer nicht (das ist dann nicht toll). Und das ganze Riemenzeugs drumrum macht sie "bulky", um nicht fett zu sagen....und ich kanns überhaupt nicht gebrauchen.
Quertrageweise passt kaum irgendwo bequem, quer auf dem Rücken ist sicherheitsmäßig für mich ein No-Go. Also für mich optischer Dickmacher und totes Gewicht...
Entsprechend kommt das T3 bei mir meist in eine andere Scheide, es passt lustigerweise sehr gut in die des Böker Vollintegral und trägt sich darin viel dezenter und für mich auch praktischer. Selbst in der Scheide des GEK EDC trägt es sich gut, da kann man es sogar sinnig cross tragen, ohne daß es ellenlang quer steht. Momentan steckt es in einer Cordura-Scheide in Camo, passend zu meinen Wanderplünnen, sieht darin toll aus und trägt sich praktisch und paßt perfekt zu meinen Wander-Klamotten.
Für mich ist also alles irgendwie besser als der Bushcraft-"Koffer" der Serienlieferung....

Ich werds jetzt zeitnah vermehrt zum Wandern mitnehmen, dann gibts mehr Bilder und detailliertere Erfahrungen.
Bislang kann ich das Messer jedenfalls den "Plus-Size"-Liebhabern in diesem Bereich drall und handfüllend und vertrauenerweckend ans Herz legen - die Scheide aber eindeutig nicht.
Und mit ner beigestellten Custom-Kydex oder ner flacheren Lederhose hebt man eben auch den ohnehin nicht ganz niedrigen Preis dann noch weiter....

Also bislang sozusagen ein überzeugtes "Hmmmm....." :)

3

Donnerstag, 30. Mai 2019, 15:31

Hier mal ein paar Bilder zusammengefaßt dazu:

















»Micha M.« hat folgende Bilder angehängt:
  • 1.jpg
  • 2.jpg
  • 3.jpg
  • 4.jpg
  • 5.jpg
  • 6.jpg
  • 7.jpg
  • 8.jpg
  • 9.jpg

4

Donnerstag, 30. Mai 2019, 15:55

Das Teil sieht wirklich nicht schlecht aus! Eine der wenigen Klingen von Böker die mir auf Anhieb gefällt!!!!

5

Donnerstag, 30. Mai 2019, 16:02

Moin Micha,

danke Dir für die Vorstellung. Bin gespannt welche Erfahrungen Du vom Wandern berichtest. Das Martin T3 weiß zu gefallen. Lediglich die Hohlnieten im Griff hätte ich mir etwas größer und mit Kragen gewünscht, aber das ist Geschmackssache. Die Klinge erinnert mich an ein Bayley S4. Gefällt mir.

Danke fürs zeigen!
two is one, one is none

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Idox« (30. Mai 2019, 21:14)


6

Donnerstag, 30. Mai 2019, 19:30

Ja, die Formsprache gefällt mir, aber Preis ist mir zu happig für Böker. Aber das ist eine sehr subjektive Geschichte. Ohne Marc an Bord wirds mit Böker und mir sicher nicht aussichtsreicher :shrug: Bin gespannt auf die Ergebnisse. Dürfte im Extrema-Ratio-Revier wildern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »columbo« (30. Mai 2019, 19:31)


7

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:10

Hier mal Specs

Gesamtlänge: 23 cm
Klingenlänge: 11 cm
Klingenstärke: 4,5 mm
Gewicht: 256 g
Designer: Martin Knives
Klingenmaterial: N690
Griffmaterial: Micarta
Verschluss: Feststehend
Farbe: Braun
Klingenfarbe: Unbeschichtet

und ein Link zur Böker-HP mit dem Produkt:

https://www.boker.de/t3-120665#65cfe690d…35e4296e61e1192

Auch wenns wirklich beruhigend massiv daherkommt, ist die Klinge also nicht mal 3/16 Zoll (Buchs-Amigo: 4,8 mm :) ) stark, bringt aber eben durch den halbhohen Anschliff viel "Fleisch" mit.
Aber es ist schon noch ein wenig schlanker als die alten C-Klasse-Viertelzöller von ER, mit der dünneren neuen Generation außer dem T4000 bin ich ja nie warm geworden...

Aber das T3 ist schon auf erhebliche Stabilität ausgelegt und ist im Martin-Portfolio z.B. mit Piloten-Survivalmessern usw. eng verwandt, die ebenfalls als "Eins-für-alles" beworben werden.

Das Messer selbst ist imo ausgesprochen "sexy", es erinnert in der Kontur und Konzeption ein wenig an Modelle wie das Rob Bayley S4, ein sehr berühmtes und hochpreisiges Bushcraft-Messer, mir persönlich gefällt die Kontur des Martin sogar deutlich besser.

Überhaupt lohnt auch die Martin-HP mehr als einen Blick, das weckt durchaus vielleicht noch andere Begehrlichkeiten und ist interessant:

http://www.edmartinknives.com/Survival.html


Das Messer ist wie gesagt in diesem Gesamt-Pack für mich nicht das "Problem", das ist einfach ein sehr geeignetes und bestens in der Hand liegendes Gerät für User, die diese Gewichtsklasse mögen. Aber während ich anfangs - Ende März, direkt nach Erhalt - eher noch gewillt war, mich mit der Scheide zu arrangieren und auch Schlimmeres (so einen Koffer mit zig Riemen und Vortaschen und genug Zubehör für eine Rucksackfüllung....) befürchtet hatte, hat sich die durchaus wertig gemachte Scheide für mich dann beim Tragen eben zum größten für mich feststellbaren Schwachpunkt dieses Angebots entwickelt.
Wie gesagt: Verzicht auf den Sicherungsriemen geht nicht, obwohl er sehr lobenswerterweise sogar abnehmbar ist. Und die Scheide ist seitenwahlfrei, auch das ist ja keine Selbstvertändlichkeit. Aber Friktion hält das Messer allein nicht darin. Vor allem aber ist mir das alles für meine Trageweisen einfach "too much" und passt übrigens im Stil natürlich auch überhaupt nicht zu taktischem Gear, obwohl das Messer selbst sich ausgezeichnet als Einsatzmesser machen würde.

8

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:19

Lohnt sich da keine Kydex?

9

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:29

Doch, natürlich, wenn man das Messer mag.
Wäre ja auch putzig, das auszuschließen, wenn man andererseits selbst ein Companion neu "einkleidet", bei dem die Kydex nachher mehr kostet als das Messer :)
Aber man muß es halt als weiteren Kostenfaktor akzeptieren, und das Messer liegt ja so schon bei "Zweifuffzig" lt. Liste.....

Wie gesagt, es passt auch in die Lederscheide des Vollintegral und in die Cross-Scheide des Eickhorn-GEK-EDC, die ich ja beide besitze.

"Gelöst" hab ich das aber für mich so:



Passt zu MEINEN Wandersachen besser als der "Lederkoffer" :)
»Micha M.« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20190530_202117.jpg

10

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:34

Rob Bailey, diese fetten Outdoorscheiden ... das war dieses Bear Grills Thema. Das T3 gefällt jedenfalls mit vernünftiger Scheidenoption.

11

Montag, 3. Juni 2019, 15:10

Unterwegs am Feldberg...


12

Montag, 3. Juni 2019, 15:37

Gibt es einen Grund, warum Du das Messer rechts seitlich trägst, aber linkshänder-style mit Schneide nach vorn im Holster hast?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »columbo« (3. Juni 2019, 15:39)


13

Montag, 3. Juni 2019, 15:44

Gibt es. :)

Sitzt relativ hoch am Gürtel uns zieht sich dann reverse bequemer.

