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21

Sonntag, 16. Juni 2019, 01:35

*räusper*

Leider nicht...
Es ist eine Folge von politischen Entscheidungen ("Tierschützer"-Lobby), aber dazu möchte ich mich hier nicht weiter äußern, weil es OT ist, aber noch viel mehr, weil das in Österreich ein gaaaaaanz heißes Eisen ist!

Ich habe guten Einblick in NVBK, KNPV und ähnliche Bereiche und gehe GANZ STARK davon aus, dass Du somit weißt, was ich als gute Ausbildung empfinde und was ich gerade bei Hunden, die in reale Einsätze gehen, gerne sehen würde.

LG
Max

P.S.: sorry für OT, sollte Interesse an dem hier aufgekommenen Thema bestehen, kann das ja gerne in einem anderen Thread aufgerollt werden. Allerdings werde ich zu Teilbereichen schweigen bzw. nur Andeutungen machen, die allerdings von altgedienten Hundeführern verstanden werden.

22

Sonntag, 16. Juni 2019, 21:24

Um noch mal auf das Original-Thema zurückzukommen.... Ich versuch ja meine Ausrüstung usw. immer so pfleglich zu behandeln wie es geht...

Aber mal abgesehen von IR & Co. - was ist denn fürs Material / Textil besser: Es lange nicht waschen und ggfs. mit dem üblichen Schweiß, Dreck usw. der halt drin ist, wenn man Sachen "draußen" / Im Einsatz oder sonst wie anhatte oder es eben lieber öfter waschen?

Interessiert mich echt mal, denn die Kohle die man für Jacken und Hosen usw. oft über den Tisch gehen lässt ist ja nicht gerade wenig....

Wohnort: Steiermark/Österreich

Beruf: Servicetechniker

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23

Montag, 17. Juni 2019, 10:18

Deshalb ja auch meine Frage:

Kann man den NIR Schutz irgendwie nachträglich reinimprägnieren?
Vergiss nie Deine Träume, sie könnten wahr werden (Hans Theessink)

strcat

Elite-User

Wohnort: Nähe Regensburg

Beruf: 'türlich doch.

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24

Montag, 17. Juni 2019, 11:11

Um noch mal auf das Original-Thema zurückzukommen.... Ich versuch ja meine Ausrüstung usw. immer so pfleglich zu behandeln wie es geht...

Aber mal abgesehen von IR & Co. - was ist denn fürs Material / Textil besser: Es lange nicht waschen und ggfs. mit dem üblichen Schweiß, Dreck usw. der halt drin ist, wenn man Sachen "draußen" / Im Einsatz oder sonst wie anhatte oder es eben lieber öfter waschen?

Waschen bei Bedarf; ernsthaft! Ich sehe keinen Sinn darin eine Regenjacke nach jedem Einsatz zu waschen; bei Feldblusen-/Jacken kann das aber durchaus Sinn machen wenn man sie bei 35C acht Stunden lang unter dem Plattenträger getragen hat. Bei dem Wetter wasche ich meine Uniform jeden Tag, weil das schlicht und einfach nötig ist wenn man nicht mit mit versifften und stinkenden Klamotten rumlaufen will. In der Theorie mag das wie gesagt schon funktionieren, das man seine Uniform zwecks IR-Schutz nur einmal im Jahr wäscht, aber das ist fernab jeglicher Realität.
What if when you die they ask: How was heaven?

Wohnort: Palz

Beruf: Reinigungsfachkraft

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25

Dienstag, 18. Juni 2019, 16:12

Zum Rest habe ich nichts zu sagen, weil ich mich damit nicht auskenne, aber DAS ist (sorry) kompletter Unsinn!

Für Erfahrungen oder (Fach-)Wissen braucht sich niemand entschuldigen. Das Forum soll ja Meinungs-/Erfahrungs-/Wissensaustausch sein.
Danke für Deinen Einwand! Das ist durchaus interessant und sicherlich überdenkenswert.
Mir ging es in meinen Anmerkungen nicht explizit um Suchhunde, sondern eher um den Spaziergänger mit Hund.

26

Dienstag, 18. Juni 2019, 17:42

Die Entschuldigung war wegen dem Ausdruck "kompletter Unsinn", ich wollte nämlich niemanden beleidigen und trotzdem ganz klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass es falsch ist.

Auch der normale Haushund wird allerdings auf organischen Geruch mehr ansprechen als auf "Plastik" oder Blumenduft.

Hunde haben zwar sowohl in der Gesamtzahl als auch in der Art der Geruchsrezeptoren sehr viel mehr als wir Menschen, die sind aber sehr stark in Richtung "potenzielle Nahrung" ausgelegt und ihre Nahrung setzt sich sehr viel weniger aus pflanzlichen Bestandteilen zusammensetzt als die des Menschen.
Dass wir Hunde in der Ausbildung auch darauf trainieren können, dass sie Stoffe finden, die eigentlich von Natur aus nicht interessant für sie sind, liegt daran, dass sie so viele unterschiedliche Rezeptoren haben und sich Rezeptoren quasi nach BEDARF bilden.
Alte sterben ab, neue kommen, allerdings eben nicht zwangsläufig die gleichen, sondern eben die, die der Hund braucht.
Wird er also (wenn möglich fast von Beginn seines Lebens an) damit konfrontiert, dass die Wahrnehmung eines spezifischen Geruchs mit "irgendwas" verbunden ist, das für ihn wichtig ist, dann wird nicht nur sein Hirn darauf trainiert, bei diesem Geruch schneller und heftiger zu reagieren, sondern eben tatsächlich auch der Geruchssinn für dieses Molekül bzw. diese Verbindung von Molekülen verbessert.

Für nicht trainierte Hunde gilt aber, dass der Geruch von abgestorbenen Hautpartikel, Schweiß usw. auf jeden Fall eher zu einer Reaktion führt als der Geruch von Waschmittel.

Beste Grüße
Max

27

Dienstag, 18. Juni 2019, 20:28

Aus meinem früheren (SaZ) und derzeitigem beruflichem Umfeld (Outdoorfachhandel) abgeleitet würde ich allgemein feststellen:

Bei militärischer ebenso wie bei ziviler Outdoorbekleidung handelt es sich zunehmend um sogenannte "Funktionsbekleidung". Die Funktion besteht - mal von der Tarnwirkung abgesehen - hauptsächlich darin, dem Benutzer größtmögliche Bewegungsfreiheit zu bieten und dass obendrein Feuchtigkeit vom Körper weg an die Oberfläche gebracht wird, wo sie möglichst schnell verdunstet- was Baumwolle alleine eher nicht schafft. Bei dienstlich gelieferter Bekleidung kommt noch hinzu, dass selbst der größte Depp sie nicht direkt wieder kaputt bekommen soll (und vom günstigsten Anbieter stammt).
.
Die zur Herstellung solcher Bekleidung verwendeten Gewebe sind für gewöhlich so beschaffen, dass sie keine weiteren Zusätze benötigen, um optimal zu funktionieren. In den meisten kommerziell vertriebenen Waschmitteln allerdings neben optischen Aufhellern (Oxy-, Chlor, etc.) auch Faserversteifer (zum faltenfreien Bügeln), Parfumstoffe jeglicher Art, auf die man an den unmöglichsten Stellen allergisch reagieren kann sowie Substanzen, die das Gewebe "geschmeidig" machen sollen, indem sie die Fasern glättend ummanteln.

All das kann dazu führen, dass die Kleidung nach und nach blasser wird (was in manchen Einheiten "ich bin länger dabei als du" bedeutet ;) ), einem die Brühe innen am Hosenbein runter läuft, man nach kurzer Zeit müffelt wie ein Iltis am Straßenrand, sich nen Wolf läuft usw...

Deswegen solte man darauf achten, dass man ein möglichst rückstandslos auswaschendes Flüssigwaschmittel verwendet, das schon in einer geringen Dosierung ordentlich Reinigungsleistung erbringt. im persönlichen Gebrauch haben sich das Mittel von ATSKO und die Waschmittel von TOKO durchgesetzt. Auch Nikwax bietet da entsprechendes. Supermarkt-Artikel wie Perwoll Sport oder Active & Refresh nutze ich daneben zwar auch privat, ist aber nur mit Einschränkungen zu empfehlen. Es ist zwar günstiger, aber dann doch zu stark duftend und zu geschmeidig machend um genauso optimal zu funktionieren, gerade auch im Hinblick auf Softshell und Membranstoffe.

DONT DEAD OPEN INSIDE

saerdnA

Freistilmetaller

Wohnort: Rheiderland

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28

Dienstag, 18. Juni 2019, 22:28

Wenn man draussen nicht unbedingt Wildtiere zur Flucht oder zum ungewollten Angriff verleiten will, ist es so oder so sinnvoller, nicht mehr als nötig "fremd" zu duften. Man sollte das vllt. nicht unbedingt an Hunden festmachen. Von Pferden, die man gelegentlich auf Wegen mit ihren Reitern antrifft, kann ich es nicht sagen, aber von Bienen und Wespen definitiv, die reagieren auf synthetischen oder penetranten Fremdduft. Das kann unter Umständen übel enden...
Wobei es dabei egal ist, ob aus Tarnbekleidung oder Konfirmationsanzug "geduftet" wird. Der Konfirmationsanzug würde allerdings eher wegen der meist dunklen Farbe einen Angriffsreflex bei Wespen oder Bienen auslösen. Die wiederum kann man in Wald und Wiese in der warmen Jahreszeit häufiger antreffen und sie reagieren erst auf Kurzdistanz (ca. 10-15m) auf Farbreize, auf größere Distanz eher auf Duft.

Gruß Andreas
Warst Du gerade auf einem Erbsenzählerseminar? Nein, dafür bin ich nicht zutändig, ich spalte ihre Haare!

29

Dienstag, 18. Juni 2019, 23:05

Bin kein Chemiker (manchmal zwar Komiker, aber das ist ja eine andere Berufssparte), aber könnte es sein, dass Blumenduft in Waschmitteln so "gut" ist, dass die Bienchen nicht angreifen wollen, sondern Blüten suchen?
Ist übrigens eine ernst gemeinte Frage, die vermutlich nur von Fachleuten beantworten kann, von denen wir hier nur mit verdammt viel Glück einen im Forum haben.

saerdnA

Freistilmetaller

Wohnort: Rheiderland

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30

Donnerstag, 20. Juni 2019, 10:15

Nach dem, was ich in Fachbüchern darüber gelesen habe, lassen sich Bienen nicht davon täuschen oder "anstacheln", wenn man nicht zusätzlich aktiv dazu beiträgt. Sie sind demnach fähig, Moleküle mit Differenzen von 1C Atom zu unterscheiden. Dass man mit Bienen als Spürnasen zur Sprengstofferkennung oder Drogensuche experimentiert hat, ist kein Aprilscherz. Nur sind speziell Honigbienen im Normalfall sehr kurzlebig, max. ca. 7 Wochen, von daher müssen sie sehr schnell eine zweckdienliche Erkennung lernen.
Nicht selten liest man Berichte, dass Personen von Bienen attackiert worden sind, oft lag es daran, dass sie irgendwie parfümiert waren, sei es Haarspray, EdT oder Sonnenöl gewesen, manchmal auch ein sehr spezieller Körperschweiß, der vn Mensch zu Mensch unterschiedlich "duften" kann. Auch an meinem Stand kann ich das regelmäßig beobachten, weder 2-Takt Gemisch aus Motorsense, Benzin noch Ölnebel aus Rasenmäher stört sie, auch nicht der Duft, den ich davon hinterher ziehe. Es gibt aber Duftsorten, die sie von Natur aus gar nicht mögen, z.B. Fischbrötchen, Banane, Mundgeruch, gammelig oder schimmelig, das macht sie aufmerksam bis hektisch, von aggressiv will ich da noch nicht reden.

Speziell von Waschmitteln habe ich es noch nicht gelesen, halte es aber für genauso "anziehend", aber eben nicht aus Nutzzwecken, sondern aus der Neugier oder eben aus Abwehrautomatismen bedingt. In Imkerkursen wird davon abgeraten, die Arbeitskleidung mit parfümierten Waschmitteln zu reinigen. Wespen dagegen reagieren aggressiver, oft schnell und direkt mit Attacken, erst einzeln und ggf. im größeren Verband.
Würden sich Bienen von synthetischen Duftstoffen buchstäblich auf die falsche Fährte locken lassen, hätten sie in der Gegenwart noch weniger Überlebenschancen, sie sind ja von Blüten und deren Duftspuren abhängig und kombinieren optische und geruchliche Reize. Aber auf Synthetisch fallen sie nur einmal herein, weil sie dadurch keine Nahrung bekommen. Das sind dann auch meist eher einzelne Sucherinnen oder kleine Gruppen von Sucherinnen auf Erkundungsflug. Sie "sehen und riechen" zwar an neuen Objekten, sind aber in der Lage, nützlich von unnütz oder freundlich/störend zu unterscheiden. Revierverhalten spielt da sicher auch ein Rolle. Kommt da etwas fremdes ins Revier, wird erstmal beobachtet und taxiert.

Das sollte dazu reichen, sonst wird es zu OT.

Gruß Andreas
Warst Du gerade auf einem Erbsenzählerseminar? Nein, dafür bin ich nicht zutändig, ich spalte ihre Haare!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »saerdnA« (20. Juni 2019, 10:21)


31

Donnerstag, 20. Juni 2019, 10:41

So OT finde ich es gar nicht...wäre ja blöd, wenn der gut duftende Schaftschütze einen Bienenschwarm als Erkennungsmerkmal über sich herfliegen hätte ;-)

Hintergrundwissen schadet nie!
Ich behalte die Infos mal im Kopf, wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mich damit ein bisschen beschäftigen ("Verhalten" und alles was dazugehört interessiert mich immer).

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