Sie sind nicht angemeldet.

enforcer

Forenpartner

  • »enforcer« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: 76698 Ubstadt-Weiher - Ubstadter Str. 36

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 25. Juli 2012, 14:14

Testbericht MOAB10

ein netter Kunde hat sich die Arbeit gemacht und den MOAB 10 unter realistischen Bedingungen getestet. Wir halten den Bericht für sehr interessant. Uns würde interessieren, ob auch die Mitglieder des Forums solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Wir freuen uns auf eure Resonanz
Enforcer Team


Hallo Herr Pülz,

wie besprochen anbei mein Testbericht bezüglich des MOAB 10. Da wir keinen Erdbebeneinsatz hatten konnte ich den MOAB10 bisher noch nicht im realen USAR-Einsatz testen. Jedoch hab ich ihn gründlich bei Übungen und im täglichen Gebrauch getestet.

Angeschafft hatte ich mir den MOAB10 vor dem Hintergrund, das wir Lage abhängig im Einsatz kurzfristig auch mal einen oder zwei Tage nicht in unsere Base of Operation zurückkehren können, sondern außerhalb ein Notlager aufschlagen müssen. Der MOAB10 sollte einerseits als Daypack genügend Platz bieten, anderseits aber auch als Evacuationsbag nutzbar sein und darum nicht zu groß sein.

Erfahrungen:

Positiv:
1.) Die Verarbeitung und das Material ist wie bei allen 5.11 Produkten sehr gut.
2.) Die Inneneinteilung ist im Deckelbereich und der Organizertasche gut durchdacht und alles ist unproblematisch erreichbar.
3.) Der Schultergurt ist stabil aber dennoch bequem..
4.) Die Schnalle lässt sich bei Bedarf schnell lösen und ist für einen Notabwurf sehr gut geeignet, falls man mit der Tasche irgendwo hängen bleibt und nicht mehr freikommt.
5.) Vorhandene Tragemöglichkeiten für Links- und Rechtshänder optimal.
6.) Die Tasche ist im beladenem Zustand gut zu transportieren, jedoch auch in fast leeren Zustand stabil.
7.) Die kleine Tasche für Kommunikationsausstattung oder Handy ist sehr praktisch und durchdacht(Gummizug)
8.) In bzw. an der außen liegenden Bebänderung am Boden lässt sich auch ein kleiner Notschlafsack befestigen.

Negativ:
1) Der obere Teil der Haupttasche ist ohne Tasche, Netz oder sonstiger Haltevorrichtung leider nur bedingt zu gebrauchen .(siehe Vorschlag 1)
2) Bei Dämmerung/ Dunkelheit ist durch das schwarze Material leider ein Auffinden von kleineren Gegenständen schwierig wenn man keine Lampe dabei hat. Das wäre/ ist bei einem Einsatz als Sanitätstasche ein echter Nachteil.(siehe Vorschlag 2)

Vorschlag:
1) Im oberen Bereich der Haupttasche könnte man z.B. zwei Reihen breiter Gummibänder einsetzen. So könnte man immer noch eine Jacke oder einen kleinen Schlafsack reinpacken wenn man die Schlaufen nicht benötigt, Anderseits könnte man so größere Gegenstände, z.B. bei einer Nutzung als Fototasche, ein Stativ oder ein Objektiv fixieren, welches man in der unteren Gummizugtasche transportiert. Bei einer Nutzung als Sanitätstasche könnten dort dann Infusionsflaschen, Blutdruckmanschette, oder Sam-Splint-Schienen transportiert und fixiert werden. Bei täglicher Nutzung würde auch eine in der unteren Gummizugtasche transportierte größere Getränkeflasche, eine Thermoskanne oder ein kleiner Regenschirm, so sicher fixiert werden und nicht hin und her "schlagen" .

2) Ein hellerer "Grundstoff im Inneren" z.B. hellgrau wie bei den COP-Einsatztaschen oder Orange wie bei der 5.11 ALL HAZARD Serie würde es sehr erleichtern kleinere Gegenstände bei diffusen Lichtverhältnissen aufzufinden.

Fazit:
Der MOAB 10 ist auf Grund seiner Maße sehr praktisch und auch in engen Räumen gut zu tragen, hat jedoch genügend Platz. Ich habe ihn beim Ersteigen eines Turmes mittels Leiter und einer die Leiter umgebenden "Absturzsicherung" auf dem Rücken getragen. Es war zwar eng, jedoch hätte ein Rucksack mich mehr behindert, weil der MOAB sich durch die diagonale Trageweise besser handhaben ließ. Beim Durchsuchung der Trümmer und dem damit verbundenen Einstieg durch Fenster und enge Türen konnte ich den MOAB der Lage angepasst vom Rücken zum Bauch wechseln, so das jederzeit eine sichere Trageweise möglich war.

Bei der Fahrt in einem PKW, sowie bei der "Evakuierung" auf der Ladefläche eines LKW sitzend, war der MOAB10 sehr gut vor dem Bauch zu tragen, so das man ihn nicht ablegen brauchte und immer alles wichtige an Mann hatte.

Mit den mitgelieferten TIER-Gurten lässt sich auch ein Einsatzhelm (in diesen Fall ein MSA- F2 -Helm) auf dem MOAB befestigen, wenn die Helmbegurtung die passende Stärke hat. Die Anbringung erfolgt dann wie bei den Bändern beim Molle-System.

In engen Räumen wie Bus, U-Bahn usw. wie auch in großen Menschmenge, ist die "Bauchtrageweise" ein sehr großer Vorteil, da somit ein Diebstahl aus dem MOAB fast unmöglich ist und man dennoch jederzeit Zugriff auf die Dinge im MOAB10 hat.

Ich würde den MOAB10 jederzeit für den täglichen Gebrauch wie auch für die Einsatz bei USAR-Einsätzen empfehlen. Einzige Mängel sind meiner Meinung nach die fehlenden Befestigungsmöglichkeit im oberen Teil des Hauptfachs und die farbliche Abgrenzung im Innenraum (Vorschläge 1 und 2)

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Zingraf
Enforcer Pülz GmbH - David Pülz
Ubstadter Str. 36 - 76698 Ubstadt- Weiher
Deutschland / Germany - Tel.: 07251-96510 - Fax.: 07251-965114

Online-Shops:
www.enforcer.de - www.enforcer-military.de - www.enforcer-verlag.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »enforcer« (17. August 2012, 09:30)


ChriBo

Forenbetreiber

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 25. Juli 2012, 18:47

Vielen Dank für den Bericht!

Ich muss mir den MOAB10 nun doch mal genauer anschauen.
Denn zur Zeit bin ich mit meinem MAXpedition Monsoon Gearslinger unzufrieden.
Was ich bisher an Bildern im Web gesehen habe, gefällt mir aber schon mal sehr gut 8o

Social Bookmarks

UNSERE FORENPARTNER:


Joe’s Messershop – Stahlwaren & mehr …

Unsere Partnerseiten: