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Telchar

Anfänger

  • »Telchar« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Nähe Bonn

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1

Dienstag, 2. November 2010, 13:25

Mal was anderes: BBQ-Messer

Hallo zusammen,

nachdem ich ursprünglich von meinem Hobby des Kochens nun auch beim grillen gelandet bin, habe ich eine Reihe von sinnvollem Werkzeug hierfür angeschafft.

Einzig das Thema "Messer" hat mich vor Probleme gestellt. Meine japanischen Küchenmesser sind fürs Grobe einfach nicht geeignet und auch sonstige Küchenmesser, die ich mir angesehen habe, passen nicht für die am Grill typischen Aufgaben.

Vorab gesagt: ich habe einen Broil King Imperial mit seitlichen Ablage-/Schneideflächen, die ich auch gern benutze.

Mein BBQ-Messer sollte folgendes können:

1. kleinere Schnippelarbeiten; das meiste schnippele ich vorab in der Küche "in Ruhe" aber manchmal will man auch am Grill noch mal schnell ein bisschen Knoblauch hacken, Zwiebelringe schneiden, Rosmarin hacken etc. (Abflachung der Klinge nur rechts, 30/70 Anschliff)

2. als Schieber dienen für das Geschnippelte (vom Schneidbrett irgendwohin)

3. größere Fleischstücke anschneiden nach dem grillen; (Weiss-)brot aufschneiden; etc.

4. als "Pfannen-" bzw. eher gesagt "Grill-"Wender dienen; ich will ab und zu ohne Werkzeugwechsel (!) mal eben schnell ein Steak drehen können, oder flach gehalten Würste und Potato Wedges auf dem Grill herumschieben können, oder sogar mal den Grillrost anheben können (etwas, was ich mit einem Küchenmesser niemals tun würde/wollte); ich habe einfach gern ein Werkzeug möglichst dauerhaft in der Hand ohne für jeden Handgriff zu wechseln

5. eine Klingenlänge von 20cm haben (das ist meine absolute Lieblingslänge, komme ich am besten mit klar)

6. Schwerpunkt soll kurz hinter der nicht vorhanden Parierstange (leicht grifflastig) sein

Tja, von der Klingenform her muss es also ein bisschen wie eine Machete sein: in Richtung Spitze etwas breiter (für Punkt 4.), aber nicht so lang wie eine Machete. Gleichzeitig muss es trotzdem eine Spitze besitzen, um mit dem vorderen Klingenbereich schneiden zu können und ein bisschen "hakeln" zu können (Punkt 1. + 4.). Bauchiger vorderer Bereich eignet sich außerdem zum schneiden in "schräger" Haltung (Messer nicht waagerecht zur Schnittfläche, sondern z.B. 45° Winkel gehalten, um nochmal schnell etwas zu zerteilen, was schon auf dem Rost liegt).
Außerdem muss der restliche Klingenteil irgendwie gerade verlaufen, um auch größere Stücke (Punkt 3.) schneiden zu können. Da ich mit der Klingenseite aus der Gewohnheit heraus nicht gern schiebe (Punkt 2.), da das die japanischen Messer nicht mögen, muss der Messerrücken dafür geeignet sein. Insgesamt muss das Messer robust und stabil sein, um auch mal einen Grillrost damit bewegen zu können (4.).

Irgendwie habe ich all das nirgendwo gefunden (das BBQ-Pit-Boys Messer ist mir z.B. zu lang), daher habe ich mich daran gemacht, selbst ein paar Entwürfe zu malen. Diese habe ich dann mit Martin diskutiert. Diese Diskussion hat sich dann den Sommer über hingezogen, da der Teufel wie immer im Detail steckt und Martin mich erst mal über viele Dinge aufklären musste: mein Wunsch bzgl. Schwerpunkt z.B. war gar nicht so einfach zu realisieren, bei der "schwangeren" Klinge. etc. etc.

Nun ist es aber fertig, deshalb hier ein Bild eines Entwurfs und vom fertigen Messer:





Wer sich wundert, was das Ding am Ende ist: das ist ein Kapselheber (wichtig beim grillen... ihr wisst ja: ohne Werkzeugwechsel...), den ich einfach 1:1 von meinem Lieblingskapselheber abgekupfert habe.

Klingenstärke ist letztendlich 4mm geworden; im Griffbereich zweifach aufgedoppelt wegen des Schwerpunktes und des Kapselhebers. Klingenstahl ist D-2.

Gruß,
Thomas
The saw is family.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Telchar« (2. November 2010, 13:55)


ICEMAN

Manhunter

Wohnort: Graz/Austria

Beruf: LEO

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2

Dienstag, 2. November 2010, 13:34

Du hast eine Marktlücke gefüllt!!! Gefällt mir sehr gut, ich kenne das Problem mit dem Werkzeugwechsel zur Genüge. Super Entwurf und tolle Umsetzung :thumbsup:
-Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken -

Team CUSCADI

why so serial?

Wohnort: Rodgau

Beruf: proudly made in Germany

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3

Dienstag, 2. November 2010, 13:52

Sensationelle Idee!

Sensationeller Entwurf!

Sensationelle Umsetzung!

Wie würde mein Lieblings/Hass Moderator sagen:

3x Ja!
CUSTOM.SCALE.DIVISION

Poloczek GbR
Mühlweg 5
D-63110 Rodgau
USt-IdNr.: DE259724448

web: www.cuscadi.de
FB: www.facebook.com/cuscadi

mail: mail@cuscadi.de
call: +49.6106.64 34 23

Spyderco, Benchmade, Pohlforce, Böker, FKMD, Fox, Svörd, Victorinox, Zero Tolerance, Fällkniven

4

Dienstag, 2. November 2010, 14:04

Klasse! :thumbup: Leider ist im Moment keine Saison... Aber jetzt hast Du ein echt guten Grund, dich auf den Sommer zu freuen. Und bis dahin machst Du dich in der Küche schonmal vertraut damit. Über einen Praxisbericht würde ich mich sehr freuen.
Was Du auf jeden Fall auch brauchst, ist eine Köcherscheide oä, zum schnellen wegstecken, möglichst leicht zu reinigen (Kydex zB), denn beim Grillen braucht man immer auch mal beide Hände gleichzeitig.
Hätte es meins werden sollen, hätte ich auf den Flaschenöffner verzichtet, und seiner Stelle einen Haken angebracht, zum Einhängen an den Rost, die Hosentasche, einen Ast etc. Flaschen hätte man damit immer noch super öffnen können.

Callidus

Archer

Wohnort: nahe Braunschweig

Beruf: Im Dienst der Bildung

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5

Dienstag, 2. November 2010, 14:19

Nach Lesen deines Anforderungskataloges hätte ich mit was paddelänhlichem gerechnet..., aber das Bild und die Skizze haben mich echt zum Staunen gebracht :surprise: . Ich finde die Umsetzung sehr gelungen und es macht einen praktikablen Eindruck :thumbsup: . Es könnte der Begründer einer eigenen Klasse werden. Allerdings fände ich einen Haken an Ende aus schon genannten Gründen auch besser.

Jedenfalls würde ich mich auch über einen Erfahrungsbericht freuen!

Sehr schönes Stück; wünsche viel Spaß beim Benutzen!
VIVERE MILITARE EST!

6

Dienstag, 2. November 2010, 14:20

Man merkt, dass Du Dir echte Gedanken gemacht hast, denn das Messer sieht grandios aus. :surprise: :thumbup:

Schade, dass es dafür keinen Passaround gibt. :S


Klasse! :thumbup: Leider ist im Moment keine Saison...

Zum Grillen ist immer Saison, selbst wenn der Schnee meterhoch liegt. ;)
In Combat, you do not rise to the occasion. You sink to the level of your training!
Franconian Resistance #6 - Kopportunist #0002 - T.I.T.A.N. #0012

7

Dienstag, 2. November 2010, 14:39

Ausgezeichnete Idee und sehr schöne Umsetzung!! :thumbup:

Etwas zum Anhängen des Messers hätte ich auch praktisch gefunden, vielleicht läßt sich aber noch eine Bohrung hinten realisieren, dann könnte man eine kleine Schlaufe durchführen, an der man das Messer dann auch anhängen könnte.

Die Form finde ich für den speziellen Zweck viel geeigneter als die meines eigenen "Grillmessers", des Herbertz 727, also eigentlich eines Ganzstahl-"Rambo"-Messers. Allerdings hat sich dort die Zahnung auf dem Rücken als recht günstig zum Ziehen an Rosten usw. erwiesen, etwas wie einen nicht zu scharfen "Rückhaken" zu diesem Zweck, aber auch zum Drehen runden Grillguts, könnte ich mir gut vorstellen.

Die hohe, relativ "stumpfnasige" Klinge auch auch Spatel und Wender benutzen zu können, ist ausgezeichnet!

Natürlich muß ich Rorschach zustimmen: Grillsaison ist ganzjährig, geht kaum was über zünftiges Wintergrillen! Haben noch am Sonntag den Grill angeworfen....

8

Dienstag, 2. November 2010, 14:40

Cool! :thumbup:
Das Teil gefällt mir richtig gut und wenn man deine Ausführungen liest wirkt es auch sehr durchdacht. Der Kapselheber gefällt mir zwar optisch nicht, aber hier sehe ich die Funktionalität ganz klar im Vordergrund. Außerdem wäre mir ein symetrischer Schliff lieber, nur für den Fall, daß das Messer mal in Serie geht.

PS: Grillsaison? Wo gibt es denn so was? Nur weil es im Supermarkt keine Billig-Angebote gibt werde ich den Grill doch nicht einmotten...

BullsEye

Meister

Wohnort: NÖ Austria

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9

Dienstag, 2. November 2010, 14:42

Eine super Idee, ein gelungener Entwurf und perfekt umgesetzt! :thumbsup:
... hätte ich auf den Flaschenöffner verzichtet, und seiner Stelle einen Haken angebracht, zum Einhängen an den Rost, die Hosentasche, einen Ast etc. Flaschen hätte man damit immer noch super öffnen können.
Das geht auch ohne Verzicht, wenn die Öffnung des Kapselhebers gedreht wird hat man beides. Sollte ich mich missverständlich ausgedrückt haben, ich mein das in etwa so wie beim Leatherman Skeletool.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »BullsEye« (2. November 2010, 14:46)


Heine

ich trage mehr als nur ein Messer

Beruf: Tischler

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10

Dienstag, 2. November 2010, 14:55

Also wenn ich das Bild so sehe und mir mein ER Selvans angucke :surprise: . Vielleicht ist das Selvans garkein Survivalmesser sondern ein taktisches Grillmesser... :thumbsup: :thumbsup: .

Das Messer sieht aufjedenfall klasse aus. Dann wissen wir ja auch schon wär nächstes Jahr den Grillmeister auf dem TF-Treffen macht ;) :D .
Gruß Michael www.sartools.de powered by S&RT

JB1964

TF User-ID 68

Wohnort: Wien, Österreich

Beruf: Kaufm. Angestellter

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11

Dienstag, 2. November 2010, 15:03

Klasse Idee!
MfG, Joachim
Nachrichten bitte per E-Mail.

12

Dienstag, 2. November 2010, 15:35

Grillsaison, sowas gibt es wirklich, das ist die Zeit in der man täglich grillt. :P

WENN ich einen Kapselheber benutze, dann so einen, wie er am Messer angebracht ist, ausgelegt für eine Ziehbewegung von unten nach oben. Andersherum ist es sehr fummelig den Kapselheber überhaupt anzusetzen, da benutze ich lieber eine stumpfe Kante. In der Gastronomie findet man so etwas doch auch eher selten. Hätte für ein Messer natürlich den Vorteil, das man's mit einem "Rückhaken" an der Klinge, wie Micha ihn sich vorstellt, kombinieren könnte.
Mal ganz ehrlich, ich finde Kapselheber (außer in der Gastronomie) im Allgemeinen lächerlich (no pun intended):

Ist sowas nicht eigentlich zum totlachen? :rofl: Selbst meine zarte kleine Schwester kriegt ein Bier ohne Kapselheber auf. :rolleyes:

Telchar

Anfänger

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13

Dienstag, 2. November 2010, 16:06

Hallo zusammen,

jetzt freue ich mich aber über die rege Reaktion hier :) Hatte mich erst gar nicht getraut, über ein Grill-Messer zu schreiben hier im Forum.

@alle
Klar, der Kapselheber ist etwas speziell. Dazu muss ich sagen, dass ich zwar unheimlich gerne Bier trinke, aber ausgerechnet beim Flaschen öffnen eine Flasche bin. Habe schon früher ganze Schulklassen zum verzweifeln gebracht, die mir auf der Klassenfahrt das öffnen mittels Feuerzeug, Zähne, Schlüssel, Tischkanten, etc. beibringen wollten. Irgendwann habe ich dann einen Flaschenöffner geschenkt bekommen (wohl aus Mitleid) und den besitze ich heute noch und liebe ihn sehr. Jetzt kam das Thema "Werkzeugwechsel" ins Spiel und da habe ich für mich keine andere Möglichkeit gesehen, als meinen Lieblingsöffner kopieren zu lassen von Martin. Wie sollte ich sonst ein Bier öffnen ohne das Messer aus der Hand zu legen? ;(

@Kanif
Stimmt, eine Messerscheide fehlt ja noch völlig!

@callidus
Ja, ein Haken wäre auch schön gewesen, aber ging wegen o.g. nicht.

@Micha M.
Richtig, eine Bohrung für eine Lederschlaufe o.ä. wäre sicher noch möglich. Dann müsste ich nur sicherstellen, dass ich mich damit beim Bier öffnen nicht verheddern kann. Stimmt, für einen "Rückhaken" hätte ich auch Verwendung zum bearbeiten von Grillrost und auch dem hin- und herschieben von Pfännchen und Grillgut oder auch mal als "Angelhaken" für Grillgut.

@BullsEye
Hui, das sieht ja genau aus wie mein Kapselheber, nur andersherum. Nur, dass ich dann drücken statt ziehen muss (in Normalhaltung des Messers); cool! :)

@Heine
Wenn ich nicht das ER Fulcrum statt Deines Selvans hätte, dann hätte ich mir die Idee mit dem BBQ-Messer vielleicht nochmal überlegt :D

Ansonsten grille ich auch das ganze Jahr über, daher werde ich am Wochenende gleich mal den Praxistest machen. Bin gespannt!

Gruß,
Thomas
The saw is family.

14

Dienstag, 2. November 2010, 16:34

Leute .. DAS wäre doch mal was als KLEINSERIE fürs TF.

Schön mit Logo.

Das gefällt mir jetzt spontan so gut, dass ich es mir bestellen würde.

:D geile Idee, super umgesetzt :thumbsup:
Kämpfen – aber mit Freuden! Dreinhauen – aber mit Lachen!
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Helbrecht

"Nicht Kleckern sondern Klotzen!"

Wohnort: Bayern

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15

Dienstag, 2. November 2010, 20:40

Wirklich eine Klasse Ausarbeitung, sieht genial praktisch aus :thumbsup:

Bei dem ganzen gerede über BBQ muss ich doch gleich Grillfleisch holen.

:grillmeister:

Gruß Stefan

Telchar

Anfänger

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16

Dienstag, 2. November 2010, 21:47

Wirklich eine Klasse Ausarbeitung, sieht genial praktisch aus :thumbsup:

Bei dem ganzen gerede über BBQ muss ich doch gleich Grillfleisch holen.

:grillmeister:

Gruß Stefan


Na, da kann ich Dir meinen Lieblingsversender empfehlen: http://www.otto-gourmet.eu/ ; gibts auch gerade leckere Gänse zu bestellen, die ich sehr empfehlen kann.

@RealShadow

Ja! Mit TF Logo wäre natürlich sehr schick :thumbsup:

Gruß,
Thomas
The saw is family.

17

Dienstag, 2. November 2010, 22:23

.....oder ein Bistecca Fiorentina direkt aus der Toskana:

www.dariocecchini.com

Dario liefert vakuumverpackt.....

Telchar

Anfänger

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18

Montag, 15. November 2010, 11:52

Praxis Test

Hallo zusammen,

endlich hatte ich Zeit, das neue Messer mal einem Praxistest zu unterziehen.

Dazu wollte ich ein paar unterschiedliche Dinge mit dem Ding anstellen und habe angefangen mit Pommes Frites schneiden:

Fazit: Sauscharf, aber bei sehr großen Kartoffeln wirkt die recht dicke Klinge eher wie eine Spaltaxt in der Kartoffel. Macht aber nix - durch ist durch.


... und zur nächsten Disziplin: Knoblauch und Chili hacken:

Fazit: Trotz des hohen Gewichts des Messers kann man einigermaßen feine Scheiben schneiden; und danach mit dem Messerrücken prima vom Brett "fegen". Für aufwändige Schnippelarbeiten wäre mir das Messer aber zu schwer; Gefahr der Sehnenscheidenentzündung


Hauptdisziplin: ein Kotelett vom (Hereford Prime Dry aged) Ochsen von einem Rippchen schneiden:

Fazit: Wunderbar. Hier ist das recht hohe Gewicht und die Stabilität ein echter Vorteil; da hat der Ochse keine Chance.


Noch ein Bild zum Größenvergleich. Hinweis: auf diesem Bild habe ich ein BBQ-Messer versteckt...



Und hier Größenvergleich zum Grill:



Jetzt aber endlich ab auf den Grill:

Fazit: Als Fleischschuber und -wender prima geeignet. Vor allem der einseitige Anschliff ist hier recht handlich.


...und nach dem direkten Angrillen geht es auf die Seite zum indirekten fertiggaren:



...Pommes sind auch fertig:

Hier hätte sich die Mühe gelohnt, die spitzen dünnen Enden vor dem "frittieren" wegzuschneiden, um ein gleichmäßigeres Ergebnis zu bekommen.


Kotelett runter vom Grill und auf einen vorgewärmten Stein packen:



...und essen:

Hier war ich so hungrig, dass ich glatt das Bild verwackelt habe. Oder es lag am Bierkonsum während der Vorbereitung (Kapselheben mittels Messer nicht im Bild).

Insgesamt hat mir vor allem das Handling beim wenden, schieben, servieren, anschneiden etc. Spaß gemacht. Weiteres Werkzeug ist hier wirklich unnötig und das war ja eigentlich mein Hauptziel. Das Schneiden von harten, großen Dingen (wie die o.g. große rohe Kartoffel) ist nicht so toll wegen der Klingenstärke. Fleisch schneiden und anschneiden macht irre Spaß, da geht das Messer durch wie Butter. Auch als Tortenheber würde es eine gute Figur machen.

Gruß,
Thomas
The saw is family.

19

Montag, 15. November 2010, 12:22

Astrein!

Das Messer bewährt sich doch sehr gut und bestätigt die investierte Planung.
Sehr interessante und schöne Darstellung, viele von uns interessieren sich ja durchaus auch für gutes Essen und bekommen sozusagen doppelt Appetit :)

Wenn Du eher aus dem "Kochbereich" kommst, ist vielleicht das Schneiden mit klingenstärkeren Messern ein wenig ungewohnt, gerade bei spröderem Schneidgut wie meinetwegen Kartoffeln - viele von uns machen so etwas aber häufig mit Messern von 3/16 bis Viertelzoll, und bei ausreichend hohem Anschliff und hinreichender Schärfe gelingen diese Jobs jedenfalls. Da Du ja sogar mit Chili und Knoblauch zufriedenstellend fein arbeiten konntest, hat das Messer sich auch in diesem Bereich imo gut bewährt - andererseits bringt die starke und hohe Klinge eben auch genug Masse und Stabilität für wirksames Hacken.

Ich hab vor ein paar Tagen mit Romans "Greybeard" z.B. einen Wildschweinrücken zerteilt und anschließend noch einen Haufen Wildschweinknochen zum Anrösten kleingehackt - da weiß man ein hinreichend schweres und stabiles Messer zu schätzen, mit dem man dann viel genauer, schneller und sicherer arbeiten kann.

Das war ja wohl auch Deine Überlegung bei der Planung - und die hat sich doch wohl wirklich gelohnt!

Telchar

Anfänger

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20

Montag, 15. November 2010, 12:48

Hallo Micha,

damit hast Du es perfekt ausgedrückt:

...
Ich hab vor ein paar Tagen mit Romans "Greybeard" z.B. einen Wildschweinrücken zerteilt und anschließend noch einen Haufen Wildschweinknochen zum Anrösten kleingehackt - da weiß man ein hinreichend schweres und stabiles Messer zu schätzen, mit dem man dann viel genauer, schneller und sicherer arbeiten kann...


Ich wollte auf keinen Fall ein leichtes "Küchenmesser", da es beim grillen eben zumeist mit größeren Dingen zugeht :) und bei besonders leichten Messern habe ich immer das Gefühl, dass ich wackelig/zittrig arbeite.
Du hast auch recht mit Deiner Vermutung bezüglich der Klingenstärke: ungewohnt ist für mich vor allem, dass ich durch den einseitigen Anschliff und die Klingenstärke das Schneidgut nicht 100%ig sehen kann, wenn ich von oben drauf schaue, also muss ich mich erst umgewöhnen und leicht "von rechts" gucken... schwierig zu erklären...

Gruß,
Thomas

P.S.: Versendet Dario Cecchini denn überhaupt seine Leckereien? Ich konnte auf der Webseite nichts darüber finden; vermutlich, weil mir der Sabber angesichts des leckeren T-Bone/Fiorentina die Sicht trübte?
The saw is family.

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