14

Montag, 3. Juni 2019, 17:25

Details aus der Praxis :thumbup:

15

Sonntag, 16. Juni 2019, 18:39

Das Messer hatte ich nun in den 2 Wochen im Schwarzwald an den meisten Tagen draußen dabei, nur gelegentlich mal abgelöst vom Böker Vollintegral und vom BJ 124, die ebenfalls im "Wandermesser-Urlaubsbestand" dabei waren...







In der FeWo und beim Brotzeiten unterwegs hats Lebensmittel geschnitten, unterwegs alles, was so an- und dann abfiel oder sich mal prüfenderweise zerteilen oder beschnitzen lassen mußte. Die Schneidleistung hat mich für ein Messer dieser Klingengeometrie vollauf befriedigt - das ist aber, wie alles andere, natürlich ein individueller Eindruck, den Freunde graziler Schneidteufel vielleicht nicht so ausgeprägt teilen. MIR waren die Speckscheiben dünn und der Schnitt leicht genug, und beim probeweisen Beschnitzen von hartem, astigem Holz hatte ich keinerlei Sorge um die Schneide. Vor allem blieb das Messer bei solchen Arbeiten auch SEHR bequem in der Hand.

Leistungsdaten und Design überzeugen mich auch im Praxisgebrauch und beim Mitführen rundherum, was das Messer angeht - das gilt dann aber eben ausdrücklich für Leute mit MEINEM Beuteschema und Freude an robusten Messern mit ein wenig üppigerem Gewicht. Das Aussehen ist eh etwas für mich :)

So sehr mich das Messer überzeugt, sowenig wurde und werde ich mit der Scheide warm.
Wenn sie das Messer wenigstens bedarfsweise auch ohne Sicherungsriemen halten würde....wenn das ganze Riemengedöns abnehmbar wäre....Aber im Lieferzustand hab ich den "Koffer" mehrmals ausprobiert und dann jetzt im Urlaub ausnahmslos ersetzt, ein- oder zweimal durch die Scheide des Vollintegral, ansonsten durch die Cordura auf den Bildern.

Am Ende bleibt ein positiver Eindruck, aber mit der Gewissheit, daß er weniger "allgemeingültig" ist als z.B. beim Cub. Auch das nicht ein Messer, "das jeden glücklich macht" mit seinem Hohlschliff und seinem Choil, aber insgesamt nach meinem Eindruck doch etwas für breitere Kundenkreise als das üppige T3, das ja auch seinen Preis hat. Die üppige Schöne muß man mögen - ich mag sie.
Übrigens, was ja sozusagen ein besonderes Prädikat ist: Jasmin mag es auch und hat es klaglos verwendet, wenn sie unterwegs oder in der FeWo-Küche ein Messer brauchte. Ansonsten geht sie außer mit den Moras nur mit wenigen meiner Messer gern um....

Wegen der Scheide mag ich aber keine "allgemeine" Kaufempfehlung erteilen.
Wers gern in dieser Stärke mit Säbelschliff und den satten Maßen mag, ist m.E. mit dem Messer SEHR gut bedient, insbesondere ist es natürlich eine interessante und dann sogar vergleichsweise preisgünstige Alternative zu Bayley...
Ich selbst werde das Messer gern so lange führen, wie man mich läßt (bei anderen als Böker kann man ja davon lesen, was da evtl. auf uns zu rollt....), die Scheide kommt aber in die große Tüte mit Zweit- und Reservescheiden.

Wer sich wundert, daß ich diesmal so knapp schreibe: Mir sind derzeit eindeutig alle Bemühungen um unsere Rechte wichtiger, nur so fürs Sofa oder die Vitrine würde ich eh so ein Messer nicht kaufen...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Micha M.« (16. Juni 2019, 18:41)


Ähnliche Themen

Social Bookmarks

UNSERE FORENPARTNER:


Joe’s Messershop – Stahlwaren & mehr …

Unsere Partnerseiten: