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1

Montag, 18. Februar 2019, 15:57

Extrema Ratio Serrations

Hallo zusammen!

Bei vielen Herstellern und Messermodellen hat man oftmals vollkommen unbrauchbare Serrations, weil zu kurz, an falscher Stelle angebracht und aus diversen anderen Gründen.

Hier würde ich gern mal nachfragen, wie sich das aus eurer Erfahrung heraus bei ER verhält.

Mich würde das allgemein bei ER - aber speziell auch beim Fulcrum (C) interessieren.

Vielen Dank!

Red Bull

2

Montag, 18. Februar 2019, 18:47

Moin,

ich hab ein MPC und hatte mal ein Fulcrum C.

Bei beiden empfinde/empfand ich die Serrations nicht als störend - im Gegensatz zu manch anderen Herstellern ( z.B. CS ) wirken diese bei ER eher wie bei einem Brotmesser; die schneiden also mehr als sie reissen...

Da ER den Wellenschliff auf der rechten Klingenseite anbringt ,ist das für Rechtshänder auch praktisch.

Was das Fulcrum C angeht: Das ist latürnich ein kleiner "Kampfmeissel" - mir war die Klinge zu fett,darum hab ich es wieder verkauft.
(obwohl das MPC von der Geometrie auch nicht anders ist - aber damit komm ich komischerweise wunderbar klar...)

Optisch cool - aber ein Shrapnel ist erheblich praktischer und auch verdammt stabil. Just my two öre :rolleyes:

3

Montag, 18. Februar 2019, 20:40

Ich behaupte mal ganz frei heraus die ER serations sind komplett unbrauchbar. Ich hatte mal mit einigen messern mit serrations pet flaschen zersäbelt. Das ER war mit gigantischem abstand das schlechteste. Einziger vorteil ist wohl dass es nicht mehr stumpfer werden kann. Die besten waren mit einem zug sauber durch... das ER nur mit einigen minuten "sägen". Vlt kann die irgend ein militärmensch für iwas brauchen aber privat eine katastrophe.

Gruß Christian

Nachtrag: war ein fulcrum c

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »meluvdablades« (18. Februar 2019, 20:41)


4

Montag, 18. Februar 2019, 20:45

Ich behaupte mal ganz frei heraus die ER serations sind komplett unbrauchbar. Ich hatte mal mit einigen messern mit serrations pet flaschen zersäbelt. Das ER war mit gigantischem abstand das schlechteste. Einziger vorteil ist wohl dass es nicht mehr stumpfer werden kann.



Kann ich genau so bestätigen. Aber generell würde ich das mittlerweile bei vielen Modellen so sagen, nicht nur was die Serrations angeht :D
Anti-InnerCircle-User

5

Montag, 18. Februar 2019, 23:17

Naja, ein Fulcrum ist nun halt für's Pet-Flaschen zerteilen grundsätzlich kein geeignetes Werkzeug - und da sind die Serrations wohl noch das geringste "Problem". Aber es gibt ja bei ER viele sehr verschiede Modelle, da findet sich eigentlich für jeden Zweck was...

Zur Ursprungsfrage: Ich bin generell kein großer Fan von Serrations, verwende kaum gezahnte Klingen und wenn dann viel mehr mit dem glatten Bereich. Und ich hab nicht wirklich einen Vergleich zwischen ER und anderen gezahnten Klingen. ABER es gibt bei ER ein bisschen das Problem, daß die Serrations deutlich unterschiedlich ausfallen. Der ER-Wellenschliff besteht ja immer fortlaufend aus je einer breiteren und zwei schmäleren Wellen. Es kommt vor, daß die breiteren Wellen auch deutlich tiefer eingeschliffen werden. Das gibt dann ein Muster von wiederkehrenden "Inseln" mit je zwei Wellen mit tiefen "Tälern" dazwischen. Und DANN hakt der Wellenschliff mehr ein als sonstwas. Sind die Wellen gleichmäßig tief eingeschliffen, finde ich den Schliff zumindest nicht allzu störend. Und an der Schärfe an sich hatte ich da noch nichts auszusetzen.
Bei älteren ERs ist der Wellenschliff tendentiell gleichmäßiger tief ausgeführt. Dann scheint es eine Zeit gegeben zu haben (vielleicht so um 2014 bis 2016, nagelt mich nicht fest...), da sind die großen Wellen deutlich tiefer eingeschliffen worden. Inzwischen hat sich das anscheinend wieder etwas vergleichmäßigt, aber ganz neue Modelle mit Serrations hab ich selbst nicht vorliegen.

Soweit mal zu meiner recht sparsamen Erfahrung mit den ER Serrations.

Gegenfrage: Wofür würdest Du das Messer denn verwenden wollen?

.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »jerry bwd« (18. Februar 2019, 23:21)


widhalmt

Der root allen Übels

Wohnort: Salzburg, Austria

Beruf: Open Source Software Senior Consultant

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6

Dienstag, 19. Februar 2019, 17:32

Das mit den unterschiedlich ausfallenden Serrations ist ziemlich auffällig, wenn man mal einige in der Hand hatte. Bei meinen Fulcrums sind die meist sehr flach. Das hilft beim Durchsäbeln von Seilen oder auch beim Schaben, aber richtig schneiden tun sie nicht. Passt aber zum Rest vom Messer. An meinem Col Moschin sind die so aggressiv, dass man aufpassen muss, sich nicht selbst dran zu schneiden.

Bisher war's immer so, dass Utility/Multipurpose Messer bei mir sehr robuste, nicht sehr scharfe Serrations hatten und Combat Knives, die auch richtig scharf werden, auch entsprechende Wellen haben. Ob das wirklich absicht war, kann ich nicht beschwören, aber bisher hat's gepasst.

7

Dienstag, 19. Februar 2019, 19:55

Kann das Statement von Widhalmt nur bestätigen. Die fallen wirklich unterschiedlich aus.
Bei meinem Fulcrum C alten Jahrgangs sind sie nicht störend, aber auch vergleichsweise wenig leistungsfähig. Wirklich, wie der Troll schreibt, eher in Richtung "Brotmesser".
Mag daran liegen, dass ER lange Zeit die Philosophie vertreten hat, dass eine glatte Schneide bei hinreichender Schärfe eh besser schneidet als Serrations....

Wenn man mal ein wenig böse wäre, könnte man ja auch anführen, daß die Aussage des testenden Russen über das Contractor ja auch dazu einen gewissen Aussagewert hat, wenn er sagt, daß man sich in der Mulde mit den herausschauenden Zähnen nicht wirklich verletzen kann, wenn man es nicht drauf anlegt. Macht man das mit nem CS Hold Out oder nem Sog Pentagon, sähe die Sache wohl böser aus :)

8

Mittwoch, 20. Februar 2019, 00:07

Kann mich zu guten Teilen anschließen: Es gibt bessere.

Ich mag Serrations nicht besonders, weil man (oder ich jedenfalls) sie outdoor fast nie braucht. Und mit ER-Messern ohne Welle kriegt man nahezu alles durch. Andererseits hatte ich mit den Serrations an meinen ER-Messern nie Probleme, z.B. ein Seil oder ein Plastikrohr durchzusäbeln - obwohl die klar auf Rechtshänder ausgelegt sind und ich Linkshänder bin. Dass die Serrations beim Col Moschin oder einem Task C sauberer schneiden als beim dicken Fulcrum, ist ja angesichts der unterschiedlichen Klingengeometrie auch nicht wirklich überraschend. Definitiv ein Vorteil: Sie halten die Schärfe vergleichsweise lang.

9

Mittwoch, 20. Februar 2019, 22:53

Ok, das klingt alles ziemlich eindeutig. Vielen Dank für eure Antworten!

Werde mich wohl nach einem Fulcrum C ohne Serrations umsehen.

10

Mittwoch, 20. Februar 2019, 23:02

Das könnte schwierig werden... :whistling:
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ...

11

Mittwoch, 20. Februar 2019, 23:08

Warten wir es ab.... Anfrage ist raus 8)

12

Mittwoch, 20. Februar 2019, 23:16

Ah, Du hattest schon eines im Auge 8) Ja dann :)
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ...

widhalmt

Der root allen Übels

Wohnort: Salzburg, Austria

Beruf: Open Source Software Senior Consultant

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13

Mittwoch, 20. Februar 2019, 23:42

Hm... also nicht, dass Du von mir den falschen Eindruck bekommen hast. Ich war klar *für* Serrations. ;-)

14

Donnerstag, 21. Februar 2019, 00:03

Alles gut! Ich bin überhaupt kein Freund von Serrations.
Aber hätte ja jetzt sein können, das die ausnahmsweise mal ach wie toll sind oder so. Aber das klang hier nicht danach.

15

Donnerstag, 21. Februar 2019, 05:24

Alles gut! Ich bin überhaupt kein Freund von Serrations.
Aber hätte ja jetzt sein können, das die ausnahmsweise mal ach wie toll sind oder so. Aber das klang hier nicht danach.


Wenn wirklich Serrations, dann kauf dir als Backup was von Spyderco. Die taugen nämlich wirklich was.
Anti-InnerCircle-User

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