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Freitag, 30. Oktober 2015, 16:07

Review: Tasmanian Tiger - Bug Out Pack - Teil 2 (pic heavy)

The english version of this review can be found at Pine Survey.com

So... es hat viel zu lagen gedauert. Mein Job hat mich ziemlich daran gehindert die weiteren Teile dieses Rucksack Reviews zu schreiben und ich hoffe wirklich, dass ich es jetzt dementpsrechend weiterführen kann.

In meinem letzten Review über das Tasmanian Tiger Bug Out Pack habe ich einen Überblick über die diversen Features des Rucksacks gegeben. Einen detailierteren Bericht zum Tragesystem habe ich mir für diesen zweiten Teil aufgehoben, nachdem es doch auf seine Weise einzigartig ist und aufgrund der diversen Features einen gesonderten Blick verdient.

Tasmanian Tiger nennt dieses spezielle System “X Vent-Zero Plus SYSTEM”. Es hat den Anspruch, dem Benutzer eine „perfekte“ Luftzirkulation am Rücken zu bieten und gleichzeitig so leicht wie möglich zu sein, um nicht zuviel zum Gesamtgewicht des Rucksack beizutragen.

Überblick:
Wenn man sich die Beschreibung des Tragesystems durchsieht, dann liest man von zwei Glasfaser Stäben, die kreuzweise über den Rückenteil verlaufen und sich mit dem Hüftgurt verbinden, um das Gewicht direkt auf die Hüfte zu verteilen. Das Mesh Netz am Rücken verfügt über eine große Öffnung, die eine maximale Fläche für eine Luftzirkulation zur Verfügung stellt. Die Verbindung mit diesem Mesh Netz zum Tragesystem hin, kann fester gezogen, aber selbstverständlich auch gelockert werden, um in weiterer Folge den Belüftungsbereich am Rücken des Benutzers zu vergrößern.



Aber sehen wir uns dieses System einmal genauer an und wie sich diese Angaben beim tatsächlichen Gebrauch des Rucksackes bestätigen.

Framesheet:
Als Erstes sei an dieser Stelle der Framesheet genannt, der durch ein Fach auf der Rückseite des Innenbereichs des Rucksacks erreicht werden kann. Selbiger hält die Form des Rückens steif und ist auch sehr wichtig für das eigentliche Tragesystem, als auch für das System der Luftzirkulation, wie wir dann sehen werden.



Gleichzeitig zwingt dieser Framesheet den Rucksack auch in seine rechteckige Form auf der Rückseite und ist zudem konkav in Richtung des Rucksacks, also vom Körper des Benutzers weg, geformt.

Schultergurte:

Die Schultergurte bieten eine gute Relation zwischen Dicke und Breite und sind ergonomisch geformt. Sie sind mit Meshmaterial gepolstert, welches nicht nur das Gewicht des Rucksacks recht gut verteilt, sondern auch eine minimale Luftzirkulation und Feuchtigkeitsverteilung bietet.



Mittels zweier Gurte können die Schultergurte näher zum Rucksack gezogen werden. Gleichzeitig verfügen diese beiden Gurte über Ösen für die Hände und sind lang genug, dass man sie während des marschierens als Haltepunkte verwenden kann.



Die Schultergurte selbst sind sehr stark am Rücken des Rucksacks angenäht. Hierbei wurden jeweils zwei Bartack Nähte gesetzt und gleichzeitig ein Gurt zur Verstärkung angebracht. In Kombination mit den beiden erwähnten Gurten, als auch dem Hüftgurt, der ja das eigentliche Gewicht trägt, sollten die Gurte jeglicher Beanspruchung gerecht werden und nicht ausreißen.



Ein Kritikpunkt wäre die enge Anbringung der Schultergurte. Große Personen mit einem breiten Nacken könnten hier Reibepunkte vorfinden, aber wie gesagt: Das Gewicht soll ja der Hüftgurt tragen.

X Vent-Zero Plus SYSTEM:
Werfen wir also einen Blick auf das eigentliche Tragesystem, auf welches sich das ganze Review eigentlich konzentrieren sollte. Wie schon anfangs erwähnt, benutzt das System Glasfaser Stäbe, um das Gewicht zu verteilen. Aber wie funktioniert dies genau?

Die Stäbe sind in zwei separate Konfigurationen unterteilt und bestehen aus jeweils zwei Stäben. Eine der beiden wird dazu verwendet die konkave Form des Framesheets in Position zu bringen, indem man die Gurte hinter dem Mesh Netz anzieht.



Die Stäbe sind hierfür kreuzweise angebracht und werden durch Hypalon Schlaufen geführt. An der Oberseite sind die Stäbe in einem Mix aus Hypalon und Gurtband versorgt. Am Boden findet man das Ende des jeweiligen Stabes in einem Kunststoff Teil.



Sowohl die obere als auch die untere Anbringung ist mit Gurten zum Meshnetz hin verbunden und dient somit als Flaschenzug um den Framesheet wie bereits erwähnt in die gewünschte Form zu zwingen.
Um dies durchzuführen, muss man einfach die Gurte hinter dem Meshnetz in den zur Verfügung gestellte Ösen greifen und nach unten ziehen.



Will man die Gurte lockern um den Rückenteil des Rucksacks näher zum Körper zu bringen, muss man einfach nur die Gurte mittels der Gurt Einstellschnalle lockern.



