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1

Freitag, 29. März 2019, 19:01

Die etwas andere Art eine Kydex zu machen

Hallo Forum,

Ich hatte mich bereits an Kydexscheiden versucht, da mir aber handwerkliches Geschick fehlt und die passenden Maschinen war das Ergebnis nie so wie ich mir das wünsche. Es war für mich immer sehr lästig nach dem formen die Kydex zurechtzuschneiden. Meistens mit Stichsäge, Blechschere... naja... Murks eben. Nun hab ich mir etwas ausgedacht und zwar wollte ich alles vor dem eigentlichen formen fertig haben so dass hinterher nicht geschliffen, gesägt und gebohrt werden muß. Ich bin eben fertig geworden und ich bin sehr zufrieden. Das Messer sitzt perfekt, keine Kratzer auf der Klinge. Alles wie es sein soll. So werde ich das künftig immer machen. Zwar etwas aufwändig aber es lohnt sich.

Als Opfer mußte das heute angekommene Lionsteel M4 herhalten. Schlau wie ich bin bei Jürgen Schanz bestellt der gleich einen vernünftigen Anschliff an das Messer gezaubert hat. Der Ablauf war wie folgt:


Größe samt Ösen in der Schneidesoftware geplant



Papierausdruck



Schablone ausschneiden



Form überprüfen




Schneideplotter mit selbstklebender Folie bewaffnet



Folie entgittert



SK Folie auf Kydex aufgeklebt



Kydex mit Tischkreissäge grob in Form gesägt



am Bandschleifer geschliffen



Löcher gebohrt


weiter im nächsten Post...

2

Freitag, 29. März 2019, 19:04


mit feinem Schleifpapier die Kanten gefinishd



der Rohling ist fertig



vernieten



das Übliche...



immer die längsten 10 Minuten meines Lebens



sieht gut aus



fertig. Das Pressen war der letzte Arbeitsschritt. Wie es geplant war.

Gruß Christian

Manix

Member of

Wohnort: Berlin

Beruf: Desk Jockey

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3

Freitag, 29. März 2019, 19:45

:thumbsup: Perfekt - gefällt mir ausgesprochen gut! Du hast den Prozess auch sehr schön dokumentiert.

Manix
Messer sind gefährlich. Aber in den richtigen Händen sind sie ein ständiger Quell der Freude und Erbauung.

DarkAsgard

Foren-Weise

Wohnort: Amberg/Oberpfalz

Beruf: Scheren-/Messerdomteur

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4

Freitag, 29. März 2019, 21:08

Tolle Sache Christian, schön geworden und klasse bebildert :thumbsup:

Greez Klaus
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.
Drum gab er Messer, Schwert und Schild, dem Mann in seine Rechte.

emil

Besessener

Wohnort: Waldviertel/Nö

Beruf: sehr hart

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5

Samstag, 30. März 2019, 06:23

Genial gemacht!
In Funken versunken!

Potti

Spezialist

Wohnort: München

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6

Samstag, 30. März 2019, 09:23

Super Arbeit gefällt mir gut, ich habe meine ersten Kydexscheiden auch mit sehr wenig Werkzeug gemacht.
habe die Form nach dem pressen immer mit einen Cuttermesser ausgeschnitten was sehr gut funktioniert hat,
danach die Feinarbeit mit Schmirgelpapier und Bandschleifer gemacht. Hat für mich immer sehr gut geklappt.
Gruß Potti

Anvil1971

Super-User

Wohnort: Ruhrpott-Republic

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7

Samstag, 30. März 2019, 09:48

Hey, vielen Dank für den super Bericht, der auch noch prima und ausführlich dokumentiert ist.
Es zeigt das der Kydexbau keine Rocket Science ist und, motiviert durch Dich, werde ich mich wohl auch mal dran versuchen.

tacticalhorst

Game´s the same... just got more fierce !

Wohnort: Westfalen

Beruf: Shifty

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8

Samstag, 30. März 2019, 15:10

Ich versteh deinen Satz im ersten post irgendwie nicht =

Kein Werkzeug ?

Kein handwerkliches Geschick ?

8|

Ist doch alles da und dazu noch top geworden !
Einem Mann, der keine Fehler macht, kann man nicht trauen !

balinzwerg

Legion der Verlorenen und Vergessenen

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9

Sonntag, 31. März 2019, 07:13

Da Ergebnis kann sich sehen lassen, ich verstehe aber den Zwischenschritt mit der Plotter Folie nicht, warum nimmst die das Papier nicht als Schablone? So mach ich es wenn ich Kydex sparen will.
T.I.T.A.N #0815 // Kopportunist #0815

10

Sonntag, 31. März 2019, 07:47

Moin Christian,

schöne Herangehensweise und klasse gemacht. Ein schönes Höschen hast Du dem M4 gezimmert.
Musstest Du die Kanten nach dem Falten noch versäubern bzw. plan schleifen und haben die Löcher deckungsgleich gepasst? Falls ja: Respekt, da muss man schon SEHR saubere Vorarbeit leisten beim Aussägen/Schleifen und Bohren. Ich denke es wäre sehr viel einfacher die Bohrungen nach dem Falten zu setzen und die Kanten dann noch feinzuschleifen. Aber das ist nur meine Meinung.
Erfrischend anders. Danke fürs Zeigen. :thumbup:

@Balin: weil er einen Schneidplotter hat 8). Würde ich genau so machen :)
two is one, one is none

goblin

suum cuique

Wohnort: südl. BrBg

Beruf: Techniker

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11

Sonntag, 31. März 2019, 11:35

Echt gut geworden, saubere Arbeit. :thumbup:

Allerdings erschließt sich mir nicht wirklich der Sinn der Übung.
Deine Vorgehensweise erscheint mir doch deutlich aufwändiger und fehleranfälliger als die übliche Variante.

Gruß Thomas
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."

Argento

Team Bullcrafter

Wohnort: Prichsenstadt, Franken

Beruf: Schreiner, Sklave in der Fenstermine

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12

Sonntag, 31. März 2019, 12:49

Eben, in der Zeit habe ich wahrscheinlich fünf gemacht.
Versteh auch nicht wo das Problem ist nach dem Pressen die Form rauszuschneiden

suomi70

TF, was sonst?!

Wohnort: Schweiz

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13

Sonntag, 31. März 2019, 13:26

Hallo Christian

Sehr schön gemacht, Danke für die Dokumentation. :thumbup:


Gruss

Sacha
„Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Du redest mit deinen Feinden.“

14

Sonntag, 31. März 2019, 15:38

Hallo,

Erstmal vielen dank für die Rückmeldungen.

Ja, ich muß euch zustimmen. Es ist aufwändig. Hatte ich ja im ersten Post bereits geschrieben. Für mich ist es aber ideal so. Ich mag es einfach nicht nach dem formen noch zu arbeiten. Dann hat man einen "rundlichen" Gegenstand der nie so liegt wie man es gern hätte. Dann hantiert man (ich) mit Lineal und Bleistift um die Ösen anzuzeichnen. Das Lineal verrutscht immer wegen der runden Form, den Bleistift sieht man kaum auf dem schwarzen Kydex. Dadurch ist es immer etwas Rumgerate. Dann werden die Ösen etwas schief und nicht in einer Linie, bohren ist schwieriger wegen der runden Form, beim bearbeiten mit der Stich- oder Tischsäge werden die Ösen dann noch zerkratzt und so weiter... Irgenwann war es mir mal zu blöd und ich habe die Kydex durch die Ösen auf ein Stück Holz geschraubt damit sie beim sägen nicht hin und her springt... Was wiederum das Kydex und die Ösen leicht beschädigt hat.

Durch meine Tätigkeit bin ich es einfach gewohnt mit flachen Medien umzugehen. Sei es Folie oder Kunststoff oder was auch immer. Ich will einfach in 2D arbeiten. Und so kann ich das erreichen. Das ist was ich kann. Deßhalb ist das für mich der richtige Weg und ich hab jetzt richtig Lust noch mehr meine Messer so zu bescheiden. Das war vorher nie der Fall.

@ Balin: Papierschablonen sind so eine Sache. Entweder muß man drumrummalen was nie 100% wird oder man muß es mit Tesa oder sonstwas iwi aufkleben... finde ich nicht so ideal. Sk Folie bleibt halt wo sie ist und man hat einen super Kontrast wenn man eine quietschige Farbe nimmt. Deßhalb auch das Türkis.

@ Idox: Die Löcher haben recht gut gepaßt. Ich werde die Kanten nicht nachbearbeiten. Der Unterschied beträgt maximal ich schätze 0,5mm. Das lass ich so.

Für mich müssen Kydexscheiden:

- Das Messer perfekt und klapperfrei halten
- Die Ösen schön in reihe sein
- Es darf keite Hotspots geben (die an der Hüfte drücken/reiben)
- optisch bisschen was her machen.

meine Scheide erfüllt alle diese Punkte und auf das letzte bisschen Perfektion (Kanten nochmals planschleifen, etc.) lege ich nicht den geringsten Wert.

Für mich macht es so am meisten Sinn und die hohe Fehleranfälligkeit die Goblin anmerkte sehe ich überhaupt nicht.

@ Anvil: Freut mich wenn ich dich inspirieren konnte.

Wie gesagt: Die etwas andere Art eine Kydex zu machen... meine halt :D (und man hat eben den riesen Vorteil dass nicht die geringste Verschmutzung in der Scheide ist was ein Zerkratzen den Klinge sehr unwahrscheinlich macht)


Gruß Christian

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