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1

Dienstag, 3. April 2018, 14:40

Suche "Universaltool" für UL-Trekkingtour

Hallo!

Ich plane für dieses Jahr wieder eine Tour in den Masuren.
Da ich aber in diesem Jahr hauptsächlich zu Fuss unterwegs sein werde, stellt sich mir die Frage was ich wirklich brauche, da ich ja schliesslich auch alles tragen muss. Nicht wirlich UL, aber ich möchte mein Gepäck schon möglicht leicht halten.
Das letzte Mal, allerdings per Kanu, hat mir das Skrama Bush Knife ideale Dienste erwiesen, so das ich zum Skrama nur noch ein Messer mit 11cm Klinge gebraucht habe. Allerdings auch nur für Buschwerk/Unterholz, ein wenig Brennholz zerkleinern usw.

Da ich aber die nächste Tour ohne Kanu machen möchte werde ich mir, aufgrund der vielen Wasserwege, wohl öfter mal ein Wasserfahrzeug bauen müssen. Dabei dachte ich aus Stabilitätsgründen hauptsächlich an ein Floss, Totholz gibt es ja dort zur Genüge.

Da ich dazu aber Stämme bearbeiten muss welche schon etwas grösser als das übliche Brennholz oder die Stangen zum Shelterbau sind, wird das Skrama, bzw. meine Armmuskulatur dabei wohl an seine Grenzen stossen.

Eine Axt oder ein Beil wäre dafür ja optimal, allerdings steigt hier das Gewicht mit dem Nutzwert. Deshalb habe ich über eine Handkettensäge + Skrama nachgedacht. Allerdings auch eine "richtige" und kein Tüddeldraht.
Alternativ vielleicht auch eine Klappsäge, die Silky Gomboy macht ja einen recht guten Eindruck.

Allerdings habe ich weder mit Handkettensägen noch mit Klappsägen eigene Erfahrungen.

Was würdet Ihr denn mitnehmen/empfehlen wenn es möglichst leicht bleiben sollte?
Ich möchte ja nicht extra ein paar Kilos mitschleppen nur um ab und zu ein kleines bis mittleres Floss zu bauen.......

Würde mich über Eure Meinung dazu und ev. auch ne Kaufempfehlung sehr freuen!

Beste Grüsse,
Alex
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schneckenschubser« (3. April 2018, 16:12)


2

Dienstag, 3. April 2018, 14:48

Aus eigener Erfahrung kann ich die unbeschichtete (!) Version der Bahco Laplander Klappsäge empfehlen. Die wiegt gefühlt fast gar nichts und macht trotzdem kurzen Prozess mit jeglichem Holz bis zu einer maximalen Dicke von ca. 10cm. Außerdem ist sie fast konkurrenzlos günstig.
Busse - Harsey - Hinderer


3

Dienstag, 3. April 2018, 15:45

@Inferno: Danke für den Tipp!
Habe von dieser Säge auch nur Gutes gelesen.
Ich werde es aber wohl eher mit Stämmen bis ca 20cm Durchmesser zu tun bekommen.
Und dann bin ich bei Klappsägen in einer Gewichtsklasse in der eine Handkettensäge vielleicht besser wäre.
Oder nur ein Sägeblatt und ich baue mir dann bei Bedarf ne Bügelsäge. :scratch:

Da ich sie ja nur gelegentlich zum Flossbau brauche, glaube ich im Moment das es zusammen mit dem Skrama ne ganz gute Kombi wäre.
Aber wie geschrieben, ohne eigene Erfahrungen mit Klapp- oder Handkettensägen.......
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

emil

Besessener

Wohnort: Waldviertel/Nö

Beruf: sehr hart

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4

Dienstag, 3. April 2018, 16:33

Grüß dich,
Ich kann dir die Silky Klappsägen empfehlen!
Meiner Meinung nach eine der besten Klappsägen am Markt.
Die Bahco ist nicht schlecht aber kein Vergleich zur Silky!
Ich habe die Gomboy mit Ersatzblatt im Rucksack.
Von Handkettensägen rate ich dir ab, probiere mal die Silky und dann eine Handkettensäge. Du wirst merken das die Silky ein vollwertiges Werkzeug ist und die Handkettensäge nur ein Notbehelf .
Best Grüße
Emil

https://youtu.be/jAyjtZ-iY-Q

https://youtu.be/36A3YG2oEXs
In Funken versunken!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »emil« (4. April 2018, 14:42)


alexfra

Super-User

Wohnort: Göttingen

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5

Dienstag, 3. April 2018, 16:41

Ich würde auch zu einer Silky (für deine Aufgabenstellung) mit dem gröbsten Sägeblatt und so lang, wie du gerade noch tragen magst, empfehlen.
Aber übe zu Hause ein wenig, wenn du noch nie mit einer Zugsäge gearbeitet haben solltest. Schnell ist das Blatt verbogen, wenn man nicht aufpasst. Das ist kostspielig und unterwegs erst Recht doof.

Schneller sägen tust du z.B. mit der Gerber Faltsäge. Aber die kommt nicht durch dickere Stämme.


Grüße
Alex

6

Dienstag, 3. April 2018, 16:48

Matze hat doch kürzlich die Agawa Canyon Boreal 21 vorgestellt, vielleicht wäre die ja was? Ich denke, viel komfortabler kann man für das Gewicht nicht sägen.

Youtube Video
two is one, one is none

7

Dienstag, 3. April 2018, 17:34

Hmm, bei 20 cm Dicke sind wohl alle Klappsägen etwas zu schwach auf der Brust. Von Bahco gibt es auch für einen Apfel und ein Ei (ca. 15€) diverse Bügelsägen. Die sind zwar sperrig im Packmaß, aber trotzdem recht leicht. Man müsste sie dann außen auf einem Rucksack befestigen o.ä.

Und selbst mit so einem kleinen 70 cm-Modell kann man da schon einiges zerschnipseln :thumbsup:
Busse - Harsey - Hinderer


Kevin John

BLACK METAL

Wohnort: Liechtenstein

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8

Mittwoch, 4. April 2018, 13:35

Hallo Inferno,

Ich nutze seit ca einem Jahr die Silky Ultra Accel 240 mit grosser Zahnung und bin schwer begeistert von der Leistung die sie erbringt..20cm dicke Äste sind kein Problem für die UA.Ausserdem liegt der Griff wirklich angenehm in der Hand,was ja auch recht wichtig ist wenn man die Säge länger benutzt.

Ich hab davor die Sawvivor Bügelsäge genutzt und obwohl die schon recht gut ist,ist sie von der Leistung weit von der Silky entfernt.

Von der Bahco Lapplander würde ich dir abraten,zu klein,zu feine Zähne und wird schnell stumpf.

Edit: bei 20cm Ästen wär eine Gomboy 270 wohl ideal
Gruss KJ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kevin John« (4. April 2018, 13:47)


optimal

Erleuchteter

Wohnort: Regensburg

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9

Mittwoch, 4. April 2018, 14:23

Da gibt es nur eine: Silky mit grober Zahnung!

10

Mittwoch, 4. April 2018, 19:26

Ich bin Baumpfleger und habe viel Holz gesägt. Mich begleitet seit mehreren Jahren eine Felco 600 als Backup. Die würde ich auch zum wandern mitnehmen. :thumbup:

11

Mittwoch, 4. April 2018, 19:57

Wenn ich mir vorstelle, dass ich für ein Floß Minimum 5 Stämme, aber eher wohl 7-8, benötige macht das Minimum 10 Schnitte durch 20 cm Durchmesser Stämme. Da wünsche ich viel Spaß egal mich welcher Klappsäge. Ohne ordentliche Bügelsäge wird das wohl nichts. Dabei sind hier noch nicht einmal die Quertraversen zur Stabilisierung des Floßes und auch noch keine Steueranlage dabei. Ohne Deinen Enthusiasmus bremsen zu wollen, dass wird schwierig. Gruß Stefan

12

Mittwoch, 4. April 2018, 20:14

Ja, das stimmt wohl. Wer Kompromisse eingehen muss (oder will) hat's schwer.
Ohne mich anmaßen zu wollen: Herr Nehberg hätte ein Schweizer Taschenmesser empfohlen.
Der Spaß ist bei bei solch einem Vorhaben doch sowieso vorprogrammiert. :thumbup:

SpawnM12

selbst und das ständig

Wohnort: Lahn Dill Kreis

Beruf: Servicetechniker

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13

Mittwoch, 4. April 2018, 20:18

Silky Big Boy, die paar Gramm machen die Leistung auf jeden Fall wieder weg. Hab ich seit 2 Jahren und bin begeistert.
Mit Feuer und Stahl hat es begonnen, mit Feuer und Stahl wird es enden.......

14

Donnerstag, 5. April 2018, 20:46

Besten Dank für Eure vielen Tipps und Ratschläge!

Ich glaube, die Agawa Canyon Boreal 21 wird das Rennen machen.
Ich glaube zwar das die Silky und die Felco wirklich gute Sägen sind aber die Möglichkeit die Blätter für wenig Geld wechseln zu können und die Stabilität, bzw. das sie eher Fehler verzeiht, lassen mich mehr zur Agawa tendieren.
Ich bin ein Freund von Redundanz, gerade wenn ich nur wenig dabei habe und mich auf die Ausrüstung verlassen muss.
Bei der Agawa würde ich aber wohl noch die Splinte noch gegen Hülsenmuttern austauschen.
Sie ist zwar nun nicht wirklich ein Leichtgewicht aber ich werde sie mir wohl kaufen und selbst wenn ich sie für diese Tour
doch nicht mitnehmen sollte, kommt sie auf jeden Fall zur Kanuausrüstung.
Ich werde auch mal probieren, eine Bügelsäge für ein gekauftes Blatt selbst zu bauen, mal sehen was dabei herauskommt.
Basteln und improvisieren gehören ja glücklicherweise zu meinen besser ausgeprägten Talenten.
Das so ein Floss echt Arbeit ist, weiss ich gut. Habe dafür bisher immer 1 - 2 Tage gebraucht.
Bin aber auch eher gemütlich unterwegs. Habe viel Zeit und keine Eile.
Für mich ist da der Weg das Ziel. Selbst wenn das Floss 3 Tage dauert, kann ich gut damit leben.
Zum Glück wiege ich ja auch mit Ausrüstung unter 100Kg. Wenn ich es eilig hätte würde ich mich aber auch eher mit
einem Konstrukt aus Ästen, Zweigen und dem Tarp behelfen.
Aber ich habe ja Zeit und möchte mit möglicht wenig Ausrüstung zurechtkommen.
Kompromisse machen zu müssen sehe ich da als Herausforderung!

Ich werde mich jetzt mal nach der Agawa umsehen und meinen Eigenbau probieren.
Was dann mitkommt werde ich danach entscheiden.

Nochmal vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe, sie hat mir wirklich weiter geholfen.
Vor allem die Agawa hätte ich allein wohl nicht oder sehr viel später entdeckt.....

Grüsse,
Alex
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Schneckenschubser« (5. April 2018, 20:51) aus folgendem Grund: Rechtschreibung verbessert


fjellstorm

No time to waste

Wohnort: Kassel

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15

Freitag, 22. März 2019, 08:04

Was ist aus deiner Entscheidung letztlich geworden?
Hast du deinen Eigenbau umsetzen können?

Solltest du die Tour gemacht haben, wie hat sich die Säge bewährt?

Würde mich interessieren :)
  • "Take only memories, leave only footprints." - Ray Mears

16

Freitag, 22. März 2019, 15:02

Hallo Fjellstorm!

Das beantworte ich Dir gern.
Allerdings muß ich ersteinmal richtigstellen das der Titel des Threads so nicht ganz richtig ist.
Wie ich erst später festgestellt habe definiert sich ultraleicht als Gesamtgewicht von ca. 5 Kg.
Richtiger wäre Lighttrekking (ca. 9 - 5 Kg) da ich ein Ruchsackgewicht von ca. 8 Kg anstrebe.

Mitgenommen habe ich dann letztendlich nur 2 Sägeblätter und hab dann unterwegs aus Ästen und Paracord eine Bügelsäge gebaut. Hat mit etwas Übung dann auch halbwegs akzeptabel funktioniert.

Allerdings hab ich sie nicht so oft gebraucht da ich meine Pläne wegen der Hitze und Dürre im Sommer dann doch etwas geändert habe. Das war schon echt krass. Wegen der Waldbrandgefahr war kaum Feuer möglich was die Angel - und Kochmöglichkeien stark einschränkte, der Wasserverbrauch war deutlich höher und durch den niedrigen Wasserstand waren alle Ufer völlig versumpft und es herrschte eine extreme Fliegenplage. Hätte vorher nicht gedacht das einfache Fliegen SO nerven können!
Ich kam mir vor wie ein Stück faules Fleisch in der Mittagssonne.
Hab dann kurzfristig umdisponiert und bin ein Stück des Skåneleden in Schweden gewandert.
Der führt z.T. immer am Meer entlang da war es viel angenehmer zu Wandern zumal ich wegen der fehlenden Feuer/Kochmöglichkeit dann doch häufiger auf Campingplätze angewiesen war.
Deshalb ist es dann hauptsächlich eine Schweden-Ostseeküstentour geworden die mich wirklich begeistert hat.
Hatte Südschweden immer unterschätzt und bin sonst immer gleich nach Mittel - und Nordschweden weitergereist.
Aber ich kann den Skåneleden wirklich empfehlen! Habe von Swinemünde die Fähre nach Ystad genommen und dann konnte es gleich losgehen. Unterwegs gab es dann reichlich frischen Fisch und massenhaft Äpfel.
Skåne scheint die Apfelprovinz Schwedens zu sein.
So, nun bin ich aber reichlich abgeschweift. Wer Fragen zum südlichen Skåneleden hat kann mich gern anschreiben.

Mein Fazit zur Säge wäre, das sie wohl zum Floßbau taugt wenn man es aus Stämmen mit max. so um 15 cm Durchmesser baut und keine große Eile hat.
Nur zum sägen von ein paar Stangen für ein Lager o.Ä. würde aber auch die Säge vom großen Vic ausreichen.
Das ist dann auch vielseitiger einsetzbar als die Sägeblätter und leichter als ein Haumesser.

Ich hoffe, Deine Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben.... :)

Beste Grüße,
Alex
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schneckenschubser« (22. März 2019, 15:13)


17

Freitag, 22. März 2019, 19:16


Hab dann kurzfristig umdisponiert und bin ein Stück des Skåneleden in Schweden gewandert.

Skåne scheint die Apfelprovinz Schwedens zu sein.


...noch ein wenig OT: Skåne ist wirklich die Apfelprovinz Schwedens :D Es gibt ein kleines Dorf namens Kivik - da wird alljährlich im Herbst ein Apfelfest abgehalten.
Link: https://www.appelmarknaden.se
Ein lustiges Event,dessen Besuch sich lohnt.

18

Samstag, 23. März 2019, 13:02

@rumpeltroll

Hahaha, das hätte ich mir ja denken können! :D
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

Terminator

sin nombre

Wohnort: Frankfurt am Main

Beruf: serrated

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19

Samstag, 23. März 2019, 14:38

Hallo Fjellstorm!

Das beantworte ich Dir gern.
Allerdings muß ich ersteinmal richtigstellen das der Titel des Threads so nicht ganz richtig ist.
Wie ich erst später festgestellt habe definiert sich ultraleicht als Gesamtgewicht von ca. 5 Kg.
Richtiger wäre Lighttrekking (ca. 9 - 5 Kg) da ich ein Ruchsackgewicht von ca. 8 Kg anstrebe.




Hallo, wer definiert denn sowas?
Mit dem Messer geht es besser!

20

Samstag, 23. März 2019, 19:31

Soweit ich jetzt weiß hat das Ray Jardine, einer der UL-Pioniere mal so klassifiziert.

- Traditional backpacking: base weight of 30 lbs (USA) or 15 kg (Europe) or more
- Lightweight backpacking: base weight of less then 20 lbs (USA) or 10 kg (Europe)
- Ultralight (UL) backpacking: base weight of less then 10 lbs (USA) or 5 kg (Europe)
"Wenn Du fällst, werde ich da sein"
Boden

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schneckenschubser« (23. März 2019, 19:41)


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