Die zweite Konfiguration der Glasfaser Stäbe ist mit dem Hüftgurt kombiniert. Auf jeder Seite ist ein Stab diagonal vom Rückenbereich hin zum Hüftgurt angebracht. Diese Anbringungspunkte sehen aus wie bei der ersten Konfiguration, nur der Zweck ist ein anderer.



Durch den Anbringungspunkt auf der unteren Rückseite des Rucksackes (durchgeführt mit Gurtband und starken Nähten), wird das Gewichteffektiv auf den Hüftgurt übertragen. Auf diese Art könnte man das Tragesystem mit dem einer Bergkraxe vergleichen. Betonung auf „könnte“.

Hüftgurt:
Der Hüftgurt als solcher kann nicht entfernt werden und ist wie im Fall der Schultergurte nicht zu dick und nicht zu dünn. Er wird durch eine große Schnalle an der Front geschlossen; was ich jedoch vermisse sind Ösen für das Gurtband, um den Hüftgurt per Flaschenzug fester anzuziehen. Bei einem Rucksack dieser Größe, wäre ein solches Feature als Hilfsmittel sehr praktikabel.



Ein weiterer Nachteil ist die Verbindung mit den Glasfaser Stäben. Diese verteilen das Gewicht zwar perfekt auf die Hüfte, jedoch auf Kosten eines zusammenfaltbaren Hüftgurtes. Dementsprechend kann der Gurt weder nach hinten oder nach vorne hin versorgt werden, wenn man ihn nicht benötigt oder im Auto, Zug, Flugzeug etc. transportiert. Manchmal hatte ich sogar Angst die Stäbe abzubrechen, jedoch haben sie mich bis jetzt noch nicht im Stich gelassen.

Conclusio:
Damit möchte ich den zweiten Teil zum Review des Bug Out Packs beenden. Ich habe bereits meine Meinung in einigen Punkten zum Ausdruck gebracht, aber ich möchte dann in einem dritten und letzten Teil des Reviews einen genaueren Blick auf die Fertigungsqualität und meine Beobachtungen im Gebrauch des Rucksack während der letzten paar Monate werfen.

Bis jetzt ist das X Vent-Zero Plus SYSTEM ein interessantes Konzept, welches sehr gut funktioniert. Gleichzeitig sehe ich in den Abmessungen des Rucksacks auch die Grenzen des Systems. Größer dürfte er nicht sein.
Groß genug ist der Rucksack jedoch, aber darauf gehe ich im nächsten Review ein.

Vielen Dank fürs Lesen. Bis zum nächsten Mal.

nic-0

Vom Gear-Virus infiziert

Wohnort: Taunus

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2

Sonntag, 8. November 2015, 18:07

So lange schon online und noch kein Kommentar zum 2. Teil? Sapperlott!

Wie die meisten bin auch ich gespannt auf den letzten Teil und die Praxiserfahrungen. Ich selbst bin bisher von Tatonkas Tragesystemen dieser Art überzeugt. Ich nutze seit fast 10 Jahren einen Tagesrucksack mit dem X-Vent-Vario-System, das neben dem Netzrücken noch höhenverstellbare Schultergurte bietet. Trägt sich sehr angenehm, vor allem wenn im Sommer noch ein leichtes Lüftchen weht und den Rücken kühlt.

Selbiges trifft auch auf den TT Patrol PAck Vent zu. Sehr gut zu tragen, allerdings wünschte ich mir hier auch die höhenverstellbaren Gurte.

Was mich aber an dem Bug-Out-Pack irritiert und interessiert ist die große Rückenfläche ohne Netz. Rein von den Bildern her würde ich erwarten, der Rucksack liegt dann doch am Rücken flächig an. Schaun mer mal, was der dritte Teil bringt.

Vorab vielen Dank für deine großartigen und ausführlichen Reviews!
Ciao,
Nico

3

Sonntag, 8. November 2015, 18:30

Die große offene Fläche hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn man nicht will, dann liegt der Rucksack nicht flächig auf. Man muss nur dementsprechend die konkave Form durch das Anziehen der Gurte einstellen.

Ich hoffe, dass ich demnächst Zeit für den letzten Teil haben werde. Vielen Dank für deinen Kommentar!

Daisetz

Menschenbeschwörer

Wohnort: Kölner Bucht links

Beruf: Recruiter

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4

Montag, 9. November 2015, 02:32

Moin,

ich benutze den Rucksack schon etwas länger. Ich bin sehr zufrieden damit, da er gerade bei unwegsamen Gelände oder bei großer Windlast sehr gut funktioniert. Sehr hoher Tragekomfort, bei dem man sich uneingeschränkt bewegen kann. Ich denke das war auch der Ansatz von TT. Allerdings hat der Rucksack ein paar Eigenheiten (ich will es mal so nennen). Aber da warte ich mal auf LowEnds dritten Teil bevor ich mich dazu auch äußere... ;)

suomi70

TF, was sonst?!

Wohnort: Schweiz

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5

Dienstag, 10. November 2015, 01:24

Heja David

Danke für den zweiten Teil des Tests. :thumbup: Ein interessanter Rucksack. Wenn ich bedenke was wir früher für Rucksäcke hatten, ist dieses Produkt für mich Hightech.


LG

Sacha
„Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Du redest mit deinen Feinden.“

6

Dienstag, 10. November 2015, 17:50

Auch der zweite Teil liest sich super - danke für die Mühe :thumbup:
"Having a suitable light is analogous to being able to change the weather."
--- Andy Stanford, Fight at Night

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