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1

Sonntag, 26. Juli 2020, 21:07

Feldhosen vs modernere Combat Pants

Hallo zusammen!

Ich wollte mir demnächst mal wieder ein paar Hosen zulegen.

Dabei geht’s mir um möglichst robuste Hosen die sowohl im Outdoor- und Survivalbereich sowie dienstlich usw. „alles mitmachen“ und natürlich auch dementsprechend langlebig sind.

Bisher habe ich da immer auf die Einsatzkampfhosen von Leo Köhler gesetzt oder früher eben auf Propper BDUs in NYCO und ähnliches Zeug.
Modernere Hosen hab ich meist nur mit möglichst leichtem Stoff geholt, zB 5.11 usw. und die waren bei entsprechender Nutzung im Training und auf dem Schießstand usw. teilweise enttäuschend schnell „durch“. Daher kommen die für mich für die o.g. Nutzung nicht so sehr in Frage.

Aktuell überlege ich mir die UF-Pro Striker X oder zu holen, bin mir aber für den Zweck oben nicht so sicher, vor allem was die Langlebigkeit angeht. Hier im Forum und sonst im Netz liest das die Hose zwar sehr komfortabel ist, aber auch nicht so lange hält.

Eine andere Variante wäre die Claw Gear Raider MK IV.

Wie gesagt, es geht mir was den Vergleich der einzelnen Hosen angeht und im Vergleich mit klassischeren Modellen um Langlebigkeit und Robustheit im Bezug auf den ganz oben genannten Zweck.

Könnt ihr mir hierzu Erfahrungen nennen?

Danke euch!!!!

2

Sonntag, 26. Juli 2020, 21:48

Ich habe früher bevorzugt die US Army-Woodland-Hosen in dem 50/50 Nyco-Gewebemix getragen.

Die waren nahezu unkaputtbar, man bekam sie preiswert auf den Flohmärkten des Rhein-Main-Gebietes und wenn sie doch mal durchgewesen sind (was ich nie erlebt habe), dann holte man sich halt eine neue.

Leo Köhler hat eine Kommandohose im Angebot, die ähnlich geschnitten ist. Die hatte ich in den 1990ern in flecktarn als Gefechtsdiensthose und die hält bis heute.

Die modernen Kampfhosen sind auch klasse - ich bin heute überzeugter UfPro-Nutzer. Aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis waren die Old-School-Hosen zwar nicht so stylish, aber nahezu unschlagbar.

Vorsicht allerdings vor den zahlreichen China-Billigschrott-Kopien, gerade bei den BDU-Hosen.

DWH

Wulfher

Meinungsänderer

Wohnort: Speckgürtel von Hannover (Flughafenstadt)

Beruf: TCU-Sumpfmonster

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3

Sonntag, 26. Juli 2020, 23:53

Moin

Wenn es Zivil sein Darf und Du Nicht Umbedingt Gro9e Beintaschen Brauchst , Dickies Industry 300 Arbeitshose,Günstig,Unkaputtbar,Einschübe für Kniepolster .

Gruß Wulfher
Lieber im Sumpf Übernachten,als über Nacht Versumpfen :D

4

Montag, 27. Juli 2020, 05:32

Fragen wir mal so:
Wo habe sich die Hosen bei dir am schnellsten abgenutzt? Kniebereich? Schritt? Irgendwelche Nähte, oder der Stoff selbst an einer bestimmten Stelle?

5

Montag, 27. Juli 2020, 15:28

@ Der Weisse Hai: Ja, die Kommandohose kenne ich auch noch. Das Teil war cool. Aber das ist es eben, die "alten" Sachen haben Jahre lang, teilweise Jahrzehnte alles mitgemacht. Mir gings einfach mal um die Frage, ob die moderneren Sachen da mithalten können. Selbst bei Crye hört man ja, dass die Sachen nicht unbedingt so lange halten im Vergleich.

