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Dienstag, 21. Oktober 2014, 20:08

Review: Direct Action Foxtrot Waistbag/Umhängetasche

The english version of this review can be found at PineSurvey.com .

Dank dem Team von Helikon Tex kann ich euch heute das Direct Action Foxtrott Waistpack vorstellen und in einem Review genauer auf einzelne Features dieser Umhängetasche eingehen.
Aufmerksame Leser meiner Reviews dürften wissen, dass Helikon Tex 2014 auf der IWA erstmalig seine Produkte der Direct Action Linie vorgestellt hatte und die Produktpalette bis jetzt kontinuierlich ausbaut. Mittlerweile tritt Direct Action als eigene Marke mit entsprechender Webpräsenz auf.

Das Foxtrott Waistpack ist nun schon seit einiger Zeit in diversen Farben und Tarnmustern erhältlich. Grund genug, einmal einen detaillierten Blick auf die Tasche zu werfen.

Zunächst ein paar Grunddaten und Fotos “am Mann”:





Materialien:
500D Cordura, Duraflex WooJin Schnallen, YKK Zipper

Maße laut Katalog:
30 x 19 x 12 cm

Gewicht:
790 g

Erhältliche Farben:
Schwarz, OD, PL Woodland, Coyote, Camogrom, Ranger Green, Pencott Badlands und Snowdrift.

Kurzer Überblick der Tasche:
Das Hauptfach der Tasche ist von oben zugänglich. Seitlich ist jeweils eine Cargo- und Magazin- bzw. Wasserflaschen Tasche anzufinden. An der Vorderseite ist eine größere Tasche aufgesetzt, die ihrerseits über ein von oben zugängliches Hauptfach und ein per Frontzipper zugängliches, kleines Frontfach verfügt.
Die Tasche verfügt über einen fest angenähten Beckengurt mit schmalen Einschubfächern sowie über eine Tragegurt und einem per Klett zusammenfügbaren Tragegriff.
Sowohl Beckengurt als auch Rückseite sind mit dem Direct Action eigenen Ventilationssystem ausgestattet.

Die Tasche im Detail:

Fronttasche:
Beginnen wir mit der Vorderseite. Die vorne aufgesetzte Tasche ist außen mit Laser geschnittenen MOLLE Schlitzen versehen, sowie einer kleinen Velcro Fläche für Patches. Die Vor- und Nachteile dieses Systems habe ich bereits zur Genüge erklärt (+ besseres Funktionieren von Tarnmuster, Gewichtsersparnis; - Anfälligkeit für Schmutz hinter dem Material). Es stehen hier 3 Reihen mit 6 Kanälen zur Verfügung.



Per Reißverschluss hat man Zugriff auf ein kleines Fach, in dem mühelos Papiere und flache Gegensstände Platz finden.



Die eigentliche Fronttasche ist von oben zugänglich und lässt sich seitlich bis zu einem Drittel öffnen. Darin findet man ein Adminpanel, das Platz für drei Stifte oder stabähnliche Gegenstände bietet sowie eine per Klappe verschließbare Tasche für Handy, GPS oä. Dahinter findet man ein über die gesamte Länge der Tasche verlaufendes Steckfach für Dokumente, Notizbücher etc.
Die Tasche verfügt am Boden über ein Drainhole, um Wasser, Sand oä. einen Ausweg zu bieten (oder Eintritt).





Seitliche CargoTasche:
Die seitlich angebrachte Cargo Tasche hat außen ebenfalls die Laser geschnittenen Molle Schlitze (3 Reihen, 2 Kanäle) und kann bis zur Hälfte geöffnet werden. Innenseitig findet man ein Steckfach aus Mesh Material und einen Keyfob. Am Boden befindet sich ebenfalls ein Drainhole.



Magazin- Wasserflaschenfach:
Dies sind wohlgemerkt die Bezeichnungen von Helikon/Direct Action. Tatsächlich dürften hier nur schmale Dosen und kleine Getränkeflaschen Platz finden. Zwei Gewehr Magazine haben darin zwar Platz, können mit dem Velcroband jedoch nicht gesichert werden. Was sehr wohl darin Platz hat sind Etuis und kleine Transportboxen von Peli oder Otter etc. Abschließend muss auch hier das am Boden hinzugefügte Drainhole erwähnt werden.



Deckel:
Am Deckel des Hauptfach wurde Shockcord mittels mehrerer Laschen zu einem Netz geflochten, um beispielsweise eine Jacke leicht zugänglich zu sichern. Ich persönlich habe es auch verwendet um die Leine für meinen Hund zu versorgen, wenn ich ihn frei laufen lasse.



Links und rechts des Deckels sind zwei Schlaufen angebracht, die sich per Klettpolster zu einem Tragegriff zusammenfügen lassen, wie man ihn von Tragetaschen kennt. So praktisch dies auch sein mag, hat man gleichzeitig den Nachteil, dass dadurch auch der Zugriff zum Hauptfach komplizierter wird. Diese Herangehensweise ist jedoch vor allem bei schwerer Beladung durchaus zweckmäßig.



Hauptfach:
Man könnte das folgende Feature eigentlich zum Deckel zählen, da es jedoch innenseitig anzutreffen ist, steht es hier. Der Deckel verfügt innerhalb des Hauptfaches über ein per Reißverschluss zugängliches Meshfach in dem man gut sichtbar schnell verfügbare Gegenstände unterbringen kann.



Das Hauptfach selbst ist komplett mit Loop Velcro ausgestattet und verfügt über ein Steckfach an der Rückseite, in der ein Tablet problemlos Platz hat. Dieses Fach, die Rückseite des Hauptfaches sowie der Boden sind gut gepolstert. Hier findet man kein Drainhole.



Das Hauptfach ist nicht groß genug für Unterlagen im A4 Format. Die Tasche ist hierfür auch nicht konzipiert, jedoch taucht immer wieder diese Frage auf und ich denke, dass folgendes Bild auch eine gute Referenz für die Größe der Tasche ist.



Beckengurt:
Der Beckengurt besteht aus zwei großen, gepolsterten Seitenflügeln, die jeweils über die Laser geschnittenen MOLLE Schlitze (3 Reihen, 4 Kanäle) verfügen und jeweils über ein Steckfach, das per Reißverschluss zugänglich ist.



Große Steckschnallen sind an einem größenverstellbaren Gurt angebracht. Dadurch kann man den Beckengurt fest am Körper anbringen und die Gesamtlast der Tasche auf die Hüften verlagern. Der Ümhängegurt wird dadurch massiv entlastet und dient im Grunde nur noch einer zusätzlichen vertikalen Absicherung.
Die Polsterung auf der Rückseite der Tasche verfügt zudem über einen Kanal, in dem der Beckengurt verstaut werden kann. Dadurch kann man die Umhängetasche zu einer Tragetasche umfunktionieren. Durch die versorgten Seitenflügel des Beckengurtes beult sich die Tasche jedoch massiv aus. Hier muss jeder für sich entscheiden, wie gut man dieses Feature einstuft.





Trage- Umhängegurt:
Dieser besteht aus einem simplen, breiten Nylongurt, der an dicken Duraflex Schnallen seitlich angebracht ist. Für den Tragekomfort sorgt ein aus rutschfestem, gummierten Material angefertigter Schulterpolster. Dieser bleibt bombenfest dort wo man ihn positioniert, während der Gurt ungehindert darin durchgleiten kann, was ein Manövrieren der Tasche erleichtert.



Polsterung:
Wie auch bei den Rucksäcken der Direct Action Serie, setzt die Firma auch bei der Foxtrott Tasche auf das hauseigene “Combat Vent System”, das aus durchlöcherten Schaummaterial besteht, welches seinerseits gewellt und diagonal nach außen verläuft. Dadurch soll eine stabile Polsterung und maximal mögliche Luftzirkulation bewerkstelligt werden.



Im Falle der Foxtrott Tasche kommt zusätzlich zur dieser Rückenpolsterung noch die Innenpolsterung des Hauptfaches hinzu. Damit hat man auf einer Seite fast 3cm Polsterung. Würde man hier anders produzieren, könnte man Material und somit Gewicht und Volumen sparen.

Sonstiges:
Die Verarbeitung ist hervorragend, wie man es von Direct Action gewohnt ist. In dieser Hinsicht konnte ich mich bis jetzt nicht beklagen. Die Reißverschlüsse sind alle mit Zipperpulls versehen, die mit Schrumpfschläuchen und farblich abgestimmten Zippcords ausgestattet sind.





Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LowEndD« (21. Oktober 2014, 20:09)


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Dienstag, 21. Oktober 2014, 20:08


Einsatzarten:
Direct Action bewirbt die Tasche als leichtgewichtige Tasche für Polizei, Schützen oder simple EDC Verwendung. Ich muss zugeben, dass ich zunächst mehr als skeptisch war, und Probleme hatte, mir diverse Verwendungszwecke vorzustellen. Mit der Zeit konnte ich jedoch die Konzepte nachvollziehen und möchte nun anhand der mir zur Verfügung stehenden Ressourcen demonstrieren, was alles in die Tasche passt, bzw. wofür man sie verwenden könnte.

Range Bag:
In die Tasche passen ohne weiteres eine Schachtel Munition, Gehörschutz, Magazine und separat davon im gepolsterten Bereich die Waffe. Anhand diverser Velcro Accessoires könnte man hier noch zusätzlich individualisieren. Die Außentaschen, sowie die Tasche im Deckel würden zusätzlichen Platz für Schutzbrille, Ausweise und Notizmaterial bieten.



Munitions Tasche:
Wie man sieht, hat die Tasche auch viel Platz für Munition, bzw. volle Magazine. Die AK47 Magazine sind die größten die ich hatte. Mit dieser Reihe konnte ich die Tasche nach wie vor schließen. Im Deckelfach dürfte dabei aber nichts mehr untergebracht werden. Andere Magazine mit kleineren Volumen haben selbstverständlich mehr Platz. AK74, AR15, AUG etc dürften ohne weiteres Platz finden.
Durch den Hüftgurt wäre bei dieser Verwendung auch die dementsprechend nötige Lastverteilgung auf die Hüfte gegeben.



EDC Bag:
Die alltäglichen Utensilien bzw. das Minimum hat problemlos Platz. Organizer, Messer Shemagh. Kleinzeug. (OK, ich bin eine Ausnahme, weil ich immer viel zu viel Zeug mit mir mitschleppe, aber es gibt Menschen, die mit weniger auskommen.)



Foto Tasche:
Die für mich sympathischste Verwendung ist die als Tasche für Foto Equipment. Mit zusätzlichen Velcro Unterteilungen könnte man hier noch mehr Organisation schaffen, aber grundsätzlich hat eine Spiegelreflexkamera bequem Platz im Hauptfach. Zwei Objektive könnten noch mitgenommen werden und die anderen Taschen bieten Möglichkeiten für Kabel, Akkus und anderes Zubehör.
Durch die Beckengurte, kann man die Tasche bequem von der 5 Uhr Position in den Bauchbereich verschieben und von dort auf das Hauptfach zugreifen.



Anmerkung:
Wohlgemerkt spiegeln diese Anwendungsbeispiele meine persönliche Sicht wider. Je nach individueller Erfahrung und Geschmack können hier die Ansichten auseinander gehen. Ein Beispiel: Ein Freund von mir, der weitaus mehr fotografiert als ich, würde diese Tache nicht als Fototasche verwenden, auch wenn er sie generell gut durchdacht findet.

Fazit:
Meine anfängliche Skepsis hat sich mittlerweile in Wohlgefallen umgewandelt. Die Tasche hat mittlerweile einen festen Platz in meinem Alltag gefunden. Sei es der Transport von Kamera Equipment, Kleinzeug (Wasser, Regenschutz) bei längeren Ausflügen mit meinem Hund oder die Fahrt zum Schießplatz. Der Look der Tasche ist auch nicht zu “tactical” als dass man sie nicht im zivilen Alltag verwenden könnte - vorausgesetzt man entscheidet sich für eine solid color wie Schwarz oder Grau (shadow grey soll bald erhältlich sein).

Ein Kritikpunkt, den ich wie schon beim Messenger Bag anmerken würde, ist der Versuch Helikon’s soviel Features wie möglich in einem Produkt unterzubringen, um die Verwendungsmöglichkeiten zu maximieren. Manchmal ist Weniger mehr. vor allem die Polsterung an der Rückseite nimmt viel Platz und Gewicht in Anspruch.

Erhältlich ist die Tasche bei allen Helikon Händlern für einen Preis von 65 - 85 € je nach Farbe und Muster.

Wie immer möchte ich mich bei euch für eure Geduld beim Lesen und bei Helikon-Tex/Direct Action (für die Möglichkeit dieses Review zu machen) bedanken.

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Dienstag, 21. Oktober 2014, 21:44

besten dank! es macht immer wieder spass, deine mit aussagekräftigen bildern bestückten reviews zu lesen. :thumbup:
- Die Herrschenden hören auf zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen -

suomi70

TF, was sonst?!

Wohnort: Schweiz

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Dienstag, 21. Oktober 2014, 23:39

Heja David

Wieder ein klasse Review von dir. :thumbsup: Freue mich auf das nächste Produkt von DA.


LG

Sacha
„Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Du redest mit deinen Feinden.“

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