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Montag, 11. Januar 2021, 11:40

Das Guardian 4 von Bradford. Eine Kurzvorstellung.

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch das Guardian 4 von Bradford in einer bebilderten Kurzvorstellung etwas näher bringen.
Die hier von mir gezeigte Ausführung trägt folgende genaue Bezeichnung:

Bradford Guardian 4 FE,
3D Black Micarta,
M390 Sabse Stonewashed,
False Edge 4 FE-101 Drop-Point.

Zunächst noch die Technischen Daten:

- Klingenhöhe: 3,7 cm.
- Klingenlänge: 11,8 cm.
- Klingenstärke: 4 mm.
- Grifflänge: 11,3 cm.
- Gesamtlänge: 22,8 cm.
- Gewicht: 180 g. (Ohne Scheide)
- Stahl: Böhler M390.
- Scheide: Leder.

Bezugsquelle: www.knivesandtools.de


Dieses mal möchte ich mit der Scheide beginnen.
Hat mir die Scheide bei dem Guardian 3 noch ziemlich gut gefallen, ist diese bei dem 4er so ein Mittelmaß.
Es ist halt ne gut gemachte Lederscheide, nicht mehr, nicht weniger.
Positiv ist der in der Scheide angebrachte Stich- und Schneidschutz aus Kunststoff.



Die Nähte sind gut und gleichmäßig Verarbeitet und das Leder ist ausreichend Dick.
Zusätzlich zu der Doppelnaht wird die Scheide noch mit Nieten zusammengehalten.



Die Anpassung an das Messer hätte für mein Empfinden besser sein können. Aber das kommt vielleicht noch bei der Benutzung.
Die Schnittkanten an der Scheide sind nicht Gebrochen oder Abgerundet so das sie etwas Scharfkantig sind und dadurch bisschen Unsauber gearbeitet erscheinen.



Ein Messer in der Größenordnung kann auch schon mal etwas härter ran genommen werden. Das batonen in Buchenholz klappt.



Natürlich sind bei der Klingenlänge keine dicken Holzstücke möglich, aber es ging ziemlich gut.



Schnitzen ist auch kein Problem. Der Griff bietet gute Möglichkeiten das Messer auf die verschiedensten Arten zu halten.
Die angebrachte Zahnung auf dem Klingenrücken ist nicht Aggressiv und bietet guten halt.



Der Griff bietet auch größeren Händen ausreichend Platz.
Die Micarta Griffschalen sind verschraubt.



Das Messer lässt sich gut bei den verschiedensten Arbeiten führen.
Der Griff liegt auf Grund seiner Gestaltung gut in der Hand.



Das Micarta fühlt sich in der Hand gut an und verleiht ein sicheres Gefühl bei der Arbeit mit dem Messer.
Die Klinge kam Rasiermesserscharf ab Werk und die Klingenspitze ist für feinere Arbeiten gut geeignet da sie Fein ausgeschliffen ist.



Mein Fazit zu dem Messer:
Gleich Vorweg, der Preis für diese Ausführung von 259,- € ist etwas zu hoch.
Dennoch bekommt man ein gut verarbeitetes Messer das auch auf Grund seiner Größe für sehr viele Aufgaben geeignet ist. Ob im EDC oder beim Bushcraft. Für mich funktioniert das Messer in allen Bereichen wo ich es benutzen werde.
Die Scheide ist Verbesserungswürdig, hier wäre eine Kydex Sinnvoller wie ich meine.
Für die verschrauben Griffschalen wäre ein passendes Werkzeug im Lieferumfang für ein Messer in dieser Preisklasse evtl noch eine Verbesserung.
Würde ich mir das Messer nochmal kaufen?
Ein klares Ja.
Allerdings müssten dann zu dem Preis die angesprochenen Mängel beseitigt sein, oder der Preis niedriger sein.




Vielen Dank für euer Interesse!
Ich freue mich auf euer Feedback.

BG
KiloLima

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »KiloLima« (12. Januar 2021, 09:14)


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Dienstag, 12. Januar 2021, 08:28

Danke für die ausführliche Vorstellung. :thumbsup:
Grundsätzlich gefallen mir die kleinen Guardians.
Da kann ich auch das Konzept mit kürzeren Griffschalen und dem Choil nachvollziehen.

Bei dem Großen stört mich das optisch irgendwie. :huh:
TF - Treffen sind wie Familienfeiern, nur dass jeder Bock drauf hat!

3

Dienstag, 12. Januar 2021, 08:53

Ja, das dachte ich am Anfang auch, gerade wenn man das Messer weiter hinten greifen möchte, also hinter dem Choil, kam mir der Griff trotzt seiner Länge zu kurz und Unbequem vor.
Nach längeren Anfassen und Ausprobieren hab ich dann aber die für mich richtigen Positionen am Griff gefunden.
Aber zugegeben, es ist zunächst etwas Gewöhnungsbedürftig, liegt aber wenn man sich daran Gewöhnt hat gut in der Hand und man kommt gut damit zurecht.
Was vielleicht auch am guten Volumen des Griff liegt und seiner Geometrie.

Bilder vom Griff werde ich hier noch nachreichen.

4

Dienstag, 12. Januar 2021, 08:58

Das mit der Gewöhnung und dem Volumen der Schalen kann ich nachvollziehen.

Wenn du allerdings das Griffvolumen für nen kraftvollen Schnitt nutzen willst, sind die verlorenen Zentimeter zur scharfen Schneide suboptimel.

Im Gegensatz zu den kleinen Guardians hätte ich mir hier eine andere Lösung gewünscht.
TF - Treffen sind wie Familienfeiern, nur dass jeder Bock drauf hat!

5

Dienstag, 12. Januar 2021, 09:19

Bei Arbeiten wie dem Schnitzen oder bei Schneidaufgaben z.B. in der Küche etc klappt das sehr Gut mit dem Griff/ Choil.
Will man das Messer fester in die Hand/ Faust nehmen z.B. beim Batonen ist es Gewöhnungsbedürftig.
Ich glaube das kann man an den Bilden oben in der Vorstellung ganz gut erkennen.

6

Dienstag, 12. Januar 2021, 09:21

Ich glaube das kann man an den Bilden oben in der Vorstellung ganz gut erkennen.


Stimmt. Die sind absolut aussagekräftig :thumbsup:
TF - Treffen sind wie Familienfeiern, nur dass jeder Bock drauf hat!

7

Dienstag, 12. Januar 2021, 10:02

Hier noch einige Bilder von möglichen Haltepositionen und vom Griff selbst bis zum Choil.
Ich hoffe so kann sich jeder noch einen besseren Eindruck von dem Griff und dem Messer machen.


































Falls noch ein spezielles Foto gewünscht wird, Bitte ruhig melden.

Hier nochmal das Vergleichsfoto mit dem Guardian 3.
Dagegen wirkt das 4er fast riesig.




Vielen Dank fürs anschauen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »KiloLima« (12. Januar 2021, 10:08)


8

Dienstag, 12. Januar 2021, 10:31

Danke für die vielen Bilder. So bekommt man einen richtig guten Eindruck! :thumbup: Vom Design her gefallen mir die Bradford schon lange.

9

Dienstag, 12. Januar 2021, 11:49

Vielen Dank für die Vorstellung!

Wie verhält es sich beim Stechen? Ist ein zustechen in hartes Material komfortabel mit dem Finger im Choil? Wie verhält es sich beim stechen ohne den Choil zu verwenden?

10

Dienstag, 12. Januar 2021, 12:40

Ein Zustechen in hartes Material ohne den Choil zu nutzen würde ich nicht machen.
Greift man das Messer zu weit hinten besteht die Gefahr in die Schneide zu rutschen. Es sei denn man hält den Daumen auf das Griffende.

Was ich nochmal ausprobieren müsste wäre das arbeiten mit dem Messer wenn ich Handschuhe trage.
Bislang habe ich es nur mit bloßen Händen benutzt.
Vielleicht ist so dann ein Unterschied festzustellen.

Wohnort: NiederÖsterreich

Beruf: Tester

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11

Dienstag, 12. Januar 2021, 13:10


Will man das Messer fester in die Hand/ Faust nehmen z.B. beim Batonen ist es Gewöhnungsbedürftig.
Ich glaube das kann man an den Bilden oben in der Vorstellung ganz gut erkennen.

Danke für die Bilder! :thumbup:
Da kann man sehr gut erkennen, dass die Griffschalen ab dem Mittelfinger und vor allem beim Zeigefinger/Choil wieder deutlich schlanker werden als in der Mitte.
Wenn man das Messer nun fest im Hammergriff hält (Zeigefinger im Choil), ist dann der Griff noch dick bzw. voluminös genug um richtig fest zupacken zu können? lg,

12

Dienstag, 12. Januar 2021, 14:40

Genau so ist es, dass siehst du richtig.
Bei meiner Handgröße (Handschuhgröße 9/10) passt der Griff auch gut rein.
Leute mit kleineren Händen habe da vielleicht Probleme.

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