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ferret

Infizierter

  • »ferret« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Nordostschweiz

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1

Sonntag, 5. August 2012, 19:31

Wieso Urban prepen wichtig ist

Da man in diesem Forenbereich mal die Spinnweben wegputzen muss scheint mir das hier mal angebracht zu sein.

Wieso sollte man preppen?
Ich denke diese Frage stellen sich viele, nicht ganz zu unrecht.

Betrachten wir mal unser System unter der Lupe:
Eigentlich ist doch alles perfekt in unserem System, so müsste man meinen ...
Die Lebensmittel welche in unseren Supermärkten sind, insbesondere Frischprodukte werden nahezu täglich neu angeliefert. Ob Brot, Gemüse, Wasser, es hat ja alles in Hülle und Fülle und das jeden Tag.
Das Geld schiesst nur so aus dem Bankomat wann immer wir die Knöpfe in der richtigen Reihenfolge drücken.
Frisches Trinkwasser schiesst aus dem Hahn wann immer wir daran hebeln oder drehen.
Der Herd und Backofen werden warm/heiss wann immer wir es wollen.
Nachts um halb zwölf in Deutschland - das Brot ist alle - kein Problem, gehen wir eben mal zur Tanke und holen frisches.
"Dank" der tollen Globalisierung werden die Nahrungsmittel durch halb Europa geschippert bevor sie dann im Supermarkt ankommen.

Alles läuft wie am Schnürchen... solange die Energiezufuhr da ist welche das System speist, solange unser System (noch) steht wird die Energie in Waren umgewandelt.

Was ist nun wenn ein Teil plötzlich ausfällt?

Beispiel Indien letzte Woche: An einem Tag sind 300 Millionen Einwohner ohne Strom... nix geht mehr, Arbeit, Öffentlicher Verkehr und sogar die Grundversorgung kommen sofort zum erliegen, die Staus auf den Strassen werden unendlich mehr als es sonst schon sind.
Zwei Tage später: 700 Millionen Einwohner ohne Strom ... rein gar nichts geht mehr!

Klar nun könnte man mit recht behaupten: Ach was interessiert mich Indien? Wir sind ja zivilisiert, uns passiert sowas eh nicht!
Das mag auf den ersten Blick sein, aber genauer betrachtet sind wir so eng und präzise vernetzt das der Ausfall von irgendeinem Glied bereits ein riesiges Chaos auslösen würde.
Gäbe es eine Treibstoff- oder Energieknappheit oder würde das Finanzsystem erliegen, dann würde unser schönes Frischwarenkartenhäuschen zusammenbrechen.

Man braucht nicht Hellseher zu sein um zu realisieren dass es nicht immer höher, weiter und schneller gehen wird. Die Frage stellt sich bloss: Wann knickt unser System und glaubt mir irgendwann wird es das, wenn man Europa aktuell betrachtet, ist der Begriff irgendwann schon in der Vergangenheit ;)

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und gibt vielerlei Sorgen einfach an andere Instanzen ab: "Die werden ja schon schauen dass es uns gut geht!"
Für mich stellt sich dann oftmals die Frage: Wenn es dann so weit ist, schauen "DIE" dann wirklich für alle oder bringen sie ihre Schäfchen ins trockene.
Rein Menschlich betrachtet erübrigt sich die Frage, wenn es Hart auf Hart kommt ist leider meistens jeder sich selbst der nächste.

Wieso Urban preping ... die urbane Bevölkerung würde es in einem Katastrophenfall - welcher Art auch immer - am härtesten treffen.
Ob Natur- oder meschgemachte Katastrophe - in Städtischen Gebieten leben enorm viele Menschen auf kleinem Raum.
Ein längerer Ausfall der Nahrungs-, Energie- oder sonstigen Versorgungskette wird urbane Gegenden unausweichlich ins (vorübergehende) Chaos stürzen.

Die Frage ist dann: Hast Du Hunger? Durst? ...Licht? ...usw usf...
Ich bin nicht auf die welt gekommen um so zu sein wie andere mich gerne hätten

2

Sonntag, 5. August 2012, 22:18

Aye ferret,

der Pöbel fängt an, wenn ich Deinen Gedanken weiterspinne, zu plündern und zu rauben. Sehe ich das richtig?

In Deinem beschriebenen worst case nehme ich meinen gepackten Rucksack, meine Frau nimmt ihren, wir entziehen uns in den

Wald. Zwei Alternativrouten habe ich bereits jetzt festgelegt, mit erkundeten und kartenmäßig markierten Stellen, zwecks Rast und Unterschlupf.

Obwohl wir nicht mehr die Jüngsten sind - wir würden überleben. Näher möchte ich gar nicht darauf eingehen, sonst sprengt's den Thread.

Grüße an Dich!

Socorro :)

3

Sonntag, 5. August 2012, 23:47

Hau nur rein, Socorro, wir können von Dir lernen. (Was ist die Toscana Deutschalnds?)

Grundsatzentscheidung ist Flucht oder Einigeln. Ich bin mehr der Einigel-Typ. Auch wenn das nicht immer möglich ist. Vorräte hab ich gerne, füll ich auch gerne auf. Ich koche gerne ein, und finde sowas auch praktisch wenn man mal was selbstgemachtes essen will, aber keine Lust/Zeit hat richtig zu kochen.

4

Montag, 6. August 2012, 00:09

Aye Hanomag,

ein bißchen Blech, ein bißchen Lack - fertig ist der Hanomag... :D :D :D Sorry, nicht persönlich, ist mir gerade so eingefallen. :hi5: :buds:

Du triffst den Nagel goldrichtig - zwei Alternativen: Einigeln oder Entweichen?

Vorteil Einigeln: Keine Sorge und keine Arbeit um die Unterkunft, mehr Komfort, die Witterung ist kein Problem.

Nachteil Einigeln: Man kann Dich festnageln. Keine Chance zum Ausweichen. Du gibst Deine Möglichkeiten aus der Hand.

Ich ziehe, trotz der Beschwernisse, das Entweichen vor. Warum? Goldene Regel: Lasse Dich nie von einem Feind, in unserem Falle, von einer

Horde unberechnbarer enthemmter "Irrer", festnageln. Die Typen, mit denen wir es in unserem Fall zu tun hätten, haben in den seltensten Fällen

sehr gute Outdoor-Erfahrung und sind faul. Will sagen, die suchen, so lange es geht, leichte Opfer.

Aye - die Toskana Deutschlands ist die Pfalz, hatte ich hier im Forum schon beschrieben. :thumbsup:

Wünsche Dir eine ruhige Woche, dem Forum natürlich auch!

Socorro :)

5

Montag, 6. August 2012, 00:14

der Pöbel
einer Horde unberechnbarer enthemmter "Irrer"
Sprichst Du von Zombies oder deinen Mitmenschen? :hmmm:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

JB1964

TF User-ID 68

Wohnort: Wien, Österreich

Beruf: Kaufm. Angestellter

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6

Montag, 6. August 2012, 00:20

Sprichst Du von Zombies oder deinen Mitmenschen? :hmmm:


:hmmm: Die unterscheiden sich oft gar nicht so sehr.
MfG, Joachim
Nachrichten bitte per E-Mail.

milcruzados

Elite-User

Wohnort: Stockstadt

Beruf: Messermacher

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7

Montag, 6. August 2012, 00:30

Ich glaub er meint die Mitmenschen :D

Ich kann aus Erfahrung sagen, er liegt gar nicht schlecht... Habe 13 Jahre meines Lebens an der Tankstelle gearbeitet. Darüber könnte ich ein wirklich nettes Buch schreiben.
Man kann sich nicht im geringsten vorstellen wie mündige Bürger wegen Kleinigkeiten total ausrasten und sich benehmen wie die ersten Menschen...

Der Gedanke mit dem Stromausfall ist schon gut.
Nur gab es das nicht schon mal ins Tonys Kriesen-Survival Threat?

8

Montag, 6. August 2012, 00:53

Aye,

wer gewaltbereit, mit Plünderung im Sinn, (unsere Ausgangslage) durch die Gegend streift, ist für mich kein Mitmensch. :thumbdown:

Guten Morgen!

Socorro :)

milcruzados

Elite-User

Wohnort: Stockstadt

Beruf: Messermacher

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9

Montag, 6. August 2012, 01:05

Das war er aber mal... Möglicherweise hat er sogar nebenan gewohnt und dich jeden Morgen gegrüßt.

Jede Aktion ruft eine Gegenraktion hervor. Der eine macht es so der andere so. Du kannst nie zu 100% sagen wie sich jemand in einer bestimmten Situation verhalten wird. Jeder geht anders damit um.
Stellt sich die Frage welche Rolle jeder einzelne Spielt, Täter oder Opfer...

ferret

Infizierter

  • »ferret« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Nordostschweiz

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10

Montag, 6. August 2012, 06:55

Ok mal vorab: Eigentlich wollte ich aufzeigen was grundsätzlich zu einer Notsituation führen kann und wie dann eben Städtische Gebiete davon stärker betroffen sind. Dabei war nicht mal primär "der mob" gemeint der sich aber zwangsläufig ergeben wird. Aber das Thema ist auch interessant.

Ich sage dazu mal eines: Ich bin/war auch in diversen prepper foren... wenn man DORT liest das es Leute gibt die schon vorab mit folgender Einstellung leben: "Ach wenns kracht geh ich erst mal Plündern" - dann ist das ziemlich heftig und bedenklich zugleich. Denn eigentlich prept man damit man die Situation/en möglichst unabhängig überstehen kann.
Wenn schon einzelne "preper", sofern man die überhaupt so nennen kann mit diesem Gedanken leben, dann möchte ich nicht wissen wie andere handeln werden!

Persönlich gehe ich davon aus, das wenn man vorbereitet ist, man zuhause (je nach Lage und Ursache) die besten Chancen hat. Solange man die entsprechenden Vorkehrungen getroffen hat.
"Ab in den Wald..." das liest man immer und immer wieder. Aber ich behaupte mal: nach 2-3 Wochen gibts 90% von ab in den Wald nicht mehr, aktuell würde ich mich selbst auch dazu zählen.
Das ist nicht einfach ein bisschen Freizeitcampen...

Was die Gewaltbereitschaft anbelangt - ich gehe davon aus dass diese sehr hoch sein wird.
Wenn Menschen schon aus Gier hemmungslos rauben - was meint ihr tun sie wenn sie hungern? Der Vergleich Zombies - Menschen ist absolut legitim für solche Situationen.


Ich sage immer: my home is my castle. Solange nicht die gesamte Infrastruktur komplett über längere Zeit zusammenbricht - bin ich der Meinung das diese Einstellung in den meisten Fällen durchaus Sinn macht, wer sich nicht gewohnt ist mit einem Rucksäckle in der Wildnis wochenlang eigenhändig zu überleben wird dies in so einer Situation auch nicht einfach so können.

Die Frage ist eher, was braucht man um den Zeitraum X überbrücken zu können...
Ich bin nicht auf die welt gekommen um so zu sein wie andere mich gerne hätten

gugu

Neueinsteiger

Wohnort: in Hessen

Beruf: Multitool

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11

Montag, 6. August 2012, 08:41

hab da mal eine frage!!!

was bedeutet preppen?
! oderint dum metuant !
Anglizismen sind Bullshit

12

Montag, 6. August 2012, 08:43

Es ist doch immer wieder interessant was in manchen Köpfen vorgeht ;)
Das Grundanliegen von Ferret ist durchaus interessant, aber schon im nächsten Beitrag geht es dann ums Plündern, es steigert sich dann zu "Mitmenschen = Zombies" usw. :thumbdown: Das zum Überleben mehr gehört als sich nur gegen andere zu wehren ist zwar (danke auch an Hollywood) unspektakulär und uncool aber nicht zu unterschätzen.

Also noch mal in Klartext und in rot: Wenn jetzt nur Stammtisch-Meinungen oder Tipps jenseits unseres Rechtssystems kommen ist hier ganz schnell zu.

13

Montag, 6. August 2012, 08:45

was bedeutet preppen?
Kommt von Preparedness = Vorbereitetsein

gugu

Neueinsteiger

Wohnort: in Hessen

Beruf: Multitool

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14

Montag, 6. August 2012, 08:50

danke, hab eben auch den spiegel bericht dazu gefunden.
! oderint dum metuant !
Anglizismen sind Bullshit

15

Montag, 6. August 2012, 10:51

Ich stimme dem Threadstarter zu, die richtige Vorbereitung auf den Katastrophenfall
hat in dicht besiedelten Gegenden eine ganz andere Qualität als in ländlichen Gegenden.
Allerdings gibt es auch hier eine Menge Spielraum und es hängt eine Menge von
der Leistungsfähigkeit unserer Rettungskräfte und dem Katastrophenschutz ab. Davon
habe ich leider keine Ahnung, aber bei den ständig knappen öffentlichen Kassen vermute ich
mal, dass die auch auf Sparflamme fahren müssen und nur auf das aller nötigste vorbereitet
sind.

Nicht nur aus diesen Gründen ist es sinnvoll, dass sich jeder einzelne einen groben Plan macht
was im Ausnahmefall zu tun ist. Das kann für jeden anders aussehen und hängt von der
jeweiligen Situation ab. Ich zB wohne in einer sehr überschaubaren Großstadt, die nicht
von Hochwasser bedroht ist. Um uns herum gibt es kaum nennenswerte Waldgebiete
in die sich der Hardcore Prepper :shootemup: zurück ziehen könnte. Ich wohne mit ca 60 anderen
Parteien in einer Platte, das Publikum ist sehr gemischt, von Familien, über Studenten-WGs bis
Seniorengemeinschaften ist alles dabei. Mehr als die Hälfte der Wohnungsbewohner sind gleichzeitig die
Eigentümer und leben schon sehr lange hier. Man kennt sich also.

Meine persönliche Meinung ist, dass man sich zumindest solange es noch geht zivilisiert verhalten MUSS.
Dazu gehört meiner Meinung nach eben nicht, sich in den Stadtwald zu verziehen, abzuwarten und den Rest der Welt
sich selbst zu überlassen, wenn mal zwei Tage der Strom weg ist. Tritt dieser Fall ein, gibt es genug
Möglichkeiten sich selbst und anderen das Weiterleben zu ermöglichen ... zumindest auf absehbare Zeit.

Leider habe ich mir noch nicht ausreichend Gedanken darüber gemacht, aber spontan fallen mir folgende Dinge
ein.

  • Kommunikation mit dem Katastrophenschutz (Zustandsmeldungen, Organisation von Verpflegung und Krankenhilfe)
  • Toilletenanlage improvisieren
  • die Mitbewohner die auf den jetzt nicht mehr funktionierenden Fahrstuhl angewiesen sind entweder evakuieren oder regelmäßig versorgen
  • nach ein paar Stunden tauen 60 Kühltruhen ab -> Müll beseitigen
Ein paar Dinge sind mir aber unklar und ich grübele schon etwas länger darüber: Ich selbst halte genug Wasser und Lebensmittel
für einen gewissen Zeitraum vorrätig. Auch habe ich genug Gaskartuschen für den Campingkocher eingelagert um mich eine gewisse
Zeit über Wasser halten zu können.
Das werden die meisten anderen nicht gemacht haben und selbst die, die eine Palette $Dosenfutter im Keller haben,
werden diese nicht mehr erhitzen können, bzw Wasser abkochen können. Wie verhält man sich in einem solchen
Fall? Verteile ich meine Wasservorräte und hoffe auf eine Verbesserung der Lage nach sagen wir 48 Stunden oder
igle ich mich doch ein und behalte meine Verpflegung für mich? Wie kann man ohne fließend Wasser für ausreichend
hygienische Verhältnisse sorgen? Wie verhindert man, dass die Leute im Winter Feuer in ihren Wohnungen machen weil
ihnen kalt ist?

Das sind so meine Überlegungen, jemand der in einem wirklich dicht besiedelten und anonymeren Stadtteil wohnt kann das selbst-
verständlich ganz anders sehen und lieber die Flucht nach vorne antreten.
Wegen der marodierenden Banden mache ich mir wenig Sorgen. Klar wird es am Anfang zu reichlich Gedränge und lauten
Worten in den Supermärkten kommen, aber sind die erst mal leer, haben die Leute andere Probleme als plündernd durch
die Straßen zu ziehen.

Ich halte die Folgen wie sie in Blackout beschrieben werden für sehr wahrscheinlich, SPOILER: nur müsste man die eigenen Überlegungen

etwas weiter führen als das Ende des Buches, denn dort ist der Spuk nach wenigen Tagen vorbei.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mekel« (6. August 2012, 10:53)


16

Montag, 6. August 2012, 11:03

Größtenteils stimme ich ferret zu, dass eine gewisse Vorbereitung auf eine möglichst große Bandbreite an, sagen wir "unangenehmen Szenarien" dringend notwendig ist.

Beginnen sollte man seine individuelle Preparation mit einem Plan. Was mache ich, wenn Fall X eintritt, was, wenn Fall Y eintritt? Diese möglichen Fälle muss man davor natürlich erst definieren (Naturkatastrophe, zerstörte Infrastruktur, Gewalt/Überfall/Krieg, Haus brennt ab usw usw...)

Wenn man weiß, was zu tun ist, stellt man auf dieser Grundlage die Ausrüstung zusammen, die einem das Zurechtkommen erleichtert.

Grundsätzlich - und das muss ich besonders betonen - würde ich es aber keinesfalls übertreiben mit der Vorbereitung. Sicher, ein wenig sogenanntes "Bug-out-gear" in greifbarer Nähe zu haben ist nahezu obligatorisch (Selbst das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt dies, jedoch liest man hier von Messern kein Wort, damit könnte man sich ja verletzen :D egal, anderes Thema ;) ). Lebensmittelvorräte würde ich so nicht direkt anlegen. Das ganze sollte vielleicht eher einem umfangreichen Haushalt dienen. Wenn man einen großen Keller oder einen ähnlichen Raum zur Verfügung hat und sich finanziell solche Späße erlauben kann, dann kauft man einfach ein wenig (oder auch wesentlich) mehr ein, als man direkt braucht, und lagert es einfach. Dasselbe gilt für alle anderen Gegenstände des täglichen Gebrauchs im Haushalt.

Ich würde vorschlagen, dass man, angelehnt an die legendäre Regel der Dreien, dazu im Stande ist, mit seinem Bug out gear drei Tage, und in seinem Haus drei Wochen größtenteils autonom überleben kann. Das mit den drei Wochen kann in einer Wohnung im Stadtgebiet schwierig werden, weil Platz oft knapp ist. In ländlichen Gebieten empfehle ich dies aber nachdrücklich. Aber auch ein Großstadt-Cowboy sollte sich eine Woche in seiner Wohnung verschanzen können. Für ihn ist es ja glücklicherweise leichter, zusätzliche Vorräte zu beschaffen, da Supermärkte meist nicht weit sind. Dort kann man bei intakter Zivilisation entweder einkaufen oder, im Katastrophenfall, sozusagen plündern. Bitte versteht diese Aussage nicht wieder als Anstiftung zum Gesetzesübertritt, aber wenn alles den Bach runter geht, dann wird sich daran auch keiner mehr stören. Dann zählt das Recht des Stärkeren oder dessen, der zuerst da ist.

Puh, ganz schön viel zu bedenken :)
Aber noch mal meine Kernaussage - vorbereiten ist wichtig, aber man soll es auch nicht übertreiben und eher im Versteckten agieren. Wenn die Zivilisation zusammenbricht sollte man auf andere Menschen am besten bettelarm wirken, dann hat man seinen Frieden.
Busse - Harsey - Hinderer


17

Montag, 6. August 2012, 11:12

Bundesamt für Katastrophenschutz
Gerade mal die Webseite von denen geklickt und die haben ja eine echt nette Broschüre:

http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downlo…publicationFile

:thumbsup:



edit:

Zitat

Sicher, ein wenig sogenanntes "Bug-out-gear" in greifbarer Nähe zu haben
ist nahezu obligatorisch (Selbst das Bundesamt für Katastrophenschutz
empfiehlt dies, jedoch liest man hier von Messern kein Wort
Doch ... guck mal auf Seite 44 der Broschüre. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mekel« (6. August 2012, 11:17)


18

Montag, 6. August 2012, 11:19

Ja genau, das meinte ich ;)

Muss ich gleich mal nachschlagen :lemmecheck:

___________
So, habs gefunden :D

Krass, die Bundesregierung empfiehlt seinen Bürgern, ein Taschenmesser zu besitzen :surprise:
Welch grobe Fahrlässigkeit :rofl2:
Busse - Harsey - Hinderer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Inferno« (6. August 2012, 11:27)


ferret

Infizierter

  • »ferret« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Nordostschweiz

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19

Montag, 6. August 2012, 11:30

Zum Thema Wasser:
1. Kohlensäurehaltiges Mineralwasser kann problemlos überlagert werden, solange Kohlensäure vorhanden ist, ist es im Regelfall geniess- und trinbar.
Die Kohlensäure wirkt sehr gut gegen Bakterien.

2. Micropur - Damit lässt sich Wasser für mind. 6 Monate haltbar machen, es gibt sogar Berichte wo Preper nach 6 Monaten nochmals Micropur nachgeschüttet haben und die Lagerung auf 12 Monate ausdehnen konnten.

3. Sobald der Fall X eintrifft würde ich persönlich noch die Badewanne füllen, somit hat man noch etwas notdürftiges Hygienewasser welches man zur Not auch abkochen und/oder mit Micropur versehen kann, dann wäre es wieder Trinkwasser.


Wasser ist elementar! Nicht umsonst gibt es die 3-er Regel:
3 Minuten ohne Luft
3 Stunden ohne genügend Wärme
3 Tage ohne Wasser
3 Wochen ohne Nahrung

Mittlerweile sind wir bei uns so weit das wir für 2 Monate Wasservorräte halten, teils in Kanistern, teils als Mineralwasser.

Kälte seh ich weniger als Problem, selbst mit "ungeeigneten" Kleidungsstücken kann man mit dem Zwiebelprinzip (x- Schichten) nahezu ausreichende Wärme erreichen.
Nahrung ist technisch gesehen ebenfalls problemlos.

Toilette - das dürfte auf Dauer das grösste Problem sein, zumal z.B. mit fehlendem Strom nix mehr geht in Sachen Wasserlzufuhr und/oder Spühlung.
Ich bin nicht auf die welt gekommen um so zu sein wie andere mich gerne hätten

20

Montag, 6. August 2012, 12:02

Aye,

1. - Über was reden wir hier eigentlich - über 48 Stunden Stromausfall, oder über einen Worst Case?? :whistling:

2. - Ihr macht Euch Gedanken, über das was passieren könnte? Schaut in der Geschichte der Menschheit zurück, was passierte als

die Mittel zu Deckung der Grundbedürfnisse (Trinken, Nahrung, Wärme,) nicht mehr zur Verfügung standen. Da hat sich in Jahrhunderten nichts

geändert, da muß man kein Prophet sein! ;) Und man darf diese, erwiesermaßen Tatsachen, nicht unterdrücken oder totschweigen.

Mit internettem Gruß!

Socorro :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Socorro« (6. August 2012, 14:50)


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