@ Low End: Ja, also wie schon geschrieben, ich habe eigentlich immer eher die klassischen Sachen bevorzugt, wie z.B. Propper BDUs in Nyco, die "KSK-Hosen" von Köhler und so Zeug. Mit den Sachen hatte ich keine Probleme, mal hier eine eingerissene Naht, das sich ne Gürtelschlaufe ablöst, Kleinkram eben - oder eben das die Hosen irgendwann so ausgewaschen waren, dass man sie nicht mehr anziehen wollte, maximal zur Gartenarbeit oder so....
Bei allen "moderneren" Hosen die ich hatte, z.B. von Blackhawk, 5.11 usw. war es so, dass sich die Hosen ziemlich schnell ausgewaschen haben, dass der Stoff relativ schnell ermüdet war, dass sich Beinenden aufgelöst haben, Einschubtaschen Löcher bekommen haben, Beinenden ausgefranst sind, auf dem Schießstand ein Knie eingerissen eingerissen ist und so Zeug. Gerade die Stretch-Sachen haben nicht so lange gehalten. Wäre alles nicht dramatisch, kann man auch hier und da reparieren - allerdings kam das immer recht früh, nach nur moderater Benutzung.

Jetzt überlege ich halt auch was "Feldhosen" angeht etwas zu modernisieren, und wollte wissen wie da die Sachen ausfallen von z.B. Uf-Pro, die Raider MK IV usw. - sind das auch eher Sachen mit vielen Features aber weniger haltbar oder kommen die an die an die alten Sachen heran, was die Haltbarkeit angeht?

6

Montag, 27. Juli 2020, 20:31

Nein, die modernen Feldhosen sind schon gut, gerade die von UfPro. Trotzdem hat man eine innere Hemmschwelle, eine 360 D-Mark-Hose vergleichbar zu strapazieren wie eine 50-D-Mark-Hose.

DWH

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Montag, 27. Juli 2020, 21:41

Moderne Combat Pants haben sicherlich ihre Berechtigung, ich selbst habe von Ufpro zwei Hosen. Jedoch sehen die bei mir nach gerade zwei Mal waschen in der Maschine auf links gedreht schon sehr ausgewaschen aus. Halten tuen sie dennoch.
Meine Hose von TacGear für 80 Euro sieht da nach Jahren noch besser aus.
Die nächste Hose soll jedenfalls keine super tactical mehr werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wildschwein« (27. Juli 2020, 21:43)


8

Dienstag, 28. Juli 2020, 08:07

Zur Haltbarkeit der UF PRO Hosen hat Eli von Project Gecko einen äußerst positiven Artikel geschrieben. Also ich denke, dass sie die Strapazen durchaus durchalten können.

Was den ausgewaschten Look betrifft: Das ist eine Problematik die von vielen Faktoren abhängt, nicht nur ob man die Hose auf links gedreht wäscht. Temperatur, Dauer des Waschgangs, was zum selben Zeitpunkt noch in der Waschtrommel ist. Das Material der Hose, die Farbe der Hose usw.

Kunstfasern halten z.B. die Farben besser als Naturfasern. Und dunkle Hosen schauen naturgemäß schneller ausgebleicht aus. Vor allem die blauen UF PRO Hosen haben den Ruf, sehr schnell diesen Stone Washed look zu bekommen.

Aber wenn nur die Farbe das Problem ist, kann man das sehr schnell mit neuem Einfärben lösen. Das funktioniert erstaunlich gut.

Zur Qualität:
Zerstört habe ich noch keine Clawgear Hose (aber ich bin auch nicht der Typ der dynamisch durch Witterungen sprintet). Ich muss aber auch sagen, dass mir die allgemeine Qualtität von Clawgear Hosen maximal einen Deut besser als die von Helikon-Tex vorkommt. Und Helikon-Tex ist nicht das Gelbe vom Ei. Man bekommt wofür man zahlt.

Die einzigen negativen MEldungen, die ich in Bezug auf UF PRO gehört habe und mir manchmal auch selbst denke, sind der Schnitt. Vor allem bei den Jacken, bei den Hosen weniger. Bei letzteren hätte ich gerne einen etwas größeren Schritt.

Wie so oft verweise ich an solchen Stellen auch gerne an Carhartt. ICh wundere mich immer wieder, wie lang deren Hosen halten.

nic-0

Vom Gear-Virus infiziert

Wohnort: Taunus

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9

Dienstag, 28. Juli 2020, 08:43

Aber wenn nur die Farbe das Problem ist, kann man das sehr schnell mit neuem Einfärben lösen. Das funktioniert erstaunlich gut.


Kleine Anekdote dazu:
Meine erste UFPro P40 wollte ich nach zig Wäschen auch nachfärben, da das "Sand" doch sehr hell geworden war. Aber eben nach Jahren der Nutzung. Also ab in die Trommel, Färbemittel dazu und gehofft, dass auch das Schöller-Material die Farbe annimmt.
Resultat war, dass genau das Schöller-Material die Farbe besser aufnahm als der Poly-Cotton-Stoff. Somit Hintern nun deutlich hervorgehoben gegenüber dem Rest der Hose... :rolleyes:

Aber die Hose hält übrigens noch, nach guten sieben Jahren ziviler Nutzung, wohlgemerkt.

10

Dienstag, 28. Juli 2020, 09:35

@nic-0 naja mit deinem "Farbauffrischungsresultat" schlägst du doch voll in diese modische Bushcraft- und Wanderhosenschiene, in welcher alle Hosen zweifarbig sind ;)

Zum Thema Farbe auffrischen: für schwarz und ? gibt es da extra Färbungen, also speziell zum erneuern statt umfärben.
Erfahrungsgemäß erzielt man mit beidem bei 100pro Baumwolle das beste Resultat.
Früher gerne benutzt bei Jeans und Moleskin für den Sicherheitsbereich.

Mein verstorbener Vater hatte da in den 80ern eigentlich das Dark Camo erfunden, als er seine originale M65 in Woodland schwarz eingefärbt hat.
Meine Marktplatz Bewertungen
Greider

11

Dienstag, 28. Juli 2020, 10:09

Also bei meiner UFPro Striker XT Gen 2 in Steingrauolive habe ich auch nach einigen wäschen keine Veränderung feststellen können.
Ist derzeit aber meine absolute lieblings Hose! mit den neuen Kniepolstern echt genial.

Trägt sich auch angenehmer als meine Helikontex CPU.
Robust sind aber beide.

12

Dienstag, 28. Juli 2020, 10:27

@nic-0

Danke für den Erfahrungsbericht zum Schöller Material. Hätte ich mir nicht gedacht, dass das überhaupt Farbe aufnimmt bzw. gut aufnimmt. Sehr spannend! Bei Camo wird umfärben dann halt problematisch - um den Gedanken weiter zu spinnern.

Um zu Thema zurück zu kommen:
Ich denke, dass eine UF PRO Hose definitiv kein hinausgeschmissenes Geld ist. Und sollte dann doch etwas reißen oder auf einen Qualitätsmangel hin kaputt gehen, sind die Herrschaften sehr kulant und auch bemüht Lösungen zu finden (sofern es natürlich berechtigt ist).

strcat

Elite-User

Wohnort: Nähe Regensburg

Beruf: 'türlich doch.

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13

Dienstag, 28. Juli 2020, 18:06

Ich kann mich nur zur Striker HT äußern und die ist für den ihr zugedachten Einsatzzweck nicht brauchbar. Sie ist bequem und das war es dann auch schon wieder. Getragen habe ich die Hose knapp drei Jahre (bin mir nicht mehr ganz sicher) und genutzt wurde sie ihrem Einsatzzweck entsprechend. Nämlich auf der Schießbahn und im Einsatz; also im richtigen Einsatz und nicht Airsoft/Paintball oder Urban Survival. Das wird jetzt kein Flame oder Hateposting, sondern ich sage nur, was mich an der Hose stört. Ganz oben angefangen:

Die Eingriffe der beiden Hosentaschen sind zu eng, hoch und falsch geschnitten. Wenn man einen Plattenträger/Kampfmittelweste trägt, kann man nicht mehr in die Tasche greifen, weil man "von oben" reingreifen muss. Besser wären Hosentaschen die so geschnitten sind: https://images-dynamic-arcteryx.imgix.ne…m-Side-View.jpg oder gleich so: https://www.asmc.de/media/image/ee/f4/14/17402-4.jpg Das "Netzfutter" in den Hosentaschen (ich bezeichne das jetzt einfach mal so) kann man sich sparen. Einmal was spitziges transportiert und bzw. etwas doof reingeschoben und dann war es das mit was in die Tasche stecken; es sei denn man braucht es nicht mehr:

Nähen fällt flach, da es immer wieder einreißt. Evtl kann man das beheben indem man einen Flicken einsetzt, aber das habe ich nicht getestet. Für etwas "gröbere" Messer (in meinem Fall das Benchmade 810 Contego) ist die Hosentasche auch ungeeignet, da der Stoff zu dünn ist und durch das überstehende Ende des Griffes ab-/durchgewetzt wird. Durch den Schnitt der Hosentasche rutscht das Messer auch manchmal Richtung Schritt und das wird dann beim Abhocken unangenehm. Verstärkungen an der Naht gibt es ebenfalls nicht. Helikon-Tex hat eine Verstärkung der Naht und bei 5.11 sind einige Hosentaschen so geschnitten: https://www.511tactical.com/media/catalo…69_055_07v3.jpg Meine LMSG und 5.11 trage ich seit Jahren mit diesem Messer und da gibt es keine Abnutzungserscheinung; meine Striker HT sieht so aus:


Die Eingriffe der Seitentaschen sind wie bei sehr vielen Hosen viel zu eng geschnitten. Kniend kann man nicht mehr schnell auf darin untergebrachte Utensilien zugreifen; mit Handschuhen schon mal gar nicht. Gleiches gilt für die "kleinen Gear Taschen" die vorne mittig an den Oberschenkeln angebracht sind. Wenn man darin ein Messer unterbringt, das keinen Deep-Carry-Clip hat, dann drückt sich das überstehende Ende des Messers beim Abhocken/Knien in den Oberschenkel. Magazine für Kurzwaffen habe ich darin genau einmal transportiert und wer mal auf zwei P8/P12 Magazinen lag, wird das verstehen. Ich muss aber auch dazu sagen das die Taschen auch nicht für Magazine gedacht sind, von daher war das eher eine Form von latentem Masochismus in Verbindung mit "ah.. des geht scho.." (Lernen durch Schmerz).

Die Nähte an sich sind sehr gut, aber durch die schmalen Seiten der Reißverschlüsse kann man sie nur schwer nähen; problematischer sind da schon die "Abdeckflügel" (sry für die bekloppte Beschreibung). Die sorgen zwar wirklich dafür, das die Reißverschlüsse nicht mit Dreck eingesaut werden, allerdings bleiben die auch mal zwischen den Zähnen hängen und verklemmen. Das passiert dann einige Male und dann geht die Naht unten auf und sieht dann so aus:

Auf dem Bild sieht man auch das die Naht im Schritt aufgegangen ist, aber das schiebe ich mal unter normalen Verschleiß.

Problematischer sind da schon die Dehneinsätze; die halten zwar relativ lange, aber wenn sie mal einen kleinen Riss haben, dann wird der sehr schnell größer:

Und für diejenigen die mit "das kann man nähen" ankommen: Das ist eine Kampfhose und wenn ich damit längere Zeit unterwegs bin, dann kann es schonmal passieren das ich mehrere Tage nicht dazu komme es zu nähen.

Zu den Kniepolstern: Die sind hervorragend! Solang sie nicht kaputt gehen. Die Reißverschlüsse, in die man die "Tactical Knee Pads" (also die weichen Teile" einschiebt, zwicken sich immer wieder mal mit der inneren Netztasche, in der die Kniepolster liegen und schädigen den Stoff. Das hat dann den Nachteil das er einreißt und sich der Riss sehr schnell vergrößert.


Außerdem strapaziert man die Netztasche auch noch jedesmal wenn man die Hose anzieht. Das eigentliche Problem ist die Tatsache, das man den Reißverschluss auch gerne mal offen lässt, damit die Luft zirkulieren kann; das ist ja auch der Sinn von dem Ganzen. Witzig wird es nur, wenn man dann mal schnell in tiefste Gangart geht und man dann erstmal drei Pfund Sand und die dazu gehörenden Käfer/Spinnen aus der Hose und den Schuhen popeln muss. Meine Knieschonertaschen sehen so aus:

Der Außenstoff der Kniepolster ist in meinen Augen unkaputtbar. Ich lag damit auf Sand, Kies, Schotter, Steinen, Holz, .. und der ist noch immer nicht defekt.

In die "Arschtaschen" habe ich auch nie was geschoben, da diese ebenfalls viel zu eng sind. Die Unterschenkeltaschen hab ich persönlich nie genutzt, da es mich beim gehen/laufen stört wenn da was drin ist. Der Reißverschluss am Hosenstall ist zu klein/kurz. Man kann ihn zwar in beide Richtungen öffnen, aber das ist trotzdem noch viel zu wenig.

Wie sich die Hose macht wenn man sie im privaten/zivilen Einsatz trägt, kann ich nicht sagen; da wird sie vermutlich sehr lange halten. Gleiches gilt für gelegentliche Einsätze, aber für den "militärischen Dauereinsatz" ist die komplett unbrauchbar. Das bezieht sich auch nur auf die Striker HT; zu den anderen Hosen werde ich mich nicht äußern, da ich die nicht kenne/besitze. Meine Striker HT hab ich entweder laut Herstellerempfehlung gewaschen oder in die Feldwäscherei gegeben und die hat bis jetzt keine Verfärbungen.
If you fall, i'll be here
--Ground

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »strcat« (28. Juli 2020, 18:08)


14

Dienstag, 28. Juli 2020, 20:36

Dieser kleine Reißverschluß bei Ufpro ist wirklich ein Ärger.

Also, ich bin von Feldhosen zur Arbeit komplett weg. Einmal bei Engelbert Strauss gekauft, habe ich mit einer Hose ein Haus gebaut und trotzdem ist das Ende der Einsatzzeit nicht erreicht.

15

Mittwoch, 29. Juli 2020, 10:42

Dickies Industry 300 Arbeitshose,Günstig,Unkaputtbar,Einschübe für Kniepolster .


Danke für den Tipp! Die Industry 300 scheint ein Auslaufmodell zu sein, wird aktuell auf der Dickies Website für 17 € pro Stück abverkauft.

Man kann sich da auch als Privatkunde anmelden.

suomi70

hier bleibt ich!

Wohnort: Schweiz

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16

Samstag, 1. August 2020, 22:03

Hallo

Danke für die interessanten Erfahrungensberichte. :thumbsup:

Gruss

suomi70
„Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Du redest mit deinen Feinden.“

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Samstag, 8. August 2020, 00:00

Vielen Dank für eure Erfahrungen und Einschätzungen.

Ich habe jetzt beide von mir erwähnten Hosen und konnte mir über die letzten Tage einen ganz guten Eindruck verschaffen denke ich. Da ich hier von euren Erfahrungen profitieren konnte, wollte ich meine nun auch dazu geben - evtl. ist das ja an die Schreiber auch ein kleines Feedback.

Die Claw Gear Raider MK IV habe ich nun in Oliv und Flecktarn.
Die Hose ist in meinen Augen top verarbeitet. Insgesamt relativ eng / körpernah geschnitten - wer also sonst eher normale BW oder Einsatzkampfhosen / KSK-Hosen oder sowas trägt wird sich anfangs etwas wundern.
Die ganzen Features usw. sind ja im Netz leicht zu finden.

Die Claw Gear Raider ist aus relativ schwerem Stoff und macht einen ultra robusten Eindruck - für den Sommer eigentlich zu dick und zu schwer und durch den körpernahen Schnitt auch nicht optimal. Da finde ich z.B. die Leo Köhler BW Einsatzkampfhose „Update“ besser - wenngleich auch genau so schwerer Stoff usw. ist die Belüftung da in meinen Augen besser.

Die Hose hat keinen Stretch, aber dadurch das man über einen Bandzug die Knie einstellen kann, hat man eine sehr gute Bewegungsfreiheit und auch beim bergauf gehen usw. behindert die Hose nicht in der Schrittweite o.ä.

Die Knieschoner finde ich super, richtig eingestellt sitzen sie da, wo sie hingehören, zumal man sowohl in der Höhe wie auch der weite Einstellungen vornehmen kann. Wenn ich lange laufe tue ich mir die Knieschoner gerne in den Rucksack so lange ich sie nicht brauche. Hier benötigt man dann irgendwas um sie wieder festschrauben können, da sie verschraubt sind.

Manko an der Hose ist der Schnitt. Mir persönlich sind die Taschen zu eng. Mit Handschuhen (Mechanix) wird’s bei mir eine echte Fummelei. Ist bei mir bei fast allen Hosen (außer superbaggy Teilen) so, da ich relativ viel Kraftsport betreibe und auch sonst nicht zierlich bin. Mit weiterer Ausrüstung am Körper…. ja, dann wird’s eng.

Ach so, die Flecktarn-Variante ist aus „NIR Polycotton Mischgewebe (65% Baumwolle, 35% Polyester), original TL Stoff (TL 8305-0302)“ - also dem Stoff der BW Tropenuniform. Die ist schön leicht und bei der Hitze ganz gut zu tragen - einzig an den Cordura verstärkten Knien schwitzt man ganz schön, da die im Gegensatz zur „KSK-Hose“ halt recht eng an den Knien sitzen.

Ich würde die Hose übrigens in der Qualität als wesentlich besser als z.B. Helikon einstufen. Ich habe früher auch Helikon-Hosen gehabt und die waren von der Qualität, aber das ist nur meine persönliche Einstellung, noch mal in ner ganz anderen Ecke angesiedelt.

Die UF-Pro Striker X habe ich ebenfalls in Oliv und Flecktarn.

Was ich sofort sagen kann: Die Hose ist mega bequem. Man muss nur die richtige Größe wissen, die Hosen sind in der Länge wohl wie angegeben und liegen in der Weite eine Nummer hinter den angegeben Größen. Wer 32 in der Weite hat, sollte also 34 nehmen….

Verarbeitet zu sein scheint die Hose wirklich gut, der Stoff ist auch super und auch das Stretch-Material erscheint erstmal robust.
Ich habe nach einigen Abseilaktionen, zum Spaß ein, zwei Mal den Dülfersitz genutzt um einem Kollegen diesen zu erklären - der Hose war danach nichts anzusehen (damit habe ich mir schon mal ne Hose geschreddert, deswegen habe ich danach die Gucc-Hose genau begutachtet).

Der Kniebereich …. Beim langen laufen hatte ich, wie strcat schrieb, die Knie die ganze Zeit offen wegen der Belüftung. Zwischendurch habe ich dann vergessen die Reißverschlüsse wieder zu zumachen und sofort war nach dem hinknien auf Waldboden etc. Dreck in den Knietaschen. Darauf muss man also achten…. Außerdem wird die Kniepolsterung (ohne Knieschoner) ganz schön warm. Nun gut, es ist ja aktuell auch ganz schön warm….. Aber hier, und das ist mein persönlicher Geschmack, mag ich es, wenn man Kniepolster usw. ganz entfernen kann wie eben bei der Claw Gear, BW Einsatzkampfhosen etc. und einfach später wieder einschieben kann wenn man sie braucht usw.
Was ich aber sehr angenehm fand, beim langen liegen auf Waldboden, habe ich es öfter mal das es unangenehm an den Knien wird usw. wenn die auf irgendwas hartem oder so aufliegen. Hierfür reichte schon der Außenstoff an den Knien um das ganze sehr bequem zu machen.
Die Taschenaufteilung an sich finde ich okay. Die Messertaschen an den Oberschenkeln finde ich zu eng. Und das hereingreifen mit Handschuhen in die oberen Hosentaschen finde ich ebenfalls schwer - mit Plattenträgern usw. gebe ich strcat 100% recht, wird das schwer. Die Mesh-Einsätze finde ich interessant, ob das einen Kühl-Effekt hat, kann ich nicht so recht sagen. Allerdings glaube ich auch nicht, dass die lange halten wenn man die Taschen wirklich nutzt. Alle, wirklich alle, meine Trainingshosen die solche Mess-Taschen haben, haben Löcher in den Taschen, schätze das kommt hier auch.

Mein Fazit, bezogen auf die Diskussion hier:

Ich denke schon, dass sich die Hosen lohnen. Von der Verarbeitung usw. gibt es meinerseits nichts zu meckern.

Die Claw Gear hält was sie verspricht und ist in meinen Augen ein gutes Zwischending von klassischer Feldhose und modernen Features.

Die Uf Pro gefällt mir auch sehr, allerdings wäre meine Sorge das eben dadurch das sie viele Extras hat, auch viel kaputt gehen kann. Strcat hat ja viel dazu geschrieben und die Schwachpunkte die er aufgezählt hat, haben mir vor dem Kauf echt zu denken gegeben. Evtl. ist die Striker X ja anders (soll sie ja sein) als die HT, was wünschenswert wäre.

Wie gesagt, das war nur mein erster Eindruck nach ein paar Tagen.

18

Montag, 10. August 2020, 09:16

Über die Jahre habe ich so ziemlich alles getragen was auf dem Markt ist und bin zu dem Resultat gekommen das ich lieber im unteren Preisgefüge bleibe.
Unterm Strich zählt für mich nämlich was mich die Hosen über den Zeitraum XY kosten.
Drei Hosen für 70€ (5.11, LeoKöhler) halten genau so lange wie eine für über 200€ oder sogar über 300€ (uFpro) und ich habe eventuell auch mal eine andere Farbe oder ein anderes Muster am Start ..
Und wenn ich für einen Einsatz drei Hosen mitnehmen möchte/muss, dann rechnet sich das schon, finde ich ..

Aktuell trage ich die Stretch-Hosen von 5.11 und bin auch trotz reichlich bodennaher Aktivitäten immer noch mega zufrieden .. Einziger Nachteil, diese Hosen gibt es nicht mit Tarnmustern ..

scts
Beste Grüße
scts

19

Montag, 10. August 2020, 10:42


Wie so oft verweise ich an solchen Stellen auch gerne an Carhartt. ICh wundere mich immer wieder, wie lang deren Hosen halten.


ich trage auch seit Jahren beinahe ausschließlich die Workwear Hosen von Carhartt(EB136 und B342). Günstig und dabei so stabil, dass ich gar nicht darüber nachdenke ob sie dieses und jenes mitmachen. Die kleinen Löcher die sie haben, kommen von Eigenverschulden. Die schwarzen Hosen halten die Farbe recht lange gut. Meine B342 in Schwarz ist langsam schon verwaschen, ich trage sie mit Abstand aber auch am meisten und längsten. Für die Jagd habe ich eine B342 in braun. Hier sind die Farbe leider deutlich schneller verwaschen.

Ich will mir diese Hosen nun eigentlich nachkaufen. Beide Hosen Versionen sind aber kaum noch zu bekommen, da sie Nachfolger bekommen haben. Leider mit so Stretchzeug drin, was ich absolut nicht leiden kann, und der Schritt ist... eng geworden. Deutlich weniger Bewegungsfreiheit nun.
Also suche ich nun wie doof Restbestände für meine Körpergröße(>2m).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fabsel« (10. August 2020, 10:53)


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